Merfeld

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Merfeld, historisch – familienkundliche Entwicklung der Dorfwirtschaft im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...

Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen >Wappen - Portal:Westfalen-Lippe > Regierungsbezirk Münster > Kreis Coesfeld > Dülmen > Merfeld

Merfeld: Le Coq, Topographische Karte (1805)
Merfeld: Urkataster, Aussschnitt v. 1825

Inhaltsverzeichnis

Früherwähnung

Name

ca. 900 „Marefeldon";

Familienname

1169 „Henricus de Mereuelde"; 1227 „Hermannus de Mervelde"

Grundherrschaft

  • ca. 900 Kloster Werden hatte hier Besitz.
    • Quellen der Früherwähnung: (Kötz. S. 43; Westf. Urkundsbuch II. Cod. Nr. 342; III. Nr. 245).

Landesherren

Bürgermeisterei Dülmen

  • 1832/35 Bürgermeisterei Dülmen 7.062 Einwohner, davon

Verwaltungseinbindung

  • 1895 Merfeld, Landgemeinde in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Koesfeld, Amt Dülmen
    • Zuständigkeit/Einrichtungen: Amtsgericht Dülmen, ev. Kirchspiel Haltern, kath. Kirchspiel Lippramsdorf (?), Postbezirk Dülmen.
    • Gesamtfläche: 2.781,9 ha (1895), 2 Wohnplätze, 117 Gebäude
    • 686 Einwohner (4 Ev., 931 Kath.),
  • Merfeld-Merfeld, Bauerschaft in der Landgemeinde Merfeld
    • (1895) 52 Gebäude
    • 350 Einwohner
  • Merfeld-Merode, Bauerschaft in der Landgemeinde Merfeld

Zuständigkeit, Infrastruktur

1931: Amt Dülmen, Kreis Coesfeld, Regierungsbezirk Münster, Sitz Dülmen. Ehrenbürgermeister von Papen, Fernsprecher 45.

  • Gemeinde Merfeld: Landwirtschaftsgemeinde. Gemeindevorsteher Hesker, Ortsklasse D.
    • Einwohner 929, Kath. 925, Ev. 4.
    • Gesamtfläche 2.782 ha.
    • Zuständigkeit/Einrichtungen: Volksschulen 3. Bestellungspostamt, Eisenbahnstation 4 km, Freiwillige Feuerwehr. Nebenstelle der Kreissparkasse. Elektrizitätsversorgung. Eisenbahn.
    • Politik: Gemeindevertretung 6 Mitglieder.
      • Quelle: Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931

Kommunale Neugliederung


Wappen_Dülmen Stadtteile in Dülmen (Kreis Coesfeld)

Börnste | Dernekamp | Emte | Hausdülmen | Leuste | Mitwick | Rödder | Weddern | Welte | Stadt Dülmen (in den Mauern)
Buldern | Daldrup | Hiddingsel | Merfeld | Rorup

Bildungswesen

Kulturtechniken

Elementarschule im Kreis Coesfeld

  • 1864: Schule zu Merfeld, Kirchspiel Dülmen, Größe 1.155 Quadratfuß (=107,3 qm), 136 Kinder, davon 5 arme Kinder schulgeldfrei, Schulgeld für Sommer- und Wintersemester je 11 1/4 Sgr. für Bauern und Kötter, 7 1/2 Sgr. Leibzüchter, Schulheizkosten 2 Sgr 1 Pfg, 1 Lehrer,Jahresmietwert der Dienstwohnung 10 Taler, Gesamtjahresgehalt auf 154 Taler. [1]
Jahr Ortsteil Ort Schulart Geschlecht Schülerzahl Klassen Lehrpersonen Bemerkung
1893 Merfeld Kirchspiel Dülmen Volksschule Gemischt 127 3 Wilh. Freistühler * 29.03.1852, im Amt seit 15.10.1872
Anna Bäumer * 09.02.1862 Amtsantritt 21.04.1892
-.-[2]

Kirchenwesen

Kapelle

  • 1789, 1806-1807 Präsentation des Wilhelm Christoph Raers zur Vikarie B.M.V. der Kapelle in Merfeld bzw. zur St. Anton Vikarie in Rorup durch den Freiherrn von Merode zu Merfeld.
    • Eine Antoniuskapelle von 1466 erhielt 1912 einen Rektoratsbezirk (rk.). Nach dem Neubau der Kirche 1935-1937 wurde er als selbständige Pfarre von Dülmen getrennt.

Bevölkerungsverzeichnisse

Kirchenbuchverzeichnis

Unterbauerschaften

Bei der Spaltung des Hauses Merfeld (1394, 1415, 1461) teilten sich die 2 Gebrüder von Merfeld auch in die Bauernerbe und Kotten ihrer „Burschop to Mervelde in dem Kerspelle van Dülmen". Seitdem unterschied man zweierlei Höfe, je nachdem sie zum einen oder anderen Hause Merfeld hörig waren. Als das eine Haus dann an die Familie von Merode kam, wurden deren ungeordnet in der Landschaft durcheinander liegende Gehöfte die Merodeschen, die übrigen die Merfeldschen, letztere später auch Bretzenheimschen genannt. Die Gesamtheit dieser jeweiligen Höfe bezeichnete man als „Unterbauerschaften', und seit 1815, als Merfeld eine Gemeinde wurde, als „Bauerschaften" Merfeld und Merode.

Hausnummerierung

Jede zusammenhanglose Bauerschaft hat ihre Wohnhäuser noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts für sich mit Zahlen versehen. Die Gehöfte der 2 Bauerschaften liegen in der Gemengelage und willkürlich durcheinander, so daß von einer Bauerschaft, als einer zusammenhängenden Ortschaft nicht die Rede sein kann. Die Hauszahlen haben 1923 noch nicht einmal Unterscheidungsmerkmale, so daß äußerlich nicht ersichtlich ist, welcher „Bauerschaft" sie gelten, zumal man Gehöfte mit gleichen Nummern nebeneinander liegend findet. Dieses Art der Nummerierung war unzweckmäßig und wurde erst um 1930 geändert und vereinheitlicht.

Hofesnamen

1923: Alphabetisches Verzeichnis der Hausstätten in Merfeld
* Beckschlüter (Merfeld) * Bergmann (Merfeld) * Bergstrotmann (Merfeld) * Beßmann (Merfeld) * Bickmann (Merfeld) * Breuer (Merfeld)
* Buckmann (Merfeld) * Diekämper (Merfeld) * Dreier (Merfeld) * Elbers (Merfeld) * Elskemper (Merfeld) * Epker (Merfeld)
* Ernst (Merfeld) * Espeter (Merfeld) * Frerick (Merfeld) * Füßner (Merfeld) * Gelschefarth (Merfeld) * Göckener (Merfeld)
* Grove (Merfeld) * Haake (Merfeld) * Hesker (Merfeld) * Heßler (Merfeld) * Hilgenberg (Merfeld) * Höner (Merfeld)
* Hofbaumeister (Merfeld) * Hülsmann (Merfeld) * Hustert (Merfeld) * Jäger (Merfeld) * Jasper (Merfeld) * Kleinschnieder (Merfeld)
* Klüsener (Merfeld) * Kneupner (Merfeld) * Bontrup gt. Kock (Merfeld) * Kock (Merfeld) * Köster (Merfeld) * Kuhmann (Merfeld)
* Lenz (Merfeld) * Leuer (Merfeld) * Maesmann (Merfeld) * Mensmann (Merfeld) * Oesemann (Merfeld) * Ölger (Merfeld)
* Pankock (Merfeld) * Peters (Merfeld) * Plaßmann (Merfeld) * Plaßstrotmann (Merfeld) * Rave (Merfeld) * Reher (Merfeld)
* Reinermann (Merfeld) * Rüskamp (Merfeld) * Rummel (Merfeld) * Schlagheck (Merfeld) * Schapschott (Merfeld) * Schlüter (Merfeld)
* Schnieder (Merfeld) * Schultebein (Merfeld) * Sommer (Merfeld) * Specht (Merfeld) * Stegehake (Merfeld) * Stegehus (Merfeld)
* Stegemann (Merfeld) * Sundermann (Merfeld) * Struffert (Merfeld) * Terfort (Merfeld) * Uhlending (Merfeld) * Vennebeckmann (Merfeld)
* Wäsker (Merfeld) * Wautmann (Merfeld) * Wieschhörster (Merfeld) * Wiesweg (Merfeld) * Wiethoff (Merfeld) * Winkelhüsener (Merfeld)
* Backenäcker (Merfeld) . . . Kirchengut: * Schulze Lüdinghausen (Merfeld)

Archiv

Literatur

  • Glasmeier, H., Das Geschlecht von Merveldt zu Merfeld, in Westfäl. Adelsblatt, 8. Jahrg. 1931, S. 1 ff.;
  • Bau- u. Kunstdenkmäler, Kreis Coesfeld, S. 80 f.
  • Wieling, Joseph: Urkunden zur Gründung der Schloßkapelle Merfeld, 1964
  • Kindlinger, Niklas: Welcher Nachrichten von den ehemaligen westfälischen Fehm- und Freigerichten, die Geschichte der Entstehung der Herrlichkeiten im Hochstifte Münster, die Geschichte der Häusern und der Familie von und zu Merfeld, und dabei 150 Urkunden enthält (Venantius Kindlingers Minoriten in Münsterische Beiträge zur Geschichte Deutschlands hauptsächlich Westfalens) 1787
  • Bielefeld, Ludwig: Merfeldsche Geschichten (Dülmen und seine Siedelstätten, 1923
  • Berndt, Willi: Merfeld, 1973
  • Dülmen-Merfeld: Haus Merfeld, 1996
  • Sonnenschein, Johannes: Die St.-Antonius-Kirche zu Merfeld, 1980
  • Vagedes, Anton: Geschichte des Kirchenbaues Merfeld Westf.. 1936
  • Spießen, Max von: Johannes, der Einsiedler von Merfeld, 1957
  • Brathe, Heinz: Franz von Papen in seinen Beziehungen zu Merfeld und Dülmen, 1969, 1970, 1971
  • Elfring, Franz Die Wappen und Siegel des Amtes Dülmen sowie der amtsangehörigen Gemeinden Kirchspiel Dülmen und Merfeld, 1955

Bibliografie-Suche

Fußnoten

  1. Quelle: Mersmann, Statistische Nachrichten über den Kreis Coesfeld pro 1862/64 (G.A.Hülswitt, Münstern 1865)
  2. Quelle: Statistische Übersicht der katholischen Schulen des Reg.bez. Münster (Schöningh, Münster 1893)

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Historische Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der Zugriff jedoch, aufgrund der unklaren Lage durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), vorerst deaktiviert.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MERELDJO31OU
Name
  • Merfeld (deu)
  • Dülmen-Merfeld (1975 -) Quelle (deu)
Typ
Einwohner
Postleitzahl
  • W4409 (- 1993-06-30)
  • 48249 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 4109

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Dülmen (1975-01-01 -) ( Stadt ) Quelle § 39

Dülmen, Croy-Dülmen, Grafschaft Dülmen (- 1811) ( Amt Grafschaft Landesteil )

Dülmen (- 1974-12-31) ( Mairie Bürgermeisterei Amt ) Quelle § 39

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Merode Bauerschaft MERODEJO31OU
Merfeld Dorf Ortsteil MEREL1JO31OU
Merfelder Bruch Bauerschaft object_1131343
Dorfbauerschaft Merfeld Bauerschaft object_1130547
Persönliche Werkzeuge