Neuruppin (Brandenburg)/ Pfarrer

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Diese Aufstellung folgt Otto Fischer: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg, Berlin 1941, ergänzt durch F. Heydemann: Die evangelischen Prediger Neu-Ruppins von der Reformation bis zur Gegenwart, Neuruppin 1867 und Reinhold Asse: Biogr. Daten zu den Pfarrern u. ihren Familien im K. Ruppin von der Reformation bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts, Manuskript, Sommer 1988. Neuruppin hatte gleichzeitig bis zu 4 evangelische Pfarrstellen. Die hier aufgenommene fünfte Stelle des Subdiakonus entfiel mit der Einführung einer reformierten Pfarrstelle.

M. = Magister

D. = D. theol. - Doktor der Theologie

Inhaltsverzeichnis

Die erste Pfarrstelle zu Neuruppin - Oberpfarrer, Superintendent

  1. M. Ambrosius Martini (1541-1564), geb. in Bernau 1502 als Sohn des Kaufmanns Abr. Martini. Er war 1528 Rektor der Lateinschule in Neuruppin, 1531 Rektor in Bernau, ab 1541 erster lutherischer Inspektor in Neuruppin und wurde 1564 emeritiert. Martini korrespondierte mit Luther und Melanchton und gilt als Vorkämpfer der Reformation in Neuruppin. Er starb 1569 in Neuruppin und wurde hinter dem Altar der Marienkirche begraben.
  2. M. Andreas Buchovius (Buchow) (1564-1574), wurde 1515 in Etzin oder Brandenburg geboren. Er besuchte 1534 die Universität Wittenberg und war erster Hofprediger von Elisabeth, der Witwe des Kurfürsten Joachim I. Nach Neuruppin kam er 1556 als Subdiakonus, wurde 1564 Oberpfarrer (Sup. adj.) und war von 1569 bis 1574 Inspektor (Superintendent) zu Neuruppin. Am 2. Sonntag n. Tr. 1564 weihte er die Klosterkirche als evangelische Kirche. Buchovius war mit Anna Messow verheiratet und starb am 1.4.1574 in Neuruppin.
  3. M. Jonas Bött(i)cher (1575-1604), geb. am 24.2.1542 in Neuruppin als Sohn des Scabinus (Schöffen) und Gerichtsassessors Johannes Bötticher und der Ursula Penckow, besuchte er die Schulen in Berlin und Brandenburg, sowie die Universität in Frankfurt/Oder. 1563 wurde er Schulrektor in Neuruppin, setzte aber 1566 sein Theologiestudium in Leipzig fort. Wegen der Pest musste er nach Wittenberg und von dort nach Frankfurt/Oder gehen, wo er seinen Magister erwarb. 1566 wurde er Diakon in Zerbst und Ostern 1575 als Pfarrer und Superintendent nach Neuruppin berufen. Er ist 1585 der Gründer der dortigen Kirchenbibliothek und stirbt am 19.5.1604 in Neuruppin. Böttcher heiratet I. am 20.9.1568 in Zerbst Clara (Rebekka) Brunsdorf, die am 18.9.1593 verstarb und II. am 14.10.1594 Gertrud Vielitz.
  4. Gabriel Woltersdorf (1604-1638), geb. am 8.10.1564 in Neuruppin als Sohn des Tuchmachers Joachim Woltersdorf und der Ursula Wartenberg. Er besuchte die Universität in Rostock und wurde 1589 Baccalaureus an der Lateinschule in Neuruppin, im gleichen Jahr Konrektor, studierte dann aber weiter in Frankfurt/Oder und Rostock. Nach seiner Ordination am 16.9.1592 kam er als Subdiakonus nach Neuruppin und wurde Michaelis 1604 Oberpfarrer und Inspektor. Woltersdorf starb am 25.12.1638 in Neuruppin. Verheiratet war er I. am 25.7.1593 in Neuruppin mit Regina Stenger; II. am 27.7.1608 in Neuruppin mit Martha Böttcher, der Tochter seines Amtsvorgängers und III. am 7.9.1625 mit Maria Runge.
  5. M. Joachim Schwartzkopf(f) (1639-1669), wurde am 13.8.1593 in Wusterhausen/Dosse als Sohn des Predigers Erdmann Schwartzkopf und der Anna Winter geboren. Zunächst war er Prorektor in Wittstock, wurde am 28.10.1622 ordiniert und kam als Subdiakonus 1622 nach Neuruppin. 1626 wurde er Diakon und 1639 Superintendent in Neuruppin. Er starb dort am 11.11.1669 und wurde am 21.11. vor dem Altar der Pfarrkirche begraben. Er heiratete I. am 17.11.1618 in Wittstock Maria Musculus und II. am 7.11.1631 in Rheinsberg Klara Marie Laurenberg.
  6. D. Christian Samuel Teuber (1670-1690), wurde am 26.3.1638 in Kobylin als Sohn des kaiserlichen Notars Laurentius Teuber und der Adelheit Hoostin geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Frankfurt/Oder und Stettin besuchte er die Universität Wittenberg und wurde 1660 Subrektor in Cöln an der Spree, 1664 Professor für Griechisch an der Universität Königsberg in Preußen. 1667 wurde er Schulrektor in Frankfurt/Oder und 1670 Inspektor in Neuruppin. 1690 ist er als Probst an die St. Nikolai Kirche in Berlin berufen worden. Dort starb er am 30.5.1690 und wurde am 9.6. begraben. Geheiratet hat er am 29.9.1668 in Berlin Anna Catharina Müller. Bei der Schwedeninvasion 1674 ging Teuber mit dem Bürgermeister Buls und anderen nach Neuruppin geflüchteten Predigern vor die Tore, um für die Stadt um Pardon zu bitten, da vier Schweden von der Stadtmauer aus erschossen worden waren. Dadurch bewahrte er die Stadt Neuruppin vor Plünderung.
  7. Samuel Diet(e)rich (1690-1697), wurde am 11.1.1657 als Sohn des Bürgermeisters Joachim Dieterich in Templin geboren. Er kam mit 8 Jahren nach Neuruppin zur Schule und ging 1671 aufs Gymnasium "Graues Kloster" nach Berlin und predigte schon mit 15. Mit 17 Jahren studierte er an der Universität Leipzig und wurde 1676 Magister in Wittenberg. Ab Januar 1678 war er Rektor in Havelberg, dann 1690 Prediger in Aulosen, schliesslich 1690 Pfarrer und Inspektor in Neuruppin. Dort ist er am 14.1.1697 gestorben. Dietrich heiratete I. in Havelberg (oder Aulosen?) am 15.2.1681 Mar. Sab. Städer und II. in Neuruppin am 15.11.1692 Anna Bülch.
  8. D. Samuel Christian Teuber (1697-1707), wurde in Neuruppin am 1.3.1671 als Sohn des Pfarrers Christian Samuel Teuber (siehe 6.) geboren. Er studierte 1690 in Frankfurt/Oder und wurde 1696 Superintendent in Kyritz und 1697 in Neuruppin. 1709 ging er nach Halberstadt, wo er als Konsistorialrat und Generalsuperintendent am 15.1.1739 starb. Teuber heiratete I. in Berlin am 22.8.1696 Cath. Elis. Rittner und II. Anna Gertr. Grove/Grovius.
  9. Johannes Adolf Rhein (1707-1709), wurde am 25.10.1646 in Frankfurt/Main geboren. Er studierte an den Universitäten Jena und Straßburg und war 1679 Pfarrer in Windheim, 1682 in Köln und Mühlheim, 1687 Hofprediger in Lichtenburg/Sachsen und schliesslich 1707 Superintendent in Neuruppin, wo er am 2.3.1709 verstorben ist. Er heiratete am 20.9.1671 Margarette Schultze, eine Frankfurter Kaufmannstochter.
  10. D. Christian Gotthilf Birnbaum (1709-1721), wurde am 29.5.1651 in Dresden als Sohn von Hofmedikus Abraham Birnbaum und der Susanne Sulzberger geboren. Er besuchte die Gymnasien in Dresden und Torgau, anschließend die Universitäten in Jena, Wittenberg, Gießen und Straßburg. 1683 wurde er Pfarrer in Zwickau und 1685 kurprinzlicher Hof- und Reiseprediger. 1687 wurde er zum Superintendenten nach Colditz, 1694 nach Grimma, 1703 nach Prenzlau und schliesslich 1709 nach Neuruppin berufen. Er war der letzte vom Neuruppiner Rat direkt erwählte Inspektor. 1721 wurde er emeritiert und starb in Neuruppin am 15.9.1724. Geheiratet hat er am 15.11.1688 in Dresden Elisabeth Sibylla Spener.
  11. Franz Siegismund Pape (1721-1730), wurde am 11.3.1693 in Berlin als Sohn des Archidiakons Peter Siegismund Pape und der Gertrud Prentzlow geboren. Er besuchte ab 1713 die Universität in Halle, wurde am 13.12.1716 ordiniert und war ab 1716 Feldprediger im Infantrie Regiment Margraf Christian Ludwig von Brandenburg in Stettin, ab 1719 Feldprediger in Neuruppin. 1721 erhielt er die Oberpfarrerstelle hier und starb in Neuruppin am 30.10.1730. Pape heiratete am 4.10.1718 Dorothea Marie Lorendo.
  12. Johann Gustav Chemnitz (1731-1763), wurde am 18.1.1697 in Kyritz als Sohn des Stadtsekretärs von Kyritz, Hieronymus Chemnitz und Maria Sentzke geboren. Nach den Gymnasien in Kyritz und Magdeburg besuchte er die Universität in Jena und in Halle. 1722 war er Lehrer am Pädagogikum in Halle, am 24.3.1726 ordiniert, wurde er 1726 Feldprediger im Infantrie-Regiment v. Arnim in Magdeburg und 1731 Oberpfarrer und Superintendent in Neuruppin. Dort ist er am 19.2.1763 gestorben. Chemnitz heiratete am 18.10.1729 Marie Elisabeth Klermont.
  13. Johann Christian Gründler (1783-1785), wurde am 1.1.1716 in Halle als Sohn des Strumpfwirkers Johann Heinrich Gründler und der Marie Elisabeth Schüßler geboren. 1741 war er Archidiakon in Küstrin, 1759 Superintendent in Müncheberg und kam als Oberpfarrer und Inspektor 1763 nach Neuruppin, wo er 1785 emeritiert wurde. Gründler starb dort am 15.9.1786. Verheiratet war er I. 1740 in Küstrin mit Anna Sophie de Neve und II. 1746 mit Friederike Sophie Schultze.
  14. Johann (Cuno?) Christoph Schinkel (1785-1787), wurde am 30.1.1736 in Brunne als Sohn des Pfarrers Johann Gotthilf Schinkel und der Eleonore Brand(t) geboren. Er besuchte das Gymnasium in Wittstock und studierte an der Universität Halle. 1760 wurde er Pfarrer in Kränzlin[1], 1762 Archidiakonus in Neuruppin und 1785 Oberpfarrer und Inspektor der Kirchen und Schulen in Neuruppin. Er starb in Folge des Stadtbrandes am 25.10.1787 in Neuruppin. Schinkel heiratete am 26.12.1768 in Neuruppin Dorothea Rose. Der bekannte Baumeister und Maler Carl Friedrich Schinkel ist deren Sohn [2]. Nach Schinkel übte das Amt des Inspektors der Bechliner Pfarrer Johann Christoph Samuel Seeger bis zu seinem Tode 1792 aus, der aber nicht in Neuruppin wohnte. Die erste Pfarrstelle blieb damit unbesetzt, weil sich in Neuruppin keine Wohnung für einen Inspektor fand.
  15. Johann Georg Gottlieb Schröner (1793-1841), wurde als Sohn des Regimentsauditeurs Schröner am 30.5.1760 in Kolberg geboren. 1778 studierte er an der Universität Halle, war später Hauslehrer bei General v. Katt in Landsberg/W., dann dort Feldprediger und nahm 1792 nach einer Erkrankung Abschied vom Heer. 1793 kam er als Inspektor nach Neuruppin, wo er am 13.6.1841 gestorben ist. Während der französischen Besatzungszeit hat Schröner vielfach bei Konflikten zwischen der Neuruppiner Bevölkerung und den Besatzern vermittelt und hat dadurch oft Schaden von der Stadt abwenden können. Er war mit der Tochter des Proviant- und Kriegskommissars Tiemann verheiratet.
  16. Ludwig Wilhelm Schmidt (1841-1850), wurde am 27.11.1792 in Prenzlau geboren. Nach dem Besuch des dortigen Gymnasiums studierte er 1811 an der Universität Berlin, wurde 1813 Kriegsfreiwilliger und setzte 1814 bis 1815 und 1816 bis 1817 seine Studien in Berlin fort. 1817 wurde er Lehrer am Joachimstalschen Gymnasium in Berlin, 1823 am Gymnasium Stettin. 1823 wurde er reformierter Prediger in Hindenburg bei Prenzlau und 1827 Prediger in Prenzlau. 1836 versetzte man ihn als reformierten Prediger und Superintendenten nach Neuruppin. Schmidt übernahm nach der Kirchenunion und dem Tode Schröners 1841 die Superintendentur, die er wegen Kränklichkeit 1850 abgegeben musste. Er starb am 10.8.1865 in Neuruppin.
  17. D. Johann Andreas Ferdinand Leps (1850), wurde am 20.7.1792 in Zerbst geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Zerbst studierte er an der Universität Berlin. Danach war er erst Gymnasial-Lehrer am Friedrichs-Gymnasium in Berlin, 1818 desgleichen in Neuruppin. Leps wurde 1827 ordiniert und war 1827 Hilfsprediger, 1832 Diakonus, 1835 Archidiakonus und 1842 Oberpfarrer in Neuruppin. 1850 wurde er Superintendent. Leps starb in Neuruppin am 29.4.1850 und hatte 1819 die Tochter des Neuruppiner Tuchfabrikanten Dorothea Ebell geheiratet.
  18. Wolfgang von Hanstein (1852-1882), wurde am 4. Juni 1807 in Stendal als Sohn des Pfarrers Ludwig Hanstein und der Karololine Rosine Stephani geboren. Er besuchte das Gymnasium in Potsdam und studierte an der Berliner Universität. 1838 wurde er dort Domkandidat und 1840 Hilfsprediger am Dom. 1842 ging er als Pfarrer nach Neu-Holland bei Liebenwalde und wurde 1852 als Superintendent nach Neuruppin berufen. Von Hanstein starb am 15.3.1885 und hatte am 15.6.1842 in Crossen Johanna Eleonore Mathilde Hahndorf geheiratet.
  19. August Emil Bernhard Schmidt (1882-1915), wurde am 20.5.1844 in Brandenburg als Sohn des Lehrers Johann Friedrich Schmidt und der Juliane Philippine Renate Strohbach geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Brandenburg ging er an die Universität Berlin. Schmidt wurde 1868 ordiniert und 1869 als Hilfsprediger in Berlin angestellt. 1873 kam er als Archidiakonus nach Neuruppin, wurde 1882 Oberpfarrer ebd. und 1888 zugl. Superintendent. Er starb am 5.10.1915 in Neuruppin und hatte am 26.8.1872 in Berlin Klara Zieme aus Neuruppin geheiratet.
  20. Hans Wilhelm Günther (1916-1926), wurde am 27.5.1875 in Breslau als Sohn des Zeichenlehrers Julius Günther und der Anna Michels geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Rinteln studierte er an der Universität in Halle und in Greifswald Günter wurde 1901 ordiniert und im gleichen Jahr Hilfsprediger in Wernigerode. 1903 ging er als Pfarrer nach Altenrode am Harz und 1906 als 2. Pfarrer an die Heilandskirche in Berlin-Stadt. 1916 wurde er Superintendent in Neuruppin, 1926 Pfarrer an Apostel Paulus in Berlin Schöneberg und schließlich 1927 Vereinsgeistlicher in Berlin. Am 23.9.1903 heiratete er die Pfarrerstochter Christine Lüling.
  21. Karl Johannes Hermann Martin Schlaeger (1926-?), wurde am 9.2.1884 in Petkus als Sohn des Pfarrers Karl Schlaeger und der Marie Zollfeldt geboren. Nach Besuch des Gymnasiums Graues Kloster in Berlin, studierte er an den Universitäten Greifswald und Berlin. Er wurde 1910 odiniert und war 1910 Hilfsprediger in Luckenwalde, 1913 4. Pfarrer ebenda, 1914 4. Pfarrer in Berlin-Spandau, 1915 3. Pfarrer ebenda und kam 1926 als Superintendent und Oberpfarrer nach Neuruppin. Am 12.9.1913 heiratete er die Pfarrerstochter Elise Ziehe.

  1. 11. evangelischer Pfarrer von Kränzlin
  2. vgl. Biografie von Carl Friedrich Schinkel

Die zweite Pfarrstelle - ehemalig reformiert

Die Inhaber der zweiten Pfarrstelle waren auch zuständig für das Dorf Storbeck, das bis 1860 kirchlich zu Neuruppin gehörte, danach eine eigene Kirchgemeinde hatte, die aber als Filiale von Neuruppiner Pfarrern versorgt wurde.

  1. Nikolaus Hagen (Hagio) (6.5.1691-20.7.1694), auch Nicolai Hagen genannt, ging von Neuruppin 1694 in die Schweiz und war mit Margaretha. Tschiffeli verheiratet.
  2. Johann Friedrich Müller (1694-1700), aus Anhalt, wurde am 29.7.1694 ordiniert und als Nachfolger für Nikolaus Hagen 1694 reformierter Prediger in Neuruppin. Während seiner Amtszeit wurde die reformierte Kirche St. Nikolai erbaut. Müller ging 1700 nach Berlin an das Große-Friedrichs-Waisenhaus. Dort verstarb er am 14.8.1714.
  3. Johann Georg Siebert (1700-1716), aus Heidelberg, wurde am 5.8.1700 ordiniert. Er kam 1700 auf die 2. Pfarrstelle nach Neuruppin und bezog 1707 das neue Pfarrhaus der reformierten Gemeinde. Am 15.3.1716 starb er in Neuruppin. Siebert heiratete am 21.11.1702 in Berlin Albertine Henriette Wilhelmi.
  4. David Fischer (1717-1746), war am 20.12.1664 in Bacharach/Kurpfalz als Sohn des Gastwirtes Johann Heinrich Fischer und seiner Frau Anna Marg. geboren. Er wurde am 8.2.1700 ordiniert und war reformierter Pfarrer in Linow und 1717 in Neuruppin. 1725 berief man ihn als 2. reformierten Superintendenten. Die Kirche von Storbeck wird als filia der Nikolaikirche in dieser Zeit genannt. Fischer starb am 20. oder 29.1.1746 in Neuruppin. Er heiratete I. am 13.12.1704 in Linow Catharina Simon und II. Martha Sara Blancblois.
  5. Karl Ludwig (Ludolph) Hünefeld (1746-1792), geboren 1713 in Crossen als Sohn des Johann Hünefeld und der Christine Adelheid Meicrotto. Er war zunächst Feldprediger und kam 1746 als 2. Pfarrer und Superintendent nach Neuruppin. Hier starb er am 30.9.1792 und wurde in der Kirche von Storbeck begraben. Hünefeld heiratete in Neuruppin am 10.10.1747 Charlotte Luise Stosch.
  6. Leopold Lebrecht Hanckwitz (1793-1811), wurde am 5.9.1754 in Ziebigk bei Dessau als Sohn des Pächters Daniel Hanckwitz und einer Himsch geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Halle, studierte er an der Universität Halle. 1777 wurde er Inspektor am Joachimstalschen Gymnasium in Berlin. 1785 wurde er ordiniert und Pfarrer in Nattwerder, Kreis Lehnin, 1793 reformierter Superintendent in Neuruppin, 1811 Hofprediger in Altlandsberg, schließlich 1826 emeritiert. Hankwitz heiratete am 13.9.1785 in Berlin die Pfarrerstochter Karoline Sophie Dorothea Wilmsen.
  7. Johann Leberecht Bientz (1811-1834), geboren etwa 1770 in Crossen als Sohn des Kantors Jac. Heinr. Bientz und Charlotte Ballieu. Er war zunächst Pfarrer in Goch/Cleve, 1801 in Spandau und erhielt 1811 die 2. Pfarrstelle mit Superintendentur in Neuruppin. Er starb hier am 1.2.1834 und hatte am 4.1.1801 in Berlin die Gutsbesitzertochter Mar. Fried. Johanne von Hymmen geheiratet.
  8. Ludwig Wilhelm Schmidt (1835-1865) - siehe 1. Pfarrstelle 16.
  9. Ferdinand Ludwig Wilhelm Braune (1866-1902), wurde am 24.3.1828 in Schwedt als Sohn des Schuhmachermeisters Friedrich Wilhelm Braune und der Charlotte Elisabeth Himmerling geboren. Er besuchte das Joachimsthaler Gymnasium in Berlin und die dortige Universität, war 1853 Konrektor in Charlottenburg, 1856 Rektor in Greifenhagen und 1857 desgl. in Anklam. Nach seiner Ordination 1856 wurde er 1858 reformierter Pfarrer in Soldin und 1866 2. Pfarrer in Neuruppin. Braune wurde 1902 emeritiert und hat am 28.7.1853 in Berlin Johanne Charlotte Lehmann geheiratet.
  10. Karl Franke (1902-1933), wurde in Halle am 29.1.1865 als Sohn des Dr. med. Walter Franke und der Karoline Sitzler geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Halle studierte er an den Universitäten Halle, Tübingen und Leipzig. Franke wurde 1895 ordiniert und wurde im gleichen Jahr Pfarrer in Arnsnesta, Provinz Sachsen, 1902 dann 2. Pfarrer in Neuruppin und wurde 1933 emeritiert. Er heiratete am 15.1.1895 Johanna Buchholtz.
  11. Adolf Julius Karl Gustav Falkenberg (1934-1938), wurde am 9.10.1880 in Melle (Hannover) als Sohn des Oberpostsekretärs Julius Gustav Adolf Falkenberg und Anna Leopoldine Friederike Thiele geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Memel studierte er an den Universitäten Marburg, Berlin und Heidelberg. Er wurde 1906 ordiniert und im gleichen Jahr Vikar in Baden, 1908 Stadtvikar in Schopfheim, 1911 Pfarrer in Hilsbach-Weiler, 1926 Pfarrer in Porto Allegre in Brasilien, 1932 Pfarrer in Rhinow, Kreis Rathenow, und 1934 Pfarrer in Neuruppin. Er war ein Vertreter der "Deutschen Christen" und an einer Ruhestörung gegen Otto Dibelius (Mitglied der "Bekennenden Kirche") beteiligt, als dieser am 19.11.1934 im Stadtgarten in Neuruppin sprach. Dibelius gewann daraufhin am 14.4.1935 einen Prozess wegen öffentlicher übler Nachrede gegen Falkenberg. Falkenberg starb am 30.10.1938. Er heiratete I. am 9.8.1908 Luise Bächle aus Frankfurt/Main und II. am 12.7.1923 Charlotte Edelshagen.
  12. Karl Schläger (1939-1952)
  13. Kalinka (1952-1955)
  14. Dellmann (1955-1969)
  15. Heinz Karau (1969-), Ehrenbürger von Neuruppin

Die dritte Pfarrstelle - Archidiakonus

  1. Jakob Kortenbeck (1541-1568), 30 Jahre Prediger zu Neuruppin, erwähnt im Rahmen der Kirchenvisitation 1541 als Leheninhaber.
  2. Johann Giesenhagen (1568-1585), wurde etwa 1525 in Pritzwalk geboren. Er kam 1548 als Diakon nach Neuruppin, wurde 1568 Archidiakonus und unterschrieb 1581 die Concordienformel zusammen mit Inspektor Jonas Böttcher und Diakonus Kelk. Giesenhagen heiratete 1550 Barbara Kriele und starb in Neuruppin am 11.2.1585. Sein Sohn Johann war der 3. evangelische Prediger von Kerzlin.
  3. Jakob Kelk (Kelch) (1585-1592), wurde als Bürgerssohn in Neuruppin geboren. Zunächst war er Lehrer in Havelberg, kam 1571 als Subdiakonus nach Neuruppin, wurde 1575 hier Diakonus und 1585 Archidiakonus. Er starb am 8.4.1592 in Neuruppin.
  4. Wichmann Merian (1592-1611), wurde in Neuruppin geboren und kam 1575 als Subdiakon nach Neuruppin. 1585 wurde er hier Diakon und 1592 Archidiakon. 1592 verheiratete er sich mit einer Tochter des Pfarrers Jonas Bött(i)cher (siehe 1. Pfarrstelle 3.).
  5. Thomas Pen(c)kow (1611-1619), wurde in Neuruppin als Sohn des Hans Penkow (Tuchmacher?) und einer Rehfeld geboren. Er war ab 1592 Diakonus und ab 1611 Archidiakonus in Neuruppin und heiratete 1604 Barbara Gertz(enhagen). Penckow starb 1619 in Neuruppin.
  6. M. Jakob Wernicke (1619-1622), studierte in Frankfurt/Oder (1595-1597?) und wurde 1609 Rektor der Lateinschule in Neuruppin. 1611 wurde er Subdiakonus, 1616 Diakonus und 1619 Archidiakonus in Neuruppin. 1621 oder 1622 wurde er Pfarrer und Superintendent in Templin, wo er auch gestorben ist.
  7. Thomas Schönberg (1623-1651), wurde im April 1590 in Neuruppin als Sohn des Grobschmieds und Bürgers Joachim Schönberg und der Anna Selle geboren. Er besuchte die Schule in Neuruppin. Seine Mutter setzte mit Unterstützung des Diakons Jacob Schramm durch, dass der Sohn studierte. 1608 besuchte er die Schule in Prenzlau, 1610 das Gymnasium in Magdeburg und studierte in Wittenberg, ging dann nach Stettin und wurde zu Ostern 1617 nach Neuruppin als Schulrektor berufen. 1618 wurde er Diakon in Frankfurt/Oder, behielt aber auch bis Johanni das Schulrektorat und die Vertretung des Konrektors. 1619 wurde er Diakonus und 1623 Archidiakonus in Neuruppin. Hier starb er am 1.2.1651. Schönberg heiratete I. 1618 Marie Schröder, II. am 7.5.1627 Elisabeth Hecht und III. am 29.11.1639 in Neuruppin Ursula (G)Öttling, die Witwe des Pfarrers Adam Schütze aus Karwesee.
  8. Peter Arnisäus (1651-1662), war zunächst Pfarrer in Vielitz, Kreis Lindow-Gransee, kam 1639 als Diakonus nach Neuruppin und wurde 1651 Archidiakonus. Er heiratete I. am 18.11.1639 Katharina Bentzin, geb. Grüning und II. am 17.10.1659 Katharina Roloff.
  9. David Schwartzkopf (1662-1681), wurde in Wittstock als Sohn des Pfarrers Erdmann Schwartzkopf und der Christiane Musculus geboren. Er war ein Halbbruder des M. Joachim Schwarzkopf(f) (siehe 1. Pfarrstelle 5.). 1640 war er Konrektor der Neuruppiner Lateinschule, 1651-52 Pfarrer in Bechlin (bei Neuruppin, vergl. 7. evangelischer Prediger in Bechlin) und ab 1652 Diakon in Neuruppin. 1662 wurde er Archidiakonus und starb am 16.11.1681 in Bechlin. Schwartzkopf heiratete am 23.11.1646 Katharina Mandelberg.
  10. Thomas Busse (1681-1698), wurde am 2.4.1630 in Neuruppin als Sohn des Schlosser- und Güldemeisters Valentin Busse und der Elisabeth Siepmann geboren. Er besuchte die Gymnasien in Aschersleben und Magdeburg, studierte in Wittenberg hatte danach verschiedene Stellen in Magdeburg und Protzen (bei v. Quast) inne. 1655 wurde er Konrektor der Schule in Havelberg, 1657 dort Rektor und 1659 Pastor in Manker. 1671 kommt er als Diakonus nach Neuruppin und wird 1681 Archidiakonus. Er starb am 15.9.1698. Busse heiratet I. am 4.7.1658 in Manker Anna Dierberg, II. 1678 in Neuruppin Dorothea Falkenthal, III. am 26.4.1688 in Neuruppin Clare Elisabeth Torben und IV. am 17.11.1697 in Neuruppin Sabina Düring. Siehe auch 5. evangelischer Pfarrer von Manker.
  11. Kaspar Schütze (Sagittarius) (1699-1707), wurde in Neuruppin geboren. 1667 war er Konrektor in Neuruppin, 1670 oder 1671 Pfarrer in Kränzlin (vgl. 6. evangelischer Pfarrer, 1681 Diakonus und 1699 Archidiakonus in Neuruppin. Dort starb er am 14.9.1707. Schütze heiratete 1669 Anna Schwartzkopf, die Tochter des Pfarrers David Schwartzkopf ( siehe 3. Pfarrstelle 9).
  12. Benedikt Rehfeld (1707-1729), wurde 1651 in Neuruppin als Sohn des Gerichtsschreibers und Ratsherren Johannes Rehefeld geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Neuruppin, Salzwedel und Zittau studierte er ab 1666 in Frankfurt/Oder, und Leipzig. 1677 wurde er Konrektor der Lateinschule in Neuruppin, 1681 Rektor dort. 1694 erhielt er in in Quitzow Kreis Perleberg seine erste Pfarrstelle, wurde 1699 Diakonus und 1707 Archidiakonus in Neuruppin. Rehefeld(t) starb am 25.1.1729 in Neuruppin. Er heiratete I. am 19.9.1683 Catherina Kriele, II. am 12.4.1685 Catharina Falckendahl und III. Dorothea Korte.
  13. Gottfried Pal(t)zow (1729-1737), wurde 1678 in Neuruppin als Sohn des Bäckergildemeisters, Ratsherren und Vorstehers der Pfarrkirche Burchard Paltzow und der Anna Kabelow geboren. Ab 1699 besuchte er die Universität in Jena und wurde 1704 Pediger in Beveringen bei Pritzwalk. 1707 kam er als Diaconus nach Neuruppin und wurde 1729 Archidiakonus. Am 3.7.1737 starb er in Neuruppin. Pla(t)zow heiratete I. 1703 Dorothea Elisabeth Buntebart und II. am 26.11.1732 in Cottbus deren Schwester Anna Elisabeth Buntebart.
  14. M. Jordan Duve (1738-1742), wurde am 12.6.1695 in Gardelegen als Sohn von Jordan Duve und Sophie Passiel geboren. Er kam als Rektor an die Lateinschule nach Neuruppin und wurde dort 1729 Diakonus, dann ab 1738 Archidiakonus. Er erhält ein Haus der Litzmanns zur Errichtung eines Predigerwitwenhauses. Duve stirbt am 9.1.1742 in Neuruppin. Am 13.9.1723 hat er Sopia Gert(h)rud Litzmann geheiratet.
  15. Hieronymus Gottlieb Ungnade (1742-1756), wurde am 7.5.1699 geboren. Er war 1726 Pfarrer in Walsleben und ab 1737 Diakonus, ab 1742 Archidiakonus in Neuruppin. Ungnade starb am 22.11.1756 und war mit Anna Elisabeth Lehmann verheiratet.
  16. Karl Wilhelm Blumenthal (1756-1769), wurde am 1.9.1698 in Loburg geboren. Nach dem Studium in Halle wurde er 1727 Rektor in Wusterhausen/Dosse. Nach seiner Ordination am 22.4.1736 wurde er 1736 Feldprediger im Kürassier - Regiment Prinz Wilhelm in Kyritz und 1742 Diakonus, 1756 Archidiakonus in Neuruppin. Blumenthal starb am 7.11.1769 in Neuruppin. Er war verheiratet I. mit Elisabeth Beate Wöllner und II. am 25.2.1748 mit Anna Marie Lietzmann.
  17. Johann Christoph Schinkel (1769-1785) - siehe 1. Pfarrstelle 14.
  18. Karl Gottlieb Ludwig Gründler (1786-1834), wurde am 23.2.1757 in Küstrin als Sohn des Pfarrers Johann Christian Gründler und der Friederike Sophie Schultze (siehe 1. Pfarrstelle 13.) geboren. Er kam 1782 als Diaconus nach Neuruppin, wurde 1786 Archidiaconus und starb am 23.10.1835 in Neuruppin.
  19. D. Johann Andreas Ferdinand Leps (1835-1842) - siehe 1. Pfarrstelle 17.
  20. Jakob David Grauert (1842-1867), wurde als Sohn der Tuchmachermeisters Johann Samuel Grauert am 2.7.1803 in Neuruppin geboren. Nach dem Gymnasium in Neuruppin besuchte er die Universität in Berlin. Er kam 1835 als Diakonus nach Neuruppin und erhielt 1842 die Stelle des Archidiakonus.
  21. Ernst Hellmuth Robert Werner (1869-1872), wurde am 28.3.1840 in Berlin als Sohn des Postbeamten Johann Friedrich Werner und der Friedericke August Baum geboren. Nach dem Besuch des Joachimsthaler _Gymnasiums in Berlin, studierte er an der dortigen Universität und wurde 1866 ordiniert. Im gleichen Jahr wurde er in Berlin Hilfsprediger und kam 1867 als Archidiakonus nach Neuruppin. 1872 wurde er Oberpfarrer in Wittenberge, 1877 auch Superintendent dort, 1889 Pfarrer in Borne, Kr. Belzig (27. Pfarrer von Borne). Werner wurde am 1.1.1902 emeritiert und starb am 12.5.1924 in Warsleben. Am 8.6.1867 hatte er Anna Curt geheiratet.
  22. August Emil Bernhard Schmidt (1872-1882) - siehe 1. Pfarrstelle 19.
  23. Johannes Ehrenfried Hofmann (1882-1885)
  24. Ernst Gottlieb Julius Spiegel (1885-1914)
  25. Adolf Fischer (1915-)

Die vierte Pfarrstelle - Diakonus

  1. Johann Giesenhagen (1548-1568) - siehe 3. Pfarrstelle 2.
  2. M. Johann Brenner (1568-1570)
  3. Bartholomäus Fröhlich (1571-1575), kam als Subdiakonus 1569 nach Neuruppin.
  4. Jakob Kelk (1575-1585) - siehe 3. Pfarrstelle 3.
  5. Wichmann Merian (1585-1592) - siehe 3. Pfarrstelle 4.
  6. Thomas Pen(c)kow (1592-1611) - siehe 3. Pfarrstelle 5.
  7. Jakob Schramm (1611-1616)
  8. M. Jakob Wernicke (1616-1619) - siehe 3. Pfarrstelle 6.
  9. Thomas Schönberg (1619-1623) - siehe 3. Pfarrstelle 7.
  10. Simon Grimm (1623-1625), kam als Subdiakonus 1619 nach Neuruppin
  11. Joachim Schwartzkopf (1626-1639) - siehe 1. Pfarrstelle 5.
  12. Peter Arnisäus (1639-1651) - siehe 3. Pfarrstelle 8.
  13. David Schwartzkopf (1652-1662) - siehe 3. Pfarrstelle 9.
  14. Andreas Westphal (1662-1671), wurde am 25.4.1628 in Neuruppin als Sohn des Andreas Westphal und der Anna Kriele geboren. Er wurde Konrektor der Lateinschule Neuruppin und 1662 Diakonus ebenda. Er starb am 12.11.1679 in Magdeburg und hatte I. am 28.12.1655 in Neuruppin Regina Begemann und später II. Margarethe Elisabeth Raue geheiratet.
  15. Thomas Busse (1671-1681) - siehe 3. Pfarrstelle 10.
  16. Kaspar Schütze (1681-1699) - siehe 3. Pfarrstelle 11.
  17. Benedikt Rehfeld (1699-1707) - siehe 3. Pfarrstelle 12.
  18. Gottfried Pal(t)zow (1707-1729) ) - siehe 3. Pfarrstelle 13.
  19. M. Jordan Duve (1729-1737) - siehe 3. Pfarrstelle 14.
  20. Hieronymus Gottlieb Ungnade (1737-1742) - siehe 3. Pfarrstelle 15.
  21. Karl Wilhelm Blumenthal (1742-1756) - siehe 3. Pfarrstelle 16.
  22. Joachim Sigismund Jahn (1757-1762), wurde am 2.1. 1733 in Neuruppin als Sohn des Syndicus und Scholarchen Joachim Jahn und der Eva Regina Witte geboren. Er besuchte das Gymnasium in Neuruppin und 1748 das in Kloster Bergen und ging 1750 auf die Universität in Halle. 1753 wurde er Lehrer an der Realschule in Berlin. 1757 kam er als Diakonus nach Neuruppin, wo er am 8.5.1762 starb. Jahn heiratete am 30.5.1758 Sophia Dorothea Elisabeth Witte, die Tochter des Superintendenten von Gransee.
  23. Johann Christoph Schinkel (1762-1769) - siehe 1. Pfarrstelle 14.
  24. Johann Christoph Drake (1772-1782)
  25. Karl Gottlieb Ludwig Gründler (1782-1786) - siehe 3. Pfarrstelle 18.
  26. Johann Gottlieb Seidentopf (1787-1831), wurde als Sohn des Bürgers Johann Gottlieb Seidentopf am 18.4.1757 in Brandenburg geboren. Er besuchte dort das Gymnasium, studierte in Halle und kam 1782 als Gymnasiallehrer nach Neuruppin. 1788 wurde er hier Pfarrer und starb in Neuruppin am 14.5.1831. Verheiratet war er mit Karoline Theodore Treumann. Bekannt war Seidentopf als Verfasser vaterländischer Lieder.
  27. D. Johann Andreas Ferdinand Leps (1832-1835) - siehe 1. Pfarrstelle 17.
  28. Jakob Daniel Grauert (1835-1842) - siehe 3. Pfarrstelle 20.
  29. Friedrich Wilhelm Heydemann (1842-1866), wurde als Sohn des Gastwirtes Karl Heydemann und dessen Ehefrau Sabine Sophie Bitterhof am 8.6.1814 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums "Graues Kloster" und der Universität in Berlin wurde er am 27.6.1842 ordiniert und war bis zu seinem Tode, am 11.6.1866 in Neuruppin, als Diakon dort tätig. 1844 heiratete er die Tochter des Neuruppiner Superintendenten Marie Leps (siehe 1. Pfarrstelle 17.). Heydemann schrieb die "Neuere Geschichte der Stadt Neuruppin", Neuruppin 1863.
  30. Johann Ehrenfried Hofmann (1869-1882)
  31. Ernst Gottlieb Julius Spiegel (1883-1885) - siehe 3. Pfarrstelle 24.
  32. Gustav Friedrich Albrecht Bittkau (1886-1917)
  33. Reinhold Friedrich Rudolf Bittkau (1917- )

Die fünfte Pfarrstelle - Subdiakonus

  1. Andreas Buchovius ( Buchow ) (1556-1564) - siehe 1. Pfarrstelle 2.
  2. Edmund Matschappen (1565-1568)
  3. Bartholomäus Fröhlich (1569-1571) - siehe 4. Pfarrstelle 3.
  4. Jakob Kelk (1571-1575) - siehe 3. Pfarrstelle 3.
  5. Wichmann Merian (1575-1585) - siehe 3. Pfarrstelle 4.
  6. Thomas Pen(c)kow (1585-1593) - siehe 3. Pfarrstelle 5.
  7. Gabriel Woltersdorf (1592-1604) - siehe 1. Pfarrstelle 4.
  8. Jakob Schramm (1604-1611) - siehe 4. Pfarrstelle 7.
  9. M. Jakob Wernicke (1611-1616) - siehe 3. Pfarrstelle 6.
  10. Clemens Mandenberg (Mandelberg) (1616-1618), wurde etwa 1593 als Sohn des Kaufmanns Clemens Mandenberg und der Margarete Gertz in Neuruppin geboren. 1602 besuchte er die Universität Frankfurt/Oder. Er war 1611 Konrektor in Neuruppin und wurde 1616 Subdiakonus. 1618-1667 war er Prediger in Nackel, Kreis Wusterhausen, wo er 1667 gestorben ist. Mandenberg heiratete am 17.7.1616 in Neuruppin Anna Rücker. Sein Sohn Clemens Theodor wird Pfarrer in Neustadt/Dosse und Köritz, dessen Sohn, also der Enkel von Clemens Mandenberg, ist Benedikt Friedrich Mandenberg, der 7. evangelische Pfarrer von Gottberg.
  11. Simon Grimm (1619-1623) - siehe 4. Pfarrstelle 10.
  12. Joachim Schwartzkopf(f) (1623-1626) - siehe 1. Pfarrstelle 5.
  13. Christoph Lievenberg (1627-1631), wurde am 2.12.1603 in Neuruppin als Sohn des M. Christoph Lievenberg, Baccalaureus, Tertius und Kantor an der Lateinschule in Neuruppin und der Elisabeth Kriele geboren. 1624 wurde er Konrektor der Neuruppiner Lateinschule und 1627 Subdiaconus in Neuruppin. Er starb am 25.10.1631 in Neuruppin und hatte am 21.9.1625 Maria Moller/Müller, Tochter des Rektors Thomas Moller (nach anderen Quellen eine Elisabeth Kriele) geheiratet.
  14. Levin Kärsten (1632-1638), geboren in Neuruppin als Sohn des Joachim Kärsten, war 1620 stud. theol. und kam 1632 als Subdiaconus nach Neuruppin. Dort starb er 1638 und wurde in Neuruppin am 22.8.1638 begraben. Er heiratete in Neuruppin die Apothekerstochter Anna Bergemann.

Dann ging die Stelle ein.

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