Schwanebeck (Mark)

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Disambiguation notice Schwanebeck ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Schwanebeck (Begriffserklärung).


Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Brandenburg > Landkreis Potsdam-Mittelmark > Belzig > Schwanebeck (Mark)

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Allgemeine Information

Schwanebeck ist ein Ortsteil der Stadt Belzig. Der Ort ist ein breites Angerdorf mit Anteilen an den wüsten Feldmarken Seedoche und Wenddoche. Das Ortssiegel von 1777 zeigt ein nach links gewandten Schwan.

Politische Einteilung

Belzig-wappen.jpg

Ortsteile der Stadt Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Belzig | Bergholz | Borne | Dippmannsdorf | Egelinde |Fredersdorf | Groß Briesen | Hagelberg | Hohenspringe | Klein Briesen | Klein Glien | Kuhlowitz | Preußnitz | Lübnitz | Lüsse | Lütte | Ragösen | Schwanebeck | Neschholz | Verlorenwasser |Weitzgrund | Werbig


Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Baugeschichte der Schwanebecker Kirche


Die Pfarrer der Kirchengemeinde Schwanebeck und Baitz

Geschichte

Lagekarte von Belzig um 1690

1378 erste Erwähnung als "Suanebeck"

1379 und 1465 erwähnt als "Swanebeke"

1389 verkauft ein von Seedorf Hebungen über mehrere Höfe an die Familie Brandt von Lindau. (Sie bezogen die Hebungen von 1389 - 1837)

1419 - 1624 die Fredersdorfer "von Oppen" zinsen in Schwanebeck

1496 gab es im Ort 19 Türkensteuerpflichtige.

1496 wird die Schwanebecker Mühle erstmals erwähnt.

1506 gab es in Schwanebeck 18 besetzt Höfe.

1530 Kirchenvisitation in Schwanebeck, ebenso 1534.

1595 erneute Kirchenvisitation

1636 Zerstörung des Dorfes durch die schwedische Soldateschka.

1640 ist das Dorf noch wüst.

1656 erster Eintrag im Kirchenbuch. So zahlte das Stuhlgeld " ... vor sich und seine Frau" Brose Melnitz, Andreas Haseloff, Hans Meißner, Peter Einem, Hans Einem, jeweils 9 Groschen. Andreas Gebhardt gab 3 Gr. und Jacob Hennig " ... nur vor sich" 6 Groschen.

1661 von 8 Hüfnerwirtschaften sind noch zwei wüst, von den 10 Kossätenwirtschaften sind noch 5 wüst. Es werden weiterhin der Kuh- und Schweinehirt erwähnt.

1692 wurde im Erlenbusch bei Schwanebeck eine heilbringende eisenhaltige Quelle gefunden.

1701 gibt es im Ort 8 Hüfner und 10 Kossäten.

1715 erschloß man einen zweiten Mineralbrunnen.

1719 Bau der Schule

1727 Bau der neuen Kirche

1758 Laut der Karte "Richtiger Geograph. Entwurf des zu dem Sächs. Chur Creisse gehörigen Ammtes Belzig" des Amsterdamers Peter Schenk war Schwanebeck eine Amtssässige Gemeinde und hatte ein Pastorat, eine kleine Schenke, eine Wasserschneidemühle und eine Bauern- Schäferei.

1777 18 besessene Mann, davon 7 Hüfner, 9 Kossäten und zwei Häusler.

1790 hat 13 Feuerstellen nebst einer Mühle laut Leonhardi

1806 die Feldmark Schwanebeck umfasst 43 3/4 Hufen Land.

1815 Schwanebeck wird preußisch, es gehört zum neugebildeten Kreis Zauch-Belzig.

1829 brandte der nordöstliche Teil des Dorfes und zwar der Gasthof, die Schmiede und drei weitere Bauerhöfe nieder. Wie der ehemalige Besitzer des Gasthofes erzählte, handelte es sich dabei um eine Brandstiftung des damaligen Schmieds. Als dieser dann sah, dass das Feuer über seinen Besitz weiter um sich griff, suchte er in den Flammen den Tod. Als dies seine Frau sah, folgte sie ihm mit den Worten nach: "Wo mein Mann bleibt, da bleibe auch ich!"

1837 ist nur noch ein Hufengut der Wiesenburger Herrschaft (Brandt von Lindau) zinspflichtig.

um 1890 wurden in Schwanebeck und 100 Schafe gehalten.

1900 das Dorf hat eine Gesamtfläche von 896 ha mit 58 Häusern

1934 Gründung der Schwanebecker Freiwilligen Feuerwehr.

1939 gab es 2 Wirtschaften mit über 100 ha, 10 mit 20 - 100 ha, 11 zwischen 10 - 20 ha, 19 Besitzer hatten 5 bis 10 ha und 13 hatten 0,5 - 5 ha Besitz.

1946 Bei der Bodenreform wurden 250,12 ha enteignet (59 ha Acker, 26,87 ha Wiese, 153,45 ha Wald und 10,80 ha Ödland) Davon wurden 200 ha aufgeteilt. 3 Neusiedler erhielten 25 ha. Arbeiter die nicht in landwirtschaftlichen Berufen tätig waren bekamen 15,3 ha. 33 Bauern erhielten insgesamt 122,30 ha. 34,7 ha entfielen auf die Gemeinde.


1952 Schwanebeck gehört jetzt zum neugebildeten Kreis Belzig. Bis 1952 gab es in Schwanebeck 45 einzelbäuerliche Landwirtschaftsbetriebe und vier Siedlerbetriebe.

1952 erfolgte die Gründung einer LPG Typ 3 mit zwei Betrieben.

1973/ 74 entstand die ZGE Mastläuferproduktion.

1974 wurde die LPG Pflanzenproduktion gegründet. (Auflösung des Betriebs 1990)

1978 Bildung des Gemeindeverbandse Ragösen aus den Dörfern Ragösen, Groß-Briesen, Fredersdorf, Dippmannsdorf, Lütte und Schwanebeck.

1992 gehört Schwanebeck zum neugebildeten Kreis Potsdam Mittelmark.

2003 Im Rahmen der Brandenburgischen Gebietsreform wird Schwanebeck Ortsteil der Stadt Belzig.

Gefallene der Weltkriege

Im 1. Weltkrieg 1914 – 1918 starben:

  • Wehrmann H. Franz, geb. 4. Juni 1877 gefallen 28. Oktober 1915
  • Musketier E. Senst, geb. 26. Dezember 1891 vermisst 31. Oktober 1915
  • Musketier O. Kranepuhl, geb. 31. Oktober 1894 gefallen 10. November 1915
  • Füsilier F. Zimmermann, geb. 28. Juni 1894 gestorben 20. Juni 1916
  • Gefreiter P. Haseloff, geb. 17. März 1896 gefallen 25. Juli 1917
  • Gefreiter F. Jacob, geb. 26. November 1890 gefallen 14. April 1918
  • Gefreiter H. Tietz, geb. 27. März 1896 vermisst 17. September 1918
  • Wehrmann F. Heinrich, geb. 30. Juli 1881, gefallen 3. September 1918

Im 2. Weltkrieg 1939 – 1945 starben:

  • H. Döring, geb. 3. März 1915 gefallen 9. September 1939
  • P. Schmidt, geb. 21. November 1920 gefallen 3. September 1941
  • O. Lange, geb. 1. Juli 1914 gefallen 8. Mai 1942
  • P. Moritz, geb. 8. August 1923 gefallen 24. August 1942
  • H. Finster geb. 18. Februar 1922 gefallen 30. August 1942
  • O. Rettig, geb. 7. November 1907 gefallen 17. Juli 1943
  • O. Köppe, geb. 18. Januar 1918 gefallen 21. August 1943
  • B. Jeschke, geb. 12. April 1909 gefallen 18. September 1943
  • O. Kranepuhl, geb. 28. Mai 1924 gefallen 9. Oktober 1943
  • G. Blinkendorf, geb. 10. Juni 1910 vermisst 1943
  • A. Lehmann, geb. 10. Februar 1908 gefallen 6. März 1944
  • F. Teuchel, geb. 3. April 1903 gefallen 18. April 1944
  • W. Bugenhagen, geb. 8. März 1918 gefallen 25. Mai 1944
  • O. Franz, geb. 12. November 1919 vermisst 1. Juli 1944
  • P. Matthes, geb. 4. Dezember 1924 gefallen 1. September 1944
  • F. Krott, geb. 29. Oktober 1911 gefallen 16. September 1944
  • E. Kranepuhl, geb. 28. April 1923 gefallen 20. September 1944
  • R. Rottstock, geb. 11. Juli 1909 vermisst 7. Januar 1945
  • O. Rettig, geb. 27. Februar 1915 gefallen 20: Januar 1945
  • E. Rudulf, geb. 7. Februar 1923 gefallen 30. Mai 1945
  • P. Moritz, geb. 7. Mai 1907 gefallen 6. Juni 1945
  • S. Finster, geb. 14. Juni 1915 gestorben 17: November 1945
  • W. Lange, geb. 13. März 1926 gestorben 26. Februar 1946

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

  • Verfilmte Quellen
  • Kirchenbuchduplikat, 1800-1874 / Evangelische Kirche Schwanebeck (Kr. Zauch-Belzig) Taufen, Heiraten, Tote 1800-1874 - FHL INTL Film [ 1273076 ]
  • Kirchenbücher
  1. 1653 - 1800 mit Baitz
  2. 1801 - 1827
  3. 1828 - 1852
  4. 1853 - 1983


Einwohner Schwanebecks nach dem Visitationsprotokoll von 1575

Schwanebecker_Schmiede

Schwanebecker Mühle

Die Schwanebecker Dorfschulzen

Die Schwanebecker Dorfschullehrer

Die Krüger und späteren Besitzer der Dorfgastwirtschaft in Schwanebeck


Literatur

Schwanebeck - Chronik Teil 1, zusammengestellt von Bärbel Kraemer, Herausgeber Geschichtswerkstatt Belzig e. V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwanebeck, Belzig 2006
Schwanebeck - Chronik Teil 2, zusammengestellt von Bärbel Kraemer, Herausgeber Geschichtswerkstatt Belzig e. V., Treibgut Verlag, Berlin 2008 (ISBN 978-3-941175-05-1)

Internetlinks

Schwanebeck auf Wikipedia [1]

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschliesslich an den entsprechenden Forscher zu richten.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung SCHECKJO62HE
Name
  • Schwanebeck (deu)
Typ
Einwohner
Postleitzahl
  • O1821 (- 1993-06-30)
  • 14806 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • opengeodb:24014
  • geonames:2835291
Amtlicher Gemeindeschlüssel
  • 12015610 (1991-07-01 - 1993-12-05) Quelle
  • 12069588 (1993-12-06 - 2003-10-25) Quelle
Karte
   

TK25: 3841

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Potsdam-Mittelmark (1993-12-06 - 2003-10-25) ( Landkreis ) Quelle

Belzig (1952-07-25 - 1993-12-05) ( Landkreis ) Quelle

Zauch-Belzig (- 1952-07-24) ( Landkreis ) Quelle

Belzig (1992-06-30 - 2003-10-25) ( Amt ) Quelle § 9 Abs.2 Quelle Seite 41

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Schwanebeck Dorf Ortsteil SCHEC1JO62HE (- 2003-10-25)



Wappen des Landkreises Potsdam-Mittelmark Städte und Gemeinden im Kreis Potsdam-Mittelmark

Beelitz | Beetzsee | Beetzseeheide | Belzig | Bensdorf | Borkheide | Borkwalde | Brück | Buckautal | Dahnsdorf | Gollwitz | Golzow | Görzke | Gräben | Groß Kreutz | Havelsee | Kleinmachnow | Kloster Lehnin | Linthe | Lobbese | Marzahna | Michendorf | Mühlenfließ | Niemegk | Nuthetal | Päwesin | Planebruch | Planetal | Rabenstein | Rosenau | Roskow | Schwielowsee | Seddiner See | Stahnsdorf | Teltow | Treuenbrietzen | Wenzlow | Werder | Wiesenburg | Wollin | Wusterwitz | Ziesar

Persönliche Werkzeuge