Wisch und Umgegend/45

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Wisch und Umgegend
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Welch ein Fortschritt! Im Bronzealter wurden die Toten verbrannt, die Asche in Urnen gethan und in Grabhügeln beigesetzt. In dieser Zeit blühte auch die Töpferei. Beweise dafür liefern uns die Urnen. Sie wurden mit Ornamenten (Verzierungen) oft prächtig geschmückt. - Urnenfriedhöfe hat man auch in unserer Gegend gefunden.

Die Bronze wurde wiederum durch das Eisen verdrängt. Wie kostbar einst dieses Metall gewesen sein mag, geht daraus hervor, daß man Beile gefunden, wo nur die Schärfe aus Eisen, der übrige Teil aber aus Kupfer gearbeitet war. Im Eisenalter trat der Germane mit dem Römer in Verbindung. Mit ihm maß er seine Kräfte, mit ihm knüpfte er Handelsbeziehungen an. Alle Verhältnisse gestalteten sich anders, und der Boden für die heutigen Kulturverhältnisse bereitete sich vor.

Nimm der Welt der Gegenwart, der Kultur des 19. Jahrhunderts Steinkohle und Eisen, und sie - bricht zusammen.

Blicke in die Vorzeit.

Zeugnisse aus der Vorzeit sind auch in unserer Gegend vorhanden. Gerade im Wischler Höhenzug ist schon manches beachtenswerte Stück gefunden. Doch reden solche Fundstücke zumeist ein Sprache, die nur der Fachmann zu deuten weiß. Immerhin giebt es hier Zeugnisse aus grauer Vorzeit, die auch der Laie kennt und kennen muß. Wir rechnen dazu den Feuerstein, den fossilen Seeigel, den Donnerkeil und die Findlinge.

Viele Feuersteine besitzen eine weiße Rinde. Sie haben in der Kreide gelegen. Dies legt uns den Gedanken nahe, daß die Entstehung des Flintsteins sich ähnlich vollzogen haben mag, wie die der Kreide. Die Kreide entstand aus den Kalkschalen niederer Tiere (Foraminiferen). So stellt der Feuerstein vielleicht eine Verkieselung von Schwämmen dar. Auch das Wasser wird bei der Bildung thätig gewesen sein, da man