Schlesien

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Regional > Ehemalige deutsche Gebiete > Schlesien

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wappen

Allgemeine Informationen

Politische Einteilung 1871


Politische Einteilung

Zeit der Habsburger Monarchie (bis 1741)

Am Ausgang der österreichischen Zeit war Schlesien ein Nebenland der Habsburger Monarchie und in Böhmens lehnsrechtlicher Abhängigkeit. Es stellte keinen einheitlichen Territorialstaat, sondern die Gesamtheit der nachfolgenden größeren und kleineren politischen Gebilde dar, die sich seit den Tagen erster piastischer Herrschaft in Schlesien durch fortgesetzte Erbteilungen allmählich entwickelt hatte:

  • Erbfürstentümer (von der Krone Böhmen nach dem Aussterben einzelner Piasten als erledigte Lehen eingezogen):
  • Bistumsland Neiße-Grottkau,
  • Mediatfürstentümer (freigewordene, aber wieder an fremde Fürstenhäuser weiterverliehene Fürstentümer):
  • Freie Standesherrschaften:
  • freie Minderherrschaften und königliche freie Burglehen (gegenüber den vorhergehenden ohne das Recht landständischer Vertretung und im Besitz unbedeutenderer Ländereien:
    • Herrschaft Bielitz
    • Herrschaft Oderberg
    • Herrschaft Friedeck
    • Herrschaft Gut und Stadt Freystadt
    • Gut Deutschleuthen
    • Gut Steubendorff
    • Gut Olbersdorff
    • Herrschaft Loslau
    • Gut Roy
    • Gut Reichwaldau
    • Herrschaft Freudenthal
    • Stadt Troppau
    • Herrschaft Freyhan
    • Herrschaft Sulau
    • Herrschaft Goschütz
    • Halt Großburg
    • Burglehen Lissa
    • Burglehen Auras
    • Burglehen Krolkwitz
    • Burglehen Bogenau
    • Burglehen Rommenau
    • Burglehen Malckwitz
    • Burglehen Groß Peterwitz
    • Burglehen Kraicka.

Teilung nach dem 1. Schlesischen Krieg (1741)

Schlesische Provinzial-Feuersozietät 1742

Im Ergebnis der Schlesischen Kriege wird Schlesien 1741 in zwei Teile geteilt:

Dieser Artikel behandelt im folgenden den preußischen Teil Schlesiens.

Schlesien als Teil Preußens 1741 bis 1945

1741

Friedrich II teilte den von ihm eroberten Teil Schlesiens in die beiden Regierungsdepartements

Gleichzeitig führte er die Kreisverfassung der mittleren preußischen Provinzen auch in Schlesien ein. Oberschlesien behielt noch über ein Jahr lang seine alte Landesverfassung bei. Erst 1743 war die Bildung der elf oberschlesischen Kreise abgeschlossen, die ebenfalls dem Regierungsdepartement Breslau unterstellt wurden. Die Provinz Schlesien unterstand (im Gegensatz zu den anderen preußischen Provinzen) nicht dem Berliner Generaldirktorium, sondern ein Provinzialminister mit Sitz in Breslau leitete ein eigenes Sonderministerium (Regierungsdepartement). Dieses unterstand dem König direkt.

1795

Als Ergebnis der dritten Teilung Polens kam ein Gebiet nordwestlich von Krakow, das Neu-Schlesien genannt wurde, an Preußen, was es aber kurz darauf im Rahmen des Tilsiter Friedens ans Herzogtum Warschau wieder abgeben mußte.

1815

Auf dem Wiener Kongress im Jahr 1815 musste Sachsen einen großen Teil seines Besitzes an Preußen abtreten. Das betraf u.a. die Niederlausitz und fast zwei Drittel der Oberlausitz, welche an die Provinz Schlesien angegliedert wurden.

Eine territoriale Neuordnung und Reform der Behördenorganisation in Preußen erfolgte mit einer Verordnung vom 30. April 1815. Es wurden vier Regierungsbezirke in der Provinz Schlesien gebildet: der Bezirk der Regierung in Mittelschlesien zu Breslau, der Bezirk der Regierung in Niederschlesien zu Liegnitz, der Bezirk der Regierung in Oberschlesien zu Oppeln, der Bezirk der Regierung im schlesischen Gebirge zu Reichenbach.

1820

Am 8. April 1820 wurde der Regierungsbezirk Reichenbach aufgelöst. Die Kreise wurden auf die Regierungsbezirke Liegnitz und Breslau aufgeteilt.

1919

1919 wurde Schlesien in zwei Provinzen aufgeteilt: Niederschlesien, bestehend aus den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz, und Oberschlesien, früher Regierungsbezirk Oppeln. Die Begriffe "Nieder" und "Ober" beziehen sich auf den größten Fluß Schlesiens, die Oder.

10. Januar 1920

Hultschiner Ländchen (südlicher Teil des Landkreises Ratibor, Regierungsbezirk Oppeln) an Tschechoslowakei.

14. Oktober 1919

Teilung der Provinz Schlesien in die Provinzen Ober- und Niederschlesien. Der Provinz Oberschlesien werden vorläufig die Kreise des Regierungsbezirk Oppeln zugeteilt.

20. Oktober 1921

Pariser Schiedsspruch über die Teilung Oberschlesiens.

15. Mai 1922

Deutsch-Polnisches Genfer Abkommen.

15.06.1922

Gebietsübergabe an Polen aufgrund des Genfer Abkommens.

25. Juli 1923

Gesetz über Grenzziehung zwischen Ober- und Niederschlesien. Oberschlesien besteht aus Regierungsbezirk Oppeln, Niederschlesien aus Regierungsbezirk Breslau und Regierungsbezirk Liegnitz.

21. März 1938

Gesetz über die Vereinigung Oberschlesiens (Regierungsbezirk Oppeln) und Niederschlesiens. (Regierungsbezirk Breslau und Liegnitz) zur preußischen Provinz Schlesien mit Wirkung vom 01. April 1938.

01. April 1938

Vereinigung von Ober- und Niederschlesien zur Provinz Schlesien.

Angliederung des Kreises Fraustadt der aufgelösten Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen und einiger weniger Gemeinden des Kreises Bomst.

15. April 1939

Angliederung des Hultschiner Ländchens (seit 1920 Tschechoslowakei).

28. September 1939

Vereinbarung zwischen Rußland (UdSSR) und Deutschland über die Teilung Polens.

01. September 1939 - 27. September 1939

Nach dem Polenfeldzug wurden die 1922 polnisch gewordenen früheren deutschen Gebiete wieder in die Provinz Schlesien eingegliedert einschließlich des Olsagebietes (Landkreis Teschen) und urpolnischer Kreise Bendzin, Olkusch, Saybusch, Stadt Sosnowitz, Kreis Zawiercie. Diese wiedereingegliederten bzw. besetzten Gebiete wurden im neu gebildeten Regierungsbezirk Kattowitz zusammengefaßt mit Ausnahme des Hultschiner Ländchens, das wieder in den Landkreis Ratibor (Regierungsbezirk Oppeln) eingegliedert wird. -- Anmerkung zum Olsagebiet: Der aufgrund des Vertrages von St. Germain 1919 an die Tschechoslowakei gefallene Teil wird 1938 von Polen annektiert und 1939 von Deutschland besetzt.

20. Dezember 1940

Gesetz über die Teilung der Provinz Schlesien in Ober- und Niederschlesien. Oberschlesien besteht jetzt aus den Regierungsbezirken Oppeln und Kattowitz.

Regierungsbezirke in Schlesien

Niederschlesien

mit den zwei Regierungsbezirken


Kreise im Regierungsbezirk Liegnitz (Schlesien)

Stadtkreise: Glogau | Görlitz | Grünberg i. Schles. | Hirschberg | Liegnitz
Landkreise: Bolkenhain (1932 aufgelöst) | Bunzlau | Freystadt i. NSL | Glogau | Görlitz | Goldberg-Haynau (ab 1932 Goldberg) | Grünberg | Hirschberg | Hoyerswerda | Jauer | Landeshut | Lauban | Liegnitz | Löwenberg | Lüben | Rothenburg | Sagan (1932 aufgelöst) | Schönau (1932 aufgelöst) | Sprottau



Kreise im Regierungsbezirk Breslau (Schlesien)

Stadtkreise: Breslau | Brieg | Schweidnitz | Waldenburg
Landkreise: Breslau | Brieg | Frankenstein | Glatz | Groß Wartenberg | Guhrau | Habelschwerdt | Militsch | Münsterberg i. Schles. (1932 aufgelöst) | Namslau | Neumarkt | Neurode (1932 aufgelöst) | Nimptsch (1932 aufgelöst) | Oels | Ohlau | Reichenbach (Eulengebirge) | Schweidnitz | Steinau (1932 aufgelöst) | Strehlen | Striegau (1932 aufgelöst) | Trebnitz | Waldenburg | Wohlau


Oberschlesien

mit den zwei Regierungsbezirken


Kreise im Regierungsbezirk Oppeln (Schlesien)

Stadtkreise: Beuthen O.S. | Gleiwitz | Hindenburg | Kattowitz | Königshütte | Neisse | Oppeln | Ratibor
Landkreise: Beuthen O.S. | Cosel | Falkenberg O.S. | Groß Strehlitz | Grottkau | Kreuzburg | Leobschütz | Lublinitz/Loben | Neisse | Neustadt | Oppeln | Pleß | Teschen | Ratibor | Rosenberg O.S. | Rybnik | Tost-Gleiwitz | Kattowitz | Tarnowitz | Zabrze/Hindenburg | Blachowni/Blachstädt | Zawiercie/Warthenau



Kreise im Regierungsbezirk Kattowitz (Schlesien)

Stadtkreise: Beuthen O.S. | Gleiwitz | Hindenburg | Kattowitz | Königshütte | Sosnowitz |
Landkreise: Bendsburg | Beuthen O.S. | Beuthen-Tarnowitz | Bielitz | Blachstädt | Ilkenau | Kattowitz | Chrzanow | Pleß | Rybnik | Saybusch | Tarnowitz | Teschen | Tost-Gleiwitz | Zawiercie


Kirchliche Einteilung

Evangelische Kirche

Siehe Schlesien Kirchenkreise (evangelisch) bzw. Kirchenprovinz Schlesien

Katholische Kirche

Schlesien in Kirche und Welt

Gerichtswesen

Das höchste schlesische Gericht war das Oberlandesgericht in Breslau, dessen Akten heute im Staatsarchiv Breslau/Wrocław lagern. Es wurde 1808 eingerichtet; Grund- und Hypothekenakten sind seit 1783 überliefert.

Eine Aufstellung der untergeordneten Land- und Amtsgerichte mit den heutigen Aktennachweisen findet sich hier:

Geschichte

Schlesische Familiennamen

Genealogische und Historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. (AGoFF)
Forschungsstelle Schlesien
Andreas Rösler
Kaskelstraße 41
10317 Berlin
Webseite der Forschungsstelle Schlesien

Forschungsaufträge werden nicht übernommen, sondern nur Auskünfte erteilt.

Federation Of East European Family History Society (FEEFHS)
P.O. Box 510898
Salt Lake City
Utah 84151-0898
USA
Webseite der FEEFHS mit Vereinsdatenbanken

Historische Gesellschaften

Stiftung Kulturwerk Schlesien
Kardinal-Döpfner-Platz 1
97070 Würzburg
Telefon: (0931) 5 36 96
Telefax: (0931) 5 36 49
http://www.kulturwerk-schlesien.de

Verein für Geschichte Schlesiens e.V. (gegründet 1846)
Berliner Ring 37
97753 Karlstadt/Main

Gerhard-Möbus-Institut für Schlesienforschung
an der Universität Würzburg
Röntgenring 10
97070 Würzburg

Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfkomitee) e.V.
Am Krohm 2
31167 Bockenem
http://www.gesev.de
Zeitschrift: Schlesischer Gottesfreund

Der Apostolische Visitator für Priester und Gläubige aus dem Erzbistum Breslau
Apostolischer Protonotar Winfried König
Krumme Straße 9
D-48143 Münster
Telefon: +49 (0) 25 1 / 51 11 32
Telefax: +49 (0) 25 1 / 4 20 12
http://www.visitator-breslau.de

Heimatwerk schlesischer Katholiken
Aegidiistraße 20a
48143 Münster
Zeitschrift: Heimatbrief der Katholiken des Erzbistums Breslau

Institut für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte e.V.
St. Petersweg 11-13
D-93047 Regensburg
Telefon 1. Vorsitzender: (0941) 59532-2522
Telefon Sekretariat: (0941) 59532-2529
Telefon Schriftführer: (0941) 59532-2523
E-Mail: bibliothek@bistum-regensburg.de
http://www.institut-fuer-ostdeutsche-kirchen-und-kulturgeschichte.de

Evangelische Kirche der Schlesischen Oberlausitz
Schlaurother Straße 11
02827 Görlitz
http://www.eksol.net

Genealogische und Historische Quellen

Genealogische Quellen

Kirchenbücher

Kirchenbücher existierten in Schlesien seit dem 16. Jahrhundert. Von den evangelischen Büchern Niederschlesiens sind heute über 90% vernichtet, aber auch die katholischen Bücher (hauptsächlich in Oberschlesien) haben stärkere Kriegsverluste erlitten. Fast alle Bücher sind in zentralen Archiven aufbewahrt, zum Teil fast vollständig verfilmt (Bistümer Breslau, Oppeln, Gleiwitz) oder für die Forschung gesperrt (Bistum Kattowitz).

Standesamtunterlagen

In Schlesien begannen die Standesamtsregister, wie in ganz Preußen, am 1. Oktober 1874.

Heimatortskartei

Der Kirchliche Suchdienst (KSD) mit seinen Heimatortskarteien (HOK) ist der Hilfsdienst für Vertriebene, Flüchtlinge, Spätaussiedler und deren Nachkommen. Heute sind über 20 Millionen Personen nach den früheren Wohnsitzen in den ehemaligen deutschen Ost- und Vertreibungsgebieten namentlich erfasst. Allein für Schlesien stehen Angaben über mehr als 7 Millionen Menschen und 4.691 Orte zur Verfügung.

Neben den Personendaten sind auch Informationen zu Familienstrukturen, zu Angehörigen, zum Wohnsitz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und in vielen Fällen auch Hinweise zum Schicksalsweg vorhanden. Anhand der Suchdienstunterlagen können die Schicksalswege der Vertriebenen nachvollzogen, die aktuellen Anschriften der Betroffenen bzw. deren Angehörigen ermittelt und die Kontakte hergestellt werden. Die vorhandenen Unterlagen gewährleisten ebenso kompetente Hilfe bei Ahnen- und Familienforschung. Als amtlich anerkannte Auskunftsstelle unterstützt der Kirchliche Suchdienst in behördlichen Angelegenheiten, wie z.B. bei Urkundenbeschaffung, Abstammungsnachweisen, bei Todeserklärungen, bei Fragen zur Staatsangehörigkeitsklärung, bei der Erbenermittlung u.v.m. Beim Kirchlichen Suchdienst befinden sich auch noch über 120.000 Feldpostbriefe bzw. Kriegsgefangenenpost, die Ende des Krieges nicht mehr zugestellt werden konnten - nicht selten auch ein letztes Lebenszeichen der Absender. Auf Anfrage werden die Bestände geprüft und die Poststücke an die Eigentümer (Angehörige) übermittelt.

Kontaktadresse:
Kirchlicher Suchdienst
HOK-Zentrum Passau
Ostuzzistraße 4
94032 Passau

Tel.: (0851) 951669-0
Fax: (0851) 951669-33
Mail: mailto:ksd-passau@kirchlicher-suchdienst.de
Homepage: http://www.kirchlicher-suchdienst.de

Bundesarchiv Lastenausgleichsarchiv, Bayreuth

Das Lastenausgleichsarchiv (LAA) innerhalb des Bundesarchivs hat seinen Sitz in Bayreuth. Das LAA verwahrt die in den fünfziger Jahren entstandene Ost-Dokumentation des Bundesarchivs. Sie enthält Fragenbogen- und Erlebnisberichte zur Dokumentation der Vertreibung der Deutschen. Darunter befinden sich u.a. ca. 15.000 Gemeindeseelenlisten (z.T. mit Ortsplänen) mit Angaben über den Personenstand in den Gemeinden der Vertreibungsgebiete um 1939. Diese Listen wurden von Einwohnern aus der Erinnerung heraus angefertigt. Die enthaltenen Informationen sind in die HOK eingearbeitet.

Personalakten der Reichsbahn

Entgegen gelegentlich anderslautender Auskünfte hat die Deutsche Bahn AG kein Archiv der Personalakten der Deutschen Reichsbahn.


Personalakten der Reichspost

Beim Bundesarchiv in Berlin wird der Aktenbestand des ehemaligen Reichspostministeriums aufbewahrt, der aus mehr als 20.000 Akteneinheiten besteht. Personalakten befinden sich aber nur darunter für ehemalige Bedienstete mit höheren Diensträngen, d.h. vom Postrat aufwärts, und auch diese sind sehr lückenhaft überliefert; vieles ist im zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Es sind aber auch sehr viele "Standeslisten", d.h. Personalbogen mit Daten zur Person auf 4 Seiten formularhaft vorhanden. Wenn jemand Namen, Vornamen, Geburtsdaten sowie möglichst auch Einsatzorte, Dienstgrade und Dienststellungen kennt, kann festgestellt werden, ob Unterlagen vorhanden sind. Die Personalakten von unteren Diensträngen wurden in der Regel geführt bei den Reichspostdirektionen. Deren Akten sind - soweit sie noch erhalten sind - in den jeweils regional zuständigen Archiven, nicht im Bundesarchiv, zu finden. Für Schlesien ist ausnahmsweise ein großer Aktenbestand mit Personalunterlagen der Reichspostdirektion Breslau im Bundesarchiv Koblenz überliefert.

Personalakten von Lehrern

Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung hat die Volksschullehrerkartei Preußens online gestellt. Die Datenbank enthält ca. 138.000 Nachweise zu Volksschullehrern und -lehrerinnen Preußens. Beginnend bei dem Geburtsjahr 1856 für Reg.-Bez. Oppeln, 1861 für Reg.-Bez. Liegnitz und 1862 für Reg.-Bez. Breslau. Die Kartei endet 1945.

ev. Pfarrer

An einem ev. schlesischen Pfarrerbuch wird gearbeitet. Angaben über Pfarrer findet man u.a. in folgenden Publikationen:

Grundbücher

Die erhaltenen Akten der Land- und Amtsgerichte sind meist in den polnischen Regionalarchiven überliefert, zum Teil auch in deutschen und tschechischen Archiven. Neben den Grund- und Hypothekenakten sind auch Personalakten, Testamente, Vormundschaftsfälle usw. von genealogischem Interesse.

Eine aktuelle Übersicht über die Lagerorte dieser Bestände:

  • Stefan Guzy: Bestandsübersicht der Aktenüberlieferung schlesischer Amtsgerichte bis 1945. Ein Beitrag zur Verzeichnung personengeschichtlicher Quellen Schlesiens. In: Schlesische Geschichtsblätter 37 (2010), S. 20–30

Generalkommission für Schlesien

Eine sehr wichtige, wenn auch praktisch unbekannte Quelle sind die Bestände der Generalkommission für Schlesien zu Breslau mit Unterlagen im Staatsarchiv Breslau und 42.400 Bänden für die Jahre 1769, 1816-1928. Die Generalkommission war für die Ablösung der Robotdienste, Naturalabgaben und Privilegien wie Holzservitute in der Provinz Schlesien für Dörfer und Städte zuständig. Aus den Akten lassen sich vor allem die dörflichen Besitzverhältnisse von (nicht freien) Bauern, Häusler, Gärtnern und Einliegern aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rekonstruieren.(Siehe Regulierung). Die Unterlagen sind nach Kreisen und Gemeinden sortiert und durch Findbücher erschlossen.

Urbare

Urbare sind Abgabenverzeichnisse der untertänigen Bevölkerung und seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts für Schlesien überliefert. Mitte des 19. Jahrhunderts verloren sie ihre Rechtsfunktion und wurden nicht mehr angelegt. Die älteren befinden sich fast immer im Staatsarchiv Breslau, dem Landesarchiv Troppau und zum Teil an entlegenden Orten. Jüngere können auch in den Amtsgerichtsbeständen oder noch in Gemeindebesitz überliefert sein.

Für eine aktuelle Übersicht über die bereits gedruckten Urbare vgl. Stefan Guzy: Das Urbar der Herrschaft Cosel 1578. Der Anteil von Stadt und Schloss Cosel und das Hufenregister der Kammergüter mit einer Einführung in das frühneuzeitliche Urbarialwesen Oberschlesiens (=Quellen und Darstellungen zur Personengeschichte des östlichen Europa 1), Herne 2010.

siehe auch:

Auswanderung und Einwanderung

Unterschiedliche Listen von Emigranten aus Schlesien finden sich zusammengestellt unter Auswanderung aus Schlesien, dergleichen Listen für Einwanderer unter Einwanderung in Schlesien.

siehe auch:

Adel in Schlesien

Personalschriften

Sogenannte Personalschriften wurden zu Geburtstagen, Taufen, Verlobungen, Hochzeiten, Amtseinführungen, Jubiläen und zum Tod eines Menschen verfaßt. Oft wurden diese Schriften gedruckt.

Heimatzeitungen

Heimatzeitungen der vertriebenen Schlesier.

Genealogische Zeitschriften

sonstige genealogische Quellen

Historische Quellen

Ortsverzeichnisse

Volkszählungen

Die Daten der Volkszählungen in Schlesien befinden sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischen Kulturbesitzes. Interessant sind auch die Statistischen Jahrbücher für Preußen (vor 1903 unter dem Titel 'Statistisches Handbuch für den Preußischen Staat' erschienen).

siehe auch: Kategorie:Volkszählung in Schlesien

Militär

Adressbücher

Umfangreiche Nachweise erhaltener Adressbücher (Städte, Kreise, Güterdressbücher) finden sich unter Adressbücher aus Schlesien.
Für die Gutsforschung sind die Güteradreßbücher von Nutzen. Sie listen die Besitzer und geben Wirtschaftsinformation wie Fläche in ha, Viehbestand usw.:

  • "Verzeichnis sämmtlicher Rittergüter u. selbständ. Gutsbezirke sowie derjenigen grösseren Landgüter in der Provinz Schlesien, welche innerhalb d. Gemeindeverbandes mit einem Grundsteuer-Reinertrag von mind. 500 Thalern (ab 1886: 1500 Mark) veranlagt sind"
  • "Adressbuch des Grundbesitzes der Provinz Schlesien dem Areal nach von 500 Morgen aufwaerts"
    • Verlag Bürde, Berlin.
    • Jahrgang: 1873
  • "Handbuch des Grundbesitzes im Dt. Reich, Provinz Schlesien"
    • 1880: Verlag Nicolai, Berlin u. 1892: Verlag Lodemamm, Berlin.
    • Jahrgänge: 1880[1.]; 1892[2.]; 1922[3.]
  • "Neuester Schematismus der Herrschaften, Güter und Zuckerfabriken in Mähren und Schlesien, sowie der auf den Gütern bestehenden Brauereien, Brennereien und sonstigen Industrien, deren Besitzer, Pächter und der dabei angestellten Beamten"
    • Jahrgänge: 1887[5.]; 1903[10.]; 1912[12.]
  • "Amtliches Güter-Adressbuch für die Provinz Oberschlesien"
    • Hrsg.: Vom Presse-, Statistischen u. Verkehrsamt d. Provinzialverwaltung von Oberschlesien, Verlag: Niekammer (in Kommission), Leipzig.
    • Jahrgang: 1930
  • "Adressbuch des schlesischen Grundbesitzes"
    • Verlag Ceres, Berlin-Gr. Lichterfelde-West u. Leipzig.
    • Jahrgang: 1910
  • "Alphabetischer Nachweis des in den Preussischen Staaten mit Rittergütern angesessenen Adels."
    • Rauer (Hrsg.), Berlin
    • Jahrgang: 1857

Amtliche Periodika

Zeitschriften "Provinzial-Correspondenz" und "Neueste Mittheilungen"
  • Die Berliner Staatsbibliothek digitalisiert derzeit den Volltext der Zeitungen "Provinzial-Correspondenz" sowie "Neueste Mittheilungen", der bisher von 1863 bis 1884 durchsuchbar ist.
Protokolle des Preußischen Staatsministeriums
Amtsblätter

Andere Periodika

Andere Quellen - einschließlich Internet

Verlage

Bibliografie

Museum


Archive und Bibliotheken

Archive

siehe
Schlesien/Archive und Büchereien

Staatliche Archive in Deutschland

siehe
Schlesien/Archive und Büchereien

Kirchliche Archive in Deutschland

siehe
Schlesien/Archive und Büchereien

Staatliche Archive in Polen

Zentrales Verwaltungsbüro der staatlichen Archive
Naczelna Dyrekcja
Archiwow Panstwowych (NDAP)
ul. Dluga 6, skr. pocztowa Nr 1005
00-950 Warszawa
Polen

Nationale Fundstelle für vor 1945 erstellte Dokumente
Archiwum Glowne Akt Dawnych
ul. Dluga 7
00-950 Warszawa
Polen

Die UNESCO hat ein Verzeichnis aufgestellt über Verluste in Bibiotheken und Archiven. Darunter sind folgende Staatsarchive (StA) in Polen aufgelistet, in denen die geschätzten Verluste (=destr. = vernichtet oder =dam. = beschädigt) angegeben sind:

Kirchliche Archive in Polen

siehe
Schlesien/Archive und Büchereien

Sonstige Archive/Sammlungen

Filme der Mormonen in Salt Lake City, Utah

In der Filmsammlung der Mormonen in Salt Lake City (USA) befindet sich ein Vielzahl verfilmter genealogischer Quellen. Diese können auch von Nichtmitgliedern der Kirche genutzt werden. Dazu betreibt die Kirche auch in Deutschland Forschungsstellen. Eine Liste der deutschen Forschungsstellen findet man hier http://www.kirche-jesu-christi.org/nc/kontakt/genealogie-forschungsstellen.mormonen.html oder hier http://www.mormonen.de/forschungsstellen.pdf


Liste der schlesischen Orte von denen Verfilmungen (Kirchenbücher, Standesamtsregister etc.) vorliegen. (Beachte: Diese Liste muss nicht zwingend aktuell sein.)


Eine aktuelle Ortssuche kann auf den Seiten von http://www.familysearch.org durchgeführt werden. Hier der direkte Link zur Ortssuche


Zu beachten sind die Konventionen bei der Suche nach Orten mit Umlauten. Wenn die Suche unter Verwendung eines Umlauts keinen Erfolg bringt, sollte man den Umlaut als Normallaut verwenden, also statt "ö" ein "o" oder statt "ä" ein "a", nicht "oe" oder "ae". Zum Beispiel Konigsberg statt Koenigsberg.

Search for matching places.
                        .......
     Place 	       |.......|
     Part of (optional)|Germany|oder preusssen.

Am besten den gesuchten Ortsnamen von der Ortsliste einkopieren, nicht eintippen. Die richtige Schreibweise ist wichtig. Bei allgemeiner Suche auch Preussen oder Schlesien statt eines Ortsnamens eintippen.
Siehe auch [1]

Bibliotheken

Forscherkontakte

Institute


Mailinglisten

Genealogische Mailinglisten bieten nicht nur Kontakt zu Familienforschern im gleichen Forschungsgebiet, sondern auch schnelle und kompetente Hilfe bei Anfragen an Archive und Standesämter. Viele deutsch- und polnisch sprechende Mitglieder helfen auch gern bei Übersetzungen oder bieten Unterstützung vor Ort.

Berufsgenealogen

Weblinks

siehe Schlesien/Linkliste

Historische Webseiten

Referenzen


Informationen aus dem Genealogischen Ortsverzeichnis

Persönliche Werkzeuge
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