Genealogie der Herren und Freiherren von Bongart/013
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mit verschiedenen Höfen belehnt. Da er in der Folge, und namentlich
in einer Urkunde v. J. 1440 zugleich mit seinem Bruder Heinrich von
Merode Abt zu Stablo und Malmedy, unter dem Namen Werner von Merode
Herr zur Heyden erscheint, so würde man ihn gewiss für einen ganz
andern Herrn halten, wenn man nicht wüsste, dass sein Vater
Christian ein Sohn des Werner von Merode zu Rynckberg gewesen. Er
wohnte der Schlacht am Hubertus-Tage bei und schreibt sich seit der
Zeit Ritter. Sein Ehevertrag hat sich nicht erhalten, und seiner
Gattin geschieht in keiner Urkunde Erwähnung. Da indess die
Gebrüder Johann und Wilhelm von Cortenbach im J. 1492 Werners
Tochter ihre Nichte nennen, da ferner Werners Enkel Johann von
Schoenrode im J. 1486 den Peter von Cortenbach Canonich zu St.
Lambert und Siegeler des Hofs von Lüttich seinen Oemen nennt, so
scheint die Angabe, dass Elisabeth von Cortenbach die Gattin
Werners gewesen, richtig zu sein. Um 1450 stand er in zweiter Ehe.
In Pachtbriefen von diesem Jahr erscheint als seine Gattin, Gretgen
von Feyt, mit der Variante Feyen. Durch seine Tochter erster Ehe,
Maria von Merode, ist die Herrschaft zur Heyden an die Herren von
Schoenrode gekommen. Ich verlasse jetzt das Ländchen von der
Heyden, und wende mich nach der Gegend von Bergheim.
Das Bergische Geschlecht von Schoenrode war schon im vierzehnten Jahrhundert wohl begütert in der Gegend von Bergheim, und namentlich zu Stommelen und Ingendorf. Der Hubertus-Ritter Johann von Schoenrode (vielleicht ein Sohn des Ritters Reynart von Schoenrode) besass zu Stommelen den SchoenroderHof .[1]Derselbe war um 1432 Drost zu Bergheim, und hatte wahrscheinlich schon damals in dem benachbarten Paffendorf sein Wohnhaus. In demselben Jahr verkauften ihm die Gebrüder von Hystvelt ihr Haus und Hof zu Paffendorf, genannt auf der Ottersvoirt, und vertauschten gleichzeitig
- ↑ Johanns gleichnamiger Sohn überliess im J. 1465 diesen Hof nebst Artland, Zehenden und dem Polheimer Busch den Kreuzbrüdern in Cöln, und erhielt dagegen den Kreuzherren-Hof zu Desdorf ein freies Rittergut.
