Eupen und Umgegend (1879)/124

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Eupen und Umgegend (1879)
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Nach längeren Verhandlungen wurde die weitgehendste Linie als Gränze bestimmt und dann, nach vorher erfolgten Garantien für die Cultusbedürfnisse, durch Allerhöchste Cabinetsordre vom 3. April 1872 die Genehmigung zur Errichtung der zweiten Pfarrei ertheilt, sowie die Errichtung durch erzbischöfliche Urkunde unter dem 2. Juli 1872 vollzogen; schon am 6. desselben Monats erhielt der seitherige Rektor der höheren Lehranstalt und des Knaben-Pensionates zu Opladen, Herr Ferdinand Schröder, seine Ernennung zum ersten Pfarrer der neuen Pfarrei, wahrend Herr Hackenberg, als Pfarrer in Steinfeld ernannt wurde. Die erwähnte erzbischöfliche Errichtungs-Urkunde hat die Gränzen der St. Josephs-Pfarre in folgender Weise festgestellt: „Als Pfarrsprengel theilen Wir dieser Kirche denjenigen Theil der St. Nikolaus-Pfarre zu, welcher von dieser durch eine in die anliegende Karte verzeichnete Linie abgegränzt wird, die ostwärts der Stadt Eupen beginnend der gelb eingezeichneten Linie der rötgener Straße bis zum Kehrweg folgt, dann die Kaperbergstraße und die Hisselsgasse in der nordwestlichen Richtung hinabgeht, hierauf den quer über die Bergstraße und Neustraße gehenden öffentlichen Fußweg bis zur Rothenbergstraße verfolgt, diese überschreitet, durch die Hohlgasse bis zur kleinen Gasse geht, dann durch die kleine Gasse bis nahe an das Ende derselben, bis zur Parzelle 138 der Katasterflur 8, an dieser vorbei bis zur Langgasse und durch diese bis zur belgischen Grenze geht.“

       Am Sonntag den 22. September 1872 wurde vom Herrn Dechanten Sünn zu Raeren im erzbischöflichen Auftrage die vollzogene Errichtung in der neuen Pfarrkirche verkündigt und der erste Pfarrer Herr Schröder unter zahlreicher Assistenz der Geistlichen und großem Andrange der Pfarrgenossen feierlich eingeführt. So begründet der Jubel über die endlich erlangte Selbstständigkeit der zweiten Pfarre war, so groß war auch fortan der Eifer und die Einmüthigkeit der Pfarrangehörigen, um mit dem Pfarrer und dem neugebildeten Kirchenvorstande nach Kräften an der Befestigung des Pfarrsystems und an der würdigen Auszierung des herrlichen Gotteshauses weiter zu arbeiten. Nur die Bemühungen zur Anlegung eines eigenen Kirchhofes