Spork (Bocholt)
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Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Name
Die Kampsiedlung wurde nach mutmaßlich vorkommendem Faulbaumbusch- oder Wacholdergehölz genannt.
[bearbeiten] Ersterwähnung
Erste urkundliche Nennung „Sporklo" ist aus dem Jahre 1188 datiert.
[bearbeiten] Siedlung
Überwiegend agrarische Flächennutzung kennzeichnet auch um 2000 noch die im Westen Bocholts liegende Bauerschaft Spork,
[bearbeiten] Lehngüter
Mit dem 1379 belegten, ehemals adeligen Haus Emsing nördlich der Dinxperloer Straße wies Spork eines der ältesten münsterischen und zeitweilig Gemener Lehngüter auf. Dieses u. a. im Besitz des bischöflichen Obristen Hermann Josef von Post befindliche Gut, dessen jüngste Bausubstanz aus dem 16. Jh. datiert, wurde 1968 wegen Baufälligkeit eingeäschert und abgetragen.
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Provinz Westfalen: Landtagsfähige Rittergüter im Kreis Borken |
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Haus Barnsfeld | Haus Diepenbrock | Herrschaft Gemen | Haus Pröbsting | Haus Raesfeld | Haus Rhede | Haus Velen | Ab 1855 mit dazu: Haus Schüttenstein | Herrschaft Anholt | Herrschaft Ahaus-Bocholt | Herrschaft Werth | |
[bearbeiten] Wohnschloß
Ein Anfang des 19. Jh. von Friedrich Wilhelm von Hamelberg auf Gut Gries errichtetes Wohnschloß „Heidefeld" war u. a. Residenz des 1848-1870 amtierenden Landrats des Kreises Borken, Freiherr Georg Heinrich von Hamelberg. Das ehem. Schloß hat an den Gebäuden bis Ende des 20. Jhdts. erheblich gelitten; es wurde zu der Zeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt.
[bearbeiten] Bockwindmühle
Der durch neuartige Viehzucht erfolgreiche Friedrich Wilhelm von Hamelberg hatte 1818 eine später zum Wahrzeichen des ehem. Amtes Liedern-Werth gewordene Bockwindmühle errichtet, die 1941, 10 Jahre nach Außerbetriebsetzung, durch Sturm zerstört wurde.
[bearbeiten] Schule
Von der um 1750 errichteten einklassigen Sporker Schule wurde 1824 ein neues Schulhaus bezogen, das 1928 bei Umzug in einen Neubau an der Glockenstraße aufgegeben wurde. Seit der Eingliederung Sporks in die Stadt Bocholt dient diese, um 1975 der Holtwicker Georgius-Schule angeschlossene ehem. Ludgerusschule der Stadt für den Unter¬richt in der Primarstufe.
[bearbeiten] Pfarrei
Ursprünglich zur Bocholter Hauptkirche gehörend, bekam Spork nach anfänglichem Notgottesdienst in der Schule (im 1. Weltkrieg) und auf Schloß Heidefeld (seit 1919) im Jahre 1933 ein eigenes Gotteshaus auf dem Gelände einer 1898 erbauten Radrennbahn (!). Die neue Kirche mit Ludgerus-Patrozinium und ihre Gemeinde erhielt 1952 Pfarreirechte.
[bearbeiten] Wirtschaft
In Spork waren nach 1975 noch zwei traditionelle Kornbranntweinbrennereien.
