Ramutten Jahn

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Disambiguation notice Ramutten ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Ramutten.
Diese Seite gehört zum Portal Memelland und wird betreut von der Familienforschungsgruppe Memelland.
Bitte beachten Sie auch unsere Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland

Hierarchie

Regional > Litauen > Ramutten Jahn

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Ramutten Jahn



Inhaltsverzeichnis

Ramutten Jahn
Ramutten Jahn in der Memellandkarte

Einleitung

Ramutten Jahn, Kreis Memel, Ostpreußen

Name

Alternative Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf den Charakter des Jahn. Der Alternativname Melaschen kann bedeuten, dass es sich um einen naschhaften Menschen handelt. Möglich ist auch ein Bezug zum Aussehen oder zur Umgebung. Die litauische Interpretation "böswillig" dürfte aus siedlungshistorischer Sicht unzutreffend sein, zumal sie Ramutten widerspricht.

  • prußisch "rams, roms" = ruhig, demütig, zahm, sittsam, bescheiden, höflich
  • prußisch-sudauisch "ramint" = beruhigen, besänftigen
  • prußisch "melais" = lecken
  • nehrungskurisch "mels" = schwarz, dunkelblau
  • "melin" = Blaubeere
  • litauisch "melas" = Lüge, Unwahrheit, böswillig


Allgemeine Information

  • Mehrere kleine Höfe, 17 km nördlich von Memel, an der Grenze zu Litauen[12]


Politische Einteilung

1785 war Ramutten Jahn ein K. Bauerdorf im Amt Althof, 1916 eine Landgemeinde.[13]
1.5.1939: Ramutten-Jahn kommt zur Gemeinde Girngallen-Matz.[9]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Ramutten Jahn gehörte 1785 zum Kirchspiel Crottingen.[14]
Ramutten Jahn gehörte 1888[15] und 1912 zum Kirchspiel Deutsch Crottingen.

Katholische Kirche

Ramutten Jahn gehörte 1888[16] und 1907[17] zum katholischen Kirchspiel Memel.


Standesamt

Ramutten Jahn gehörte 1888[18] und 1907[19] zum Standesamt Krottingen.


Bewohner


Geschichte

Bei Ramutten Jahn befindet sich ein großes Gräberfeld. Bei Ausgrabungen zwischen 1911 und 1913 fand man rund 250 Gräber aus dem 9. bis 11./12. Jahrhundert n. Chr. Es handelte sich um Brand- und Körpergräber. Dort gefundene Glasperlen byzantinischer und orientalischer Herkunft weisen auf den Handel mit dem Baltikum hin. Die Fundstücke waren zuerst im Prussia-Museum Köngsberg gelagert[1]. Sie befinden sich jetzt im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte. [2] [3]


Verschiedenes

Karten

Melaschen auf der Schroetterkarte Blatt 1, (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe Melaschen, Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Ramutten Jon im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 1, 1832
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Ramutten Jahn im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 1, 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Ramutten-Jahn im Messtischblatt 0192 Nimmersatt (1912) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung JAHAHNKO05NU
Name
  • Ramutten-Jahn Quelle Wohnplatz 21.149 (deu)
  • Melašiai (1923) Quelle Seite 1088 (lit)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
Karte
   

TK25: 0192

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Memel, Klaipėda (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.158/159

Ramutten-Jahn, Melašiai (- 1939-04-30) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle

Deutsch-Crottingen (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.158/159

Girngallen-Matz, Girnkaliai (1939-05-01 -) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle


Quellen

  1. Diehlmann, Hans Heinz: Die Türkensteuer im Herzogtum Preußen 1540, Band 2, Memel - Tilsit, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen Hamburg 2006
  2. Steuergefälle Vogtei Memel 1687
  3. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  4. Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
  5. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  6. Schroetterkarte (1796-1802) 1 : 50 000 © Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
  7. Preußische Urmesstischblätter © Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  8. Kirchbücher Deutsch Crottingen
  9. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  10. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  11. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  12. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  13. Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
  14. Johannes Sembritzki, Geschichte des Kreises Memel, Memel, 1918
  15. Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
  16. Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
  17. Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Berlin SW. 1907.
  18. Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. Berlin SW. 1888.
  19. Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Berlin SW. 1907.
Persönliche Werkzeuge