GEDCOM/FAMC-Tag

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Inhaltsverzeichnis


Name und Bedeutung

Tag

FAMC

Formelle Bezeichnung

FAMILY_CHILD

Deutsche Bezeichnung

Kind einer Familie

Verwendung

Familie, in der diese Person als Kind erscheint

Formale Beschreibung zulässiger Werte

Aussagen des GEDCOM Standards 5.5.1

Der GEDCOM-Standard sieht folgende Struktur für die Beschreibung der Eltern-Kind-Beziehung vor, die im Personendatensatz des Kindes hinterlegt wird:

CHILD_TO_FAMILY_LINK:=
n FAMC @<XREF:FAM>@ {1:1}
+1 PEDI <PEDIGREE_LINKAGE_TYPE> {0:1}
+1 STAT <CHILD_LINKAGE_STATUS> {0:1}
+1 <<NOTE_STRUCTURE>> {0:M}

mit folgenden Erläuterungen:

PEDIGREE_LINKAGE_TYPE:= {Size=5:7} [ adopted | birth | foster | sealing ]

Ein Code, der die Art der Beziehung eines Kindes zu seiner elterlichen Familie angibt, wobei:

adopted = zeigt Adoptiveltern an.

birth = zeigt biologische Eltern an

foster = zeigt an, dass das Kind in einer Pflegefamilie oder Vormundschaft war.

sealing = zeigt an, dass das Kind an andere als seine leibliche Eltern gesiegelt wurde


CHILD_LINKAGE_STATUS:= {Size=1:15} [ challenged | disproven | proven ]

(Status der Kind-Verbindung) Ein Statuscode, der die Meinung des Anwenders über den Status einer Kind-zu-Familie Verbindung widerspiegelt.

challenged = Die Verbindung zu diesem Kind ist fragwürdig, wurde jedoch weder bewiesen, noch widerlegt.

disproven = Es gab die Behauptung durch einige, dass dieses Kind zu der Familie gehört, das Gegenteil wurde jedoch bewiesen.

proven = Es gab die Behauptung durch einige, dass dieses Kind nicht zu der Familie gehörte, die Verbindung wurde jedoch bewiesen.

Vereinbarungen zu FAMC

Die Vereinbarungen wurden aus der Diskussion der Gedcom-L heraus entwickelt und durch Abstimmung unter den an der Gedcom-L beteiligten Programmautoren entschieden.

F1 Kind-Eltern-Beziehung

Die Kind-Eltern-Beziehung wird sowohl durch die Angabe mit CHIL im Familiendatensatz als auch durch die Angabe in FAMC im Personendatensatz hergestellt. Weitere Erläuterungen, insbesondere zur Art dieser Beziehung, erfolgen ausschließlich im Personendatensatz mittels der Kennzeichen PEDI, STAT und der Bemerkungsstruktur. PEDI und STAT dürfen nur genau die im GEDCOM-Standard angegebenen Werte einnehmen:

  • PEDI := [ adopted | birth | foster | sealing ]
  • STAT := [ challenged | disproven | proven ]

F2 Umgang mit PEDI

Die Einstufung einer Kind-Eltern-Beziehung in die durch PEDI möglichen Ausprägungen darf nur der Anwender vornehmen. Es ist nicht zulässig, eine vom Anwender nicht erfolgte PEDI Angabe beim Export durch die Angabe

  • 2 PEDI birth

zu ersetzen, auch wenn dies in den meisten Fällen die Zuordnung richtig beschreiben würde.

Behandlung/Darstellung schwieriger Situationen

Diskussionsstand in der Arbeitsgruppe der Programmautoren

Beispiel für Darstellung einer Adoption

Die Nutzung der Kennzeichen zur Beschreibung der Beziehungen eines Kindes zur Elternfamilie wurde in der Liste mit folgendem Beispiel vorgestellt:

0 @I1@ INDI
1 NAME Max /Mustermann/
2 GIVN Max
2 SURN Mustermann
1 NAME Werner /Schmidt/
2 GIVN Werner
2 SURN Schmidt
2 TYPE birth
1 SEX M
1 BIRT 
2 DATE 15 OCT 1898
2 PLAC Musterdorf
1 FAMC @F1@
2 PEDI adopted
1 FAMC @F2@
2 PEDI birth
1 ADOP 
2 DATE 18 MAR 1899
2 PLAC Musterstadt
0 @I2@ INDI
1 NAME Rolf /Mustermann/
2 GIVN Rolf
2 SURN Mustermann
1 SEX M
1 FAMS @F1@
0 @I3@ INDI
1 NAME Renate /Musterfrau/
2 GIVN Renate
2 SURN Musterfrau
1 SEX F
1 FAMS @F1@
0 @I4@ INDI
1 NAME Frida /Schmidt/
2 GIVN Frida
2 SURN Schmidt
1 SEX F
1 FAMS @F2@
0 @F1@ FAM
1 HUSB @I2@
1 WIFE @I3@
1 CHIL @I1@
1 MARR 
2 DATE 17 MAY 1890
2 PLAC Musterstadt
0 @F2@ FAM
1 WIFE @I4@
1 CHIL @I1@
1 NOTE nicht verheiratet

Abweichungen vom Standard bei der Verwendung

Persönliche Werkzeuge
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