Book on Demand

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  • Für Genealogen stellt sich oft die Frage, wie am besten die eigenen Forschungsergebnisse zu veröffentlichen sind. Ein kostengünster und risikoarmer Weg ist (z.B: auch die -fast- gleichnamige Firma) Book on Demand.
  • heise online berichtet von der Frankfurter Buchmesse 2010 über drei Anbieter (Verlage) für E-Books in mobilen Formaten: Books on Demand, Tredition und Newcomer Epubli mit stark unterschiedlichen Angeboten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Erfahrungsberichte

Konkrete Erfahrungsberichte sollten möglichst mit Angabe einer Jahreszahl geschrieben werden, weil sich Technik, Anbieter und angebotene Inhalte schnell fortentwickeln. Im Internet findet man Erfahrungsberichte im Autorenforum des Verlags Book on Demand (Link s.u., dort wird auch über andere Anbieter diskutiert).

Über Erfahrungen mit einzelnen Anbietern können GenWiki-Nutzer unten auf der Seite berichten.

Allgemeines zum Verfahren book oder print on demand

Das Verfahren print on demand (oder auch: book on demand = Buch/Druck nach Bestellung) hat für einen Familienforscher, der nur wenige Exemplare herstellen lassen will, einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichen Verlagen: Man kann ein einzelnes Skript/eine einzelne Datei als Buch drucken lassen und bezahlt auch nur dies eine Buch. Oder man bestellt nur eine kleine Auflage und bezahlt auch nur die. Das geht mit oder ohne Fotos, in schwarz-weiß oder in Farbe. Ein Buch mit 200 Seiten und Fotos auf etwa der Hälfte der Seiten kommt so auf Kosten zwischen 20,00 und 40,00 €, je nach Ausstattung. Bei gleichzeitiger Abnahme größerer Mengen gibt es Preisnachlässe. Das alles gilt jedenfalls im Grundsatz, Stand 2011 – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Der größte Vorteil: Man braucht nicht eine bestimmte Mindestmenge an Büchern abzunehmen, man muß keinen (hohen) Druckkostenzuschuß zahlen, man bezahlt kein Lektorat. Umgekehrt druckt der Verlag auch keine Bücher auf Vorrat und lagert auch keine auf Vorrat. Will man später nachbestellen, dauert die Lieferung deshalb immer etwas, weil erst neu gedruckt werden muss.

Man kann entweder nur einmalig drucken lassen und nimmt von vornherein nur ein einziges Buch oder eine bestimmte Anzahl von Büchern ab. Dann zahlt man bei der billigsten Variante keinerlei Grundkosten an den Verlag, seine Daten mit der Textdatei löscht man nach der Bestellung wieder. Dann gibt es auch keine Folgekosten beim Verlag. Oder man hat von Anfang vor, auch in späteren Wochen oder Monaten noch einmal Bücher bestellen zu können: Dann muss man seine Datei gegen Bezahlung dauerhaft beim Verlag gespeichert halten. Das kostet dann eine geringe monatliche Gebühr (Größenordnung 2,00 €) und hat meist eine gewisse Mindestlaufzeit (z.B. ein Jahr) mit anschließender Kündigungsmöglichkeit. Wenn man diese „Vorratsgebühren“ vermeiden will, löscht man seine Textdatei beim Verlag nach der Erst-Bestellung wieder und lädt sie bei der nächsten Bestellung als gewissermaßen neues Projekt erneut wieder hoch – finanziell lohnt sich das nur, wenn man eine Variante ohne jede Grundkosten gewählt hat, sonst fallen die Grundkosten jedes Mal erneut an. Will man das Familienbuch auch über den Buchhandel bestellen können, braucht man eine ISBN-Nummer. Man kann dann sein Buch vom Verlag mit einer ISBN-Nummer versehen lassen; dann zahlt man allerdings eine einmalige Grundgebühr von einigen zig €uro und sollte das Buch eine zeitlang beim Verlag vorrätig halten lassen, damit der Buchhandel Bestellungen vornehmen kann: dazu muß der Verlag dann die Textdatei vorrätig halten, was die monatliche Gebühr auslöst.

Doch gibt es auch Ausnahmen: es gibt auch print-on-demand-Verlage, die eine Mindestmenge zur Abnahme vorschreiben. Die Verlags-Homepage gibt darüber Auskunft.

Bei den print-on-demand-Verlagen gibt es auch innerhalb eines Verlages unterschiedliche Preismodelle: Die billigste Variante ist ohne jede Grundgebühr, mit ISBN-Nummer kostet es immer eine Grundgebühr von einigen zig-€uro, will man eine professionelle Beratung per Telefon oder sogar von Mensch zu Mensch, zahlt man von mehreren Hundert bis zu auch deutlich über 1000,00 Euro als Einmalgebühr zusätzlich zu dem Preis des einzelnen Buchs für sein Buchprojekt. Das muss sich jeder selbst ansehen und auswählen, mit wie wenig Betreuung er für sein Buch auskommen kann.

Für den Verkauf über den Buchhandel legt man selbst und online bei seinem book-on-demand-Anbieter den Verkaufspreis und seine Marge fest. Für die Pflichtexemplare an die örtlich zuständige Staatsbibliothek und die Deutsche Nationalbibliothek sorgt bei dieser Variante mit ISBN-Nummer der Verlag. Ob man diese Pflicht-Exemplare gesondert bezahlen muss, muss man der Homepage seines Verlags entnehmen. Manche Verlage geben in ihren online-Anleitungen auch Tipps fürs Marketing und wann und wie man eine Autorenvergütung bei der VG Wort beanspruchen kann.

Nachteil des Verfahrens bei den preisgünstigen Varianten, mit oder ohne ISBN (Stand 2011): Man muss alles selbst gestalten. Es gibt kein Lektorat. Man muß sich an die Formatvorgaben des Verlags (Länge und Breite und Seiteneinrichtung des Textes) halten. Man muss einen Word-Text erstellt haben. Man kann sich fachlich nur mit seinem (Ehe-)Partner unterhalten und hat sonst keine fachliche Unterstützung vom Verlag. Es gibt grundsätzlich keine Telefonunterstützung zu konkreten Problemen. Die Verlage halten aber auf ihrer Homepage Anleitungen zur Texterstellung vorrätig, mehr oder weniger umfangreich. Bei einigem Geschick im Umgang mit Word lernt man dadurch eine durchaus akzeptable eigene Textgestaltung. Die Verlage bieten auch online Mustercover an, nach denen man seinen Einband als Paperback oder Hardcover gestalten kann. Telefonunterstützung gibt es nicht, doch kann man meist telefonisch Rat bekommen, wenn es um das Verständnis der online-Anleitungen des Verlags oder die technischen Voraussetzungen geht (unterschiedlich bei den Verlagen). Alles geschieht ansonsten nur online.

Den Text kann man mit Fotos im jpg- oder tiff-Format oder mit pdf-Dateien ausstatten. Fotos müssen mindestens 300 dpi haben, müssen also ggf. mit dem eigenen Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet werden, z.B. bei älteren Familienfotos oder Dokumenten. Technische Probleme mit der Lesbarkeit (unscharfes Schriftbild) kann es bisweilen bei Texten in jpg-Dateien geben, die man dann besser als pdf einfügt. Seinen fertigen Text muss man als Word-Datei hochladen oder – je nach Verlag – auch als CD mit Word- oder pdf-Datei an den Verlag schicken. Zum Hochladen muss man von der Homepage eine Druckersoftware downloaden, die die Word-Datei in eine spezielle pdf–Datei nach den Anforderungen des Verlags umwandelt. Bei pdf gibt es verschiedene Dateitypen, gebräuchlich scheint bei book on demand pdf-x-3 zu sein. Diese pdf-Datei dient dem Verlag als Druckgrundlage. Eine Musterversion seines eigenen pdf-Textes kann man sich nach dem Hochladen online ansehen (passwordgeschützt natürlich), bevor man den endgültigen Druckauftrag erteilt.

Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, muss man für die downzuloadende Druckersoftware wissen, ob es sie für Windows oder Mac - je nachdem, womit man arbeitet - und für die eigene vielleicht neueste Version des Betriebssystems gibt. Anderenfalls kann man seinen Word-Text nur selbst mit Hilfe von Adobe Acrobat in pdf-x3 umwandeln – und diese Software haben die wenigsten auf ihrem Rechner -und über die Qualität alternativer Softwares zur Umwandlung Word/pdf sollte man sich vorher genau informieren. Es gibt u.U. Probleme mit der Unschärfe bei eingefügten pdf- oder jpg-Dokumenten mit Text. Die Druckersoftware oder der Textumfang haben bei den preisgünstigen Varianten der book-on-demand-Anbieter mengenmäßige Beschränkungen, oft auf 400 MB. Auf diese Menge kann man bei großen Texten leicht durch Fotos kommen. Die eigene Anzeige der Dateigröße im Rechner ist dabei erfahrungsgemäß sehr ungenau, da die Fotos bei der pdf-Umwandlung oft mehr Kapazität beanspruchen – ggf. muss man die Zahl der Fotos reduzieren.

Die Verlage bieten auf ihrer Homepage einen Preisrechner an. Man kann also seine Seitenzahl schätzen, die Anzahl der Seiten mit schwarz-weiß- oder Farbfotos schätzen und so vor Auftragerteilung eine Vorstellung vom Preis des Buches gewinnen.

Einige Verlage bieten an, einzelne Seiten in Farbe und andere in schwarz-weiß zu drucken, bei anderen kann man nur insgesamt in Farbe (auch wenn man viele Seiten ohne jedes Foto hat) oder insgesamt in schwarz-weiß drucken. Alles in Farbe drucken zu müssen erhöht die Kosten. Farbdruck ist in der Druckqualität einer Seite auch für schwarz-weiß Fotos besser, wie jeder selbst auf seinem eigenen Drucker ausprobieren kann. Außerdem bleibt der Braunton vieler alter Familienbilder erhalten und auch Landkarten sehen in Farbe besser aus.

Allgemeines zum Handwerk des Layouts beim Schreiben seines eigenen Textes

Wer die Absicht umsetzt, eine Familiengeschichte zu schreiben und sie bei einem Verlag zu veröffentlichen, wird das Technische auf die Art tun, die ihm/ihr am besten liegt. Der eine schreibt erst den gesamten Text und macht sich dann an die Gliederung, an Tabellen und Fotos, an das Layout. Die nächste möchte von Anfang an den Text in dem Design, in dem Layout auf dem Bildschirm haben, den sie später im Buch wiederfindet. Bevor man an das Layout geht, d.h. in dem zweiten Fall bevor man mit dem Schreiben überhaupt anfängt, sollte man deshalb einige handwerkliche Voraussetzungen klären, damit man sich doppelte Arbeit erspart:

Welcher Verlag? Das Buch wird voraussichtlich nicht im Format DIN A 4 erscheinen, in dem man seinen Word-Text schreibt – sondern in einem Buch-Format des Verlages. Jeder Verlag bietet andere Formate an. Als erstes muss man sich deshalb klarwerden, welches Buchformat man haben will und sich entscheiden, welchen Verlag man für sein Buch nehmen will.

Pdf-Umwandlung: Den eigenen Word-Text muss der Verlag als pdf-Datei haben. Der Verlag muss also einer sein, zu dem man seinen Text auch problemlos hochladen kann: zu der eigenen Computerausstattung muss deshalb die spezielle Druckersoftware (zur Umwandlung von Word in pdf) passen, die der Verlag zum Download anbietet – passt sie für Windows oder für Mac und für die Version des Betriebssystems, die man selbst verwendet? Wenn nein – oder muß man dem Verlag eine Datei mit seinem Buchtext per CD als pdf-Datei schicken – dann muß man ein Programm haben, das den Word-Text in einen pdf-Text umwandelt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es unterschiedliche pdf-Formate gibt, für das Archivieren andere als zum Buchdruck und wieder andere zum Mailversand. Man muss also seinen Text in das pdf-Format umwandeln können, das die Duckerei braucht (z.B. bei bod: pdf-x-3). Die downzuloadende Druckersoftware des Verlags erledigt das von sich aus – sodass man sich darum nicht zu kümmern braucht.

Buchformat und Seite einrichten: Hat man sich für ein bestimmtes Buchformat festgelegt, bedeutet das: die Textseite im eigenen Word Programm muss die Abmessungen haben, die dem Buchformat entsprechen. Die Abmessungen gibt der Verlag in seinen online-Anleitungen an – und man muss selbst unter „Seite einrichten“ bei Word die richtigen Einstellungen vornehmen. Der Verlag fordert auch einen bestimmten Mindestabstand oben und unten und links und rechts auf der Seite – und man muss „gegenüberliegende Seiten“ einstellen, weil ja die linke und die rechte Seite eines Buches unterschiedliche Seitenabstände haben. Entscheidet man sich beim Buchformat später doch noch einmal um, so muß man das Layout insgesamt neu gestalten, weil die Text- und Bildverteilung der Seiten sich ändern so wie z.B. beim Wechsel von DIN A 4 auf DIN A 5. Erarbeitet man seinen Text mit einem anderen Programm als Word, sieht dies natürlich alles anders aus.

Buchanfang: Schließlich sollte der Anfang eines Buches, d.h. in der Regel das Inhaltsverzeichnis, immer auf der rechten Seite liegen, auf einer Seite mit ungerader Seitenzahl. Das ist wichtig zu wissen, um Fotos auf den Seiten optisch bestmöglich zu placieren.

Wer diese Anfangsüberlegungen in die Tat umsetzt, bevor er mit dem Layout beginnt, dürfte dann mit der Textgestaltung und der Placierung von Bildern kein großes Problem mehr haben. Nur eines noch: Fotos in jpg sollten mindestens 300 dpi haben. Mit weniger bekommt man von der Druckersoftware beim Hochladen als pdf Fehlermeldungen. Die Software wird aber trotzdem hochgeladen und das Buch wird – so die Erfahrung des Autors bei zwei Anbietern- trotzdem gedruckt, wenn der Wert etwas unter den 300 dpi liegt.

Einzelne Anbieter und Erfahrungsberichte

Hier kann jedermann seine eigenen Erfahrungen mit einem book-on-demand-Anbieter oder print-on-demand-Anbieter wiedergeben.


Anbieter Erfahrungsberichte Besonderheiten Benotung
Books on demand, Norderstedt Gutes Ergebnis. Gute Anleitungen zum Seiten- und Textaufbau. Man kann einzelne Seiten in Farbe drucken lassen. Druckersoftware für Mac-Anwender nicht immer auf dem Stand des neuesten Betriebssystems (Anfang 2010). Bei der preiswertesten Grundversion Beschränkung der Textdatei auf 400 MB. gut
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Weblinks


  1. heise online: "Aufschwung für selbstverlegte E-Books", 07.10.2010
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