Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/061
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| Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug | |
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seinen geschichtlichen Erinnerungen von Wichtigkeit. In den frühern
Kämpfen zwischen Rußland und Polen wurde es als der Schlüßel zum
Innern Rußlands und als die Vormauer
Moskaus betrachtet, und von den Rußen die heilige Stadt
genannt. Dieselbe ist auf beiden Seiten des
Dniepers an den Abhängen von Hügeln erbaut, welche ein ziemlich
enges Thal bilden. Der ältere, auf dem linken Ufer gelegene, Theil
wurde durch den
Czar Boris Godunow auf tatarische Weise befestigt. Eine
25 Fuß hohe sehr dicke, mit fünf eingeschnittenen
Creneaux versehene, weiß übertünchte Mauer, durch 29 Thürme
vertheidigt, umgab diesen Theil der Stadt. Auf der westlichen
Seite, auf dem höchsten Punkt, lag eine kleine
Citadelle und das Ganze war mit einem schlecht unterhaltenen
Graben und bedeckten Weg umfaßt. Von den drei Thoren befanden sich
zwei auf der Landseite und das dritte führte nach dem Fluß,
zwischen welchem und der Stadtmauer ein breiter
Quai hinlief. Vor dem Hauptthore
Malakhofskia lag eine große Vorstadt, in welcher sich die von
Krasnoi
