Reetz (Belzig)/ Mühle

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Allgemeines

seit etwa 1575 stand in Reetz eine Windmühle (Brandtsche Hausbuch)
In der Zeit von 1575 - 1592 Windmühle
1620 kaufte sie Friedrich Brand von Lindau die Mühle vom damaligen Müller für 700 Gulden und verpachtete sie als Lohnmühle.
„diesse Molle habe ich gekaufft Ao 1620. han inn 700 fl. Bar geben vnd habe sih aufgeben Einem Moller vnndt gibet mier da von 5 w Lonn vnndt Mest Ein Schwein“. Der Lohnmüller gab mit seinen 5 Wispeln bedeutend mehr als der alte Erbmüller, dessen Leistung nur in 1 Wispel Roggen und 6 Scheffel Steinmehl bestanen hatte, außerdem konnte der Lohn jederzeit erhöht werden (Dorno Seite 74)
1627 Die Windmühle ist nur teilweise noch gut.
1764 1 Windmühle
Ein Blitzstrahl fuhr am Sonntag, den 30. Juni 1811, abends zwischen 6 und 7 Uhr in die Windmühle und verbrannte sie nebst zehn Wispel Roggen, die darauf lagerten.
1858 3 Getreidemühlen
30.06.1811 durch einen Blitz wurde die Windmühle entzündet, zwischen 18 - 19 Uhr, brannte sie ab. 1813 neu aufgebaut
Die Gutsherrschaft zu Mahlsdorf beabsichtigt, auf einem ihr gehörigen Ackerstück zwischen Reetz und Reetzerhütten eine Bockwindmühle zu erbauen. Alle diejenigen, welche dagegen Widersprüche erheben zu können glauben, haben solche binnen einer achtwöchigen präklusivischen Frist bei dem Unterzeichneten anzumelden und gehörig zu begründen.
Belzig, den 13. März 1838. Königl. Landrath Zauch - Belzigschen Kreises. von Tschirschky
In: Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und Berlin 1838
Bekanntmachung.
Der Tischlermeister Gottfried Heinrich, in Reetz, beabsichtigt auf der Reetzer Feldmark, auf einem zu diesem Behufe erworbenen, zwischen Reetz und Reetzerhütten, 46 Ruthen von der Straße belegenen Berg, eine Holländische Wind-SchneideMuhle zu erbauen.
Auf Autorisation der Königlichen Regierung und nach Vorschrift der Allgemeinen Gewerb-Ordnung vom 17. Januar 1845 § 29 wird dies Vorhaben hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwanige Einwendungen binnen vier Wochen präclusivischer Frist hier anzubringen sind.
Mahlsdorf, den 8. August 1848.
Die Polizei-Obrigkeit über Reetz.

Die Reetzer Müller

Da nicht immer eindeutig die Müller zu der jeweiligen Mühle zuzuordnen sind, werden die Müllerfamilien einzeln aufgeführt.

Müller Galle

°° 18.01.1850 Der Teerschweler und Eigentümer Friedrich Ernst Galle (28 J.) zu Reetzerhütten, Sohn des Mühlenbesitzers Friedrich Ernst Galle in Reetzerhütten, mit Friederike Elisabeth Maria Höltge geb. Busse, Tochter des Lehnhüfners und Gerichtsschulzen Johann Christian Busse (26 J.)
°° nach März 1851 Der Müller Friedrich Franz Galle (27 J.) aus Grubo, Sohn des Friedrich Galle in Reetzerhütten, mit Wilhelmine Voigtländer geb. Abenroth (28 J.) in Hundeluft, geschiedene EF. des Gastwirts Friedrich Voigtländer in Roßlau.
05. März 1864 (ZBKBL) Ein kräftiger junger Mensch, der Luft hat, Müller zu werden, kann in die Lehre treten beim Müllermeister Galle in Reetz.

Müller Böhland

Carl Gottlob Böhland
* 01.01.1820 in Wiesenburg als Sohn des Müllers Gottlob Böhland
°° 1844 Sophie Christiane Friederike Schulze (* 22.09.1823 in Mahlsdorf, + 13.08.1870, ± 15.08.1870), die Ehe wurde geschieden.In der II. Ehe war Sie mit dem Müller August Franz Kühne verheiratet.
Kinder
1845 Sophie
* 03.11.1850 (~ 14.11.1850) Henriette Marie, Tochter des Windmüllers Carl Böhland und der Friederike geb. Schulze in Reetz, + 25.03.1852, ± 28.03.1852
* 16.12.1851 (T. 26.12.) Auguste Louisa, Tochter des Windmüllers Carl Böhland und der Friederike geb. Schulze in Reetz, + 21.08.1852, ± 24.08.1852 TP. Müller Gottlob Böhland aus Wiesenburg.

Müller Lentz

* 19.04.1851 (T. 03.05) Friedrich Albert, Sohn des Gastwirts und Mühlenbesitzers Friedrich Letz in Reetz und der Friederike geb. Gensicke.
* 04.08.1852 (T. 10.08) Friedrich Bernhardt, Sohn des Gastwirts und Mühlenbesitzers Friedrich Letz in Reetz und der Friederike geb. Gensicke.

Müller Moritz

+ 18.03.1852 Johann Friedrich, Sohn des Windmüllers und Büdners Gottlieb Moritz in Reetz und der Friederika geb. Eilert. (Begr. 21.03.) 2 J. 6 M. 3 T. (Schlalach)
* 22.12.1852 (T. 02.01.1853) Gottlieb Friedrich, Sohn des Windmüllers und Büdners Gottlieb Moritz in Reetz und der Friederika geb. Eilert.

Müller Kelch

+ 19.05.1852 Sophie Johanne Christiane geb. Sauermilch, EF. des Mühlenbesitzers Friedrich Kelch in Reetzerhütten. (Begr. 22.05.) 49 J.

Müller Hermann

* 03.12.1853 (T. 21.12.) Friedrich Rudolph Hermann, Sohn des Mühlenbesitzers Rudolph Kuhlo in Reetz und der Friederika geb. Kelch.

Müller Heyn

°° nach Oktober 1854 Der Mühlenbesitzer Johann Heinrich Heyn (27 J.) in Reetz, Sohn des Krügergutbesitzers Gottfried Heyn in Zabel, mit Sophia Louise Lüdicke (22 J.) aus Neuhütten, Tochter des Handelsmann Gottlieb Lüdicke in Neuhütten.

Müller Kühne

August Franz Kühne
* 1833 als Sohn des Schulzen Johann Christian Kühne (* 06.08.1789, + 22.06.1851) und der Marie Elisabeth Lindau (* 05.09.1794, + 24.04.1870)
°° 26.12.1854 in Reetz mit Sophie Christian Friederike geschiedene Böhland geb. Schulze (31 J), Tochter des Büdners Peter Schulze in Reetz.
+ 1870
1885 - 86 Müller Gustav Kühne und Mühlenbesitzer Wilhelm Kühne
1897 Müllermeister Otto Kühne, 1933
Willi Kühne, Sohn des Müllers fiel am 24.12.1914 in Polen Buzura 25 Jahre
Vom 1. - 2. November 1906 brannte sie erneut ab

Müller Großkopf

  • Windmüller Großkopf kaufte daraufhin die aus dem Jahre 1871 stammende Windmühle in Nedlitz und ließ sie in Reetz neu aufbauen.

Sein Enkel ist Ernst Großkopf.

  • 1936 3 Müller, Otto Kühne, Ernst Großkopf und Richard Galle
  • 03.09.1914 Gustav Galle gefallen bei Flesquieres 33 Jahre
  • 1937, 100 m südlich, Zustand gut, in Betrieb, nur Windkraft. (Bockwindmühle)
  • 1937, 400 m nordwestlich, Zustand gut, in Betrieb, Zusatzmotor. (Bockwindmühle)
  • Ernst Großkopf vermisst 10.- 11.09 1945
  • 1940, von den drei Windmühlen die Reetz früher besessen hat sind nur noch zwei in Betrieb.
  • 1953 Lisa Großkopf
  • Moritz'sche Mühle seit 1700 auf dem Mühlberg eine Bockwindmühle, befindet sich seit bereits zwei Generationen im Besitz der Familie Großkopf. Wurde bis 1952 betrieben. In der Nacht vom 11. zum 12. Juni 1963 brannte die Windmühle ab und wurde nicht wieder aufgebaut.