Grafschaft Glatz/Geschichte in Zahlen

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Ende 4. Jh. Einwanderung von slawischen Stämmen.
981 Erwähnung der Burg Cladsko.
12. Jh. Anfänge deutscher Besiedlung.
1114 Ansiedlung unterhalb der Burg Glatz erwähnt – „urbs“ Stadt.
1137 Pfingstfriede von Glatz beendet die Auseinandersetzungen zwischen. Polen und Böhmen um Glatz; das Glatzer Land gehört nun zu Böhmen.
1184 Johanniter-Orden läßt sich in Glatz nieder.
1197 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Lewin.
1241 Die Mongolen stoßen nach Polen, Ungarn und Böhmen vor.
1243 Am 14.10.1243 stirbt die Heilige Hedwig, Schutzpatronin Schlesiens.
1264-1290 Besiedlung von (Bad) Landeck.
1264 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Schreckendorf als ältestes Dorf im Glatzer Land am 27.09.1264.
1269 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Altwaltersdorf.
1275 Glatz besitzt deutsches Recht (Magdeburger Recht).
1278 Herzog Heinrich IV. nimmt das Glatzer Land in Besitz.
1280 Um das Jahr 1280 Wünschelburg erhält Stadtrechte.
1290 Erwähnung der Wünschelburger Pfarrkirche. Papst Nikolaus IV. erteilt der Wünschelburger Pfarrkirche am 28.01.1290 Ablässe.
1294 Erstmalige urkundliche Erwähnung Mittelwaldes
1297 Am 25.03.1297 wird Arnestus von Pardubitz geboren, Erzbischof von Prag ab 1343, gestorben 30.06.1364, beigesetzt in der Glatzer Pfarrkirche..
13. Jh. Gründung der Stadt Habelschwerdt und der Stadt Landeck.
13./14. Jh. Anwerbung deutscher Siedler.
14. Jh. Die Stadt Mittelwalde hat Stadtrecht. Bau des Schlosses in der Stadt Neurode.
1316 Urkundliche Erwähnung von Altlomnitz und Altweistritz.
1319 Die Stadtbefestigung Habelschwerdts wird fertiggestellt.
1324 Die Stadt Reinerz besteht, Stadtrechte wurden vor 1324 verliehen. Erstmalige urkundliche Erwähnung von Mittelsteine.
1325 Die Stadt Landeck wird erstmals urkundlich erwähnt.
1326 Die Pfarrkirche in Landeck wird erstmals erwähnt.
1330 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Albendorf.
1333 Die Vogtei Wünschelburg wird erstmals erwähnt.
1335 Vertrag von Trentschin am 02.04.1335; Kasimir III. v. Polen verzichtet auf Schlesien.
1337 Gründung der Stadt Neurode (Newenrode) nach Deutschem Recht.
1339 Erstmalige Erwähnung von Altbatzdorf.
1340 Lewin wird als Sitz eines Pfarrers genannt. Erstmalige urkundliche Erwähnung von Pischkowitz.
1341 Die Stadt Wünschelburg erhält Stadtrechte.
1342 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Niedersteine.
1343 Am 14.01.1343 wird Arnestus v. Pardubitz Bischof v. Prag. Glatzer Kreuzherren kaufen das Gut Halbendorf.
1346 Um 1346 erhält Reinerz Stadtrechte. Karl IV. (1346-1378) wird König von Böhmen. Erstmalige Erwähnung von Konradswalde und Plomnitz sowie von Schloß Karpenstein.
1347 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Droschkau und Hollenau sowie erstmalige Erwähnung von Ober- und Niederrathen und Altheide.
1348 Pestepedemie im Glatzer Land. Erstmalige urkundliche Erwähnung von Eckersdorf sowie erstmalige Erwähnung von Hartau, Herrnspetersdorf (Herrmannsdorf) und Hohndorf.
1350 Ernst (Arnestus) von Pardubitz (1297-1364), Erzbischof von Prag, läßt in Glatz ein Augustiner-Kloster und eine Kirche erbauen. Die slawischen Bewohner werden dem Deutschen Recht unterstellt.
1351 Erstmalige Erwähnung von Kamnitz Kr. Glatz.
1352 Erstmalige Erwähnung von Hausdorf, Königswalde und Ludwigsdorf.
1353 Erstmalige Erwähnung von Buchau.
1355 Karl IV. (1346-1378) wird zum Kaiser gewählt, Prag ist Hauptstadt des Reiches.
1357 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Voigtsdorf bei Habelschwerdt.
1358 Erstmalige Erwähnung von Bobischau.
1363 Erstmalige Erwähnung Neurodes als Kirchort.
1364 Am 30.06.1364 stirbt Arnestus von Pardubitz, geboren 25.03.1297. Erzbischof von Prag ab 1343. Beigesetzt in der Glatzer Pfarrkirche.
1366 Erwähnung von Altbatzdorf (Bertoldsdorf) im Zusammenhang mit einem Pfarrer.
1367 Lewin wird als Lewyn erwähnt.
1373 In Wünschelburg wird erstmals ein Schuldiener erwähnt.
1378 Karl IV. verpfändet Habelschwerdt am 07.05.1378 an den Markgrafen von Mähren
1381 In Habelschwerdt wird das Bürgerhospital errichtet.
1388 König Wenzel löst am 24.02.1388 das an Mähren verpfändete Habelschwerdt ein
1394 Mittelwalde erhält Stadtrecht.
14./15. Jh. Lewin erhält Stadtrechte.
15. Jh. Beginn des Steinkohleabbaus in Neurode.
1400 Die Stadt Landeck wird als Badeort erwähnt.
1408 Die Stadt Reinerz wird erwähnt als Standort für Schmelzöfen, Eisenhämmer und Bergbau. Beginn der Kalten Quelle in Reinerz.
1409 Einweihung des Habelschwerdter Hospitals am 11.04.1409.
1412 Bündnis vom 14.10.1412 zwischen Glatzer Landeshauptmann mit den Ständen des Frankensteiner Landes gegen die Hussiten.
1418 Die Stadt Wünschelburg erhält erneut Stadtrechte.
1420-1436 Hussitenkriege.
1420 Am 23.04.1420 wird Freiherr Georg von Kunstadt und Podiebrad geboren. Eltern sind Victor von Kunstadt und Podiebrad und Anna von Wartenberg. Georg von Podiebrad König von Böhmen war in 1. Ehe verheiratet mit Kunigunde von Sternberg (6 Kinder) und in 2. Ehe mit Johanna von Rozmital (2 Kinder). Aus der 2. Ehe entstammt Herzog Heinrich II. von Schlesien-Münsterberg und Glatz, geboren 1452.
1425 Erster Einfall der Hussiten, Erorberung von Wünschelburg.
1426 Die Stadt Glatz erhält die Münzhoheit.
1428 Verwüstung des Landes und Belagerung der Burg Glatz durch die Hussiten. Niederlage der Glatzer und Münsterberger gegen die Hussiten bei Niederaltwilmsdorf. Zerstörung der Altwilmsdorfer Wallfahrtskirche durch die Hussiten. Vollständige Zerstörung der Stadt Mittelwalde durch die Hussiten. Am 28.10.1428 stürmen die Hussiten die Burg Schnallenstein. 27.12.1428 Hussitenschlacht am Roten Berge bei Glatz. Auch Lewin und Neurode werden durch die Hussiten zerstört.
1429 Hussiten brennen Neurode nieder und stürmen Habelschwerdt am 21.12.1429.
1434 Krussina von Lichtenburg, hussitischer Feldherr, heiratet die Witwe des Puotha von Czaltalowitz, der böhmischer Landeshauptmann von Glatz gewesen war, und wird Glatzer Landeshauptmann.

Erneuerung des Deutschen Stadtrechts der Stadt Neurode.

1443 Zerstörung von Schloß Karpenstein.
1452 Georg von Podiebrad und Kunstadt wird Reichsverweser von Böhmen.
1454 Tod des Krussina von Lichtenburg. Wilhelm, der Sohn Krussina von Lichtenburgs, verkauft das Glatzer

Land an Georg von Kunstadt und Podiebrad am 16.05.1454.

1455 Am 10.01.1455 bestätigt Lasislaus v. Böhmen die Privilegien Habelschwerdts.
1456 Georg von Podiebrad und Kunstadt wird Herzog von Schlesien-Münsterberg.
1458 Georg von Kunstadt u. Podiebrad wird am 01.03.1458 zum König von Böhmen gewählt.
1459 Das Glatzer Land wird am 24.06.1459 durch Georg von Podiebrad zur Grafschaft erhoben.
1462 Kaiser Friedrich III. bestätigt die Erhebung des Landes zur Grafschaft.
1462 Heinrich von Kunstadt und Podiebrad, Sohn von Georg, wird vom Kaiser zum Reichsgrafen von Glatz ernannt.
1463 König Georg v. Podiebrad bestätigt Habelschwerdt alle Privilegien
1464 Pestepedemie.
1469 Habelschwerdt wird ausgeplündert (03.03.1469). König Georg von Podiebrad verpfändet Glatz. Ungarische Soldaten plündern und brennen Wünschelburg ab.
1470 Am 11.05.1470 zünden die Schlesier die Glatzer Vorstadt an.
1471 Am 22.03.1471 stirbt Georg König Podiebrad v. Böhmen.
1473 Aufhebung des Interdikts für die Grafschaft (09.02.1473).
1475 Großbrand in Habelschwerdt am 26.03.1475. Bernhardiner-Mönche kommen nach Glatz.
1474 Herzog Heinrich v. Münsterberg bestätigt Habelschwerdt am 16.04.1474 die Privilegien.
1479 Georg Bischofsheim erhält Mittelwalde als Lehen.
1497 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Brzesowie (Birkhagen).
1498 In der Stadt Landeck wird das St. Georgenbad gebaut.
16. Jh In der Stadt Neurode wird das Rathaus gebaut. Gründung von Brand.
1500 Herrschaftsbeginn Graf Ulrich von Glatz.
1501 Glatzer Schmiedeinnung erhält ihr Zunftwappen (14.03.1501).
1504 Herzöge von Münsterberg erhalten Groschenprägerecht.
1518 Am 06.11.1518 wird Georg Stillfried IV. Herr von Neurode.
1522 Herrschaftsende Graf Ulrich von Glatz.
1524 Die Reformation beginnt, sich im Land auszubreiten. Am 17.07.1524 vernichtet ein Großbrand in Glatz 76 Häuser.
1527 Anhänger Caspar von Schwenckfelds werden in einigen Pfarreien als Pfarrer eingesetzt.
1530 Reformation in der Stadt Neurode.
1533 Herrschaftsbeginn Graf Christoph von Glatz.
1537 In der Stadt Landeck wird das Rathaus gebaut. Herrschaftsende Graf Christoph von Glatz. Herrschaftsbeginn Graf Johann (2) von Glatz.
1538 Fehde zwischen Georg IV. v. Neurode und Haus Kyn v. Braunau (14.05.1538).
1540/41 In Habelschwerdt werden das Rathaus und die Pfarrkirche errichtet.
1540 Herrschaftsende Graf Johann (2) von Glatz); Herrschaftsbeginn Graf Ernst von Glatz.
1545 Großfeuer in Wünschelburg am 16.08.1545.
1548 Wiedertäufer verlassen die Grafschaft.
1550 Um bekämpfen Lutheraner Schwenckfelder und die wenigen verbliebenen Katholiken. Reformation in der Stadt Wünschelburg.
1554 Herrschaftsende Graf Ernst von Glatz; Herrschaftsbeginn Graf Georg Seidlitz von Glatz.
1556 Gründung der Kolonie Neuheide.
1559 Kaiser Ferdinand bestätigt am 19.08.1559 die Glatzer Münze. Herrschaftsende Graf Georg Seidlitz von Glatz; Herrschaftsbeginn Graf Eustach von Glatz.
1561 Herrschaftsende Graf Eustach von Glatz; Herrschaftsbeginn Graf Albrecht von Glatz.
1562 In der Stadt Reinerz wird eine Papiermühle gebaut.
1564 Gründung von Altneißbach.
1565 In der Stadt Landeck wird die Johannesbrücke gebaut.
1567 Herrschaftsende Graf Albrecht von Glatz.
1568 Pestepedemie.
1570 Gründung von Marienthal durch Leonhard von Feldhammer.
1573 Urkundliche Erwähnung von Glasegrund.
1576 Bau der Stadtkirche in Lewin.
1585 Gründung von Johannisberg bei Heudorf.
1588 Gründung des Dorfes Altmohrau.
1589 Bau/Erweiterung des Hospitals in der Stadt Mittelwalde.
1596 Gründung des Dorfes Kamnitz Kr. Habelschwerdt, von Langenbrück und von Neumohrau. Am 06.01.1596 erhält Neurode durch Bernhard II. neues Stadtrecht.
1597 Übernahme der Augustinerprobstei in Glatz durch die Jesuiten, Errichtung eines Klosters mit Kolleg und Schule.
1597-1622 Gegenreformation in Glatz.
1598 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Beutengrund. Hexenhinrichtung in Glatz (18.01.1598).
1599 Ausbruch der Pest im Glatzer Land am 26.09.1599; in der Stadt Glatz über 1.300 Tote.
1600 Die Stadt Habelschwerdt kauft die Güter Ebersdorf und Wölfelsgrund.
1604 Der Glatzer Rat begrenzt die Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden. .
1605 Am 13.11.1605 verhindern die Habelschwerdter Bürger den Einzug der Jesuiten.
1609 Die Stadt Habelschwerdt kauft das Freirichtergut Neuweistritz.
1615 Erdbeben im Glatzer Land (13.02.1615).
1618 Besatzung des Glatzer Schlosses wird verstärkt (17.12.1618). Beginn des 30jährigen Krieges mit der \u201eBöhmischen Rebellion\u201c gegen Habsburg. Grafschafter Stände stellen sich auf die Seite des \u201eWinterkönigs\u201c (Friedrich von der Pfalz) und treiben die Jesuiten außer Landes. Die Glatzer Stände unterwerfen sich dem Kaiser nicht mit der Folge, daß die Grafschaft besetzt wird.
1619 Glatzer reisen zur Krönungsfeier nach Prag (25.08.1619).
1620 Am 14.11.1620 überfallen Soldaten Friedrichs V. mehrere Orte in der Grafschaft Glatz.
1622 1622 mußte Glatz kapitulieren. Daraufhin wurde das Patronatsrecht über die Pfarreien eingezogen und alle nicht katholischen Pfarrer des Landes verwiesen. Nur Katholiken erhielten Bürgerrecht und die Genehmigung eine Ehe zu schließen.
1623 Am 12.01.1623 huldigen die Grafschafter Stände Landeshauptmann Graf v. Liechtenstein.

Herrschaftsbeginn Graf Karl von Glatz.

Erster katholischer Gottesdienst am 11.03.1623 in der Glatzer Pfarrkirche nach der Gegenreformation.

Rückkehr der Jesuiten nach Glatz am 30.03.1623.

1624 Der Kaiser verwirft das Gnadengesuch der Grafschafter Stände

Rückkehr der Jesuiten nach Glatz, die Bevölkerung jedoch bleibt weiter protestantisch.

In Habelschwerdt werden die Schüler nach der katholischen Lehre unterrichtet.

Gegenreformation in der Stadt Neurode.

Erster katholischer Pfarrer in Habelschwerdt seit 1563.

1625 Habelschwerdter verlangen Wiederverleihung entzogener Privilegien.

Sachsen besetzen am 25.02.1625 Habelschwerdt.

Grafschaft Glatz fällt nach dem Tode Erzherzogs Karls an den Kaiser (26.02.1625).

Strafgericht nach der \u201eBöhmischen Rebellion\u201c., daß insbesondere den Adel hart traf, dessen Angehörige entweder das Land verließen oder zur katholischen Religion konvertierten. Nach dem 30jährigen Krieg hatte der alteingesessene Adel das Glatzer Land überwiegend verlassen.

Pestepedemie.

1628 Verordnung des Kaisers, daß alle Einwohner des Landes den katholischen Glauben anzunehmen haben oder das Land zu verlassen haben.

Gegenreformation in der Stadt Wünschelburg.

1629 Die Städte Glatz, Habelschwerdt, Wünschelburg, Landeck, Reinerz und Lewin erhalten ihre in der Rebellion verwirkten Rechte durch Ferdinand II. am 15.01.1629 zurück; die Glatzer Ständeordnung wird geändert. Die Freirichter verlieren ihre Standeseigenschaften.
1630 Albrecht v. Wallenstein nimmt am 21.05.1630 Glatz ein.
1632 Schweden besetzen Wünschelburg; Schloß Rathen wird niedergebrannt.
1633 Verheerende Pestepedemie im Glatzer Land, mehr als 3.000 Tote.

Dragoner Wallensteins in Habelschwerdt.

1634 Großbrand in Glatz am 08.02.1634. Plünderung der Grafschaft Glatz durch kaiserliche Truppen.
1638 Pest in Neurode; 1.000 Opfer.
1639 Schweden überfallen Reinerz und Oberschwedeldorf und plündern Landeck und Habelschwerdt aus.
1643 Schweden äschern Habelschwerdt und Mittelwalde ein.
1645 Am 18.10.1645 verwüsten die Schweden Albendorf.
1648 Ende des 30jährigen Krieges, das Land ist verwüstet.
1652 Die Freirichter erhalten ihre Vorrechte zurück, nicht aber ihre Standeseigenschaften.
1659 Stadtbrand in Neurode.
1662 Urkundliche Erwähnung von Kaiserwalde.
1663 Mobilmachung gegen die Türken am 27.10.1663.
1664 Leopold I. gibt der Grafschaft Glatz die Privilegien zurück.
1670 Arnsdorf wird durch den Grafen von Herberstein in Grafenort umbenannt.
1680 Pestepedemie. Allein in Wünschelburg fallen der Pest 700 Menschen zum Opfer.
1682 Gründung von Biebersdorf.
1684 Eröffnung einer Mädchenschule in Habelschwerdt.
1690 Erdbeben im Glatzer Land (15.09.1690).
1698 Gründung von Aspenau.
1703 Großbrand in Habelschwerdt am 24.05.1703.
1704 Einweihung der Glatzer Minoritenkirche (14.01.1704)
1713 Pest im Glatzer Land.
1719 Gründung von Grunwald.

Habelschwerdt erhält am 01.09.1719 eine Postanstalt.

1721 Stadtbrand in Neurode.
1725 Großbrand in Glatz (09.01.1725)
1730 Gründung von Karlsberg.
1735 In der Stadt Landeck wird das Marienbad gebaut.
1738 Großbrand in Wünschelburg am 06.03.1738.
1739 Karl VI. verleiht Wilhelmsthal das Obergerichtsbarkeitsrecht.

Karl VI. verleiht Neurode und Habelschwerdt \u201eJurisdiktion in allen Zivil- und Kriminalsachen\u201c.

1740-1742 Erster Schlesischer Krieg. Friedrich II. von Preußen marschiert in Schlesien ein (16.12.1740) und verbündet sich mit Frankreich. Österreich verzichtet im Frieden zu Breslau auf Schlesien und die Grafschaft Glatz als Folge der preußischen Siege bei Mollwitz und Chotusitz.
1740-1748 Österreichischer Erbfolgekrieg.
1740-1786 Regierungszeit Friedrichs II., der Große.
1740 Großbrand in Reinerz am 13.03.1740.
1742 Annektierung Schlesiens und der Grafschaft Glatz durch Preußen.
1743 Stadtbrand in Neurode.

Am 08.08.1743 besichtigt Friedrich II. die Glatzer Festung.

1744-1745 Zweiter Schlesischer Krieg. Die Abtretung Schlesiens und der Grafschaft Glatz an Preußen wird durch Österreich im Frieden von Dresden bestätigt.
1744 Wünschelburg wird am 24.02.1744 von ungarischen Panduren befreit.

Erster Gottesdienst in der Evangelischen Garnisonskirche Glatz am 05.07.1744.

1745 Gefecht zwischen Preußen und Österreich bei Niederhannsdorf am 04.02.1745.

Gefecht zwischen Preußen und Österreich bei Habelschwerdt am 14.02.1745.

Friedrich II. verleiht Glatzer Scholzen Medaille für besondere Treue (06.04.1745).

Friede zu Dresden. Die Grafschaft Glatz bleibt bei Preußen (25.12.1745).

1753 Gründung von Friedrichsgrund Kr. Habelschwerdt.

Stadtbrand in Habelschwerdt am 05.10.1753.

1756-1763 Dritter Schlesischer Krieg - Siebenjähriger Krieg. Im Frieden von Hubertusburg wird endgültig bestätigt, daß Schlesien und die Grafschaft Glatz bei Preußen verbleiben.
1758 Die am 29.04.1758 in Habelschwerdt einrückenden Preußen vertreiben die Österreicher.
1761-1762 Der russische Oberbefehlshaber bezieht für 3 Monate Winterquartier in Wünschelburg. Schlimme Zeit für die Bevölkerung (25.12.1761-25.03.1762).
1763 Friede zu Hubertusburg am 15.02.1763. Grafschaft Glatz bleibt endgültig bei Preußen. Friedrich II. besucht am 22.03.1763 Glatz.

Einführung des preußischen Generallandschulreglements.

1764 Königliche Verordnung an den Landrat Glatz, daß Söhne von Gärtnern, Häuslern und Tagelöhnern von Studien auszuschließen seien, weil es ihnen gänzlich an dem notwendigen Geschick und den Fähigkeiten fehle.

Der Provinzialminister verweigerte grundsätzlich die Genehmigung für den Eintritt in ein Kloster, was ohne Genehmigung nicht möglich war.

1765 In Lewin wird Joseph Kögler, Pfarrer und Glatzer Chronist, am 22.02. geboren. Friedrich II. hält sich zur Kur in Bad Landeck auf.
1767 In der Stadt Neurode wird die Loretto-Kapelle gebaut.
1770 Gründung von Friedrichsgrund Kr. Glatz.
1772 Rathausneubau in Lewin.
1774 Zusage des Königs an die Jesuiten auf ungestörten Besitz der Güter.
1776 Enteignung der Jesuiten durch den König und Weitergabe der Güter an Preußen nahestehende Adelsfamilien.
1778 Friedrich II. inspiziert Glatz (11.04.1778).
1779 Während des Bayerischen Erbfolgekrieges überfallen Österreicher am 17.01.1779 Habelschwerdt.

Am 20.03.1779 verlassen letzte österreichische Truppen die Grafschaft Glatz (Bayerischer Erfolgekrieg).

Ende der Stillfriedschen Lehnsherrschaft über Neurode (10.04.1779).

Am 18.05.1779 räumen Österreicher Habelschwerdt.

1782-1800 Bauernunruhen gegen die erhöhten Fron- und Hofdienste. Viele Bauernführer wurden in die Festung Glatz gebracht.
1784 In allen Dörfern Schlesiens müssen auf Befehl des Königs neue Urbare angelegt werden, um unangemessene Frondienste durch angemessene zu ersetzen. Eine wesentliche Erleichterung für die Landbevölkerung trat dadurch nicht ein. Das Urbarienwerk wurde in Schlesien auch nicht ueberall vollstaendig durchgeführt. Bei den fertiggestellen Urbarien liegt die Grafschaft Glatz mit an der Spitze von allen schlesischen Regionen: Insgesamt wurden 125 Urbarien fertigstellt.
1785 In der Stadt Landeck wird das Kurhaus gebaut.
1786-1797 Regierungszeit Friedrich Wilhelms II.
1786 Erdbeben im Glatzer Land am 03.03.1786.
1787 In Preußen wird das Abiturientenexamen eingeführt.
1793 In Glatz wird der Schauspieler Carl Seydelmann geboren.
1794 In Lewin, Zentrum der Leinwandweberei, gibt es 262 Webstühle.

Das Allgemeine Landrecht tritt in Preußen in Kraft.

1797-1840 Regierungszeit Friedrich Wilhelm III.
1797 Beginn der Lauen Quelle in Reinerz.
1800 In der Stadt Reinerz wird der Badebetrieb aufgenommen. Reinerz ist der höchstgelegene Badeort Preußens.

Königin Luise besucht Ullersdorf und Landeck am 21.08.1800.

1804 In Preußen werden die Binnenzölle aufgehoben.
1806/07 Napoleonischer Krieg.
1807 Am 08.01.1807 besetzen Bayerische Truppen die Grafschaft Glatz. Belagerung der Festung Glatz durch Napoleons Truppen. 2.000 Glatzer Soldaten fanden den Tod.
1807 Aufhebung der Leibeigenschaft (Erbuntertänigkeit) in Preußen am 09.10.1807 durch das Edikt zur Abschaffung der Erbuntertänigkeit der Bauern.

Militärreform in Preußen.

1808 Die preußische Städteordnung (Einführung der städtischen Selbstverwaltung) wird am 19.11.1808 eingeführt. Die Breslauer Münze wird nach Glatz verlegt.
1810 In Preußen werden die Gewerbefreiheit und die Gebwerbesteuer eingeführt.
1811 Bauernbefreiung. Regulierung der bäuerlichen Verhältnisse in Preußen. Durch das Regulierungsedikt können Dienstverpflichtungen von Bauern durch Abgabe von Land an den Gutsherrn abgelöst werden.
1812 In Preußen werden die Juden als Staatsbürger gleichberechtigt (Emanzipationsedikt).
1813-1815 Befreiungskriege.
1813 Die Stadt Glatz wird Mittelpunkt der antinapoleonischen Bewegung. Treffen zwischen König Friedrich Wilhelm III. und Zar Alexander I. in Bad Landeck am 03.08.1813.

In Preußen wird die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.

1814-1815 Wiener Kongreß.
1814 Aufstellung des Landsturmes am 27.03.1814.
1815 Zar Alexander zieht durch das Glatzer Land.
1816 Aufteilung der Grafschaft Glatz in die Kreise Glatz und Habelschwerdt am 28.02.1816.

Inkrafttreten des Regulierungsediktes zur Entschädigung der Gutsherren.

1817 In Ullersdorf stirbt am 30.05. Joseph Kögler, Theologe und Glatzer Chronist.
1818 Abschaffung aller Binnenzölle in Preußen am 26.05.1818. Preußen wird ein einheitliches Zollgebiet. Grenzzölle und Verbrauchssteuern werden eingeführt.
1820 Verordnung Friedrich Wilhelms III. zum Turnen erklärt das Turnen für staatsgefährlich und verbietet es.
1823 Stadtbrand in Habelschwerdt am 30.10.1823.
1831/32 Choleraepedemie.
1836 Gründung von (Bad) Centnerbrunn.
1837 Choleraepedemie.
1838 Die erste Sparkasse für den Kreis Habelschwerdt wird eröffnet.
1839 Die Stadt Habelschwerdt verkauft Bad Langenau an Dr. Julius Hansch.

In Preußen treten Arbeitsschutzbestimmungen für Kinder in Kraft.

1840-1861 Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV.
1844 Webernot. Aufstand der schlesischen Weber. Gründung des Hilfsvereins für arme Weber am 09.03.1844.

Großbrand in Reinerz (23.07.1844).

Glatzer Rathaus brennt nieder (08.08.1844).

König Friedrich Wilhelm III. besichtigt Glatz am 16.08.1844.

Einweihung des neuen Neuroder Rathauses am 15.10.1844.

1848 Einweihung der Evangelischen Kirche in Landeck am 15.08.1848.
1849 Bauernaufstand in Schönau am 29.03.1849.

Grundsteinlegung am 12.06.1849 für das Neuroder Stadthaus.

Militär geht gegen Hausdorfer Bürger vor (23.06.1849).

Aufstand gegen das Militär in Hausdorf (26.06.1849).

1850 Am 04.01.1850 erscheint erstmals das Glatzer Wochenblatt für Stadt und Land.

Bauernbefreiung am 03.03.1850.

Letzte öffentliche Hinrichtung in Glatz am 11.09.1850.

1853 Choleraepedemie.

Friedrich Wilhelm IV. verleiht der Habelschwerdter Schützengilde neue Fahne (19.01.1853).

Abbruch des Habelschwerdter Rathauses am 30.03.1853.

Grundsteinlegung für das neue Habelschwerdter Rathaus am 09.05.1853.

1854 Am 01.01.1854 tritt die neue Städteordnung in Kraft.

Einrichtung eines Eichamtes in Habelschwerdt (01.02.1854).

1858-1888 Wilhelm I. - er übernimmt im Jahre 1861 die Regentschaft für den kranken König.
1859 Heeresreform in Preußen. Dreijährige Dienstzeit und Reservezeiten werden eingeführt.
1860 Am 21.02.1860 wird an den Elementarschulen der Turnunterricht eingeführt.
1862 In Habelschwerdt wird das Krankenhaus \u201eMaria Hilf\u201c gebaut.
1864 In Habelschwerdt wird der Schriftsteller Hermann Stehr geboren.

Österreich verlangt von Preußen im Deutsch-Dänischen Krieg vergeblich den Tausch Schleswig-Holsteins gegen die Grafschaft Glatz (16.01.1864).

Franz Losky gründet am 23.03.1864 die Oranienhütte in Seitenberg.

1865 Die Habelschwerdter Stadtbefestigung wird bis auf wenige Reste abgetragen.

Eröffnung der Höheren Knabenschule am 04.10.1865 in Glatz.

1866 Im Krieg zwischen Preußen und Österreich ist die Grafschaft Glatz Aufmarschgebiet der preußischen Truppen.
1866/67 Choleraepedemie.
1868 Die Stadt Glatz erhält einen Eisenbahnanschluß.

Neurode erhält eine evangelische Pfarrkirche.

1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg.
1870 Umbettung Arnestus v. Pardubietz in die Glatzer Pfarrkirche am 08.11.1870.
1871 Die Stadt Mittelwalde erhält einen Eisenbahnanschluß.

Am 18.01.1871 wird Wilhelm v. Preußen als Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert..

1873 Die Stadt Habelschwerdt erhält einen Eisenbahnanschluß.

Verbot de Jesuitenordens.

1874 In Neurode wird der Schauspieler und Schriftsteller Friedrich Kayssler geboren.

Typhusepedemie in Habelschwerdt (28.05.1874).

Einrichtung der Standesämter in Preußen am 01.10.1874.

Gesetz über die obligatorische Zivilehe tritt in Kraft.

1877 Das Festungstatut für die Festung Glatz wird aufgehoben. Industrialisierung und Bergbau werden vorangetrieben. Die Heilquellen des Landes gewinnen eine größere Bedeutung.
1879 In Schlegel wird der Schriftsteller und Theologe Joseph Wittig geboren.

Gründung der Neuroder Feuerwehr (29.03.1879).

Neuordnung des Gerichtswesens in Preußen am 01.10.1879.

1880 Die Stadt Neurode erhält einen Eisenbahnanschluß.

Einweihung der Schule in Wiltsch am 05.04.1880.

1883 Erdbeben im Glatzer Land am 31.01.1883.

In Preußen tritt das Krankenversicherungsgesetz in Kraft.

1884 Stadtbrand in Neurode.

In Preußen tritt das Unfallversicherungsgesetz in Kraft.

1885 Einweihung der Glatzer Synagoge am 02.09.1885.
1888-1918 Am 09.03.1888 stirbt Kaiser Wilhelm I, Nachfolger wird Friedrich v. Preußen als Deutscher Kaiser Friedrich III. Er stirbt am 15.06.1888, sein Nachfolger wird Wilhelm v. Preußen als Deutscher Kaiser Wilhelm II.
1889 In Preußen tritt die Alters- und Invalidenversicherung in Kraft.
1893 Einweihung der evangelischen Kirche in Bad Langenau am 02.08.1893.
1894 Gründung von Mariendorf am 19.02.1894.
1895 Das Amt des Glatzer Ratsturmwächters wird abgeschafft (29.06.1895).
1896 Die Stadt Landeck erhält eine Hochquellwasserleitung.
1897 Die Stadt Landeck erhält einen Eisenbahnanschluß.
1898 Eröffnung des Habelschwerdter Stadtbahnhofes am 01.05.1898.
1899 Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Turmes auf dem Glatzer Schneeberg am 09.07.1899.
19. Jh. Gründung von Dintershöh.
1900 In Preußen tritt das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft.
1903 Die Stadt Wünschelburg erhält einen Eisenbahnanschluß.
1904 Dr. Georg Haase aus Breslau erwirbt das Bad Altheide und renoviert es gründlich.

Eröffnung der Höheren Töchterschule in Habelschwerdt am 02.04.1904.

1905 Die Stadt Reinerz erhält einen Eisenbahnanschluß.
1905 Die Stadt Lewin erhält einen Eisenbahnanschluß.

Wünschelburg erhält eine evangelische Pfarrkirche.

1914-1918 Erster Weltkrieg.
1918 Revolution. Wilhelm II. tritt zurück und Preußen wird Republik.
1919 Am 07.01.1919 protestieren die Glatzer gegen die Angliederung an die Tschechoslowakei.
1920 Grafschaft Glatz wird Generalvikariat (02.08.1920).
1921 Brzesowie wird in Birkhagen umbenannt.
1923 Bergarbeiterunruhen in Neurode.
1928 Großfeuer in Mittelsteine (04.06.1928).
1929 Bad Landeck erhält eine evangelische Pfarrkirche; Einweihung am 20.09.1929.
1930 Die Stadt Habelschwerdt erwirbt die Herrschaft Grafenort.
1933 Zusammenschluß von Glätzisch Wiltsch und Schlesisch Wiltsch zur Gemeinde Wiltsch am 07.08.1933.
1935 In der Stadt Landeck wird das Moorbad gebaut.
1939-1945 Zweiter Weltkrieg.
1945 Besetzung des Landes durch die Rote Armee am 08.05.1945, ab August 1945 Übernahme des Landes durch Polen.
1946 Vertreibung der deutschen Bevölkerung und Ansiedlung von Polen aus Ost- und Zentralpolen.

Quellen

  • Barran, Städteatlas Schlesien, Leer 1993
  • Bund d. Vertriebenen, Kulturelle Arbeitshefte Nr. 35 Die Grafschaft Glatz (Schlesien), 1996
  • Hübner: Jahrbuch 2000 der Grafschaft Glatz. Groffschoaftersch Häämtebärnla. Lüdenscheid 2000
  • Klotz: Die schlesische Gutsherrschaft des ausgehenden 18. Jahrhundert, Neudruck der Ausgabe 1932, Aalen 1978
  • Köbler, Historisches Lexikon Deutscher Länder, München 1989


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