Weglehner (Familienname)

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Bedeutung

Der Familienname WEGLEHNER bezieht sich eindeutig auf diese zwei Bauernhöfe, welche zur Ortschaft Lamm[1] gehören.

Varianten des Namens

  • Weglehner (1382)
  • Weglöhner
  • Wegkländer

Geographische Verteilung

Relativ Absolut
relative Namensverteilung
Weglehner (im Jahr 2002 insgesamt 55 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 10 Vorkommen pro Mio,
bis 30 Vorkommen pro Mio,
bis 60 Vorkommen pro Mio,
bis 90 Vorkommen pro Mio,
bis 120 Vorkommen pro Mio,
mehr als 120 Vorkommen pro Mio
absolute Namensverteilung
Weglehner (im Jahr 2002 insgesamt 55 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 1 Vorkommen,
bis 5 Vorkommen,
bis 10 Vorkommen,
bis 15 Vorkommen,
bis 20 Vorkommen,
mehr als 20 Vorkommen

Bekannte Namensträger

Sonstige Personen

  • David Weglöhner (1601–1652), Ländler und Köbler zu Reinwarzhofen
  • Hans Adam Weglöhner (1685–1764), Bandenb. Bauer und Gerichtsverwandter zu Thalmässing
  • Thomas Weglöhner (1710–1731), Köbler zu Reinwarzhofen
  • Johann Adam Weglöhner (* 1714 Reinwarzhofen), Köbler zu Dannhausen

Geschichte

Die Familie Weglehner gehört zum Bauernstand und stammt aus dem Ländlein ob der Enns in Oberösterreich. Ihres evangelischen Glauberns wegen durch die Gegenreformation[4] aus ihrer Heimat vertrieben, wanderten die WEGLEHNER als sogenannte Exulanten um 1640 in südöstlichen Teile Mittelfrankens ein.

Im evangelisch-lutherischer Dekanat Thalmässing wurden sie hauptsächlich ansässig. Der älteste Exulant WEGLEHNER wird am 22. Oktober 1640 als Bauer zu Ruppmannsburg genannt.

Auch der Name weist auf österreichische Abstammung hin. die erste Hälfte des zusammergesetzten Wortes ist ortsbestimmend, die zweite ist begriffbestimmend: "-lehner" bezeichnet den Inhaber eines Gutes, mit welchem er oder einer seiner Vorfahren urspünglich "belehnt" worden war, während "Weg-" andeutet, dass dieses Gut an einem Wege lag.

Die Schreibweise wechselt; neben der gebräuchlichen Form WEGLEHNER finden sich WEGLÖHNER und WEGKLÄNDER.

Der Hof zu Ruppmannsburg befindet sich noch heute im Besitz direkter Nachkommen jenes erstgenannten WEGLEHNER. Bei ihnen hat sich die Erinnerung an ihre Heimat im Ländlein ob der Enns lebendig erhalten. Stammvater des Geschlechts ist August Weglehner, der am 20. März 1382 in der Kreisstadt Wels an der Traun[2] geboren, Sekretär des römisch-deutschen Königs[5] Albrecht II.[3] war.

Auf einer Karte des Erzherzogstums Oberösterreich[6] aus dem Jahr 1857 sind zwei Bauernhöfe Ober- und Unter-Weglehnen eingezeichnet, welche zur Ortschaft Lamm, 4 km nordwestlich Neumarkt im Mühlkreis gehören. Neumarkt liegt 20 km nordöstlich von Linz.

Zweifelsfrei sind diese Höfe die Heimat der Ruppmannsburger WEGLEHNER.

Ausser den Weglehnern der Hauptlinie auf Ruppmannsburg und deren Verzweigungen findet sich in Reinwarzhofen eine Nebenlinie, die sich dort bis auf den heutigen Tag erhalten hat.[7]

Siehe auch

Exulanten in Franken

Anmerkungen

  1. 1125 wird die Ortschaft Lamm erstmals in einer lateinischen Urkunde erwähnt: predium wolfgangi et ekkerici loma. Um 1230 wird in einem Urbar verzeichnet: In Lome, In Loem, Weigmanus de Loem, Wigmannus in Lom. Der Ortsname stammt vom slawischen lomb (Bruch, Steinbruch).
  2. 2,0 2,1 Artikel Traun (Donau). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  3. 3,0 3,1 Artikel Albrecht II. (HRR). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  4. Artikel Gegenreformation. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  5. Artikel Römisch-deutscher König. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  6. Artikel Erzherzogtum Österreich. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  7. Chronik der Familie Weglehner

Literaturhinweise

Daten aus FOKO

In der Datenbank FOKO finden Sie zum Beispiel folgende Einträge zum Familiennamen Weglehner:

  1. Weglehner, evangelisch, zwischen 1737 und 1783 in Eysölden, Mittelfranken
  2. Weglehner, evangelisch, zwischen 1673 und 1732 in Reinwarzhofen, Mittelfranken
  3. Weglehner, evangelisch, zwischen 1641 und 1712 in Ruppmannsburg, Mittelfranken
  4. Weglehner, evangelisch, zwischen 1591 und 1673 in Weglehen b.Neumarkt, Oberösterreich
  5. Weglehner, evangelisch, zwischen 1890 und 1890 in Fünfbronn b.Simmersfeld, Baden-Württemberg
  6. Weglehner, evangelisch, zwischen 1690 und 1690 in Stetten b.Frankenhardt, Baden-Württemberg
  7. Weglehner, evangelisch, zwischen 1890 und 1890 in Fünfbronn b.Simmersfeld, Baden-Württemberg
  8. Weglehner, evangelisch, 1708 und später in Trommetsheim, Mittelfranken
  9. Weglehner, evangelisch, 1890 und später in Fünfbronn, Mittelfranken
  10. Weglehner, evangelisch, zwischen 1702 und 1708 in Trommetsheim, Mittelfranken
  11. Weglehner, evangelisch, zwischen 1591 und 1673 in Weglehen b.Neumarkt, Oberösterreich
  12. Weglehner, evangelisch, 1637 und später in Lamm b.Neumarkt OÖ, Oberösterreich
  13. Weglehner, evangelisch, zwischen 1591 und 1673 in Weglehen b.Neumarkt, Oberösterreich
  14. Weglehner, evangelisch, 1690 und später in Stetten, Mittelfranken
  15. Weglehner, evangelisch, zwischen 1673 und 1732 in Reinwarzhofen, Mittelfranken
  16. Weglehner, evangelisch, 1710 und später in Bergen, Mittelfranken
  17. Weglehner, evangelisch, zwischen 1641 und 1674 in Ruppmannsburg, Mittelfranken
  18. Weglehner, evangelisch, zwischen 1641 und 1712 in Ruppmannsburg, Mittelfranken
  19. Weglehner, evangelisch, 1672 und später in Bergen, Mittelfranken
  20. Weglehner, evangelisch, 1672 und später in Bergen, Mittelfranken

Weitere Einträge und andere Schreibweisen können Sie hier abfragen: http://foko.genealogy.net

Daten aus der Totenzettelsammlung

In unserer Totenzetteldatenbank findet man u. U. auch Einträge zum Familiennamen Weglehner.

Daten aus GedBas

Metasuche

zum Familiennamen: Weglehner

Karten

BayernAtlas

Weblinks

Familienforscher

DETLEF BAYER

Persönliche Werkzeuge