Verkehr
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Inhaltsverzeichnis |
Einleitung
Kurfürstentümer, Herzogtümer, Grafschaften, Erzstifte, Hochstifte, Abteien, Reichsstädte und Reichsdörfer, Reichsfürsten und Reichsritter — dies waren vor dem Reichsdeputationshauptschluss (25.02.1803) und im Mittelalter unübersehbar verwickelte territoriale Verhältnisse, mit unzähligen großen und kleinen Herrschaften, im weit über die heutigen Grenzen ausgreifenden alten Deutschen Reich HRR. In jeder dieser unzähligen Ländchen und Gebiete wurde nach unterschiedlichsten Kritererien (und zeitlichen Gesichtspunkten) Verkehrspolitik betrieben oder unterlassen. Von früh an bekannt waren im Heiligen Römisches Reich Deutscher Nation die uralten Heerwege, Handels- und Fernverkehrswege.
Wegeregal
Der Verkehr auf den Land- und Wasserstraßen ist -insbesondere der Postverkehr- frühzeitig in den meisten Territorien zum Regal erklärt worden.
Es wurden zeitlich lokale Brücken- und Wegegelder erhoben die nicht der Verbesserung der Wege und Brücken dienten, sonder der Vermehrung des Einnahmen der Erheber. Im 18. Jahrhundert kennen wir allerdings bereits Wegeordnungen (wie z.B. für die Chaussee von Meinerzhagen zur kölnischen Grenze) eingeschlossen die Benutzungsgebühren und Bußgelder. Im 17. und 18. Jahrhundert kennen wir ordnungspolitische Ansätze in den einzelnen Territorien zur Verbesserung der Wegeunterhaltung der Land- und Wasserstraßen (Uferbefestigungen, Flussbegradigungen, Befestigung der Treidelpfade).
Diese Verkehrswege waren zur Durchführung eines geordneten Verkehrs für die unterschiedlichsten Verkehrsteilnehmern oder –mitteln zwischen den anzustrebenden Orten angelegt. In Deutschland waren es einige westdeutsche Territorien, welche seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts den Chausseebau (insbesondere Brandengurg-Preussen) förderten und auch den Kanalbau (Kanäle verbinden über Havel und Spree die Elbe mit der Oder) seit dem Großen Kurfürsten von Staats wegen betrieben.
Postwege
- <1802 Häufiger erfogten in preußischen Grafschaften (z.B. Kleve, Mark, Ravensberg) Bitten lokaler Postmeister um Ausräumung von Entwässerungsgräben entlang der Postwege, wobei sie sich durchaus erboten, die Hälfte der Mannschaft dabei zu stellen.
- 1730 Königlich-preußische Anordnung zur Reparatur der Brücke, des Dammes (Postweg) und der Poststation bei Hellinghausen wegen Hochwasserschäden.
Freies Geleit
In manchen Fällen war lokal eine zusätzliche Absicherung des Postverkehrs erforderlich:
- 28.01.1785 Attest der Schöffen der Stadt Geldern für freies Geleit bei der Postbeförderung für den Postexpediteur zu Köln, Martinus Haugh.
Verordnungen zur Besserung von Wegen
Zahlreiche Verordnungen in allen Territorien über Hand- und Spanndienste zur Besserung lassen seit dem Mittelalter deren laufende Notwendigkeit erkennen. Diese Aufgabe übernahm der moderne Staat im Straßenbau.
Transportaufgaben
Im Wesentlichen ging es aber um den Transport, also um Ortsveränderungen oder auch Beförderungen und zwar von
- Personen
- Sachgütern (auch Briefe und Botschaften)
- Nachrichten (Telegraf, Telefon ab 19. Jahrhundert)
Verkehrsmittel
Neben der Nutzung der Verkehrswege duch Fußgänger wurden im Laufe der Zeit weitere Verkehrstechniken entwickelt oder verbessert wie Reittechnik, Landfahrtechnik (diese sowohl vierrädrig oder zweirädrig), Zugkraft (Tiere – Dampfmaschine – Elektromotoren), Schifffahrtstechnik, Flugtechnik...
Verkehrsordnungen
Der Ordnung im Verkehr diente die Schaffung von Verkehrseinrichtungen durch Bereitstellung von Verkehrsmitteln.
Wegelagerbuch
Seit Einrichtung der preussischen Provinzen im Rheinland und in Westfalen kennen wir das Wegelagerbuch, zur Erfassung aller Strassen und Wege in einer Kommune. Hier erfolgte die Zusammenstellung von Straßen- u. Wegebau-Angelegenheiten in einer Verwaltung zu den Themen: Wegesachen (Verfügungen betr. Wegebau Naturaldienste und Straßen.
