Portal:Memelland/Mitarbeiter

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Postkarte mit Nordostpreußenkarte und Ansicht der Friedrich-Wilhelm-Straße in Memel
Memelland

    M i t a r b e i t e r

Ännchen-von-Tharau-Brunnen auf dem Theaterplatz in Memel Ansicht der Kirche in Heydekrug


Das Portal:Memelland wurde am 3. Juni 2009 gegründet. Es ist das erste Portal in GenWiki [1].

2. Treffen der Mitarbeiter des Portals Memelland vom 27. bis 29. Juni 2014 im Sauerland

Grillabend bei Hanne und Klaus Hellermann


Nach unserem letztjährigen Meeting in Duisburg kam sehr schnell die Frage auf, wo und wann wir uns wieder treffen wollen. Und ebenso rasch war vereinbart, dass das diesjährige Treffen im Sauerland bei Hanne und Klaus Hellermann stattfinden würde. Aus wirklich allen Himmelsrichtungen trafen am Freitagnachmittag die Teilnehmer im Sauerland ein. Auch Annelie Stoellger hatte wieder die weite Anreise von der Kurischen Nehrung nach Deutschland nicht gescheut, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Zunächst bei Kaffee und Kuchen, später dann bei leckerem Essen, fand ein erster reger Austausch an Neuigkeiten statt. Einige der Mitarbeiter waren erst kürzlich von Reisen aus Litauen zurückgekehrt, so gab es viel zu erzählen und Neues zu berichten. Am Samstagvormittag kamen auch noch die Mitarbeiter, die eine kürzere Anreise hatten, als Tagesgäste dazu. Klaus Hellermann hatte dafür gesorgt, dass wir an unserem Treffpunkt w-lan zur Verfügung hatten. So standen schon sehr bald die Laptops auf den Tischen und es gab einen intensiven Austausch über die Projekte, die in Arbeit sind.

Eines davon ist die Auswertung der Werdener Kirchenbücher, die Erfassung der Personendaten und die anschließende Eingabe in das Ortsfamilienbuch http://www.online-ofb.de/memelland/ . Bemerkenswert dabei ist die Mühe, die das Entziffern dieser Handschriften in den Kirchenbüchern oft macht. Und ebenso bemerkenswert ist die Geduld, mit der anschließend alles noch einmal Korrektur gelesen wird.

Ein weiteres Projekt ist die Eingabe der Personendaten aus Urkunden verschiedener Standesämter des Kreises Memel in das OFB. Damit beschäftigen sich zur Zeit mehrere Mitarbeiter des Portals.

Ein Dauerthema ist die Beantwortung von Anfragen und die Auswertung der Familiendaten, die im OFB-Briefkasten memeldaten@live.de ankommen. Dazu gehören auch die vielen Fotos, die zur Verfügung gestellt werden und die auf den GenWiki-Ortsseiten http://wiki-de.genealogy.net/Portal:Memelland oder im OFB eingepflegt werden.

Erfreulicherweise ist es Karin Robl gelungen, zu dem Litauischen Zentralen Staatsarchiv in Vilnius einen guten Kontakt herzustellen. Dort werden noch zahlreiche Dokumente aus der Zeit vor 1945 verwahrt, darunter auch Katasterunterlagen. Einige Mitarbeiter unseres Teams haben versuchsweise in Vilnius bereits Unterlagen für ihre privaten Forschungen geordert und (natürlich kostenpflichtig) erhalten. Im Moment ist Karin darum bemüht, in Litauen noch eventuell vorhandene deutsche Kirchenbücher aufzutun.

Der Samstag verging wie im Flug und fand einen angenehmen Abschluss in einer Skihütte. Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle noch einmal bei Hanne und Klaus. Kisten mit Büchern, Landkarten und sonstigen Unterlagen wurden noch ausgetauscht und wanderten in die entsprechenden Kofferräume. Also wieder viel Arbeit für jeden Einzelnen von uns! Damit gut versorgt, machten wir uns auf den Heimweg.

Unser herzlicher Dank gilt Hanne und Klaus Hellermann für ihre Gastfreundschaft, die dieses Treffen möglich gemacht haben. Und natürlich auch ein großes „Dankeschön“ an ihre Kinder für den Fahrdienst!

Das nächste Treffen 2015 ist schon in der Planung. Und es deutet vieles darauf hin, dass es auf der Kurischen Nehrung stattfinden wird!

Treffen der Portal-Memelland-Mitarbeiter Juni 2014 im Sauerland
Abschlussabend




1. Treffen der Mitarbeiter des Portals Memelland vom 9. bis 11. Mai 2013 in Duisburg

Das Team vom Portal Memelland
(v. li. n. re.: Erika Carstens, Klaus Hellermann, Annelie Stöllger, Jens Schütt, Karin Robl, Peter Pointner, Marieta Waldszus, Holger Schimkus, Doris Aster, Dieter Radfeld, Hanne Hellermann, Peter Wallat. Im Vordergrund sitzend: Wilma Radfeld)

Nach fast 4 Jahren erfolgreicher gemeinsamer Arbeit für das Internet-Portal Memelland und das Ortsfamilienbuch Memelland (OFB) trafen sich 13 Mitarbeiter des Teams dieses Jahr zum allerersten Mal.

Eingeladen hatten uns Wilma und Dieter Radfeld in ihr gemütliches Heim. Aus ganz Deutschland kamen wir zusammen, und Annelie Stöllger hatte sogar den weiten Weg aus Litauen nicht gescheut, um dabei zu sein. Wir wurden von unseren Gastgebern aufs Herzlichste begrüßt, und bei Kaffee und Kuchen fanden die ersten angeregten Gespräche statt.

Nur die wenigsten Mitarbeiter kannten sich schon persönlich von Treffen oder gemeinsamen Reisen nach Litauen. Die täglichen Kontakte und der Austausch bei der Arbeit für das Portal und das OFB finden normalerweise per Internet oder Telefon statt. Es war sehr schön, endlich zu den bekannten Stimmen auch die Personen zu sehen und ganz schnell hatten wir alle das Gefühl, uns schon ewig zu kennen.

Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Probleme besprochen, aber auch viel Privates erzählt. So entstand im Handumdrehen eine gemütliche Atmosphäre, in der wir uns sehr wohlfühlten. Natürlich stand immer wieder unsere gemeinsame Arbeit im Mittelpunkt. Peter Pointner, einer unserer Spezialisten für alles was mit EDV, Server und Technik zu tun hat, hatte uns einen kabellosen Internetzugang installiert, und ganz schnell standen viele Laptops auf dem Tisch und jeder konnte zeigen, was er gerade bearbeitet oder womit er Probleme hat.

Die Arbeit des Teams ist vielfältig und ganz unterschiedlich. Einige Mitarbeiter entziffern zur Zeit Kirchenbücher oder Steuerlisten und übertragen die Daten in lange Listen, die dann wieder von anderen Korrektur gelesen werden, ehe sie in die Ortsseiten oder das Ortsfamilienbuch einfließen. Dann haben wir mit Holger Schimkus einen Fotospezialisten, der die zugeschickten alten und oftmals beschädigten Fotos aufarbeitet, damit sie auf die Ortsseiten oder ins OFB gesetzt werden können. Die Ortsseiten müssen bearbeitet und gepflegt werden. Viele neue Familiendaten, die wir per Post oder e-Mail bekommen, wollen ins OFB eingegeben werden. Und nicht zuletzt müssen die vielen Anfragen beantwortet werden. Alles in allem eine große Bandbreite unserer ehrenamtlichen Arbeit, die wir mit großem Engagement erfüllen.

So war auch das Fazit unseres Treffens, dass uns die Arbeit so rasch nicht ausgehen wird, wir aber auch diese Herausforderung annehmen wollen. Weitere Mitarbeiter sind übrigens herzlich willkommen!

Herzlichen Dank an Wilma und Dieter Radfeld für die fürsorgliche und umfassende Gastfreundschaft, die zum Gelingen dieses Treffens wesentlich beigetragen hat.

Bei der Arbeit
Gedankenaustausch



Folgende Personen haben bisher an der Erstellung und Korrektur der Memellandseiten in GenWiki mitgewirkt oder unsere Memelland-Aktivitäten unterstützt und sind mit ihrer Nennung einverstanden:


Ingo Paul

Ingo Paul
(an der Memel in der Nähe des Rombinus im Sommer 2009)


Mit dem Tode meiner beiden Großmütter im Jahre 1996 habe ich aus Interesse und dem Gefühl, daß mit dem Tod dieser zwei Personen etwas Wichtiges verloren geht, das möglichst bewahrt werden muß, mich verstärkt darum bemüht zu sammeln, was ich zu den Familien meiner Vorfahren finden konnte. Schnell mußte ich merken, daß durch die Kriegsereignisse die Vorfahren meiner memelländischen Großmutter schwerer zu erforschen waren als die meiner Großmutter aus Bremen: So begann ich Material zu sammeln, telephonierte mit Namensträgern, suchte in Archiven, Kirchenbüchern und im Internet und lernte mit der Zeit andere Forscher kennen. Wir gründeten im Jahre 2002 die Yahoo-Forschergruppe, in der reger Austausch stattfindet, im letzten Jahr begannen dann einige dieser Personen ihr Wissen in das GenWiki einzustellen. Besonders freut es mich, daß dadurch das Wissen und die Präsenz der memelländischen Vergangenheit und Gegenwart im GenWiki im Bewußtsein der deutschen Öffentlichkeit bleibt und weiterwirkt.

Als Ergebnis meiner Forschungen und Bemühungen steht das Ortsfamilienbuch Memelland, für das mir viele, viele freundliche Helfer Daten, Korrekturen und Kopien schicken. Der Flut kann ich kaum Herr werden, aber ich gebe nicht auf !

Ich danke allen GenWiki-Mitarbeitern, die ihre Zeit aufopfern, um weltweit Menschen Hilfe und Anhaltspunkte für ihre Fragen nach ihren Vorfahren und deren Herkunft zu geben. Dank auch an den Verein für Computergenealogie und den vielen GenWiki-Mitarbeitern, die uns bei technischen Fragen und dem Einrichten des Memellandportals geholfen haben.

Beate Szillis-Kappelhoff

Beate Szillis-Kappelhoff

Ahnenforschung betreibe ich seit etwa 1975, wobei ich auf die Forschungen meines Vaters Erich Szillis [2] (Memel) und meiner Großmutter Margarethe Neumann geb. Kahl [3] (Seligenfeld Kr.Königsberg) zurückgreifen konnte. Durch meinen Onkel Kurt Szillis [4] kam ich unverhofft noch an Familiendokumente, die dieser hatte retten können und die mir bei der Präzisierung der Familiengeschichte sehr geholfen haben. Meine Ahnenforschung ist seit zehn Jahren abgeschlossen, ansprechend in ein Buch gebunden und an alle (leider nur noch wenige aus einer einst großen Sippschaft) Nachkommen weitergegeben worden.

Im Laufe der Zeit habe ich große Kenntnisse erworben und wollte diese nicht brachliegen lassen. Deshalb arbeite ich bei genwiki, damit mein Wissen späteren Generationen von Nutzen sein kann. Meine Interessen sind breit gefächert: Archäologie, Geschichte, Geografie, heidnische Religion, baltische Musik, Kulturgeschichte und Kulturtechniken in Handwerk, Hauswirtschaft, Landwirtschaft und Fischerei, baltische Sprachen, baltische Völker, Stämme und Kriegsführungen, Namenkunde und vieles mehr.

Ach ja: Szillis leitet sich von litauisch „žylis“ = graue Haare ab. Wir wurden alle schon ab dem 30igsten Lebensjahr grau.

Karin Robl

Karin Robl


Ich begann im Sommer 2008 mit der Familienforschung. Ich hatte im Urlaub einen Roman gelesen, in dem es um schottische Geschichte und Ahnenforschung ging. Voller Neugier gab ich in Google die Namen meiner Großeltern ein und war völlig baff, als ich meinen Opa Richard Steinwender und 5 Generationen seiner Vorfahren im OFB fand. Mir war sofort klar, da hatte sich jemand ganz viel Arbeit gemacht. Ich war begeistert!

Es war dann nicht ganz leicht, Kontakt zu Ingo herzustellen. Doch als es dann klappte erfuhr ich, dass wir miteinander verwandt sind. Ingo hatte also diesen Teil der Ahnen für mich miterforscht. Klasse! Mich hat das so gefreut und diese Freude wollte ich gerne auch anderen machen, deshalb entschloss ich mich dazu mitzuforschen. Ich begann damit - mit Ingos großer, geduldiger Hilfe - die Taufen von Meszeln auszuwerten und die Höfegeschichte zu erforschen. Und als die Arbeiten in GenWiki begannen, war ich gerne dabei mit anzupacken und neue Ideen einzubringen.

Mich freut es sehr zu sehen, wie wir hier gemeinsam das Erbe des Memellandes würdigen und bewahren.

Holger Schimkus

Holger Schimkus
Das Interesse an der Familienforschung entstand mit der Erstellung des Familienbuchs Schimkus - Mazat beim Standesamt in Hamburg. Das war im Jahr 1959. Mein Vater wollte "Ordnung" für die schaffen, die sich später einmal dafür interessieren würden. So gut dieses Vorgehen war, erzeugte es bei mir als Erbe dieses Dokumentes viele Fragen. Die Angaben waren leider lückenhaft. Sie waren oft nur aus der Erinnerung der anwesenden Geschwister heraus dem Standesbeamten angegeben worden. Wer waren die Personen, die nicht einmal einen Namen trugen und dessen Existenz nur mit "um das Jahr.." angegeben wurden? Über die vielen Jahre habe ich dieses Familienbuch immer wieder einmal betrachtet. Zeit für die Aufklärung der "Namenlosen" Onkel und Tanten hatte ich nicht - noch nicht! Dieses Familienbuch war mein Sprungbrett in die Familienforschung. Die eine oder andere mündlich überlieferte Familiengeschichte ließ sich mit jeder weiteren gefundenen Person zeitlich einordnen, zum Teil auch berichtigen. Dank der Mithilfe von Mitgliedern der Memelland - Gruppe , der ich seit Juni 2005 angehöre, habe ich auch das Familienbuch ordnungsgemäß befüllen und berichtigen können. Als "Beiwerk" entstand auch ein gerüttet Maß an Wissen über die Heimat Memelland und den Lebensumständen meiner Vorfahren. Noch gibt es vieles zu entdecken. Bis ca. 1730 bin ich gekommen.

Aus der geringen Zahl der mir bekannten Verwandten entstand über die Jahre ein mittelgroßes Dorf mit über 1930 "Einwohnern" und ein Ende ist nicht zu sehen.

In manchen Pausen - beteilige ich mich am Auf- und Ausbau der Seiten im Portal Memelland bei GenWiki.
Mehr über meine Forschungsarbeit und Fragen:Hier klicken

Jens Schütt

Jens Schütt
(im Hintergrund die Memel)
Erstes sporadisches Interesse an meinen Vorfahren hatte ich um 1990. Als meine Oma 1990 im Alter von 95 Jahren verstarb, hatte ich die entscheidenden Fragen noch nicht gestellt. In den folgenden Jahren habe ich bei meinen Tanten einige Informationen zusammengetragen. Richtig erfasst hat mich das Fieber der Ahnenforschung, als ich 2002 zusammen mit meinem Vater im Zentralregister Hamburg war. Der Archivar hat mir dort die Namen von 3 Generationen herausgesucht. Genial! Die Ahnenforschung konnte jetzt in Selmsdorf, Elmshorn, Neudamm und natürlich Hamburg weitergehen. Wichtige Quelle waren die Verfilmungen der Kirchenbücher bei LDS und das Internet.

Seit 2004 bin ich in der Yahoo-Gruppe Memelland und versuche die Ahnen meiner Mutter herauszufinden. Als ich im ersten bei LDS bestellten Kirchenbuch von Prökuls die Geburt meiner Urgroßmutter gesucht habe, bin ich fast verzweifelt. Ich hatte das Geburtsdatum und den Namen - und ich konnte sie nicht finden! Aber dann: Anna Konrad ist als Annike Kunrodts geboren. An die andere Schreibweise der Namen im Memelland musste ich mich erst mal gewöhnen. Diese kannte ich aus den anderen Kirchspielen bisher nicht. Mit Hilfe von Ingo und Martinas konnte ich viele Ahnen finden und etliche Rätsel lösen.

2009 bin ich zum ersten Mal in die Heimat meiner Vorfahren gereist. Beeindruckend waren für mich der Gottesdienst in der Kirche in Wannagen und die Begegnung in Deegeln, als Herr Plewe (ein 75-jähriger Memelländer) angeradelt kam und mich auf deutsch ansprach. Es war eine sehr schöne Zeit die ich dort mit Karin und Ingo verbringen konnte.

In 16 monatiger Arbeit habe ich die Taufen 1732 bis 1800 von Prökuls erfasst und im GenWiki veröffentlicht. Besonderes erschwerend bei der Suche waren in der Vergangenheit die fehlenden Register der Jahre 1772 bis 1800.

Erika Carstens

Erika Carstens

Mein Interesse an der Familienforschung im Memelland begann im Jahre 2006, als wir bei einer Familienfeier feststellten, dass es in der Familie meines Mannes -er wurde 1943 in Memel geboren- keine Dokumente und nur ganz wenige Fotos aus der Zeit vor der Flucht 1944/45 gibt. Ich begann im Internet zu recherchieren und fand zunächst nur Seiten, die sich hauptsächlich mit Ostpreussen befassten. Aber dann entdeckte ich die Memelland-Gruppe bei Yahoo. Dort erfuhr ich soviel Hilfe und Unterstützung, dass ich relativ zügig sehr viele Familiendaten zusammentragen konnte. Nachdem ich noch über viele Monate hinweg in einer Forschungsstelle der Mormonen verfilmte Standesamtsurkunden aus dem Memelland angeschaut hatte, fügte Ingo Paul meine Puzzleteile im OFB zusammen. So hatte ich dann die Vorfahren meines Mannes (Schicksnus, Mestars, Atts, Korallus) zum Teil bis 1777 komplett und konnte einen Familienstammbaum erstellen. Aber ein Stammbaum auf einem Blatt Papier sagt nicht viel über die einzelne Person und deren Leben aus. Ich wollte mehr wissen über das Leben damals im Memelland, die Lebensumstände, den Zeitgeist, die politischen Verhältnisse. Erst mit diesen Informationen ergibt sich ein Bild der Vergangenheit. So recherchierte und recherchiere ich immer noch, versuche alte Fotos, Dokumente und Ansichtskarten zu finden, lese alte Zeitungen, die es jetzt immer häufiger digitalisiert im Internet gibt. Zu meinem großen Glück findet sich immer noch etwas, womit ich die Familiengeschichte ergänzen kann. Denn mein nächstes Projekt soll ein Familienbuch werden. Und wenn es meine Zeit erlaubt, stelle ich meine Zufallsfunde hier im Portal Memelland ein und gebe meine Erfahrungen und Infos gerne in der Yahoo-Gruppe Memelland weiter.

Hardy Krosien

Hardy Krosien

Ja, was will ich eigentlich erzählen? Schon viele Jahre befasse ich mich mit der „Wurzelsuche“ meiner Familie. Da meine berufliche Tätigkeit mit vielen Reisen quer durch Deutschland verbunden war, schnüffelte ich nach allen mir bekannten Namen unserer Familie in Telefonbüchern und allen erreichbaren Unterlagen herum – mal mit, mal ohne Erfolg. Ich hatte damals ja keinen Internet-Zugang! Darüber hinaus bat ich diesen oder jenen, von dem ich mir eine interessante Information versprach, um Auskunft – mit wechselndem Erfolg. Jedoch bemerkte ich rasch, dass mein Unterfangen „ein abendfüllendes Programm“ würde. Daher beschränkte ich mich betrübt schließlich auf die Erforschung der väterlichen Linie. Hatte ich ja auch noch eine junge Familie und war selten daheim! Es gelang mir trotzdem, einen Stammbaum bis ins Jahr 1782 zu entwickeln. Auf Wunsch meiner Söhne hielt ich ihn auf einem Montagebogen ( 1,05 X 1,65 m) fest, heute immer wieder „Objekt der Begierde“ meiner Enkel. Bäuchlings liegend, die Unterschenkel nach oben gerichtet, mein Machwerk vor sich auf dem Fußboden des Wohnzimmers ausgebreitet, löchern sie mich mit Fragen zu den dort von mir genannten Vorfahren.Trotz manchmal rauchenden Kopfes bin ich stolz und freue mich tüchtig über das Interesse meiner Nachgeborenen an meinem Forschungsergebnis.

Um wieviel leichter wäre ich an das Ergebnis meiner Familienforschung gekommen, wenn ich seinerzeit Internetzugang gehabt hätte und das vielseitige GenWiki-System hätte nutzen können! Wie viele Verwandte, Bekannte und Jugendfreunde habe ich inzwischen schon damit gefunden! Welch uneigennützige, geduldige Hilfe wurde mir von seiten zahlreicher Mitglieder der Memellandgruppe zuteil! Über meine Kindheit in der früheren Heimat, über meine Fluchterlebnisse und über das Leben „danach“ erzählen meine Kurzgeschichten in Wort und Bild im Portal Memelland bei GenWiki, und zwar auch über das Lebenswerk meines von Jugend an den Memeler Hochflieger züchtenden Vaters und meiner seefahrenden Großonkels. Natürlich finden auch alles Wissenswerte unserer Familie, meine unvergleichlich schöne Kinderzeit in der Heimat und mein Erwachsenwerden im Portal Memelland angemessene Darstellung.

Im Portal Memelland von GenWiki arbeite ich jederzeit gerne ehrenamtlich mit! Denn es ist Herzenssache für mich, dass unsere frühere Heimat und das Leben und Wirken der Memelländer im Bewusstsein der heutigen Generation und künftiger Generationen erhalten bleiben. Und wer anders als wir, die Erlebnisgeneration, könnte authentischer über alles Wissenswerte berichten?

Hanne Hellermann

Hanne Hellermann

Bei meiner Vorstellung habe ich schon erzählt, wie meine Schwiegermutter Erna, mich von Anfang an als ich zu ersten Mal 1967 ins Haus kam, mit dem "Memelland- Virus" infiziert hat.

Ja, wo fange ich an? Also, nach der Geburt unseres dritten Kindes, des heißersehnten Stammhalters, war ich 6 Jahre nicht berufstätig und während dieser Zeit habe ich mit der Familienforschung angefangen, das war 1987. Bis 1991 hatte ich die Familie meiner Mutter, meines Vaters und die Familie meines Schwiegervaters fertig. Die Familie meiner Mutter bis zum 13.Jahrhundert, meines Vaters bis zum dreißigjährigen Krieg und die Linie meines Mannes väterlicherseits bis zum 14.Jahrhundert. Mit viel Glück oder besser "viel Schwein gehabt", denn ich bin mit meinen wirklich schon langen Linien immer auf Jemanden gestoßen der schon alles erforscht hatte. Interessant war daß die Hellermanns, die Linie meines Mannes, früher "in der Helle" genannt wurden, erst im 16.Jahrhundert kam der Name Hellermann. Ich habe von allen Familien auch die Zweige und Äste. (Von der Familie meiner Mutter einen sagenhaften gemalten Stammbaum)! Von meiner Familie beidseitig besitze ich schon immer die Wappen.

Dann habe ich mit den Linie meiner Schwiegermutter Erna angefangen, kam aber nicht viel weiter, habe mich immer gewundert daß es so wenige Masla´s gibt, bin dann aber 1991 wieder in meinen alten Beruf gegangen und habe erstmal aufgehört. Nach dem Tode unserer Erna habe ich wieder angefangen, jetzt fragt ihr bestimmt, warum erst nach dem Tode, aber meine Schwiegermutter hatten wir 5 Jahre als Schwerstpflegefall, und auch nachdem meine Freistellungsphase (Altersteilzeit) begann, konnte ich zeitmäßig nicht forschen. Jetzt bin ich etwas weiter gekommen aber noch nicht sehr viel. Dafür hat mir die Arbeit in der Gruppe viel Spaß gemacht bzw. macht sie noch, aber ich werde jetzt verstärkt mich wieder auf die Familienforschung konzentrieren, aber auch bei anderen Themen gerne mitarbeiten.

(Forschungslinien: Masla, Brusdeilins, Skeries, Kaklis, Kurszellis, Zameitpreiksz, Laukuttis, Zeige(Seigis), Swykate, Liebkalle, Pareigis.)

Martinas Pareigis

Martinas Pareigis


Meine Mutter und meine Tanten wollten wissen, was der Name 'Brumpreiksch' bedeuten könnte. Da jeder Anwesende eine ander Meinung hatte, habe ich mich der Sache angenommen. Daraus ist 1982 die Leidenschaft für die Familienforschung geworden.
Als ich etwas später gemerkt habe, daß selbst die Nachnamen nicht beständig waren, habe ich schlicht das Kirchspiel Prökuls von Anfang an verkartet und auch die Namensänderungen erforscht.

Ich selbst bin nach dem Kriege geboren und erst 1959 nach Deutschland gekommen. Daher mein nicht alltäglicher Vorname und meine noch vorhandenen Restkenntnisse der litauischen Sprache.

In der Liste bin ich (so viel ich weiß) von Anfang an passives Mitglied.

In Memoriam Martinas Pareigis, gestorben am 10.11.2012

Wilma Radfeld

Wilma Radfeld


Das Thema Familienforschung beschäftigte mich schon sehr früh, ich sammelte über lange Zeit Familienanzeigen. Die "große Stunde" schlug für mich, als unsere Tochter für die Grundschule den Aufbau und die Daten für eine kleine Ahnentafel als Hausaufgabe benötigte. Sie erhielt gerne Auskünfte bei ihren Großeltern.

Ich führte die einzelnen Linien in meiner näheren Umgebung weiter. Mit meinem Cousin besprach ich, dass ich mit der Memelland-Linie meines Vaters wohl nicht weiter käme.- Er riet mir, nach Berlin zu schreiben. Nach wenigen Wochen erhielt ich alle Urkunden, nach denen ich gefragt hatte. ( Ksp. PRÖKULS )

Im Jahre 2000 reisten mein Mann und ich mit der Fähre nach Memel und suchten ein Archiv auf, um in meinem Forschungsgebiet SAUGEN weiter zu kommen.

In diesem Urlaub lernte ich Ingo Paul kennen, der mir in meiner Motivation und meinen Familiendaten entscheidend weiterhalf ! Seit dieser Zeit gehöre ich der Liste an. Ich forsche auch parallel bei den Mormonen. Inzwischen bin ich schon sehr weit gekommen. Viermal besuchten wir das Memelland.

Um anderen Memelland-Forschern die Arbeit zu erleichtern, schrieb ich die HEIRATEN PRÖKULS von 1764 bis 1806 ab. Sie sind erst zum Teil veröffentlicht, da der größere Teil noch korrigiert werden muss.
Drei Familienmitglieder fand ich in unsere Liste, ich fühle mich in unserer Gruppe zu Hause.
Forschungssuchgebiet: Czulkies Ksp.SAUGEN

Dieter Radfeld

Dieter Radfeld


Am 16.11.2016 starb überraschend Dieter Radfeld, der Ehemann von Wilma, im Alter von 76 Jahren.

Wir alle kannten ihn als wunderbaren und herzlichen Gastgeber von zwei Gruppentreffen der Mitarbeiter des Portals Memelland. Noch Ende Juni 2016 durften wir seine Fürsorge genießen. Er hat für uns gekocht, gegrillt, uns vom Bahnhof abgeholt, zum Hotel gefahren und immer dafür gesorgt, dass es uns an nichts fehlte.

In seiner Freizeit hat Dieter fast 24 000 Karteikarten mit Daten von Memelländern für unser Archiv abfotografiert.

Dieter war ein warmherziger Mensch mit einem feinen Humor. Er wird uns fehlen.

Dieter Gerullis

Dieter Gerullis


I have a dream – Memelland -.................und dabei wird` s wohl auch bleiben, weil letztlich die gesundheitliche Kondition doch ausschlaggebend ist.

Dank dieses Portals und anderer Foren zur Problematik Ostpreussen, speziell dem Memelland speichere ich seit Jahren alles an Bildern, Dokumenten, Lageplänen und Reiseberichten aus dem Net, was so zum Geburtsort Heydekrug eingestellt wurde. Gemäß elterlicher Prägung bleibt Heimat eben Heimat.

Bei anfänglich kleinen Schritten zur Familienforschung kam ich auch 2007 zur Yahoo-Memellandgruppe, gab aber ganz schnell meine Suche nach den väterlichen Wurzeln auf, weil die Vielzahl der Menschen meines Familiennamens mich zu erschlagen drohte. Erstaunlich finde ich immer wieder, dass auch so viele Jahre nach der „Umsiedlung“ immer noch Material im Net erscheint, was mich erfreut und mir neue Blickwinkel zu meinem Geburtsort eröffnet.

Von meiner Mutter wurden einige wenige Familienbilder und Dokumente gerettet, welche ich gerne für mögliche Verknüpfungen bei der Familienforschung im Memelland einbringe.

Reingard Kaiser-Georgiev


Reingard Kaiser-Georgiev

Im Jahr 2005 trieb mich eine persönliche Krise zur Frage: Woher kommst du, wer oder was hat dich geprägt. Neben den festen Glauben an Wiedergeburt bin ich mir sicher, dass unser Leben auch von unseren Ahnen beeinflusst wird.
Gespräche mit meinen Eltern brachten mich nicht wirklich weiter und andere Verwandte konnte ich nicht fragen. Also suchte ich im Internet, fand die Gruppe Memelland bei Yahoo und machte den Glückstreffer schlechthin. Ingo half mir ungemein, durch ihn erfuhr ich von den Mormonen und er vermittelte mir Kontakte zum Namen Bankmann.
Wenn ich heute mit meinem Papa rede taucht viel Verschüttetes und Verdrängtes auf, trotzdem sind noch viele Fragen offen. Meine Mama ist Vollwaise und mit ihrer Oma geflohen. Ihr konnte ich eine sehr große Familie präsentieren und dazu die Information das der Ort ihrer Geburt noch heute in Familienbesitz der Familie Bankmann (Bankmanas) ist. Ich bin zurück bis 1870, mal sehen was noch kommt.
Derzeit liegt meine Forschung auf Eis, aber die Suche geht weiter. Dann werde ich auch einmal ins Memelland reisen.

Diese Gruppe spendet mir viel Kraft. Auch wenn man selbst nicht weiter kommt und sich in irgendeine Richtung „verrannt“ hat, findet man aufmunternde Worte und einer hat immer etwas Positives zu berichten. Der Elan mit dem am GenWiki Portal Memelland gearbeitet wird, ist so erfrischend. Die Ideen den Seiten Leben einzuhauchen, scheinen unerschöpflich. Es macht Freude zu zusehen wie Menschen quer durchs Land unabhängig von Alter, Konfession und politischer Gesinnung an einem Strang ziehen. Und es macht Mut. Danke an alle hilfreichen Hände.
Ab und an schaffe ich es meine Söhne zu überreden mal zu sehen wie Opa und Uropa gelebt haben. Und sie reden mit ihren Freunden darüber. Viele Fakten (älteste Grenze Europas) machen die Jugendlichen neugierig und sie möchten schon wissen was für ein Schlag Menschen so was geschafft hat. Der Völkertiegel Memelland ist in Punkto Toleranz und, trotz oder wegen, gleichzeitigem Patriotismus Vorbild für uns. Da zeigt sich wieder, dass man aus der Geschichte lernen kann.

Ich suche nach Kaiser/ Keyser aus Schmelz und Wensken sowie Bankmann aus Szillelen

Joachim Rebuschat


Joachim Rebuschat

Meine Mutter stammt aus einer ostpreußischen Familie im Memelland (Weszeningken, Kreis Tilsit-Ragnit, später Kreis Pogegen), mein Vater ist in Königsberg in Preußen geboren. Da die Familie meiner Frau aus dem Kreis Gumbinnen kommt, haben unsere Kinder nur ostpreußische Wurzeln.

Einige Vorfahren gehören zu den Salzburger Emigranten, die wegen ihres evangelischen Glaubens 1731/32 aus ihrer Heimat vertrieben und von Friedrich Wilhelm I. in Ostpreußen angesiedelt worden sind. Bereits in jungen Jahren schloß ich mich dem Salzburger Verein e.V. - Vereinigung der Nachkommen salzburgischer Emigranten - an, gründete die Gruppe Berlin und war dann, bevor ich für acht Jahre in den vollzeitlichen Dienst bei den Salzburgern in Bielefeld berufen wurde, Obmann der Landesgruppe Berlin / Brandenburg des Salzburger Vereins.

Nach den Forschungen meiner Mutter ergab sich die Notwendigkeit, die Ergebnisse digital aufzubereiten. Weil ich mich nicht nur für die Namen der Vorfahren interessiere, befasse ich mich auch mit dem heimatkundlichen und geschichtlichen Umfeld.

Neben der Mitarbeit in der Memellandgruppe gehöre ich zu den Gründern / Moderatoren der überregionalen und gruppenübergreifenden famint-Liste familienforschung international und der Spezialliste SalzburgerEmigranten.de.

Sabine Pettan


Sabine Pettan

Als Kind lauschte ich oft fasziniert den Geschichten meiner Großmutter Lydia Batschansky über das Memelland. Was und wo dieses Memelland war, über das man in der DDR ja so gar nicht redete, war mir überhaupt nicht klar. Sie brachte mir das Lied "Kiefernwälder rauschen" bei, und bis heute kann ich ihre Sehnsucht nach der Heimat nur erahnen. Lange Zeit später begann ich meine Geographie-Kenntnisse aufzupolieren, indem ich die Orte suchte, von denen sie erzählt hatte: Schaulen, Heydekrug, Wilkischken, Memel, Sandkrug. Langsam begann sich für mich ein Bild der Familie zu formen, zu dem ich weitere Puzzleteile suchte. Nach dem Tod meiner Großmutter 1999 wurde ich zur "Familienchronistin". Da meine Großmutter - im Gegensatz zu vielen anderen - Memel schon im Sommer 1944 verlassen konnte, rettete sie Dokumente, Briefe, Photos und Photoalben, die aus der Zeit von 1840 bis 1944 stammten. Viele Photos sind beschriftet, so dass eine Zuordnung teilweise möglich ist. Was sich davon für Genwiki eignet, stelle ich gern zur Verfügung. Der Familienstammbaum wächst immer weiter. Inzwischen habe ich mich ich vom Ahnenforscher-Virus komplett infizieren lassen und suche nach meinen Wurzeln mütterlicherseits in Pommern, väterlicherseits in Litauen, dem Memelland und Westpreussen. Außerdem suchte und fand ich die Ahnen meines Mannes im Emsland und für die Familie meines Schwagers suche ich in Westpreussen und Schlesien. Ein Schicksal, das ich bis heute nicht klären konnte, ist das von Arnold Viktor Batschansky/Bacanskis, dem Halbbruder meiner Großmutter. Er wanderte als junger Mann über Argentinien in die USA aus, dort verlieren sich aber alle Spuren.

Helga Zschage geb. Kausch


Helga Zschage geb. Kausch aus Pleine


Durch meine Schulfreundin aus Pleine, Edith von Dollen, geb. Schukies, wurde ich auf Frau Robl aufmerksam gemacht.
Ihr habe ich dann meine dürftigen "Schätze" aus der Heimat zugesandt. Und siehe da, nun fand man einiges über unser "Zuhause" im Netz. Da ich ein neugieriger und kommunikativer Mensch bin, wollte ich eigentlich mehr. So habe ich versucht, alle Leute, die mir bekannt waren, seien sie aus der Verwandtschaft und/oder ehemalige Nachbarn zu animieren, sich doch auch zu beteiligen. Das ist mir leider nur ganz bedingt gelungen. Bekannte/Nachbarn haben z. T. ganz abgeblockt. Die Kinder meiner Cousinen vertrösten mich auf später, sich im Forum einzubringen, obwohl sie im Besitz von Unterlagen (Urkunden, Bilder) aus der Heimat sind.

Meine Eltern hatten zu ihren Lebzeiten sehr regen Briefkontakt zu den überlebenden Verwandten, Bekannten und Nachbarn. Es wurden auch gegenseitige Besuche gemacht. Ich habe erst unlängst einen Karton mit vielen, vielen Briefen gesichtet. Leider sind viele Versuche, die noch lebenden Nachkommen aufzuspüren, negativ verlaufen. Nach dem Motto, laß mich damit in Ruhe. Das ist mir unverständlich und betrübt mich sehr; ich werde aber weiter um Mithilfe prachern.

Bernhard Waldmann


Bernhard Waldmann


Ich wurde am 1. Mai 1943 in Weißenbach, Kreis Witzenhausen (Nordhessen) geboren. Mein Vater stammt aus Gelnhausen bei Frankfurt, meine Mutter aus Alt Lubönen an der Memel (gegenüber von Schmalleningken). Meine Mutter hat viel von Ostpreußen erzählt. Wir hatten auch Bildbände, und ich habe mir gern die Schwarzweiß- Fotos angesehen.

1993 bin ich zum ersten Mal nach Ostrpreußen gefahren, und es war alles so, wie ich mir es vorgestellt habe. Schade, daß es Alt Lubönen nicht mehr gibt. Aber in Juckstein, wo die Familie zuletzt gelebt hat, haben wir das Grab unserer früh verstorbenen Tanty Hilly gefunden.

Ich habe viel fotografiert und zu Hause schöne Alben angelegt. Auf den folgenden Reisen konnte ich mein Fotoarchiv vervollständigen. Erst 2004 habe ich mir einen Computer zugelegt. Mir kam die Idee, mal auszuprobieren, ob andere Leute an meiner Bildersammlung interessiert sind. So hat alles angefangen.



In Memoriam Bernhard Waldmann, gestorben am 13.03.2016

Peter Wallat

Peter Wallat

Mit ein paar Kopien diverser Urkunden fing es an. Die für mich äußerst seltsamen Namen setzten viele Gedanken und Fragen frei. Durch die Möglichkeit im Internet rechercherien zu können bin ich mittlerweile ziemlich weit gekommen. Damit meine ich eher die Breite, da ich als Kind immer dachte dass wir nur eine ganz kleine Familie sind. Mittlerweile nenne ich mehr Leute Tante, Onkel, Cousin in verschiedenen Länder der Welt als ich mir hätte vorstellen können.

Mir hat dieses Portal sehr viele Verwandte "wiedergegeben" und ja, meine Eltern sind teils erschüttert und teils begeistert, denn natürlich brechen dadurch Erinnerungen auf an die Flucht und die Grausamkeiten den Krieges, die sie als Kind erleben mussten. Und oft brechen auch Gespräche ab, da die Menschen dann doch in diesem Moment zu bewegt sind. Momentan habe ich die Recherche im Internet fast abgeschlossen (aber wie so oft gehen dann doch wieder Türen auf die man noch unbedingt durchforsten möchte) und die Reisen nach Litauen werfen erneute Fragen auf.

Auch wenn ich kulturell hier in Deutschland aufgewachsen bin waren viele Erkundungstouren mehr als erschütternd und haben mich oft auch sehr traurig gemacht. Dennoch werde ich wieder hinfahren um weitere Fragen zu beantworten. Und ganz besonders, wenn die alltägliche Küche in den Restaurants viele Speisen von Mama und Oma aufweisen...

Weiter möchte ich damit die Arbeit meines Ur-Großonkels würdigen, der schon damals in Karkelbeck angefangen hatte einen Stammbaum zu erstellen, bevor er dann nach Deutschland ging. Mittlerweile weiß ich, dass er - wie mein Großvater - diese Urkunden für den Nachweis arischer Herkunft sammeln musste. Wieder eine Sache, die man zufällig entdeckt und einen beschäftigt. Aber nach wie vor denke ich, das Geschichte die einen begegnet nicht nur "rosig" sein muss, sondern auch Elemente tragen kann, die nicht so schön sind. Außerdem teile ich die Erfahrung mit Helga Zschage, dass viele Versprechen auf Auskunft wohl eine langfristige Anlage sind, deren Ausschüttung eher dem Zufallsprinzip unterliegen. Aber - einfach dranbleiben!

Viktor Kittel

Viktor Kittel



Zum einen glaube ich der z. Zt. Älteste in dieser Runde zu sein und zum anderen habe ich das große Glück als „Memeler Bowke“ eine „Memeler Marjell“ seit über 65 Jahren zur Frau zu haben. Dazu kommt, dass wir seit 1989 schon oft (ich persönlich über vierzig mal, vorwiegend als Reiseleiter mit Gruppen) in der Heimat waren, wo wir uns schon im Sommer 1939 am Strand in Süderspitze kennen lernten.

Eine erste Ahnenforschung wurde in unseren Familien bereits nach dem „Anschluss“ 1939 aus den unterschiedlichsten Gründen vorgenommen. Da ich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreise seit vielen Jahren an der Arbeit für und an der Heimat beteiligt bin, blieb es nicht aus, dass ich auch unseren Ingo kennen lernte, als er noch Student war und mit dem Aufbau unseres OFB begann. Und so möchte ich mein Profil mit dem Dank an Ingo und den vielen Helfern verbinden, dass aus den ersten Anfängen dieses wirklich großartige Memelland – Portal entstehen konnte.

In Memoriam Viktor Kittel, gestorben am 17.10.2014

Marieta Waldszus

Marieta auf der windigen Kurischen Nehrung (2015)

Wie ich in's und zum Memelland kam...

Es ist schon merkwürdig, dass nach dem Tod meiner Eltern erst alles anfing - wohl nicht nur bei mir...

Mein memelländischer Vater, aus dem Kreis Heydekrug stammend, hatte mir immer gesagt, als ich Kind war, dass er mit mir irgendwann einmal in seine Heimat reisen wolle. Leider kam es niemals mehr dazu. Als es nach der politischen Wende endlich möglich gewesen wäre, war er als Kriegsversehrter gesundheitlich nicht mehr in der Lage, und er hatte auch nicht mehr den Mut dazu. Mir war es damals auch nicht so dringlich, denn ich war ja jung und mit dem eigenen kleinen Lebens- und Familienaufbau beschäftigt. Dann kam eine Phase, als meine Kinder aus dem Gröbsten raus waren, aber meine Eltern der Hilfe und Pflege bedurften. Zuerst verstarb meine Mutter - auch ostpreußisch, in Masuren geboren, im Kreis Insterburg aufgewachsen und bis zur Flucht dort lebend -, wenig später starb auch mein Vater. Sie beide hinterließen bei mir eine große Lücke. Ich hätte im Nachhinein gesehen noch so viel zu fragen gehabt...

In mir begann es zu arbeiten: Wo sind meine Wurzeln?

Etwa zur gleichen Zeit, als das Portal Memelland ins Leben gerufen wurde, fasste ich den festen Entschluss, dorthin zu reisen, wo meine väterlichen Ahnen gelebt hatten. Dort zog es mich hin.

Bei meinen Recherchen im Internet traf ich dabei auf die Memelland-Yahoo-Gruppe [5], wo ich mich anmeldete. Gleichzeitig fand ich das Portal Memelland [6], welches mich sofort faszinierte. Zu dieser Zeit hatte ich noch keine Ahnung, dass man dort mitarbeiten kann.

Endlich ging es dann im Frühsommer 2010 gemeinsam mit meiner Schwester auf die ganz große Reise nach Litauen. Diese war wohl die wichtigste in meinem Leben! Zurück kam ich mit einem großen Sack voller Eindrücke und Fragen. Ich wusste gar nicht, wohin damit.

Da kam der Aufruf in der Memelland-Gruppe gerade zur rechten Zeit: Mitarbeiter gesucht! Obwohl ich außer meiner Reiseerfahrung noch kaum etwas über das Memelland wusste, traute ich mich, mit Karin zu telefonieren und mein Interesse an der Mitarbeit zu bekunden. Beate hatte diesen Kontakt angestoßen. Es war sehr aufregend für mich, und ich werde diese Zeit nie vergessen. Ein paar Tage später setzte ich schon mit der Superunterstützung des Memellandteams die ersten Kartenausschnitte auf unseren GenWiki-Seiten ein. Natürlich fing ich mit der Heimatgegend meines Vaters an - Mussaten und Metterqueten.

Nun war ich endgültig vom Memellandvirus infiziert und bin es bis heute. Mir macht die Arbeit an den Ortsseiten, das Sammeln jeglicher erdenklicher Information und das Erforschen aller Orte viel Spaß, weil ich dabei den Teil meiner väterlichen Heimat am intensivsten kennenlernen kann. Es ist mir ein großes Anliegen, dieses alles für jedermann zugänglich zu machen und dabei mitzuhelfen, es für die Nachwelt zu erhalten. Auch beantworte ich gerne Anfragen in unserem Netzbriefkasten, soweit es mir möglich ist: Kontakt, und gebe die daraus neu gewonnenen Daten in unser OFB ein: Ortsfamilienbuch Memelland.

Drei weitere wunderbare Reisen in das Memelland folgten nach 2010 bis heute. Und immer wieder werde ich gerne dort sein mögen...

Kestutis Tolvaiša


Kestutis Tolvaiša


Kestutis hat uns allen mit seinen wunderschönen Fotos das Memelland besonders nahe gebracht und auf ganz vielen unserer GenWiki-Memelland-Ortsseiten seine eindrücklichen Spuren hinterlassen.


Stets unterstützte er uns engagiert bei der Erstellung unserer Memellandkalender mit seinen stimmungsvollen Bildern, die ohne ihn nie so schön geworden wären.


Für viele von uns war Kestutis auch ein kompetenter, unternehmenslustiger, verlässlicher und unvergesslicher Reisebegleiter durch das Memelland.



In Memoriam Kestutis Tolvaisa, gestorben am 21.09.2013

Und viele Menschen

die lieber im Hintergrund bleiben und nicht genannt werden möchten.

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