Becheln

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Rheinland-Pfalz > Rhein-Lahn-Kreis > Verbandsgemeinde Bad Ems > Becheln

Einleitung

Allgemeine Information

Becheln 1939

1939

"379 Meter ü. d. M., auf der äußersten NW.-Ecke des Taunusgebirges auf der Höhe zwischen der Mündung der Lahn und dem Rhein gelegen, durch Seitentäler nach dem Rhein und Lahn geöffnet, darum milderes Klima als sonstige Orte von dieser Höhenlage, 563 Einwohner, Bauerndorf mit Arbeiterbevölkerung, die zur Arbeitsstelle nach Braubach und Bad Ems mit dem Omnibus fahren, wunderschöner Fernblick über den Rhein zum Hunsrück, Eifel und zum Siebengebirge. Volksschule mit zwei Lehrkräften, Schwesternstation, Kindergarten, Posthilfsstelle angeschlossen an Post Nassau a. d. Lahn, das Postauto erscheint zweimal am Tage, am Fernsprecher durch das Postamt Bad Ems angeschlossen, Bürgermeisteramt Bad Ems Nr. 256. Ortsgruppe der NSDAP in Buchen seit 1928. Becheln ist dem Amtsgericht Niederlahnstein zugewiesen.

Wirtschaftliches: Zwei Bäckerein, vier Kolonialwarenhandlungen, zwei Filialen Emser Metzger, zwei Gastwirtschaften.

Verkehrsgelegenheiten: Becheln war früher Bahnstation der nass. Kleinbahn Braubach-Nastätten, heute besteht Omnibusverkehr nach dem Rhein und Lahn (Braubach, Bad Ems, Friedrichssegen), die Omnibusse (privat) verkehren mehrmals am Tage nach den angeführten Orten. Außerdem zweimal am Tag Personenverkehr durch das Postauto, von Nassau kommend. Dorf ist verkehrstechnisch gut aufgeschlossen.

Geschichtliches: Becheln ist ein altgermanisches Bauerndorf aus frühgermanischer Zeit, es bestand schon vor der Zeitenwende. In nächster Nähe des Dorfes größere Gräberfelder aus der Hallstattzeit. Der römische Grenzwall (Pfahlgraben, Limes) läuft 200 Meter hinter dem Dorf vorbei und ist noch viele Kilometer weit gut erhalten. Ebenso sind an ihm noch Grundmauern von römischen Wachttürmen und römischen Siedlungen zu finden. Bei Becheln soll ein Erdkastell gestanden haben. Becheln wurde im Dreißigjährigen Krieg sehr mitgenommen. - Adelsgeschlechter hatten in Becheln größere Liegenschaften: v. Vollrats, Frhr. v. u. z. Stein, heute noch Graf Kanitz. - Mitten im Dorf, wahrscheinlich auf einer altgermanischen Thingstätte eine alte Barockkirche, die unter Denkmalschutz steht. Sie ist der Umbau einer alten Kapelle, die hier schon lange vor der Reformation stand. Am Dorfweiher "die Weth", steht eine über 1000 Jahre alte Gerichtslinde ebenfalls unter Denkmalschutz. - Becheln gehörte bis 1934 zum Unterlahnkreis, von da ab zum Kreis St. Goarshausen.

Sport: Schöner Turn- und Sportplatz, am Waldrand gelegen, vorhanden.

Spaziergänge: Nach Oberlahnsteiner Forsthaus, Frücht (Steins Gruft), Hohen Malberg (Bad Ems), Schweighausen (Erholungsheim), durch schöne Waldungen."

Quelle: Adreßbuch für den politischen Kreis St. Goarshausen 1939

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