Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/191
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| Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug | |
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Am 16.ten schien endlich
Kutusow aus seiner unbegreiflichen Unthätigkeit erwachen zu
wollen, indem er sich mit seiner ganzen Armee vor
Krasnoy zeigte.
Napoleon fühlte wohl das Kritische seiner Lage und die
Nothwendigkeit sich so schnell als möglich zurückzuziehen. In
diesem Falle wären aber die Corps von
Eugen,
Davoust und
Ney verloren gewesen; er beschloß daher, einestheils auf die
Unentschlossenheit und Furchtsamkeit seines Gegners rechnend,
anderntheils auf sein Glück vertrauend, das Städtchen nur gezwungen
zu verlassen und mit seiner
Garde dem fünfmal stärkern Feinde die Stirne zu bieten, der ihn
jeden Augenblick umzingeln und zernichten konnte.
Eugen war am 15.ten von Smolensk abmarschirt und wurde am 16.ten gegen Abend eine Stunde von Krasnoy durch Miloradowitsch angegriffen. Die Unentschlossenheit der Rußen und die Nacht retteten ihn vom gänzlichen Untergange; er war aber von Krasnoy abgeschnitten und hatte kein anderes Mittel diese Stadt zu erreichen, als rechts in einem Bogen den Feind zu umgehen, was
