Benutzer:Stegimul

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Kursiver TextLink-Text--Friedrich Jansen 17:38, 16. Mai 2006 (CEST)


Friedrich Jansen 07042 - 37 03 03 jansenvdb@gmx.de



                                Manuskript  / Kurzbericht
                                      
                       Sorgenmühle Nussdorf nach dem 12. Jahrhundert




Bei einem Katastropheneinsatz 1968 ( Windhose / Hilfe der Bundeswehr für den Raum Pforzheim ), sah ich erstmals die verfallene Sorgenmühle in Nussdorf . Nichtahnend, dass ich Jahre später, in der renovierten Mühle wohnen würde, meine Frau in Nussdorf kennenlernte und ich für den Eigentümer, Harald Fiegle und seinem mit dem Umbau der Mühle beauftragten Architekten, dem Dipl. Ing. Erwin Knodel aus Vaihingen Enz, die historische Aufbereitung der Mühle schrieb. Das LDA bekam eine Abschrift. Die Sorgenmühle ist ab 1977 / 78 ein denkmalgeschütztes Gebäude. Mehrere große Zeitungen, Lokal – und Regenbogenpresse, berichteten über die gelungene Renovierung. Ein letzter Bericht erschien in der Vaihinger Kreiszeitung am 22.08.2002. Auf einer gesamten Zeitungsseite wurde über die Mühle berichtet, leider ein unglücklicher Bericht, der vom Inhalt = Merkblätter der VKZ , als Info dienen sollte ( um daraus einen Artikel zu gestalten ) , nicht aber den , wie in der gebrachten Form, der nicht für eine Veröffentlichung bestimmt war. Trotz der großen VKZ - Aufmachung, wurde mein damaliges Ziel, die Identifizierung der Einritzungen , das Mühlengeheimnis nicht gelöst.

Die Sorgenmühle zählt zu den alten Mühlen in Baden Württemberg. Sie war Bannmühle für Nussdorf. Eine zweite, abgegangene Mühle, lässt die Geschichte des Ortes nicht zu. Unter ihrem Urnamen „Stegimul“ am 21.01.1299 erwähnt (HStA Stgt. Adel II, Seite 114, Urkunde 212, A 155 ). Den Namen Sorgenmühle findet man erstmals in einer Urkunde der Truchsessen von Höfingen, (am 14.08.1447, HStA Stgt. A 603 Nr. 14141). Oberstleutnant Andreas Kieser nennt sie in seinem 1682 gefertigten Kartenwerk „Sargmühle“, = mundartlich abgeleitet, Zarg = Zargen und somit = Zargenmühle.
Andere Urkunden nennen sie einfach „die Mühle im Tal“.
Der Mühlkanal verläuft von den Gemarkungsgrenzen Nussdorf/Iptingen, unterhalb des durch Ulrich von Iptingen (siehe Kl. Maulbronn) bekannten Höckh oder Villa Henkelberg und von hier in Richtung Sorgenmühle, 150 m hinter dieser mündet er in den Kreuzbach. Eine Verbindung Villa Henkelberg, mit der Stegimul, kann nur erahnt werden, ist nicht nachzuweisen.
Die gesamte Kanalstrecke ist ca. 800 m lang. Die Mühlenbevölkerung benutzte den Spielbrunnen bis 1948 als Lieferant für Trinkwasser (an der Gemarkungsgrenze, Nussdorfer Seite, mittig zwischen den Berghängen des Kreuzbachtal gelegen,zwischen dem Mühlkanal und Bach).
Unweit des Brunnen, Richtung Iptingen, an der Abzweigung alter Postweg, Richtung Großglattbach, die abgegangene Margaretenkapelle mit Beginenhaus (um 1600).

Der Kreuzbach entspringt im Hagenschieß, ca. 1,5 km ostwärts von Wimsheim und heißt bis zum Ort Hagenbach. Ab Wimsheim, über Mönsheim, Iptingen bis zur Nussdorfer Gemarkung dagegen Grenzbach (3 Gaue trafen hier aufeinander), von der Gemarkung Nussdorf, über Aurich bis nach Enzweihingen Kreuzbach. Auf den knapp 142 km Bachverlauf, wurden ca. 9 Mühlen mit Wasser versorgt.
An der Nussdorfer/Iptinger Gemarkungsgrenze, zwischen Kreuzbach und Mühlkanal, befindet sich auch der Spielbrunnen, von dem sich die Mühlenbevölkerung noch bis 1948 mit Trinkwasser versorgten.
Die Mühle weist mehrere größere Um- bzw. Neubauten auf. Bis auf vereinzelte Höfe, dürfte Nussdorf und seine Mühle, vermutlich vor dem 7. Jahrhundert (siehe Reihengräberfunde in Nussdorf) ihren Ursprung haben.
Auf den Grundmauern der ersten Entstehungsphase, wurde im Jahr 1611 aufgebaut, dann wieder um 1832–1880, 1922 mehrere Bauabschnitte hinzugefügt und 1975-1977 die Totalrenovierung, ähnlich der von Aaron Grau aus dem Jahr 1611.
Aus der ersten Bauphase dürften die beiden im UG befindlichen Keller/Gaden sein, wovon nur noch eine Gade mit einem groben, romanischen Torbogen versehen ist. Dieser Torbogen ist mit zwei christlichen Attributen und einem röm. aussehenden, tempelartigen Gebäude (eine Hausmarke oder Abrechnungssymbol?) versehen. Ferner die ersten, frühen heraldischen Zeichen, Dienstmannenfahnen, geschachtete Felder mit Dienstmannenfahne / oder Giebel ? nach rechts, u.a. auch ein Eberkopf der von Reischach .
Alle Einritzungen sind naiv gehalten und zeugen von einer Zeit, vor der Klostergründung von Weißenburg im Elsaß und die, welche um 1470 (als letzte Angabe, hier das Wappentier = Eberkopf , der von Reischach) endet.
Die Betreiber, Besitzer wurden geschlossen bis vor 1275 ermittelt. Als Lehensherr der Steg / Sorgenmühle wird mit Urkunde vom 26.09.1330 (Lehens– und Adelsarchiv des GLA Karlsruhe Abt. 44 / 540) Wilhelm Graf von Katzenelnbogen genannt. Diese Dynasten, ihre Verwandten ( Sigehardinger, Gozberte / Theodonen usw.), scheinen über der ersten urkundlichen Nennung von Nussdorf im Enzgau hinaus, schon Lehensherren der Mühle gewesen zu sein.
Hans und Burkard von Höfingen gaben am 14.03.1433 ihre Nussdorfer Besitzungen dem Kloster Hirsau als Pfand, dieses wurde durch Hans von Reischach 1468 ausgelöst (es ist nicht bekannt, dass die Sorgenmühle, mit Bestandteil des Pfandes war).
Ansonsten befand sich die Mühle nicht im Besitz einer kirchlichen Institution.

Folgende Betreiber / Besitzer sind vom Jahr 1100 – 2006 bekannt:

  • Fam. Preissing , Sorgenmühle Eberdingen - Nussdorf
  • Harald Fiegle , Zahnarzt ( 1975 – 1995 )
  • Georg Menger, Metzger und Müller ( er heiratete die Müllerstochter
  • Alfred Gögel , Müller
  • Karl Gögel , Müller
  • Friedrich Gögel, Müller
  • NN, Witwe des Jacob Klein, Ochsenwirt in Nussdorf ? , ux:°°2 NN Gögel
    ( Ochsenwirt ? ), sie war die Mutter des Friedrich Gögel.
  • Jacob Klein , Gastwirt ? und Müller 1831 / 32
  • Georg Friedrich Häcker jun. , Müller
  • Georg Friedrich Häcker sen. , Müller + 1800
  • Josua Häcker jun., Müller, + 1784
  • Josua Häcker sen. Müller, + 1731
  • Hans Jacob Häcker, Müller, + 1696
  • Josua Häcker, Müller , + 1665
  • Christoff (Stoffel) Häcker, Bürger aus Iptingen, Metzger und Müller , + 1644
  • Aaron Grau, Müller , + 1617
  • Jos (Jodecin) Grau, Müller,
  • Hans Grau, Müller, + Sept. 1568
  • Martin Widmayer, der alte Müller, + 1600
  • von Reischach, Ortsadel und Grundbesitzer (1468 bis Ablösegesetze, das Adelsarchiv der Freiherren / Grafen von Reischach in Singen, wurde noch nicht eingesehen. Möglich das weitere Betreiber der Mühle bekannt werden.)
  • Kl.Hirsau (Hans und Burkhard von Höfingen, verpfänden am 14.03.1433 an Kl. Hirsau ihre Anteile an Nussdorf.
  • Stadelherr, Diemo, Werre von Waldeck, leistet am 26. 09. 1330 seinen Lehenseid an Wilhelm Graf von Katzenelnbogen + 1331
  • Renhart von Höfingen , kauft am 23.01.1299 die Stegimul. Stadelherr Konrad von Waldeck und seine Frau Bertha von Ondingen = Ehningen (bei Böblingen) verkaufen ihr Leibgeding.
  • vor 1275 Swigger von Ondingen

Von den Lehensherren ist nur Wilhelm Graf von Katzenelnbogen (vom 26.09.1330 GLA Karlsruhe ) bekannt. Er war verheiratet mit einer Adelheid von Waldeck (welches Waldeck?) und verstarb 1331.

Wie es neuerdings erscheint, waren die Vorfahren der von Katzenelnbogen schon Jahrhunderte im Besitz der Stegimul.
Diese Dynasten / die Linie des Grafen Wilhelm führt sicher, direkt auf einen Grafen Tidard (kurzform für Diether = Diether I., richtig für Theoderich / Dieterich von Katzenelnbogen) zurück, * um 1041, + um 1087.
Er war der Urgroßvater von Heinrich II. Graf von Katzenelnbogen, * um 1124, + unbek., ux. mit Hildegard, Tochter des Burggrafen Godebold II von Henneberg, in Würzburg. Ihr Sohn Heinrich III. (auch Berthold I.), * unbek., + um 1179, war ux. mit Adelheid, eine Schwester des Poppo von Laufen (+ 1181) eine Tochter des Grafen Konrad von Laufen.
Die Personengruppen der Grafen von Katzenelnbogen / Spanheim und der von den Henneberger = ( Burggrafen von Würzburg ), führen jeweils ein geschachtetes Wappen (J. Heinzelmann, Spanheim, „Manessische Liederhandschrift = Otto von Botemheim usw.“).
Bei den Sippen ist leider nicht ersichtlich, ob die Mühle zum Gesamtbesitz der Grafen von Katzenelnbogen, Grafen von Henneberg bzw. der Laufener Grafen gehörte.
Ungewiß auch, von welcher Institution der Mühlenbesitz abstammt (er muß vorher, wenn kirchlichem Eigentum, einen Besitzerwechsel gehabt haben).
Die Möglichkeit besteht und das muß erwogen werden, daß die von Katzenelnbogen, nach dem Absterben des Laufener Grafenhaus, um 1219, durch Kaiser Friedrich II., mit Reichslehen des Verstorbenen belehnt wurden (war auch die Stegimul dabei?).
Eine andere Möglichkeit sind alter Besitzrechte (austrasischen Adels=Reichsbesitz), aus vorkarolingischer Zeit (hier aus der Theodonengruppe, vielleicht auch noch Bestandteil von Besitzrechten, die aus einer röm-gallisch-fränkischen Sippe stammten).
Das spielt aber in diesem Fall vorerst keine Rolle, weil der Ahn der frühen Babenberger, Henneberger und Laufener Grafen, sich auf einen gemeinsamen Vorfahren verfolgen lassen und die Vorfahren der späteren von Katzenelnbogen, mit diesen Personengruppen, liiert waren.

Das Attribut und die anderen Einritzungen am Torbogen zeugen von einer älteren Mühlengeschichte aus vorkarolingische Zeit, damals noch Hypothese. Diese Gravuren, in Verbindung mit den genealogischen Anfängen der Sippen des Walaho, Gozbert und Kuni = Gumbert versuche ich auf eine Grundlinie zu bekommen, ( was mir teilweise gelungen ist ) um somit eine zusätzliche Aussagekraft zu erhalten. Diese Sicherheit ist entgültig mit der Identifizierung der ältesten Einritzung ( dem röm., tempelartigen Gebäude ), dem Attribut Kirchturm und dem , aus meiner Sicht ) jüngeren Zeichen W mit Bischofstabkrümme gegeben. Die Ahnenspitzen der Walahonen, Popponen / Henneberger ( um 725 – 795 ) findet man in der Generation eines Geschwisterpaares, ( hier in dem Grafen Franco und seiner Schwester Frenkin, letztere war mit dem Ekbertiner, Graf Ricbert verheiratet ), Graf Franco selbst, ux: mit Eulalia ( einer Popponin ), ihr Vater war Graf im Lobdengau Werner und ihre Mutter hieß Friderun. Über diese, ihren Verwandten und Kindern usw., stösst man auf Personengruppen, die man später Ekbertiner, Walahonen , Matfriede, über den Sohn des Grafen Franco, Walaho und seiner Frau Eggewitz , Babenberger , Etischonen ?, weiter auf Widonen / Wariniden, Theodarden / onen / Robertiner / Agilolfinger kennt. . Zu diesen Personengruppen ( o.a. Leitnamen / Sippen ), zählt auch ein Graf Baugulf im Speyergau, er wurde der 2. Abt im Kloster Fulda ( also Nachfolger des Abt Sturmius ). Die Neffen Baugulfs, Erkanbert, + um 826, wurde Bischof von Minden und Gerhoi, + um 804 – 808, Sohn des Werner, Gaugraf im Lobdengau, wurde Bischof von Eichstätt, ( vielleicht spielt auch St. Walburgis und ihre Verwandten eine Rolle = Würzburg, Eichstätt, Heidenheim am Hahnenkamm , Tauberbischofsheim, Bad Liebenzell ?, Sacra Silva im Elsaß, Trier und Susteren , zumal diese mit den Theodonen und ihrer nächsten Verwandtschaft zu tun hatten ) . Zu der etwas älteren Theodardengruppe, einem Lantpert und Amanold zählt auch Graf Kunibert / Gumbert ( ca. der gleiche Zeitraum wie Walaho / Eggewitz ).Er wurde durch seine großzügigen Dotierungen an die Reichsklöster Lorsch und Fulda bekannt Seine Nachkommen und Verwandten Walpert, Waldo - Salomon lebten vermutlich mehr iin den Räumen Münsingen – Nibelgau – Bodensee – St.Gallen / Chur und Oberitalien / Verona als in Vaihingen, dass durch die Schenkung des Kunibert erstmals erwähnt wurde.. Man untersuche auch den genealogischen Weg, die Verbindungen Gozbert zu Wela / Walafried Strabo / Kloster Reichenau / Stein a. Rhein usw. mit unserer Personengruppe Hier, um die Mitte des 8. Jahrhundert, schließt sich der genannte Personenkreis mit den Konradinern aus dem Badanach - und Gollachgau zusammen. In späteren Jahrhunderten üben deren Nachkommen ( Uracher / Vaihinger Eginonen ) ihre angestammten, früheren Besitzrechte, auch in unserem Raum wieder aus. Die früheren Calwer dagegen, sucht man eher in dem Personenkreis um Agilolfinger / Geroldinger und Theodonen / Matfriede ( im Raum Auvergne - Burgund – Elsaß – Bodenseeraum – Maas – Mosel, Oberitalien und Bayern ).


                                Vor dem 12. Jahrhundert
                            neuere  genealogische Kenntnisse 

Prof. H - M Decker - Hauff , den ich während meiner Recherschen kennenlernte, war ein Mensch, der sich für das Thema Sorgenmühle , brennend interessierte und auch später, den aktuellen Stand erfragte. In einem dieser Gespräche ( über Genealogie, den Gaugrafen im Rhein – Neckarraum, Besitzrechte und Öhringer Stiftungsbrief ) meinte er : „ Das er den Öhringer Stiftungsbrief, in Verbindung mit seinen neuen Erkenntnissen über frühe Staufer / Stahleck – Popponen usw., zum Zeitpunkt neu schreiben würde“. Diese Aussage ließ mich nicht los, weshalb ich mein altes Thema „ Sorgenmühle Nussdorf „ in heutiger Zeit , wieder aufgriff , um über die nichtidentifizierten Merkmale am Torbogen, zu den Wurzeln der Mühlenerbauer, dem frühen Besitzerkreis in Nussdorf zu gelangen. Aus heutiger Sicht, hängt die Identifizierung des Attribut, innerhalb der Sorgenmühle, seinen Einritzungen, mit einem Personenkreisen aus den Räumen Auvergne – Burgund - Nord / Südelsaß / Pfalz, dem Raum Maas – Mosel - Eifel – Köln - Koblenz - Lahn / Wetterau zusammen. Alle Zeichen sind naiv gehalten und wurden mehr in den Rundbogen geritzt ( bis auf das Hauptattribut , dem Kirchturm ) als gehauen. Für drei dieser Einritzungen, muß ein Zeitrahmen lange vor dem 12. Jahrhundert angenommen werden. Einige Zeichen wurden mehrmals überarbeitet. Das Hauptsymbol, stellt einen Kirchturm dar, mit einem auf der Spitze aufgesetzten Bischofstab, Krümme nach rechts und einem Kreuzquerbalken mit Hufnagelendungen . Dieses Attribut wird dem St. Martin zugeschrieben. ( Abbildung 1 ) Soll es in dieser Form, ein königliches - oder ein Bischofszeichen , das Abteisymbol St. Martin aus dem Raum Metz / Austrasien darstellen ? Das Attribut ist gesamt 26 cm hoch und ist jeweils 5 cm breit und tief. Im 2. Drittel ( Verjüngung zur Spitze ) , befinden sich links / rechts leicht ansteigende Linien und Buchstaben ( ? ). Desgleichen am unteren Teil des Kirchturm. An anderer Stelle, ein römisch aussehendes , tempelartiges Gebäude ( undeutlich, jedoch noch sichtbar und teilweise geschachtet ) 25 x 25 cm . Diese Einritzungen, geometrische Vorgänger des Kirchturm ? ( Attribut des St. Martin ) , sind vom Zweck her identisch , nur die Einritzungen / Abbildung ist älter ( die Begründung ist bekannt ). Hierzu zählt auch die Darstellung mit den zwei geschachteten Felder und Dienstmannenfahne ( oder ist es ein Giebeldach, nach rechts ? ), Dreieck , Rechteck und Kirchturm ( Vorläuferpuzzle ? unvollendeter, also angefangene Arbeiten der beauftragten Dienstleute ). ( Entstanden die Schachtungen , aus Quartals bzw. Jahresabrechnungen, innerhalb der Hausmarke ? ) Einfache und Doppelrauten ( aufeinander gesetzte Großbuchstaben W = Doppelraute , an welchen die Bischofstabkrümmung noch erkennbar ist ), Großbuchstabe W mit Krümme in der Mitte nach rechts, Andreaskreuz, Rechteck mit innerem Andreaskreuz, Dreiecke, Fahnendarstellung und Andeutungen von Kirchtürmen ohne Kreuz. Bei den Abbildungen in der Stegimul, Dreieck, Rechteck, Kirchturm, tempelartiges Haus, geschachtete Felder usw., handelt es sich sichtbar um eine frühe Art / Methode , die als Erkennungs / Besitzzeichen / Hausmarke und Abrechnungszeichen angewendet wurden. Später entstanden hieraus heraldische Merkmale , die in das eigene Wappen, mit aufgenommen wurden ( letztere waren linksrheinisch ca. 150 - 200 Jahre früher in Anwendung , als im rechtsrheinischen Teil Deutschlands / Ostfranken , Schwaben , Bayern ).

Bemerkenswert die drei St. Stephan - und die vielen Martinskirchen um Nussdorf. Sie sind Teil , eines alten Fiskalbesitz , verbunden über die Marken Illingen – Maulbronn / Eilfinger Hof und Bretten / Bruchsal, der durch die austrasische Grundherschaft , am Anfang des 7. / 8. Jahrhundert dargestellt werden kann. Noch am 08.10.1270 bekundeten / bestätigten Graf Heinrich von Zweibrücken , gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Simon , ihr Lehensverhältnis zum Bistum Metz ( u.a. betreffend der Stephansleute / Bretten) also nach 3. Jahrhunderten, ein noch ersichtlicher Gesamtkomplex ? Das angesprochene Fiskalgut ( Martin – und Stephanskirchen / Nussdorfer Raum ) als ältestes zusammenhängendes Reichsgut, spricht zu diesem Zeitpunkt nicht von den Martinsleuten, dass muß seit langer Zeit, dem Bistum Metz abgegangen sein. Wie weit sich die Besitzverhältnisse zurückdatieren lassen, kann zZt. nicht geklärt werden Die wichtigsten Anhaltspunkte sind diesbezüglich der Torbogen in Nussdorf und die Metzer Kirchenlehen ( falls weitere im Raum vorhanden ) und anderen Zeitdokumentationen z.B. die Gründung der Metzer Martinsabtei durch Sigibert III., + 656, welche zugleich seine Grablege wurde. .

Sollte die Einritzung des „ röm.Hauses „ , ein Siegel, die Hausmarke eines römisch - gallo- fränk.. Besitzer darstellen , Zeitraum und Familie ermittelt werden können, dann haben wir eine kleine Sensation und wirklich eines der wenigen nachgewiesenen , alten Häuser in Baden Württemberg. ( auch wenn es nur noch Grundmauern / Gaden sind ) ?

Viele Zeichen sind also erklärbar, nicht aber das W mit dem Bischofstab ( Krümme ). Diese Krümme wurde oft , sichtbar entfernt. Als Grund kann man sich eine spätere Entfremdung von Klostergut vorstellen. Der Besitz der Stegimul / Sorgenmühle, in der Hand der Grafen von Katzenelnbogen , kann lange Zeit vor dem 12. Jahrhundert , nur an Hand der Einritzungen nachgewiesen , werden. Das geschachtete Muster in den Einritzungen und das Attribut des St Martin, weisen einen Weg in den Raum Verdun - Metz. Nordostwärts dieser Gegend ( auf der halben Wegstrecke Richtung Trier ), liegt angeschmiegt an die Mosel, der Ort Thionville , eine bedeutende Stadt in merowingischer und karolingischer Zeit ( spätere Pfalz ), die Stadt der Theodonen = Theodard, Therry , Theoderich , Tidard = Dietrich = Diether , den die späteren Katzenelnbogen mit als Leitnamen verwendeten.

Der weitere Weg, auch der genealogische Weg, führt von der o.a. Personengruppe untereinander zu dem Begründer der Martinsabtei ( vor den Toren von Metz ) Sigibert III. und seinem Vater Dagobert I . Mit diesen und den Parteien / Stützen dieser Könige, waren es die Familien der Arnulfinger , Herzog Bobo von der Auvergne, Adalgiso-Grimo, Pippiniden usw., über die ein „Dritter „ Weg ( über die Etichonen ) zu den Ursprüngen, einer Personengruppe, um den weströmischen Kaiser Avitus Marcus Maecilius, + 456 und seinen Kindern Agricola ( Patricius und Präfekt, später Geistlicher ) , Ecdicius ( Heerführer ) und Papianilla , ux. mit Gaius Sollius Apollinaris Sidonius + 486 ( seine Cousine war Eulalia, war die Tochter des Thaumaste ) führt , bzw. . hervorgegangen sind. Eulalia heiratete Flavius Probus, den Sohn des Flavius Magnus Probus. Zu diesen Personenkreisen zugehörig, die Ferreolos und die der Arbogast. Sie stammten alle aus der Auvergne . Um ihren röm. Lebensstil erhalten zu können , sah die Creme der Zeit, nur den Weg über eine gemeinsame röm. Kirche, sie lehnten die Rohheit der germanischen Völker in allen Belangen ab. Wegen der Urbanisierung / Kultivierung ihrer Umgebung , gingen Römer Verbindungen / Verwandtschaften mit Goten, Burgunder , Langobarden, Thüringern und den fränkischen Stämmen ein. Sie errangen Einfluß und Macht, verfügten über größte Besitzungen , verloren mit den Streitenden ihren Besitz , ihr Leben. Sie selbst wurden Ahnen vieler Dynasten . Als „ Heilige „ verehrt, Begründer vieler großer, linksrheinischer / franz. Klosteranlagen ( u.a. Kloster Weißenburg im Elsaß ) , wurden sie erfolgreiche Wegbereiter der süddeutschen Christianisierung, die um die Zeit des Bischof Sidonius von Mainz bis um 748 , dem Cannstatter Blutgericht , mit der Neueinteilung / Gestaltung der deutschen Bistümer ihr vorläufiges Ende fand .

Bemerkungswertes von Nussdorf :

  • der abgegangene Rappenhof
  • die Nussdorfer Bruderschaft
  • die beiden Kirchen, der jüngeren Hl. Kreuzkirche und der älteren Martinskirche
  • die Besitzrechte der Abteien aus der Umgebung ( auch Sacra Silva )
  • Besitzrechte des Reiches ( Beispiel Ulrich von Iptingen )
  • Villa Höckh / Henkelberg
  • Besitzrechte der Grafen aus dem Calwer Haus, Grafen von Katzenelnbogen und Tübingen,Zweibrücken / Württemberg, Markgrafen von Baden
  • Verwechslung bei der urkundlichen Nennung von Nussdorf
  • die hohe Nussdorfer Einwohnerzahl um 1100.
  • Nussdorf bei Landau Pfalz und Vaihingen / Enz die vielen süddeutschen / österr.
  • Nussdörfer ( im Amtsbereich der Popponen , Sigihardinger, Spanheimer usw.).
  • Wintergeislinger Brunnen ( Verwechslung ? )
  • der romanische Torbogen in der Steg / Sorgenmühle
  • in Verbindung mit Ortsnamen und den Personen : Nuss ....., Stein....., Kirch
  • = Stain....., Salach....., Gozbert ....., Theodo
  • Reihengräber
  • abgeg. röm. Gutshöfe