Geschichte des Gymnasium zu Hersfeld von 1817-1876/Anhang I

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Inhaltsverzeichnis

Anhang 1 Die Lehrer des Hersfelder Gymnasiums.

Vorbemerkungen

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Johann Wilhelm Faber (1797-1832)

Johann Wilhelm Faber, geb. 1769 zu Oberkaufungen, besuchte das Lyceum in Cassel, studierte Theologie in Marburg bis 1790 und bekleidete, nachdem er einige Jahre Hauslehrer gewesen war, die Stelle eines Rektors in Sontra, von wo er 1797 als Lehrer an das Gymnasium in Hersfeld berufen wurde, dessen Leitung er 1804 als Rektor übernahm. 1832 in den Ruhestand versetzt, starb er zu Oberkaufungen am 23. Juni 1838. Er schrieb eine große Zahl kleinerer Abhandlungen in den jährlich zweimal erscheinenden Programmen.

Dr. Georg Philipp Schuppius (1801-1817)

Dr. Georg Philipp Schuppius, geb. zu Breitenbach am Herzberg am 4. Mai 1778, wurde auf dem Hersfelder Gymnasium und dann in Rinteln gebildet, wo er nach seinen akademischen Jahren die Stelle eines Stipendiaten-Majors und Konrektors an der Stadtschule bekleidete; 1801 nach Hersfeld berufen, wo er 1804 Konrektor wurde, 1817 wurde er als Direktor und Professor des Gymnasiums nach Hanau versetzt, wo er bis zu seiner im Jahre 1842 erfolgten Pensionierung wirkte; er starb am 20. Februar 1843. Seine Schriften siehe bei Strieder XIV S. 70 und Nachträge in den folgenden Bänden.

Dr. Heinrich Wilhelm Kraushaar (1805-1839)

Dr. Heinrich Wilhelm Kraushaar, geb. 25. August 1774 zu Quentel, besuchte das Hersfelder Gymnasium, studierte in Rinteln und Marburg und bekleidete dann mehrere Stellen als Hauslehrer. Im Oktober 1803 wurde er als Lehrer des Französischen am Gymnasium in Hersfeld angestellt, 1804 Pfarrer in Hilmes, seit Anfang 1805 wieder am Hersfelder Gymnasium, wo er, seit 1817 als 2. Lehrer und Konrektor, tätig war, bis er am 31. Oktober 1839 mit dem Titel „Professor“ in den Ruhestand trat; er starb im Sommer 1847. Er verfaßte folgende Schriften:

  1. Über die Ausbildung der Menschheit, im deutschen Magazin 1797.
  2. Was hat die Menschheit zu ihrer Veredlung gethan? ebenda 1801.
  3. Menschenwerth, oder: "Was haben wir zu hoffen? Hersfeld, Mohr, o. J. (vor 1803). 23 S. in kl. 8.
  4. Mathematisches Magazin. Hersfeld, Mohr 1802 und 1803. kl. 8 (2 Hefte).
  5. Versuch einer festen philosophischen Bestimmung der ersten Vorstellungen und Grundbegriffe der Größenlehre, insbesondere des Begriffs von der diskreten Größe. Hersfeld, Mohr. 1814. X und 37 S. in 8.
  6. Verteidigung der Definition von der diskreten Größe gegen einen Rezensenten in der Jenaischen Allg. Litteratur-Zeitung. Hersfelder Programm. 1815 (Oktober). 14 S. in 4.
  7. Lehrbuch der reinen Mathematik: mit Anwendungen. I. Abth. Schmalkalden, Varnhagen. 1823. XVI und 224 S. in 8.
  8. Einige Gedanken über Hypothesen und deren mögliche Vereinfachung in der Naturlehre. Hersfelder Programm. 1831 (Oktober). 15 S. in 4.
  9. Über die metrischen Übersetzungen klassischer Dichterwerke der Alten in die deutsche Sprache. Hersfelder Progr. 1834. 32 S. in 4.

Dr. Franz Karl Theodor Piderit (1817-1829)

Dr. Franz Karl Theodor Piderit, [1] geb. 1789 zu Witzenhausen, besuchte das Lyceum in Cassel und die Universität Marburg und wurde 1809 Rektor in seiner Vaterstadt; 1817 an das Gymnasium in Hersfeld berufen, 1829 nach Rinteln als Hauptpfarrer an der reformierten Kirche; im November 1837 wurde er mit dem Referat in Schul- und Kirchensachen im Ministerium des Innern beauftragt (bis 28. Nov. 1812); am 26. Juni 1838 Hof- und Garnisonpfarrer in Cassel, seit dem 18. März 1840 mit dem Prädikat „Konsistorialrat". Am 9. Dezember 1841 wurde er zum Mitglied der Zensurkommission ernannt, am 13. Juli 1843 zum Archivar beim Kurf. Haus- und Staatsarchiv mit dem Titel Archivrat. Er starb zu Cassel am 38. November 1848. Seine Schriften:

  1. Geschichte der Grafschaft Schaumburg. Rinteln 1821,
  2. De religionis christianae in Gymnasüs exponendae ratione, brevis disquisitio. Hersfelder Programm Oktober 1823. 12 S. in 4.
  3. De Lamberto Schafnaburgensi, monacho Hersfeldensi, rerum Germanicaruin seculi XI scriptore locupletissimo commentatio brevis. Hersfelder Programm. 1828. 32 S. in 4.
  4. Denkwürdigkeiten von Hersfeld. Hersfeld 1820.
  5. Geschichte der hessisch-schaumburgischen Universität Rinteln. Marburg, Elwort 1842 (zuerst in Justis Vorzeit J. 1838, S, 89-139).
  6. Geschichte der Haupt- und Residenzstadt Cassel. Cassel, Appel 1844.

D. Dr. Wilhelm Münscher (1832-1867)

D. Dr. Wilhelm Münscher, [2] geb. zu Marburg am 25. März 1795 als Sohn des Konsistorialrats und Professors der Theologie M. Nachdem er durch Privatstunden in Lateinisch, Griechisch und Mathematik vorgebildet worden war, trat er im Herbst 1806 in das Pädagogium in Marburg ein, das er nach 3 Jahren verließ, um mit 14 1/2 Jahren in den Kreis der akademischen Bürger einzutreten und Theologie, sowie Philologie und Geschichte zu studieren; außerdem hatte er in Mathematik, sowie in Französisch, Italienisch und Englisch Privatunterricht; seit 1813 besuchte er die Universität Göttingen, die er aber schon nach einem halben Jahre wieder verließ, um nach Marburg zurückzukehren. Nachdem M. eine kurze Zeit als Hilfslehrer am Marburger Pädagogium gearbeitet und die theologischen Prüfungen abgelegt hatte, übernahm er durch Vermittlung von Prof. Wachler und Prof. F. Chr. Schlosser eine Hauslehrerstelle in dem Grunelius'schen Hause zu Frankfurt a. M., von wo er auf Anregung des Geistlichen Inspektors Dr. Schuler auf die neu zu besetzende 4. Lehrerstelle am Hersfelder Gymnasium berufen wurde, die er am 1. Mai 1817 antrat und bis zum September 1826 bekleidete, wo er als 2. Lehrer an das Gymnasium in Hanau versetzt wurde. Im November 1832 kehrte er als Direktor an das reorganisierte Gymnasium in Hersfeld zurück, dem er bis zum Herbst 1867 vorstand, wo er in den Ruhestand trat und nach Cassel übersiedelte. Hier starb er am 8. November 1872, abends 9 Uhr. Außer kleineren Aufsätzen veröffentlichte er:

  1. Commentationis de crisi cum veterum auctorum interpretatione recte coniungenda particula I. Hersfeld, 1825. 11 S. in 4.
  2. De artis Atheniensium scenicae praesertim tragicae origine et ratione. Hersfeld, 1826. 17 S. in 4.
  3. Observationes im Virgilii Aeneidem. Hanau, 1829. 27 S. in 4.
  4. Ansichten über die Bestimmung und Einrichtung der Gymnasien. Nebst einer kurzen Darlegung des bisherigen Zustandes und der gegenwärtigen Bedürfnisse der Gymnasial-Anstalten in Kurhessen. Hanau, 1833. X und 267 S. in 8.
  5. Chronik des Hersfelder Gymnasiums. 1. Theil, 1570-1705. Hersfelder Progr. 1836. 22 S. in 4.
  6. Chronik des Hersfelder Gymnasiums. 2. Theil, 1705-1817. Hersfelder Progr. 1837. 34 S. in 4.
  7. Über den schriftlichen und mündlichen Gebrauch der alten klassischen Sprachen, besonders der lateinischen, in den Gymnasien. Hersfelder Progr. 1841. 31 S. in 4.
  8. Über den Elementar-Unterricht in der lateinischen Sprache. Hersfelder Progr. 1845. 38 S. in 4.
  9. Eine Rede über Trennung und Zusammenhang der Schulen nebst Anmerkungen. Hersfelder Progr. 1849. 32 S. in 4.
  10. Versuch einer Geschichte der hessischen reformierten Kirche. Cassel, Luckhardtsche Buchhandlung 1850. XV und 472 S.
  11. Eine Rede über die Betreibung der alt-classischen Studien in Hessen während des Reformationszeitalters mit Erläuterungen. Hersfelder Progr. 1852. 45 S. in 4.
  12. Über die Zeitbestimmungen in Platos Gorgias. Hersfelder Progr. 1855. 17 S. in 4.
  13. Inhalt und Erläuterung des Platonischen Dialogs Euthyphron. Hersfelder Progr. 1859. 37 S. in -4

Dr. Gustav Molter (1829-1835)

Dr. Gustav Molter, geb. am 6. September 1799 zu Hildburghausen, wo sein aus Hofgeismar stammender Vater französischer Prediger war. Er besuchte seit 1812 das Lyceum zu Cassel; von Herbst 1816 bis Ostern 1820 studierte er in Marburg Theologie, bekleidete nach Absolvierung seiner Prüfungen Hauslehrerstellen, wurde Sommer 1826 Pfarrer in Asbach bei Allendorf a. d. W-, Ostern 1827 Lehrer an der Bürgerschule in Cassel, im Herbst 1829 an das Gymnasium in Hersfeld, am 25. März 1835 an das zu Hanau versetzt, wo er, seit Pfingsten 1838 infolge einer Zungenlähmung unfähig zu unterrichten, am 5. November 1841 an einem Schlagfluß starb. Er schrieb:

  1. Faßliche Darstellung von der Buchstabenrechnung, den Logarithmen, Progressionen, Gleichungen des ersten und zweiten Grades. Helmstädt 1828.
  2. Woher kommt es, daß auf vielen Gymnasien die Fortschritte der Schüler in der Mathematik so gering sind? Hersfelder Progr. 1830 (Okt.). 15 8. in 4.
  3. Erklärung zu Livius II c. 1-9 als Probe eines Kommentars zu dessen erster Dekade. Hersfelder Progr. 1834 (Okt.). 21 S. in 4.

Dr. Karl Friedrich Creuzer (1832-1850)

Dr. Karl Friedrich Creuzer, geb. am 25. Juli 1800 zu Marburg als Sohn des Konsistorialrats und Professors der Philosophie Leonhard C., trat in seinem 9. Lebensjahr in das Marburger Pädagogium ein, das er in 5 Jahren durchlief. Seit Herbst 1817 studierte er in Marburg Theologie, sodann Philologie und Naturwissenschaften und ließ sich 1821 im September zur Erlangung der Doktorwürde prüfen. Nach einigen Jahren der Zurückgezogenheit im väterlichen Hause wurde er am 18. April 1826 außerordentlicher Lehrer des Pädagogiums in Marburg, am 9. April 1828 Rektor der dortigen Stadtschule und am 31. Oktober 1832 Lehrer am Gymnasium in Hersfeld. Er starb am 12. Mai 1850 zu Marburg, wohin er sich zur Wiederherstellung seiner Gesundheit begeben hatte. Er schrieb:

  1. Das vermeinte Grabmal Landgraf Wilhelms III. von Hessen. Hersfelder Progr. 1835 (Okt.). 21 S. in 4.
  2. Pythos Gründung, ein nomischor Hymnos, aus dem homerischen Hymnos auf Apollon ausgeschieden und übersetzt. Hersfelder Progr. 1848. 21 S. in 4.

Dr. Karl Friedrich Löber (1832-1834)

Dr. Karl Friedrich Löber, geb. den 26. April 1799 zu Schmalkalden, besuchte das Lyceum seiner Vaterstadt und genoß daneben Unterricht bei seinem Vater, dem Geistl. Inspektor L. Er studierte in Leipzig und Marburg Theologie, Philosophie und Philologie, übernahm 1821 in Schmalkalden das Vikariat für 2 Filialen der dortigen Kirche, trat aber im Jahre 1822 als Lehrer in ein Institut zu Leipzig ein, in welchem Verhältnis er blieb, bis er im Oktober 1832 als 5. Lehrer am Gymnasium zu Hersfeld angestellt wurde. Aus dieser Stellung wurde er Ostern 1834 entlassen, aber bald nachher zum Pfarrer in Wasenberg bestellt, wo er den 25. Febr. 1859 starb. Er schrieb: De modo, quo veteres Graeci Romanique versus suos ipsi recitaverint, dissert. Hersfeld 1833. 48 S, in 4.

Dr. Christian Philipp Eduard Deichmann (1832-1874)

Dr. Christian Philipp Eduard Deichmann, geb. zu Rodenberg in der Grafschaft Schaumburg am 28. Mai 1805, besuchte von 1818-1823 das Gymnasium zu Rinteln und studierte in Marburg und (seit 1824 in) Göttingen Theologie und Philologie, 1826 wurde er Erzieher in dem Hause des Geheimrats von Münchhausen, des Kurhess. Gesandten in Wien; 1828 Übergab er seinen Zögling der Ritterakademie in Lüneburg, wo er selbst eine ihm angetragene offene Lehrerstelle übernahm, die er bis Ende des Jahres 1832 bekleidete, zu welcher Zeit er am Gymnasium in Hersfeld angestellt wurde. Hier wirkte er, zugleich als Stellvertreter des Direktors, bis zum 1. April 1874, wo er in den Ruhestand trat und nach Bonn übersiedelte. Hier starb er am 12. Nov. dess. Jahres. Seine Schriften sind:

  1. De paradoxe Stoicorum, omnia peccata esse paria. Inaug.-Diss. Marburg 1833. 47 S. in 8.
  2. Loci, quibiis Virgilius et Ovidius primam lucein noctemque descripserunt, collecti. Hersfelder Progr. 1844. 21 S. in 4.

Dr. Heinrich Rieß (1834-1836)

Dr. Heinrich Rieß, geb. zu Nauheim am 15. Dezember 1809 als Sohn eines früheren Kurhessischen Leutnants, besuchte seit 1819 das Augustineum in Friedberg und dann seit 1822 das Gymnasium zu Hanau. Von Ostern 1827 an studierte er Philologie in Göttingen bis 1829, privatisierte dann ein Jahr und ging 1830 nach Berlin, um seine Studien zu beschließen. 1882 bestand er in Marburg das Examen rigoros um, trat im August 1834 als Hülfslehrer bei dem Gymnasium in Hersfeld ein und wurde im Februar 1835 als ordentlicher Lehrer an demselben angestellt. Ostern 1836 wurde er an das Gymnasium in Cassel versetzt und im November 1862 zum Direktor des Gymnasiums in Rinteln ernannt; im April 1874 trat er in den Ruhestand und starb zu Cassel am 19. April 1878. Er schrieb:

  1. De origine ethices Graecae commentatio. Marburg 1832. 41 S. in 8.
  2. De enuntiatorum condicionalium linguae latinae formis ellipticis. Casseler Progr. 1840.
  3. Commentationis de ellipsi in lingua latina Part. I. Rinteler Progr, 1864.
  4. Mitteilungen aus der Geschichte des Gymnasiums in Rinteln. Progr. 1868.
  5. Drei Schulreden Rinteler Progr. 1874.

sowie eine Anzahl botanischer Abhandlungen in Möhl und Schlechtendals botanischer Zeitung, in Rabenhorsts Hedwigia und herbarium mycologium, sowie in den Beiträgen zur Mykologie von Fresenius.

Dr. Hans Guido Zehner (1835-1836)

Dr. Hans Guido Zehner, geb. zu Altongronau 1800, besuchte das Gymnasium zu Schlüchtern unter Rektor Hasselmann, studierte in Marburg 1818-1821, wurde Rektor in Treysa, dann 1824 Lehrer am Gymnasium in Hanau, Ostern 1835 nach Hersfeld versetzt; am 26. Mai 1836 verließ er die Anstalt und die Stadt Hersfeld und erhielt alsbald auf sein Nachsuchen den Abschied aus dem kurhessischen Staatsdienst. Er starb zu Hanau am 27. Mars 1849.

Dr. Heinrich Wiskemann (1836-1875)

Dr. Heinrich Wiskemann, Sohn des Pfarrers W. zu Röhrda, geb. 1810, besuchte das Hersfelder Gymnasium von Michaeli 1824 bis Michaeli 1828, studierte in Marburg bis 1832 Theologie, bestand im Sommer 1835 das theoretische Examen für die Gymnasiallehrer und wurde zugleich Dr. phil. Im Februar, März, Juni und Juli 1836 provisorischer Lehrer am Gymnasium au Hersfeld, wurde er durch Reskript vom 18. August 1830 Hülfslehrer, durch Reskript vom 30. November 1837 ordentlicher Lehrer an derselben Anstalt, an der er nun bis zu seinem am 21. Mai 1875 erfolgten Tode wirkte. Seine Schriften sind folgende:

  1. De variis oracnlorum gencribus apud Graecos. Inaug.-Diss. 1835.
  2. Commentatio de Lacedaeinoiiioruin philosophia et philosophis. Hersfelder Progr. 1840. 42 S. in 4.
  3. Commentatio de veternm oratione translata sive figurata. Hersfelder Progr. 1843. 52 S. in 4.
  4. Commentationis [?d?ß??a? ???f?=Griechisch] impietatis actione turn aliis viris claris turn maxime philosopliis ab Atheniensibus inteuta Particula I. Hersfelder Progr. 1840. 44 S. in 4.
  5. Enthalten die Prinzipien der Demokratie Irrthum oder Wahrheit, und liegt darum in ihrer Durchführung das Heil oder das Unglück der Zukunft? usw. Preisschrift. Leipzig 1850. 8.
  6. Untersuchungen über den römischen Schauspieler Q. Roscius Gallus. Hersfelder Progr. 1854. 58 S. in 4.
  7. Die Lehre und Praxis der Jesuiten in religiöser, moralischer und politischer Beziehung. Gekrönte Preisschrift. Cassel, Luckhardtsche Buchh, 1858. VIII und 135 S. in 8. (2. Aufl. 1876.)
  8. Die antike Landwirtschaft und das von Thünensche Gesetz. Aus den alten Schriftstellern dargelegt. Eine von der Fürstlich Jablonowskischen Gesellschaft gekrönte Preisschrift. Leipzig 1859. 95 S. in gr. 8.
  9. Darstellung- der in Deutschland zur Zeit der Reformation herrschenden nationalökonomischen Ansichten. Eine von der Fürstlich Jablonowskischen Gesellschaft gekrönte Preisschrift. Leipzig, 1861. 246 S. in gr. 8.
  10. Die Sklaverei, Eine von der Haager Gesellschaft zur Verteidigung der christlichen Religion gekrönte Preisschrift. Leiden, 1866. XII und 195 S. in 8.
  11. Über die Sendung drei berühmter Philosophen von Athen nach Rom im Jahre 155 v. Chr. Hersfelder Prog. 1867. 52 S. in 4.
  12. Der Krieg. Eine von der Haager Ges. z. Vert. der christlichen Religion gekrönte Preisschrift. Leiden 1870. XII und 214 S, in 8.

Wilhelm Jacobi (1836-1850)

Pfarrer Wilhelm Jacobi, Vgl. [3] geb. den 15. Februar 1803 zu Oberrosphe in Oberhessen, wo sein Vater Pfarrer war. Durch Privatunterricht wurde er soweit vorbereitet, daß er schon nach einem halbjährigen Besuche des Marburger Pädagogiums Ostern 1821 die dortige Universität beziehen konnte, um Theologie zu studieren. Nach bestandener Prüfung (1825) leitete er mit einem Freunde eine Privatlehranstalt in Marburg und unterrichtete Herbst 1831 bis Ostern 1833 als außerordentlicher Lehrer am Pädagogium selbst. 1834 wurde er zum 2. lutherischen Pfarrer und Rektor der Stadtschule in Frankenberg ernannt. Aber schon im November 1835 wurde er ohne sein Nachsuchen auf Empfehlung des damaligen Gymnasial-Direktors Vilmar in Marburg an das Gymnasium in Cassel berufen und Ostern 1836 nach Hersfeld versetzt. Am 31. Dezember 1846 wegen des Verdachtes staatsgefährlicher Äußerungen und Einwirkungen in Untersuchung gezogen und von seinem Amte suspendiert, [4] wurde er erst am 20. April 1848 wieder in seine Stelle eingesetzt, nahm aber schon im Mai als Abgeordneter des Hersfelder Wahlbezirks an der Frankfurter Nationalversammlung teil, so daß er seine Lehrtätigkeit erst nach denSommerferien des Jahres 1849 wieder aufnahm. Er starb am 14. August 1856. Er schrieb:

  1. Über die Markomannischen Kriege unter Marc Aurel. Hersfelder Progr. 1842. 39 S. in 4.
  2. Untersuchungen auf dem Gebiete der deutschen Urgeschichte. Hersfelder Progr. 1851. 32 S. in 4.

Dr. Gustav Hermann Joseph Philipp Volkmar (1837-1844)

Dr. Gustav Hermann Joseph Philipp Volkmar, geb. zu Hersfeld am 11. Januar 1809, siedelte 1817 mit seinem Vater nach Rinteln über, wo er von Herbst 1818 bis Ostern 1829 das Gymnasium besuchte; er studierte 1829-1831 in Marburg Philologie, Geschichte, Philosophie und Theologie und nach bestandener theologischer Prüfung bis 1832 klassische und orientalische Philologie. Nach Abschluß seines Universitäts-Studiums bekleidete er eine Hauslehrerstelle, wurde Herbst 1833 Hülfslehrer am Gymnasium zu Rinteln, November 1835 an das Gymnasium zu Cassel, Ostern 1837 an das zu Hersfeld, April 1844 an das zu Marburg und Dezember 1845 nach Fulda versetzt; am 7. Februar 1853 wurde er infolge einer gegen das Ministerium Hassenpflug gerichteten Flugschrift: „Der Kriegszustand in Kurhessen" (anonym; Fulda 1850), durch den Spruch eines Kriegsgerichts wegen Majestätsbeleidigung seines Amtes entsetzt. V. habilitierte sich dann für neutestamentliche Kritik und urchristliche Geschichte an der Universität Zürich, wo er 1858 außerordentlicher, 1863 ordentlicher Professor der Theologie, sowie 1869 vom Kantonsrate in den Kirchenrat gewählt wurde. Er starb daselbst am 10. Januar 1893. Er schrieb:

  1. De verbi legendi natura atque progenie praecipua verborum relegendi et roligendi ratione habita. Cominentatio lexicologica. Hersfeld, 1838. V und 112 S. in 8. Inaug.-Diss.
  2. Specimen quaestionum lexilogicarum (sic!) de vocibus Graecis cum ???s? [= Griechisch] radicitus cognatis. Hersfelder Progr. 1838. 32 S. in 4.
  3. Observationes in Sophoclis Antigonen. Fuldaer Prog. 1851.

Seine zahlreichen theologischen Schriften s. bei Brockhaus, Konv.-Lex. 16. Band s. v.

Dr. Karl Wilhelm Piderit (1837-1839 und 1844-1850)

Dr. Karl Wilhelm Piderit, geb. in Witzenhausen am 20. März 1815 als Sohn des Dr. F. K. Th. Piderit, besuchte das Gymnasium zu Hersfeld von 1825 an, dann das zu Rinteln von 1829-1833, studierte in Marburg von Herbst 1833-1837 Theologie und Philologie, wurde nach bestandener theologischer und Lehramtsprüfung- Praktikant am Gymnasium in Rinteln, seit Oktober 1837 in Hersfeld, wo er zugleich mit Versehung- einer Lehrerstelle beauftragt war; im Januar 1839 zum Hülfslehrer ernannt, Herbst 1839 nach Marburg versetzt, im Dezember 1841 zum ordentlichen Lehrer befördert, übernahm er am 6. Januar 1842 die Stelle eines Erziehers bei dem Stiefsohn des Kurprinzen, Baron v. Scholley, in Cassel. Am 25. April 1844 wurde er wieder an das Gymnasium in Hersfeld, von da Ostern 1850 an das zu Cassel versetzt und am 6. Oktober 1853 zum Direktor des Gymnasiums in Hanau ernannt, wo er am 27. Mai 1875 starb. Er schrieb:

  1. In monasterium Molebeccense carmen. Rinteln 1833.
  2. Commentatjo de Hermagora rhetore. Hersfelder Progr. 1839 (zugleich Inaug.-Diss.). 45 S. in 4.
  3. De Apollodoro Pergameno et Theodoro Gadarensi rhetoribus. Marburger Progr. 1842.
  4. Scenische Analyse des Sophokleischen Dramas Ajas Mastigophoros. Hersfelder Progr. 1850. 94 S. in 8,
  5. Sophokleische Studien I. Hanauer Progr. 1856.
  6. Sophokleische Studien II. Hanauer Progr. 1857.
  7. Gratulationsschrift zum 25jährigen Direktorial-Jubiläum des Gym.-Dir, Dr. W. Münscher in Hersfeld: Zur Kritik und Exegese von Cicero de oratore. Hanau 1857. 9 S. in 4.
  8. Fortsetzung der zuletzt genannten Abh. Hanauer Progr. 1858.
  9. Zur Kritik und Exegese von Ciceros Brutus I. Hanauer Progr. 1860.
  10. Zur Kritik und Exegese von Ciceros Brutus II. Hanauer Progr.1862.
  11. Cicero, De oratore. Schulausgabe mit deutschen Anm. Leipzig, 6. Auflage.
  12. Cicero, Orator. Schulausgabe mit deutschen Anm. Leipzig, 2. Auflage.
  13. Cicero, Brutus de claris oratoribus. Schulausgabe mit deutschen Anm. Leipzig, 3. Auflage.
  14. Cicero, Partitiones oratoriae. Schulausgabe mit deutschen Anm. Leipzig, 3. Auflage.
  15. Festschrift zur Feier des 200jährigen Jubiläums des Gymnasiums zu Hanau: Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. 1. Teil (sowie Festrede am 21. 2. 1865), Hanau 1865.
  16. Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. 2. Teil. Hanauer Progr. 1865.
  17. Zur Kritik von Ciceros Partitiones oratoriae P. I. Hanauer Progr. 1866.
  18. Zur Gymnasial-Pädagogik I. Hanauer Progr. 1867.
  19. Zur Gymnasial-Pädagogik II. Hanauer Progr.1871.
  20. Zur Gymnasial-Pädagogik III. Hanauer Progr.1874.

Außerdem gab er nach Vilmars Tod mehrere Vorlesungen desselben heraus (Erklärung der Augsb. Konf. Gütersloh 1870, Dogmatik 2 Bde., Gütersloh 1874-75).

Dr. Michael Wilhelm Eichenauer (1837-1839)

Dr. Michael Wilhelm Eichenauer, geb. zu Friedewald 1790, besuchte das G. zu Hersfeld vom Anfang des Jahres 1807 bis zum Herbst 1810, studierte in Marburg bis 1813, machte dann den Feldzug nach Frank reich mit, studierte dann in Göttingen und in Berlin und machte Reisen durch einen großen Teil Europas. Ostern 1837 wurde er mit Unterricht besonders im Französischen am Gymnasium in Hersfeld beauftragt; dieser Auftrag wurde aber am 26. Juni 1839 zurückgezogen. Nach seiner Entlassung lebte E., wenigstens eine Zeit lang, in Homberg und starb 1852.

Johann Friedrich Eugen Lichtenberg (1841-1858)

Johann Friedrich Eugen Lichtenberg, als Sohn des Bijouteriehändlers L, zu Hanau geb. am 21. Januar 1801, besuchte von 1812-1814 das Lyceum zu Cassel und dann bis 1819 das Gymnasium in Hanau. Nachdem er dann verschiedene Hauslehrerstellen bekleidet hatte und an mehreren Privatanstalten als Lehrer tätig gewesen war, studierte er seit Ostern 1828 in Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften, bestand im Februar seine Prüfung, wurde im Mai desselben Jahres Hülfslehrer an der höheren Gewerbeschule in Cassel, Januar ordentlicher Lehrer daselbst, Ostern 1835 an das Gymnasium zu Cassel, April 1841 an das zu Hersfeld, Ostern 1858 an das zu Hanau und durch Reskript vom 24, Juli 1866 in den Ruhestand versetzt. Er starb bald darauf. Er schrieb:

  1. Über die 7 Stufen des Erdenlebens. Casseler Progr, 1837.
  2. Über die Vorstufe des mathematischen Unterrichts. Hersfelder Programm 1853. 69 S. in 4.

Wilhelm Wiegand (1841-1875)

Pfarrer Wilhelm Wiegand, geb. am 30. November 1805 als Sohn des Glashütten-Besitzers W. zu Amelunxen i. Westf., besuchte das Gymnasium zu Rinteln und studierte in Marburg' und Göttinnen Theologie und Philologie. Nach beendigtem Studium bekleidete er eine Hauslehrerstelle, bis ihm im Jahre 1830 das Rektorat der Stadtschule zu Hersfeld übertragen wurde, das er bis zum Jahre 1835 inne hätte. 1835 als ordentlicher Lehrer an das Gymnasium zu Marburg berufen, wurde er Michaeli 1841 an das Gymnasium zu Hersfeld versetzt, wo er bis zu seiner am 1. Oktober 1875 erfolgten Pensionierung tätig war. Er starb zu Cassel am 6. April 1884.

Adolf Heermann (1845-1847 und 1851-1882)

Adolf Heermann, [5] Sohn des Pfarrers zu Großenwieden in der Grafschaft Schaumburg, geb. am 7. März 1810, besuchte das Gymnasium zu Rinteln, studierte von Ostern 1840 bis Herbst 1843 in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften und wurde Ostern 1845 dem Gymnasium in Hersfeld als Praktikant überwiesen, Herbst 1847 nach Rinteln, Ostern 1850 nach Cassel versetzt, wo er mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt wurde; in gleicher Eigenschaft wurde er durch Reskript vom 10. Februar 1851 an das Gymnasium in Hersfeld versetzt, durch Allerhöchstes Reskript vom I6. April 1856 zum Hülfslehrer, vom 9. April 1860 zum ordentlichen Lehrer ernannt. Seit Oktober 1875 Oberlehrer, trat er am 1. Oktober 1882 in den Ruhestand und siedelte später nach Cassel über, wo er am 30. Juni 1890 starb.

Dr. Hermann Albrecht Wilhelm Dieterich (1850-1885)

Dr. Hermann Albrecht Wilhelm Dieterich, geb. den 24. Mai 1820 als Sohn des Kantors D. in Wolfhagen, besuchte das Gymnasium zu Cassel, studierte in Marburg und Berlin Theologie und machte die theologische und die philologische Prüfung. Nachdem er einige Zeit zu Cassel privatisiert hatte, begann er im April 1845 seine Tätigkeit als Praktikant am Gymnasium in Cassel, wurde im Januar 1846 mit Verseilung einer Hülfslehrerstelle daselbst, im Herbst 1848 einer Lehrerstelle am Progymnasium in Schlüchtern beauftragt und im Oktober 1850 zum Hülfslehrer am Gymnasium in Hersfeld ernannt und hier im Oktober 1855 ordentlicher Lehrer. Seit April 1874 Oberlehrer, trat er am 1. Mai 1885 in den Ruhestand und verlegte seinen Wohnsitz nach Kirchditmold bei Cassel, wo er am 20. September 1889 starb. Er schrieb:

  1. De Tibulli amoribus sive de Delia et Nemesi. Inaug.-Dissert. Marburg 1844. 64 S. in 8.
  2. Von der Aussendung der Apostel. Hersfelder Progr. 1860. 32 S. in 4.
  3. Von der Vollmacht der Apostel J. Chr. Hersfelder Progr. 1861. 50 S- in 4.
  4. Abschnitte aus einer hebräischen Schulgrammatik. Hersfelder Progr. 1877. 12 S. in 4.

Dr. Hugo Ferdinand Suchier (1851-1859 und 1834-1840)

Dr. Hugo Ferdinand Suchier, geb. zu Karlshafen im Jahre 1820, besuchte das Gymnasium in Rinteln studierte 1840 -1844 in Marburg Philologie und Geschichte, war nach bestandener Prüfung eine Zeit lang Privatlehrer, dann Praktikant am Gymnasium in Cassel und an dem in Marburg und wurde August 1850 beauftragter Lehrer in Rinteln, von wo er Ostern 1851 an das Gymnasium in Hersfeld versetzt wurde. Hier wirkte er, seit August 1856 als ordentlicher Lehrer, bis Ostern 1859, wo er an das Gymnasium in Rinteln versetzt wurde; hier wurde er 1875 Oberlehrer, dann Prorektor und trat im Oktober 1889 in den Ruhestand. Er starb zu Rinteln am 10. Februar 1896. Er schrieb:

  1. De Dianae Brauronicae cultu. Inaug.-Diss- Marburg 1847.
  2. Disputationis de Zosimi et Busebü. historiarum scriptorum, in Constantin M. imperatoris rebus exponendis fide et auctoritate pari I. Hersfelder Progr. 1856. 25 S. in 4.
  3. Quälern Busebius Constantinum M. imperatorein adumbraverit, paucis exponitur. Hersfelder Progr. 1857. 36 S. in 4.
  4. Animadversiones in Apollonii Rhodii dicendi genus. Rinteler Progr. 1862.
  5. Über die ethische Bedeutung der sophokleischen Tragödie Elektra. 1. Teil. Rinteler Progr. 1875.
  6. Über die ethische Bedeutung der sophokleischen Tragödie Elektra. 2. Teil. Rinteler Progr. 1885.
  7. Bericht über einige Drucke der Rinteler Gymn.-Bibliothek. Progr. 1878.
  8. Statuta, leges et privilegia Universitatis Rintelensis. 1. Hälfte. Einteler Progr. 1879.
  9. Statuta, leges et privilegia Universitatis Rintelensis. 2. Hälfte. Rinteler Progr. 1880.

Dr. Ignaz Ritz (1856-1878)

Dr. Ignaz Ritz, geb. am 11. September 1807 zu Geisa im Großh. Sachsen, erhielt seine Bildung auf dem Lyceum und dem geistlichen Seminar zu Fulda und wurde dann katholischer Priester in Rotenburg und Eschwege. Nachdem er sich dann philologischen Studien in Marburg hingegeben hatte, wurde er 1842 beauftragter Lehrer am Gymnasium in Fulda, 1848 ordentlicher Lehrer an der Realschule mit Progymnasium in Eschwege, wo er zur evangelischen Kirche übertrat, und durch Reskript vom 28. August 1856 an das Gymnasium in Hersfeld versetzt, an dem er, seit April 1874 als Oberlehrer, bis zu seiner Ostern 1878 erfolgten Versetzung in den Ruhestand wirkte. Er starb am 22. Mai 1882. Er schrieb:

  1. De praepositionum Graecarum natura et indolo. Inaug.-Dissert. Marburg 1842. 23 S. in 8.
  2. De Homero religionis auctore et varia deorum, quos finxit, origine. Part. I. Hersfelder Progr. 1862. 38 S. in 4.
  3. De Homero etc. Part. II. Hersfelder Progr. 1868. 41 S. in 4.

Friedrich Spangenberg (1756-1860)

Friedrich Spangenberg, geb. am 27. Juni 1825 zu Hanau, besuchte das Gymnasium in Hanau bis Ostern 1844 und studierte dann bis Herbst 1847 in Marburg Philologie und Geschichte. Seit Juni 1848 Praktikant, seit 1849 beauftragter Lehrer am Gymnasium in Hanau, wurde er im November 1855 als Hülfslehrer an das Gymnasium in Cassel, im August 1856 an das zu Hersfeld versetzt, wo er durch Allerhöchstes Reskript vom 21. Dezember 1859 zum ordentlichen Lehrer ernannt, tätig war bis zu seiner im November 1860 erfolgten Versetzung an das Gymnasium in Hanau. Am 1. Juli 1869 zum Oberlehrer ernannt, wurde er zu Ostern 1875 als Oberlehrer an das Realgymnasium zu Wiesbaden versetzt und Neujahr 1877 zum Direktor desselben ernannt. 1894 trat er, schwer erkrankt, in den Ruhestand und nahm seinen Wohnsitz in Hersfeld; er starb zu Wiesbaden im Febr. 1899. Er schrieb:

  1. Über die Lehre des Epiktet. Hanauer Progr. 1849.
  2. Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius. Hersfelder Progr. 1858. 68 S. in 4.

Dr. Karl Heinrich Budérus (1858-1871)

Dr. Karl Heinrich Budérus, geb. am 13. April 1835 als Sohn des Advokaten B. zu Rauschenberg, besuchte von Herbst 1844 bis Ostern 1853 das Gymnasium in Marburg und studierte dann daselbst bis Ostern 1857 Mathematik, Naturwissenschaften und Geographie, worin er die Prüfung im Dezember 1857 bestand. Seit Februar 1858 dem Gymnasium in Marburg als Praktikant überwiesen, wurde er Ostern 1858 beauftragter Lehrer in Hanau, aber schon im Mai desselben Jahres in gleicher Eigenschaft nach Hersfeld versetzt, wo er im März 1863 zum Hülfslehrer und im August 1866 zum ordentlichen Lehrer ernannt wurde. Im Herbst 1871 wurde er als Rektor (Direktor) an die höhere Bürgerschule (jetzige Oberrealschule) in Cassel berufen, in welcher Stellung er im Herbst 1887 starb. Er schrieb: Über die Gleichungen zwischen Bogenlänge und Neigungswinkel der Tangente für die Kegelschnittslinien und einige andere Kurven. Inaug.-Diss. Marburg, 1863. 36 S. in 4. (Zugl. Hersf. Progr. 1863.)

Dr. Alexander Vial (1860-1870)

Dr. Alexander Vial, geb. am 5. Mai 1830 als Sohn des Ökonomen V. zu Wetter, besuchte das G. zu Marburg von Herbst 1844 bis Herbst 1850 und studierte daselbst 1850-1854 Theologie. Nachdem er als Hauslehrer in Pommern und als Lehrer an einer Privatschule in Wiesbaden tätig gewesen war, wurde er im August 1856 als Rektor der Bürgerschule zu Neukirchen bei Ziegenhain angestellt und wegen der mit dieser Stelle verbundenen geistlichen Geschäfte ordiniert. Im November 1860 wurde er an das Gymnasium zu Hersfeld als Hülfslehrer berufen, wurde im August 1866 ordentlicher Lehrer, nahm aber im Herbst 1870 seine Entlassung aus dem Lehramt, um die 2. Pfarrsteile in Hersfeld (schon seit Juli) zu übernehmen. 1881 wurde er 1. Pfarrer und Geistlicher Inspektor, 1886 Superintendent der neugebildeten Diözese Hersfeld-Rotenburg und starb am 2. Oktober 1901. Außer einzelnen Aufsätzen in Zeitschriften veröffentlichte er:

  1. Dr. Conrad Mel, weiland Geistlicher Inspektor und Rektor des Gymnasiums zu Hersfeld. Ein Lebensbild aus dem Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts. Hersfelder Progr. 1864. 45 S. in 4.
  2. Isaac Casaubonus. Aus den Bekenntnissen dieses protestantischen Gelehrten des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Hersfelder Progr. 1866. 40 S. in 4.
  3. Dr. E. L. Th. Henkes Neuere Kirchengeschichte. Nachgelassene Vorlesungen. Band III. Geschichte der Kirche von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1870. Halle, 1880.

Dr. Bernhard Schmidt (1863-1865 und 1888-1899)

Dr. Bernhard Schmidt, geb. zu Hersfeld am 26. Dezember 1841, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt von Ostern 1851 bis zum Herbst 1859 und studierte dann in Marburg Philologie, bis er im August 1863 die Lehramtsprüfung bestand. Im Oktober 1863 als Praktikant dem Gymnasium in Hersfeld überwiesen, wo er nach einem Jahre als beauftragter Lehrer tätig war, wurde er Ostern 1865 an das Gymnasium in Cassel versetzt und bald darauf zum Hülfslehrer ernannt; im Jahre 1868 wurde er zum ordentlichen Lehrer, 1875 zum Oberlehrer ernannt und Ostern 1882 an das Gymnasium in Rinteln, wo er zum Professor ernannt wurde, von hier Ostern 1888 als Prorektor an das Gymnasium seiner Vaterstadt Hersfeld versetzt, in welcher Stellung er am 7. Mai 1899 starb. Von ihm erschien im Druck;

  1. De L. Junio Galliono rhetore. Inaug.-Dissert. Marburg 1866. 33 S. in 8.
  2. De moribus veterum Britannorum. Casseler Progr. 1872.
  3. Kurzgefaßte Lateinische Stilistik. Leipzig, Teubner. 3. Aufl. 1886. VI und 74 S. in gr. 8.

Bruno Berlit (1864-1887)

Bruno Berlit, geb. als Sohn des Reallehrers B. zu Hersfeld am 10. Juli 1843, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt von Ostern 1852 bis Ostern 1861 und studierte dann Philologie in Marburg, wo er im August 1864 die Prüfung bestand. Im Oktober 1864 wurde er dem Gymnasium zu Hersfeld als Praktikant überwiesen und wirkte an dieser Anstalt, seit September 1866 als Hülfslehrer, seit Juli 1869 als ordentlicher Lehrer, seit Herbst 1878 als Oberlehrer, bis zu seinem am 25. März 1887 erfolgten Tode.

Dr. Arwed Klippert (Seit 1871)

Dr. Arwed Klippert, Sohn des Rechtsanwalts Klippert in Lichtenau, geb. am 11. November 1844, besuchte das Gymnasium zu Hersfeld bis Herbst 1864 und studierte dann Mathematik und Naturwissenschaften in Marburg, wo er im Juli 1868 die Prüfung pro fac. doc. bestand. Nachdem er vom September 1870 bis Oktober 1871 als ordentlicher Lehrer an der höheren Bürgerschule in Rotenburg a. F. gewirkt hatte, wurde er Herbst 1871 mit provisorischer Verwaltung einer Lehrerstelle am Gymnasium in Hersfeld beauftragt, wo er April 1872 zum ordentlichen Lehrer, im Mai 1882 zum Oberlehrer, im November 1890 zum Professor ernannt wurde. Er schrieb:

  1. Eine mathematische Abhandlung. Hersfelder Progr. 1872 (zugleich Inaugural-Diss.). 20 S. in 8 und l Figurentafel.
  2. Zwei Abschnitte aus der ebenen Trigonometrie. Hersfelder .Progr. 1892. 30 S. in 4.

August Friedrich J. Römheld (1871-1876)

August Friedrich J. Römheld, geb. als Sohn des Pfarrers R. zu Wächtersbach am 18. Januar 1847, besuchte 1858-1859 das Progymnasium zu Schlüchtern, von 1859 bis Herbst 1864 das Gymnasium zu Hersfeld und studierte dann bis 1868 Theologie und Orientalia in Jena, wo er 1867 und 1868 zugleich Religions- und Sprachlehrer am Stoyschen Pädagogium war. Nachdem er im Sommer 1868 in Weimar das theologische Staatsexamen bestanden und in Jena den akademischen Grad eines baccalaureus theologiae erhalten hatte, bekleidete er von Herbst 1868 bis Ostern J871 die Stelle eines Lehrers an der höheren Bürgerschule zu Hersfeld, ging Ostern 1571 an das Gymnasium daselbst über und wurde hier, nachdem er im Februar 1872 in Marburg die Prüfung pro fac. doc. bestanden, am 1. April 1872 zum ordentlichen Lehrer bestellt, starb aber schon am 4. März 1876 nach längerem Leiden nach kaum vollendetem 29. Lebensjahr. Er schrieb: Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen. Teil I. Hersfelder Progr. 1873. 52 S. in 8 und 2 Beilagen.

Dr. Karl August Steiger (1871-1879)

Dr. Karl August Steiger, geb. am 21. Januar 1847 zu Limburg a. d. L., besuchte das Gymnasium zu Weilburg von Ostern 1857 bis Ostern 1865 und studierte dann auf den Universitäten München, Bonn und Berlin Philologie. Nachdem er im Sommer 1869 in Bonn die Prüfung pro fac. doc. bestanden, trat er sein Probejahr am Gymnasium in Wiesbaden an, wo er zugleich als Einjährig-Freiwilliger im Hess. Füs.-Regt. Nr. 80 seiner Militärpflicht genügte. Mit diesem Regiment nahm er an dem Feldzuge 1870/71 teil und wurde dann nach Abschluß des Friedens im April 1871 als provisorischer Hülfslehrer an das Gymnasium in Hersfeld berufen, wo er im Februar 1873 zum ordentlichen Lehrer bestellt wurde. Im April 1878 wurde er an das Gymnasium zu Wiesbaden versetzt, im Oktober 1878 Oberlehrer, April 1888 nach Rinteln versetzt und, seit Mai 1893 Professor, am 1. Juni 1893 zum Direktor des Gymnasiums in Stade ernannt. Er schrieb:

  1. Die verschiedenen Gestaltungen der Siegfriedsago in der germanischen Litteratur. Inaug.-Diss. Hersfeld 1873.
  2. Metrik für Gymnasien. Hersfelder Progr. 1875. 63 S. in 8.
  3. De versuum paeonicorum et dochmiacorum apud poetas Graecos usu et ratione. I. II. III. Wiesbadener Progr. 1886. 1887. 1880. IV. V. Rinteler Progr. 1890. 1891.

Karl Hermann Bender (1872-1890)

Karl Hermann Bender, geb. zu Kirberg in Nassau am 2. Mai 1846, besuchte das Gymnasium zu Wiesbaden von Ostern 1861 bis Ostern 1865, studierte darauf bis 1870 Philologie in Tübingen, Bonn und Marburg, wo er im Juni 1870 die Prüfung pro fac. doc. bestand. 1870/71 diente er im Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 11 als Einjährig-Freiwilliger, absolvierte sein Probejahr von Herbst 1871 bis Herbst 1872 am Gymnasium in Cassel und wurde Ostern 1872 als beauftragter Lehrer an das Gymnasium in Hersfeld versetzt, wo er im Februar 1873 ord. Lehrer, Herbst 1884 Oberlehrer wurde. Er starb am 13. Dezember 1890. Er schrieb: Kritische und exegetische Bemerkungen zu Aristoteles Politik. Hersfelder Progr. 1876. 30 S. in 4.

Joh. Franz Bösing (1875-1884)

Joh. Franz Bösing, geb. den 25. Juni 1844 zu Fulda, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt bis Ostern 1866 und studierte dann bis Ostern 1869 Philologie und Geschichte in Marburg, wo er 1869 die von der philosophischen Fakultät gestellte Preisaufgabe „de historia satirarum Iuvenalis" löste. Ostern 1869 übernahm er eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Fulda, bestand im April 1870 die Prüfung pro fac. doc. und wurde Ostern 1875 als ordentlicher Lehrer an das Gymnasium in Hersfeld, Herbst 1884 als Oberlehrer an das Gymnasium in Hadamar versetzt, wo er im Mai 1893 den Charakter als Professor erhielt.

Karl Mannß (1875-1890)

Karl Mannß, geb. am 22. April 1851 zu Hünfeld, besuchte das Gymnasium zu Hersfeld von Ostern 1860 - 1869 und studierte dann in Marburg und Leipzig Philologie. Im Herbst 1874 wurde er mit Vorsehung einer Hülfslehrerstelle am Gymnasium in Eutin beauftragt, Ostern 1875 dem Gymnasium in Hersfeld zur Ablegung des Probejahrs überwiesen, im Oktober desselben Jahres mit Versehung einer Lehrerstelle daselbst beauftragt und im November 1876 zum ordentlichen Lehrer ernannt; im Herbst 1890 wurde er als Oberlehrer an das Gymnasium zu Rinteln versetzt, wo ihm im Mai 1893 der Charakter als Professor verliehen wurde.

beauftragte Lehrer und Praktikanten

Als beauftragte Lehrer und als Praktikanten waren kürzere Zeit am Gymnasium tätig:

  1. Dr. Georg Bezzenberger von Ostern 1836-1837, zuletzt Leiter des mit dem Vitzthumschen Gymnasium verbundenen Blochmannschen Instituts zu Dresden.
  2. Dr. Wilhelm Fürstenau von Ostern 1838 bis Herbst 1838, Gymnasialdirektor a. D. zu Cassel, zuletzt zu Hanau.
  3. Gustav Adolf Fuhrmann von Januar 1849 bis Herbst 1850, zuletzt Lehrer in Batavia.
  4. Salomon Berlit von Juli 1839 bis Juni 1841, † Realschullehrer zu Hersfeld.
  5. Dr. Wilhelm Gies von Herbst 1839 bis Ostern 1841, † 1891 zu Fulda als Gymn.-Prof. a. D.
  6. Franz Wilhelm Wiegand von Herbst 1839-1844, seit 1845 in Texas.
  7. Dr. Christian Röth von Ostern 1840 bis Herbst 1841., † Schulinspektor zu Cassel.
  8. Dr. Eduard Fürstenau 1847, Geh. Regierungsrat, zuletzt Stadtschulrat zu Berlin.
  9. Dr. Christian Ostermann von Herbst 1845-1848, † 1.890 Gymn.-Professor a. D. zu Fulda.
  10. Friedrich Krause von Mai 1849 bis Januar 1851, † 1889 Gymnasial-Oberlehrer zu. Hanau.
  11. Karl Heuser von Ostern 1850-1853, † Realschul-Oberlehrer a. D. zu Nordhausen, zuletzt zu Osterode a. H.
  12. Dr. August Heinrich Philipp Preime von Ostern 1851-1852, † Realgymnasialdirektor zu Cassel.
  13. Dr. Julius Riedel von August 1853 bis August 1856, f 1903 Gymn.-Oberlehrer a. D. zu Cassel.
  14. Dr. Wilhelm Kellner von August bis Oktober 1856, Direktor der Bürgerschule zu Hungen.
  15. Heinrich Medler von Ostern 1855 bis Ostern 1856.
  16. Joh. Daniel Birkenstamm von Juni 1859 bis Ostern 1863, † Gymnasiallehrer a. D. zu Rinteln.
  17. Dr. Friedrich Wilh. Ferd. Martin Münscher von November 1859 bis Dezember 1859, † Prorektor am Gymnasium zu Jauer.
  18. Dr. Theodor Hartwig von Dezember 1863 bis Ostern 1865, Geh. Regierungsrat, Direktor des Kaiser Friedrichs-Gymnasiums zu Frankfurt a. M.
  19. Reinhard Chr. Herm. Schreiber von November 1866 bis Oktober 1867, † Realschullehrer zu Witten.
  20. Alfred Berlit von September 1867 bis April 1868 und von Oktober 1869 bis Juli 1870, Professor am Gymnasium zu Rinteln.
  21. Ludwig Voltz von Ostern 1870 bis Ostern 1871, † 1873.
  22. Dr. Wilhelm Kühne von Herbst 1868 bis Januar 1871, Gymnasialdirektor zu Doberan in Meckl.
  23. Dr. Ernst Bosser von August bis Oktober 1870 und von Oktober 1871 bis Oktober 1872, Studienrat am Kadettenhaus zu Karlsruhe.
  24. Karl Christian Wagner von Herbst 1873 bis Ostern 1874, Professor an der Realschule zu Unna.
  25. Viktor Wenning von Ostern 1874-1875, Oberlehrer a. D.
  26. Paul Bork von Ostern 1875-1876.

Katholische Religionslehrer

  1. Kaplan Gunst von Oktober 1868 bis Juni 1869, Pfarrer zu Gießel bei Fulda.
  2. Kaplan Breitung von August 1869 bis Oktober 1873, † Domkapitular zu Fulda.
  3. Kaplan Fleck von Ostern 1873 bis November 1887, † Pfarrer zu Buttlar.

Technische Lehrer

  1. Ferdinand Rundnagel, Gesanglehrer von Herbst 1833 bis Januar 1858 †.
  2. Karl Mutzbauer, Zeichenlehrer von Herbst 1833, später auch Schreiblehrer, bis Juni 1869 †.
  3. Konrad Beneke, Turnlehrer von 1835 bis Juni 1859 † (s. S. 33).
  4. Friedrich Anacker, Gesanglehrer von Ostern 1858-1878. † 1888.
  5. Helwig Knauff, Zeichenlehrer von Ostern 1870 bis Herbst 1874.
  6. Wilhelm Anacker, Zeichen- und Schreiblehrer von Herbst 1874 bis Ostern 1878. † 1892.

Rechnungsführer

  1. Landgerichteassessor a. D. Kaspar Neuber vom 1. Dezember 1806 bis zum 7. Januar 1843 †.
  2. Advokat Konrad Schimmelpfeng vom 29. April 1843 bis zum 21. März 1869 †.
  3. Rendant Valentin Münstermann vom 10. Mai 1869 bis zum 10. April 1901 †.

Ökonomen

  1. Jeremias Stemmler 1783-1844.
  2. Heinrich Stemmler 1783-1844.
  3. Nikolaus Otto 1844-1883.
  4. Hrch. Herm. Otto 1844-1883.

Pedellen

  1. Jeremias Geyer von Mai 1810 bis November 1827 †.
  2. Nikolaus Böttger von Ostern 1828 bis Herbst 1833 †.
  3. Johannes Degenhardt von Herbst 1833 bis Februar 1856 †.
  4. Dithmar Werner von Mai 1856 bis April 1872 †.
  5. Peter Markus Servatius von November 1872 bis August 1892 †.


Anmerkungen

  1. Justis hess. Gelehrtengeschichte S. 509 f.
  2. Über sein Leben vgl. Programm 1833 S. 5 ff. .
  3. Progr. 1857 S. 11 ff.
  4. Vgl. S. 19.
  5. Auf S. 30 ist leider durch ein Versehen hinter Heermann folgender Satz ausgefallen: „Obwohl infolge der Ungunst der Verhältnisse erst in späten Jahren zur Anstellung gelangt, hat er sich dennoch frei von Verbitterung gehalten und in treuer Pflichterfüllung seines Amtes gewaltet, ein anspruchsloser Mann und seinen Mitarbeitern ein treuer, zuverlässiger Kollege."
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