Mohrungen

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Ostpreußenkarte um 1925
Prußische Stammesgebiete


Hierarchie

Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Königsberg > Landkreis Mohrungen > Mohrungen


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Mohrungen oder Morungen liegt am Schertingsee im prußischen Stammesgebiet Pomesanien.

Name

Der Name bezieht sich auf einen verlandeten See namens Marungis.

  • prußisch „mare, mary, marre“ = sumpfiges Wasser, Bucht, Haff
  • Marungen (1346), Maring-See, Elbingen Komturei
  • Marang (1378 ), Mahrungs-See Kreis Osterode

Urkundliche Erwähnungen:

  • 1328 de Morungen
  • 1334 in morungen
  • 1337 Morunge
  • 1354 Morung
  • 1340 Morungen
  • 1364 Marungen
  • 13462 ciuitatem Morung
  • 1512 Moringk
  • ab 1543 Mohrungen


Wappen

Wappen Mohrungen

Das Stadtwappen zeigt in Gold auf grünem Boden einen barfuß schreitenden, schwarz gekleideten Pilger mit geschultertem Stab, an dem eine silberne Kürbisflasche hängt; in der Linken hält er eine goldene Pilgermuschel.


Allgemeine Information

Einwohner

1939. 7.212

Politische Einteilung

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Mohrungen, Evangelisch-lutherische Gemeinde

Katholische Kirchen

Geschichte

  • 1280 Bau eines Konventshauses am Schertingsee.
  • 1327 Stadtgründung durch den Elbinger Komtur Hermann von Oppen.
  • In der Handfeste von 1331 wird auf die ältere (1327) verwiesen. Die Stadt hatte ursprünglich 106 Hufen, 6 von ihnen gehörten zur Kirche.
  • 1410 wurde die Stadt in der Schlacht von Tannenberg von den Polen eingenommen und blieb bis 1461 unter polnischer Herrschaft.
  • 1414 wurde die Stadt zerstört, 96 Höfe verbrannten.
  • Da der Ordensspittler Hochmeister Heinrich Reuß von Plauen 1467 Hochmeisterstatthalter wurde und seinen Sitz in Mohrungen nahm, fügte der Landkreis Mohrungen 1928 den Löwen der Plauen in sein Kreiswappen ein.
  • 1470 stirbt der Hochmeister in Mohrungen.
  • 1520, 1626 und 1697 starke Zerstörungen. Das Rathaus wurde später freigelegt und stilvoll erneuert.
  • 1744 Herder wird in der vom Markt zur Kirche führenden Straße geboren. Dort befindet sich ein Herdermuseum.
  • 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
  • 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
  • 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Mohrungen wird wieder preußisch.
  • 1807.25.Jan.. Die Russen stoßen bei Mohrungen auf eine Division Marschall Bernadottes, die den Rückzug der Truppen Neys deckte. Auf den Höhen vor Georgenthal entwickelte sich ein lebhaftes Gefecht.
  • 1937 hatte Mohrungen 6223 Einwohner.
  • 1939 um 8400 Einwohner.
  • 2. Weltkrieg: kaum Zerstörungen




Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

  • Machholz, Ernst: Die Kirchenbücher in den Diözesen Mohrungen, Neidenburg, Ortelsburg, Osterode und Hohenstein, Pr. Holland sowie Saalfeld. In: Oberländische Geschichtsblätter Heft 7 1905

Historische Bibliografie

Persönlichkeiten

Edmund Grigoleit: Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755, in: Archiv für Sippenforschung, 29. Jg. Aug. 1963, H. 11, S. 178.

Bonaventura Wiezner 1747 bis 1759.


Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).

Bertram, Kreiskalkulator in Mohrungen, zum Kreissteuereinnehmer in den Ämtern Pr. Holland, Liebstadt und Mohrungen 17./28.8.1761.

Birckwitz, Johann Gottfried, Stud., zum Amtmann in Mohrungen 28.4./9.5.1761.

Hartwich, Christian, Ratsverwandter, zum Bürgermeister in Mohrungen 10./21.8.1761.

Mentzel, Anton, Invalide, zum Polizeiausreiter in Mohrungen 23.11./4.12.1759.

Obuch, David Friedrich, Bürger in Mohrungen, zum außerordentlichen Ratsverwandten daselbst 19./30.1.1762.

Rothelius, Georg Wilhelm, zum Ausreiter des Kreises Mohrungen 29.4./1.5.1761.

Tyszka, Friedrich Theodor, zum außerordentlichen Kalkulator der Kammer in Königsberg 15./26.1.1760, zum Kreiskalkulator in Mohrungen 17./28.8.1761.

____________


Johann Gottfried Herder, * Mohrungen (Ostpr.) 25.8.1744, + Weimar 18.12.1803, Sohn eines Kantors und Volksschullehrers,: 1762-1764 Studium in Königsberg: Medizin, Theologie und Philosophie; 1764-1769 Lehrer an der Domschule in Riga, ab 1765 dort auch Prediger; Begründer der neuereren deutschen Geschichtsphilosophie.


Treschus, geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen






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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MOHGENJO93XW
Name
Typ
  • Stadt
w-Nummer
  • 50137
Karte

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Mohrungen, Powiat morąski (- 1945) ( Landkreis ) Quelle Ort 22.2

Osterode (PL), Powiat ostródzki (1945) ( Landkreis ) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Simonetti, Szymanowo Ort SIMTTIJO93WW
Heinrichshof, Jędrychówko Ort HEIHOFJO93WV
St. Joseph, Św. Józefa Kirche object_291953
Obuchshöfchen, Obuchowo Ort OBUHENJO93WW
Forsthaus Tannenwald, Jeglak Ort TANALDJO93WV
Mohrungen Kirche object_164198
Krausenhof Ort KRAHOFJO93XW
Döhringshof Ort DOHHOFJO93XV
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