Der Regierungsbezirk Aachen (1850)/138

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Der Regierungsbezirk Aachen (1850)
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Ac regbez kaltenbach 1850.djvu
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schickte das Kloster Bottenbroich aus seiner Mitte mehrere Ordensgeistliche und Laienbrüder nach der Kapelle „Mariaweiler auf dem Kärmeter,“ welche sich nicht allein durch Beförderung der Andacht, sondern auch durch die Kultur des Landes verdient gemacht haben. Durch ihrer Hände Arbeit und ihre angestrengten Bemühungen gelang es ihnen, die Waldungen im Umfange der besagten Kapelle auszurotten und den Boden zum Betrieb des Ackerbaues gleich zu machen. 1489 ward es als selbstständiges Kloster dem Cisterzienser-Orden einverleibt. Der erste Prior war Johann von Köln, welcher die bis dahin bestandene hölzerne Kapelle abgebrochen und durch Beihülfe seiner Klosterbrüder eine andere schöne Kirche an deren Stelle errichtet hat. Das Kloster besaß 7 in der Nachbarschaft gelegene Weinberge und wurde von vielen Seiten reichlich beschenkt. Im J. 1795 wurde das ganze Vermögen des Klosters von den Franzosen inventarisirt. In der Kirche waren 12 Altäre, 8 Gemälde und eine Bibliothek mit 1000 Bänden.

Gleich unterhalb dieser ehemaligen, vielbepilgerten Waldkapelle, etwas oberhalb Heimbach, lenkt der Ruhrfluß seinen Lauf nach Norden, welche Richtung er, mit geringer Abweichung nach Westen, im allgemeinen bis zu seiner Mündung beibehält.

Heimbach, früher Hengebach, (1140) Heingenbach, 11 Stunden von Aachen entfernt, ist am rechten Ruhrufer in einem romantischen Thale gelegen, das von beiden Seiten von hohen Bergen eingeschlossen ist, die theils bewaldet, theils mühsam urbar gemacht worden sind. Unterhalb des Dorfes sind zu beiden Seiten des Flusses Ackerfelder