Wilkieten

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Hierarchie

Regional > Litauen > Wilkieten

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Wilkieten

Ortseingang von Wilkieten (Bild: Ingrid Rehling 2012)


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Ansichtskarte von Wilkieten
Der Neubacher Hof in Wilkieten im Winter: Im linken Gebäude war der Versammlungsraum der Babtistengemeinde und die Wohnung von Emmo Knoop (Schwester von Maria Anna Arndt, geb. Neubacher aus Sakuten), rechts das Wirtschaftsgebäude, geradeaus das Wohnhaus.

Wilkieten, Kreis Memel, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Südöstlicher Teil von Wilkieten: 1678 Peter Kiek, 1785 Wilkitten, Wilkyten oder Kiecken Peter oder Kycken Peter, Kicken Peter, oder Kiecken (Wilkieten)
Mittlerer Teil von Wilkieten: Wirballen Kiaup, Kaup Schirwoll
Östlicher und westlicher Teil von Wilkieten: Ruteln, Raitell Jacob, Reiteln Jacob, Jacob Raitter, Jacob Rewter


Namensdeutung

Kikas, die prußische Haube


Der Name Kiek kann sich auf Tannen beziehen, dürfte aber ein Spitzname für Peter sein, der wohl einen auffälligen Haarschopf hatte. Der Alternativname Wilkieten ist ein zärtlicher Tier-Kosename.

  • prußisch "kikas, kixst" = Kapuze, Haube (die traditionelle Frauenhaube)
  • "kikilis" = Hänfling (der hat einen abstehenden Schopf am Hinterkopf)
  • nehrungs-kurisch "kiekužes" = Tannenzapfen
  • litauisch "vilkytis" = Wölfchen, kleiner Wolf


Allgemeine Information

1820:
Wilkyten als ein gemeinschaftlicher Name von 4 Ortschaften (Kieken Peter, Pangieren Andres, Reiteln Jacob und Wirballen Kiaup) gehörte zum Kreis Memel - Regierungsbezirk Königsberg - und ist als 342. von insgesamt 349 Ortschaften in der unten angezeigten Quelle aufgeführt. Der Ort wird als "Bauer- und Erbfrei-Dorf" bezeichnet mit 32 "Feuerstellen" und 175 "Seelen". Wilkyten gehörte zum Königlichem Amt Prökuls. [3]

Politische Einteilung

1939 ist Wilkieten eine Gemeinde mit den Dörfern Pangirren (Gutsbezirk) und Wilkieten.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Wilkieten gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Prökuls.

Katholische Kirche

Wilkieten gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhof

Der Friedhof in Wilkieten weist noch einige Grabsteine aus deutscher Zeit oder einige Steine nach 1945 mit memelländischen Familiennamen auf.

Die Photographien stammen von Hartmut Toleikis aus dem Jahre 2005.

Die folgenden Fotos wurden aufgenommen von G. Pietsch im Jahre 2000:

Standesamt

Wilkieten gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten und 1907 zum Standesamt Prökuls.
Wann die Zugehörigkeit sich wechselte, ist noch nicht bestimmt.


Bewohner


Fotos

Höfe

Hof Pietsch, vormals Arndt

Hof Pietsch, vormals Arndt, vor dem 2. Weltkrieg.
Im linken Gebäude befand sich die Polizeistation.
Etwas 40 m rechts des Hofes lag die Straße in Richtung Bahnhof.
Eine Aufnahme des Hofes aus dem Jahr 1998 (Günther Pietsch)

Kaufmann Feldkeller, Bahnhof und Mühle

Ehemals Kaufmann Feldkeller - im Hintergrund hinter dem Schuppen der Bahnhof von Wilkieten (2005)
Ehemals Kaufmann Feldkeller - im Hintergrund die Mühle (2005)
Feldkeller (neuere Aufnahme)


Verschiedenes

Karten

Kieken Peter zu Willkieten auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe Mitte Willkitten auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000


Wilkieten im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Wilkieten und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Wilkieten im Messtischblatt 0494 Wilkieten (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung WILTENKO05QM
Name
  • Wilkieten Quelle Wohnplatz 21.200 (deu)
  • Vilkyčiai (1923) Quelle Seite 1089 (lit)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • nima:-2620652
  • geonames:593127
Karte
   

TK25: 494

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Wilkieten, Vilkyčiai ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Prökuls I (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.160/161

Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Memel, Klaipėda (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.160/161


Quellen

  1. Taufbuch Prökuls
  2. Michel-Katalog Deutschland-Spezial 2014 - Band 1: 1849 bis April 1945
  3. Sonderschrift Nr. 43 des VffOW - 1979
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