Pogesanien
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Geografische Lage
"Die Nordgrenze bildet die Südostgrenze der warmischen Landschaft Wewa, die Ostgrenze die Südgrenzen Natangens brz. die Westgrenze Klein- und Groß-Bartens. Die Südgrenze fällt mit der galindischen Nordgrenze zusammen. Die Westgrenze gegen Pomesanien ist gleichzeitig Diözesangrenze zwischen den Diözesen Ermland und Pomesanien. Sie verläuft an der Weeske entlang bis zur Quelle, hin zum Marongsee. Pogesanien lag links und rechts der Passarge und wurde durch keine Diözesangrenzen geteilt. Es war eine Binnenlandschaft, die nirgends ans Haff stieß." [1]
Sage
- "Hoggo, dem zehnten Sohne, überwies der König das Land zwischen Weseke, Bassaro, Drusino (Drausen) dem Wasser. Er baute sich eine Feste Tolko (Tolkemit), nachher Schafsberg genannt. Das Land aber ward geheißen das Hoggerland (Hockerland) oder auch nach seiner Tochter Poggezana Poggesanien."
Name
Der prußische Name Pagudian (pa-gudde) bedeutet wörtlich übersetzt „unter Busch" und beschreibt damit eine mit Buschwald bestandene Region.
"Die Ordensritter lernten die Namen der westlichen Gaue zunächst aus polnischem Munde kennen, daher das latinisierte Pogusania." [2]
Urkundliche Erwähnungen:
- 1287 Pogusania
- 1310 Pogozania
- 1315 Pogyzonia
- 1331 Pogzania
- 1326 Pogesania
- 1346 Pogazania
Geschichte
Pogesanien wurde von Braunsberg aus erobert. 1241 wurde Heilsberg angelegt. Im 15. und 16. Jahrhundert ist der Name Hoggerland oder Hockerland für einen Teil Pogesaniens gebräuchlich. Damit wird das hochgelegene Hügelland im Gegensatz zur Niederung beschrieben.
Sprachdenkmäler
Siehe auch
- Barten (Rastenburg)
- Galinda (masurische Seenplatte)
- Chelmo (Thorn)
- Lubawa/ Michelauer Land (Löbau)
- Nadruwa (Insterburg)
- Notanga (südlich von Königsberg, Preußisch Eylau)
- Pagude (Heilsberg)
- Pamede (Marienburg)
- Semba (nördlich von Königsberg, Labiau)
- Sassen (Tannenberg/Neidenburg)
- Skalwa (Tilsit-Ragnit-Ruß)
- Suduwa (Jatwinger) (Lyck, Suwałki)
- Warme (Braunsberg)
Weblinks
Literatur
- Gerullis, Georg: Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin, Leipzig 1922
- Hermanowski, Georg: Ostpreußen Lexikon, Adam Kraft Verlag Mannheim 1980
- Tettau, v.: Volkssagen Ostpreußens, Litthauens und Westpreußens, Berlin 1837
Einzelnachweise
- ↑ Hermanowski, Georg: Ostpreußen Lexikon, Adam Kraft Verlag Mannheim 1980
- ↑ Gerullis, Georg: Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin, Leipzig 1922,S.128
