Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/141

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Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
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Ac regbez kaltenbach 1850.djvu
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als Wilhelm III., Graf von Jülich und wurde 1209 mit Hengebach vom Pfalzgrafen Heinrich bei Rhein belehnt. 1267 fand bei Hengebach zwischen dem Grafen Wilhelm III. von Jülich und dem Erzbischof Adelbert von Falkenburg eine blutige Schlacht statt, welche der Graf von Jülich mit Hülfe seines Schwagers, des Grafen von Geldern, gewann und den Erzbischof gefangen auf das Schloß Nideggen in Haft führte. Schloß und Gebiet Heimbach kam später an die Scheiffarde von Merode, welche sie über 300 Jahre besessen haben. Im 14. Jahrhundert ist die Benennung Hengebach allmählig in Heimbach übergegangen. Als die Herzoge von Jülich das feste Schloß zu Heimbach nicht mehr besuchten, bewohnte dasselbe ein Burggraf, der mit seinen Burgmännern es bewachte und vertheidigte. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Schloß vernachlässigt und zerfiel nach und nach; durch den furchtbaren Brand von Heimbach (1687) wurde es gänzlich zerstört und in eine Ruine verwandelt, von der man noch Ueberbleibsel auf einem Berge sieht. Die Kapelle bei dem Schlosse wurde vom zeitlichen Pfarrer zu Heimbach besorgt. 1074 mußte diese Kapelle, welche von Leo IX. (1049) eingeweiht worden war, abgebrochen werden, weil der Ruhrfluß den Grund, worauf sie stand, fast gänzlich unterwaschen hatte. Der Herzog von Jülich hatte im 15. Jahrhundert das Patronatrecht der Kirche zu Heimbach; das Benefizium der Kapelle fiel 1519 an das Kloster Mariawald, welche Einverleibung Herzog Johann von Jülich bestätigte. Das Altarbild in der Kirche zu Heimbach ist von Peter Soutmann, einem Schüler von Rubens, gemalt. Im Muttergottes-Altar befindet sich das berühmte Vesperbild,