Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/220

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Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug
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- 220. -


erschallte nun von dem verzweiflungsvollen Geschrei der Zurückgebliebenen; die einen stürzten sich in das Wasser, um über den Fluß zu schwimmen, andere suchten über das schwache Eis oberhalb der Brücke zu gehen, brachen aber ein; die meißten aber, namentlich die Verwundeten und Kranken, sezten sich ergeben in ihr Schicksal nieder, den Schnee mit starren Blicken betrachtend, der bald ihr Grab werden sollte. –

Die Kosaken erschienen um neun Uhr und bemächtigten sich, neben ungefähr 5,000 dieser Unglücklichen beider Geschlechter, einer ungeheuern Beute,*) unter welcher sich auch die sogenannten von Moskau mitgenommenen Trophäen befanden.**)

Napoleon war mit der Garde am 29.ten in der Früh nach Kamen aufgebrochen. Ney hatte die Nachhut und ließ die über die Gaina führenden Brücken


*) Bourtourlin, 2r Band, Seite 385.

**) Chambray, 2r Band, Seite 372. gibt an, daß die Trophäen erst bei Wilna verloren gegangen seyen.

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