Kurze Chronik der Familie Kypke/008

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Kurze Chronik der Familie Kypke
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eine Tochter Elisabeth und am 2. September 1679 eine zweite Tochter Christina geboren.

      Im Jahre 1700 ließ der Kaufmann David K., ein Enkel des Kaufmanns Georg Christian K., sich in die Gilde der Tuchmacher Dramburgs aufnehmen. Die Kaufleute damaliger Zeit thaten dies altem Herkommen gemäß, ohne daß sie die Absicht hatten, an der eigentlichen Gewerksthätigkeit teilzunehmen, - hauptsächlich um der Vorteile der Gilde, des Kirchenstandes und des ehrenvollen Begräbnisses teilhaftig zu werden. -

      In den Taufregistern von 1748 und 1752 wird ferner eines Brauers und eines Bürgers K. und 1771 eines Tabackinspektors David K. Erwähnung gethan.

      Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts aber wirkte der Rektor Carl Kypke in Dramburg. Derselbe heiratete 1798 die Tochter des Stadtchirurgus Milarch: Charlotte Sophie, welche als Witwe 1829 in Dramburg gestorben.

      So haben fast drei Jahrhunderte hindurch Mitglieder der Familie K. in Dramburg gelebt und gewirkt.

      Werfen wir einen kurzen Blick in die mehr denn 600jährige Vergangenheit der Vaterstadt unserer Vorfahren. [1]


Dramburg

ist laut Urkunde vom 8. März 1297 auf einer Anhöhe am Drageflüßchen, nicht weit vom Großen Lübbesee von den Gebrüdern von Golzen angelegt worden und wurde ursprünglich „Drawenborch“, später Drawenburg, Drauenburg, Drahenburg, daneben Dramborgh oder Dramburgk genannt. Erst seit dem 17. Jahrhunderte herrscht die Schreibform Dramburg vor.

      Die Stadt hat sich durch die Srebsamkeit seiner Bürger und die Fürsorge seiner Fürsten aus kleinen Anfängen emporgearbeitet, hat schwere Unglücksfälle erlitten und harte Heimsuchungen, wie Krieg und Brand, Pestilenz und teure Zeit über sich ergehen sehen und ist durch Gottes Gnade - dank der Zähigkeit des märkischen und pommerschen Volkscharakters - immer wieder aufgeblüht. Dramburg gehörte ursprünglich zur Neumark und ist erst seit 1816 der pommerschen Regierung in Cöslin unterstellt worden.

      Zu Anfang des 17. Jahrhunderts gab es nur c. 300 Bürger in der Stadt. In den Jahren 1620 und 1664 brannte dieselbe fast ganz ab. Außerdem wütete die Pest in jener Zeit in der Stadt und raffte beinahe 1000 Einwohner dahin. Unter


  1. W. Im Jahre 1897 ist die Geschichte der Stadt Dramburg von Dr. van Niessen, eine Festschrift „Zur Jubelfeier ihres 600jährigen Bestehens“ erschienen, welcher wir größtenteils die nachfolgenden kurzen Nachrichten entnommen haben.