Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter 3 (Strange)/022

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Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter (Strange)
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späterhin den Hof zu Poll). Aus dieser Ehe stammt Peter von Büllesheim zu Ahrweiler, dessen erste Gattin Adelheid, die zweite Margaretha war. Dass Johann von Büllesheim mit Guetgen von Gymnich zur zweiten Ehe geschritten, ist schon oben bemerkt.

B.

      Johann von Kintzweiler genannt Nagel der Junge heirathete sehr spät, nämlich erst im J. 1462, und zwar Florentina Tochter des Johann von Ensseringen selig und der Agnes von Bittburg. Johann bringt der Braut die Güter zu Cuchenheim zu, und diese erhält zur Mitgift 400 Goldgulden und den Antheil, den ihre Mutter an dem Schlosse Beiffels hat. Diese Eheleute hinterlassen zwei Töchter Klosterjungfrauen zu Schweinheim und zu Füssenich, und einen Sohn

C.

      Wilhelm von Kintzweiler genannt Nagel, welcher im J. 1492 Bela von Merode genannt von Kulsecke Wittwe Ludwigs von Metternich heirathete. Das Haus zu Cuchenheim, der Pescher Hof zu Mülheim halb wie der gelegen ist in dem Gericht zu Wichterich, die Vogtei zu Cuchenheim und das Haus zu Münstereifel sind die Güter, die er der Braut zubringt; wogegen diese ihm alle solche Güter zubringt, die sie leibzüchtig besitzt, welche nach ihrem beiderseitigen Tod an die beiden Kinder Ludwigs selig zurückfallen sollen, nämlich das Gut zu Rathsheim, das zu Gelsdorf, das auf der Brohl, das zu Heymersheym, den Zehenden zu Metternich, das Gut zu Blyterstorp, das zu Gyrmerstorp, das zu Fritzdorf, das zu Polch, das zu Gladbach und das zu Jeen (Jhn). Sodann ist in dem Ehevertrag bedingt: „Soe wanne die Kyndere Lodewychs selygen so groisz werden ind dat Harnesch an wyllen doyn So sall Naill syn schuldych zo geuen Icklygem kynde hundert gulden vur eynen Idern gulden tzwentzich wyspennynge als zo Colne genge ind geue Ist zo betzalen zo vollest zo synem Harnesch[1].


  1. Ludwig scheint ein Bruder des Carl von Metternich Herrn zu Zievel zu sein. Von seinen beiden Söhnen hat nur Johann von Metternich auf der Brohl ein höheres Alter erreicht. Derselbe hatte mit seiner Gattin Gertrud von Zweiffel zu Wissen etwa drei Söhne, Bertram, Friedrich und Heinrich von Metternich. Ersterer, verheirathet mit Theodora von Nievenheim zu Rath, hinterliess einen Sohn, Degenhard von Metternich auf der Brohl, dem seine Gattin Anna Maria Tochter des Thomas Kolff von Vettelhoven, das Schloss Schweppenburg zubrachte. Aus dieser Ehe stammen vier Kinder:
    1. Wilhelm von Metternich Herr zu Schweppenburg, verheirathet mit Rosina Burggräfin von Dohna.
    2. Maria Elisabeth von Metternich verh. mit Johann Diederich von und zu Holdinghausen.
    3. Maria Amelia von Metternich verh. mit Johann Albert von Loen zu Ahr, Rath und Menden.
    4. Margaretha von Metternich schritt als Wittwe von Kipshoven im J. 1659 zur zweiten Ehe mit Caspar von Bourtscheid zu Oberbüllesheim Herrn zu Burgbrohl.
          Wilhelm von Metternich ist um Neujahr 1663 kinderlos gestorben. Churfürst Maximilian Heinrich liess sogleich von dem ihm anheimgefallenen Mannlehen Besitz ergreifen, und das Haus Schweppenburg mit Soldaten besetzen. Da die Familie jedoch das Lehen an sich zu behalten wünschte, und zu einem Opfer sich bereitwillig erklärte, so ward Johann Albert von Loen im J. 1663 mit der einen Halbscheid belehnt „dergestalt da der zu der andern Halbscheidt mitbelehnter J. D. von Holdinghausen ohne Hinterlassung männlicher Leibs-Lehens-Erben ablebig würde, dass alsdann dessen Halbscheid ihm von Lohen und dessen männlichen Leibs-Lehens-Erben (jedoch vermittels Entrichtung einer Summe von 1000 Rthlr an die Holdingischen Allodial-Erben) zufallen solle.“ Die ganze Herrschaft mit ihren Appertinenzien haben dann die Gebrüder Johann Adam Diederich und Johann Werner von Loen im J. 1716 dem Hofrath Rudolph Adolph von Geyr verkauft, und wurde dieser am 27. October selbigen Jahrs vom Churfürst Joseph Clemens mit derselben belehnt.