Wien/Geschichte
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[bearbeiten] Geschichte Wiens
Vermutlich ab der illyrischen Epoche (vor 500 v. Chr.), spätestens aber ab der Römerzeit als ‚Vindobona’ besiedelt ( dieser Name ist keltisch und bedeutet ‚weiße Häuser’) gab es auch während der dunklen Zeit der Völkerwanderung Siedlungskontinuität.
Der heutige Name entwickelte sich vom keltischen Wort ‚Vedunia’, also ‚Waldbach’ oder ‚Holzbach’ für den kleinen Fluß Wien, über Wenia, dann Wienne und Vienne zu Wien.
Ab 1365 gibt es eine Universität. Um 1400 lebten hier bereits ca. 20.000 Einwohner,
Schon am Beginn des Spätmittelalters und dann von 1440/1452 bis zum Ende 1806 war Wien meistens die Residenzstadt der Römischen Könige und Kaiser, das waren in dieser Zeit fast durchgehend Habsburger.
1469 wird Wien zum Bischofssitz.
1485 wird Wien vom Ungarnkönig Corvinius kampflos eingenommen.
1500 waren es bereits rund 50.000 plus 10.000 in den Vorstädten.
1. Türkenbelagerung 1529
Um 1600 war Wien (nach Köln) die zweitgrößte Stadt des damals noch gewaltig großen Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Nach dem 30jährigen Krieg, so um 1650, war Wien unangefochten die größte Stadt im Reich und sollte es bis zu dessen Ende bleiben.
2. Türkenbelagerung 1683
Von 1804 – 1918 war Wien Reichshaupt- und Residenzstadt des Kaiserreiches Österreich, flächenmäßig der zweitgrößte Staat Europas.
1910 hatte Wien 2.083.630 Einwohner und war nach London, Paris und Berlin die viertgrößte Stadt Europas und die sechstgrößte der Welt.
Heute haben Städten wie Budapest, Rom, Madrid, Hamburg und Moskau Wien einwohnermäßig überflügelt, aber trotzdem ist es noch deutlich größer als Prag, München, Köln, Mailand, Neapel oder Florenz.
Diese über Jahrhunderte dominierende Stellung hat immer auch Scharen von Einwanderern angelockt, die sich hier ein besseres Leben erhofft haben.
Nach der frühmittelalterlichen Völkerwanderung kamen die Einwanderer vor allem aus Bayern und Franken, nach der Reformation bis etwa 1800 vor allem aus den katholischen Teilen Süddeutschlands und des Rheinlandes, danach vor allem aus Böhmen, Mähren und Österreichisch Schlesien, ab etwa 1850 auch viele Juden aus Galizien und Ungarn.
Seit ca. 1965 kommen die Einwanderer vor allem vom Balkan (Ex-Jugoslawien) und aus der Türkei.
Natürlich gab es auch zahlreiche Aus- und Durchwanderer aus halb Europa, die in die ganze übrige Welt zogen.
Immer gab es auch einen Zustrom von Flüchtlingen, von deren viele geblieben und zu Wienern geworden sind.
Salopp gesprochen hat also die halbe Welt verwandtschaftliche Beziehungen zu Wien und zahlreiche Familienforscher rund um den Erdball suchen in den Wiener Archiven nach Daten und Fakten.
