Mikrofilm

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Mikrofilm ist die Bezeichnung für die analoge Reproduktion von Dokumenten auf Filmmaterial. Im Gegensatz zum Microfiche (Mikroplanfilm) versteht man darunter meist Film auf Spulen in 35 mm Breite (seltener 16 mm).

Die Verfilmung von Archivalien ist eine verbreitete Methode der Sicherung (Sicherungsverfilmung) sowie zur Schonung der Originale (z.B. bei Zeitungsbeständen). Zeitungsbestände, seltenere Zeitschriften oder Dissertationen, die nur in wenigen Exemplaren vorliegen, werden in Bibliotheken und im Rahmen der Fernleihe oft nur als Mikrofilm vorgelegt.

Zum Lesen von Mikrofilmen sind entsprechende Lesegeräte (Reader) erforderlich. Oft ermöglichen diese auch den Ausdruck der aktuellen Bildschirmseite in Form einer Kopie (Reader/Printer). Neuere Geräte erlauben auch das Scannen und digitale Abspeichern der aktuellen Bildschirmseite in digitaler Form. Eine Alternative stellt, falls im jeweiligen Archiv bzw. in der jeweiligen Bibliothek erlaubt, das Abfotografieren des Bildschirms mit der Digitalkamera dar.

Viele Archive bieten die Möglichkeit, aus ihren Archivalien seitenweise Reproduktionen auf Microfilm zu erstellen. Dies ist in manchen Fällen die einzig zulässige Methode, Archivalien reproduzieren zu lassen, weil diese durch Fotokopieren beschädigt werden könnte. In anderen Fällen kann es für den Benutzer kostengünstiger sein als Fotokopien. Nachteile für den Benutzer sind jedoch:

  • Die Bearbeitung dauert mindestens einige Tage, manchmal wegen Personalengpässen auch Wochen.
  • Der Benutzer benötigt ein entsprechendes Lesegerät oder eine Möglichkeit, die Filmaufnahmen wieder zu vergrößern.
  • Häufig wird ein Grundpreis unabhängig von der Zahl der Bilder oder ein Mindestbestellwert verlangt, so dass der Preis vergleichsweise hoch ist, wenn der Benutzer nur wenige Seiten benötigt.

Da das Kopieren einmal erstellter Microfilme relativ preiswert ist, bieten manche Archive das Duplizieren bereits vom Archiv erstellter Microfilme für den Benutzer zu relativ günstigen Preisen an. Dies lohnt sich meist jedoch nur, wenn ganze Filme oder zumindest eine größere Zahl fortlaufender Seiten kopiert werden.

Mikrofilme von Kirchenbüchern wurden vielfach von den Mormonen erstellt und können in deren Genealogischen Forschungsstellen eingesehen werden.

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