Großherzogtum Hessen/Oberappellationsgericht

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Hierarchie: Regional> Reichsdeputationshauptschluß >Übergangs Territorium > Großherzogtum Hessen > Großherzogtum Hessen/ Oberappellationsgericht

Inhaltsverzeichnis

Zentralbehörden in Darmstadt

Westfälischen Spezialakten

Oberappellationsgericht

Das Oberappellationsgericht zu Darmstadt wird am 1. Februar 1803 auch zur obersten und höchsten Gerichtsstelle für das Herzogtum Westfalen bestimmt. Ihm obliegt nach dem Organisationsedikt vom 12. Oktober 1803 die oberste Leitung der Justizpflege und die letzte Entscheidung in Rechtssachen, wobei es in der bürgerlichen Gerichtsbarkeit sowohl in 3. wie in 2. und 1. Instanz tätig werden kann, in der Strafrechtspflege entweder als Revisions- oder als Oberappellationsgericht wirkt.

Leitung

Dem Präsidenten und Direktor stehen sechs bis acht Oberappellationsgerichtsräte zur Seite. Von ihnen wurde der Geheimrat Hermann Joseph Hörster aus kurkölnischen Diensten übernommen, während Theodor Arndts und Peter Floret (Vater und Bruder sind 1807 Justizamtmänner zu Werl) dem Herzogtum Westfalen entstammten.

Akten

Die über die Auslieferung der Zivil- und Kriminalakten aus dem Herzogtum und den Grafschaften Wittgenstein beim Oberappellationsgericht und bei den Hofgerichten Darmstadt und Gießen aus den Jahren 1816/17 im Staatsarchiv Darmstadt (Abt. VII 1, Konvolut 39 a Fasz. 3) vorhanden gewesenen Akten sind 1944 vernichtet worden. Im Staatsarchiv Münster haben sich mit einer Ausnahme nur Akten über das Fürstlich Wittgensteinsche Schuldenwesen erhalten.

Archiv

  • Landesarchiv NRW, Staatsarchiv Münster, Behörden der Übergangszeit 1802-1816, Entschädigungsländer, Großherzogtum Hessen, Oberkriegskolleg.
    • Umfang: 91 Aktenstücke (4 Pakete). Verzeichnung: Repertorium B 61, (1665) 1798-1816. *** Darin: Schuldenwesen des Fürsten Friedrich zu Wittgenstein-Wittgenstein (mit Schuldenverzeichnis und Besoldungsetat der fürstl. Wittgensteinschen Dienerschaft), Abschätzung der Domanialwaldungen, Erhebung der fürstl. Einkünfte, fürstl. Privathaushalt (auch Silber und Juwelen), Besuch des russischen Generals Graf v. Wittgenstein, mütterliches Vermögen der Kinder des Fürsten; fürstl. Roheisenhütte, Friedrichshütte, Friedrichshammer, Banfer Hütte (mit Rechnungen des 18. Jhs.), Kohlholzverkäufe, Holzlieferungen aus dem Forst Feudingen und Kohlenlieferung aus dem Freien Grund; Wollenzeugfabrik in Laasphe, Anlage eines Walz- und Schneidwerks und einer Töpferfabrik, Verkauf und Abbruch fürstlicher Häuser; Vergleich mit den Gemeinden wegen Verteilung der Kriegskosten, Wahlfreiheit der Gemeinde Niederlaasphe, Fruchtschreiberstelle zu Wittgenstein, Rügemeister Lange/Arfeld; Apanagenforderungen, Forderungen fürstl. Bediensteter: Dautel, v. Diemar, Feye, Frank, George, Goebel, Heiss, Herwig, Hippenstiehl, Hoch, Immler, Loewe, Pow, Rausel, Römer, Soeder, Stenger, Storch, Vollmer, Wickel, Zimmermann; Schuldforderungen: Busch, Buschfeld (Zehntfreiheit), Dungheller, Eichelberg, v. Fürstenberg, Goll, Hinkel, Jüngerich (Arrest), Mumm, Rüppel& Harnier, v. Schuler, Schweitzer, Fürst von Waldeck, Winkelblech.
      • Droste-Nienborgscher Konkurs.
Persönliche Werkzeuge