Mankuslauken

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
(Weitergeleitet von Stenzel Aurit)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Diese Seite gehört zum Portal Memelland und wird betreut vom OFB-Team Memelland.
Bitte beachten Sie auch unsere Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland

Hierarchie Regional > Litauen > Mankuslauken
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Mankuslauken

Ansichten aus Mankuslauken 2021 ©KestucioZ.Fotografija



Einleitung

Ansicht aus Mankuslauken (2010)

Mankuslauken, Kreis Heydekrug, Ostpreußen.


Name

Andere Namen und Schreibweisen


Namensdeutung

Der Beiname Mankus beschreibt eine intelligente Person. Der Alternativname Mankoslaucken sagt aus, dass es der Hof des Mankus ist. Der Beiname Auritt sagt, dass zu dem Anwesen ein Gewässer gehört.

  • prußisch "manika" = der Aufmerksame
  • litauisch "mankus" im Sinne von "maslus" = nachdenkend, überlegt, leicht fassend, klug, geistreich, witzig, intelligent
  • prußisch „uras, urs, vuras, wurs“ = Teich, Weiher


Allgemeine Information

  • 1785 Königliches Bauerdorf, 1919 Landgemeinde[7]
  • Mehrere kleine Höfe, 14 km südöstlich von Heydekrug, gegründet vor 1540[8]


Die Bilder geben einen kleinen Eindruck vom heutigen Mankuslauken wieder.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt


Politische Einteilung

1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Auritten; Die neue Gemeinde ist gebildet worden aus den bisherigen Gemeinden: Mankuslauken, Neusaß Sköries und Woitkaten. [9]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Mankuslauken gehörte 1912 zum Kirchspiel Wieszen, vor 1857 aber zum Kirchspiel Werden.

Katholische Kirche

Mankuslauken gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Szibben.

Friedhof

Lage

Lage des Friedhofs in Mankuslauken im Messtischblatt


Fotos

Der Friedhof von Mankuslauken ist zugänglich, aber verwildert. Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt. (Stand August 2010)


Hans und Annelie Stöllger haben sich die Zeit genommen, eines der Gräber etwas freizulegen.
Die Bilder kommentieren diese Arbeit von selbst. Die Bilder wurden im September 2010 aufgenommen.


Diese Fotos wurden im März 2021 von Kestutis Zdanevicius gemacht und freundlicherweise von ihm zur Verfügung gestellt.

Standesamt

Mankuslauken gehörte 1907 zum Standesamt Wieszen.


Bewohner

  • Bewohner in Mankuslauken
  • 1791/92: Amts Heydekrug, Consignation von denen Decimenten, Pro anno 1791/92, Seite 66 Stentzel Auritt [1]
  • 1832/33: Consignation der Schule zu Paszieszen (Paschieschen), Mankauslauken/Stenzel Aurit Seite 42 und 43 [2]


Schule

Mankuslauken hatte eine Schule, die laut dem vermutlichen Grundstein 1885 erbaut worden ist. Der Zustand 2021 ist bedauernswert; sie scheint dem Verfall heimgegeben zu sein.

2021 ©KestucioZ.Fotografija
2021 ©KestucioZ.Fotografija
2021 ©KestucioZ.Fotografija
Eingangstreppe 2021 ©KestucioZ.Fotografija
Stein im Sockel 2021 ©KestucioZ.Fotografija
Grundstein? 2021 ©KestucioZ.Fotografija

Die Inschrift im Sockelstein des mittleren Bildes lautet: "Čia ilsisi jil jusu", was soviel bedeutet wie "Hier ruhen sie sich aus". So ist davon auszugehen, dass dieser Stein einstmals auf einem Friedhof gestanden hat.


Verschiedenes

Memeler Dampfboot

  • 11. Dezember 1933: Am Freitag brannte das Wohnhaus des Besitzers Beyer bis auf die Grundmauern nieder. Die auf dem Boden befindlichen Sachen sowie das Getreide ist mitverbrannt.


Karten

Mankauslaucken auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000


Mankuslauken im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Mankuslauken und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Mankuslauken im Messtischblatt 0695 Gaidellen, 0696 Wersmeninken, 0795 Uszlöknen, 0796 Coadjuthen, (1912-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Request failed!

Quellen

  1. Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
  2. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  3. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  4. Werden Taufenbuch 1710-1728
  5. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  6. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  7. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  8. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  9. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm