Medischkehmen

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Disambiguation notice Gaylischken ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Gaylischken .

Hierarchie

Regional > Litauen > Medischkehmen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Medischkehmen

(Bild: Elmar Szelies 2018)



Einleitung

Medischkehmen, bis 1920 Kreis Tilsit, Ostpreußen; (1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Kreis Heydekrug


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf Urbarmachung und Besiedlung von Wald.

  • prußisch "medis" = Baum
  • "median" = Wald

+ "kaimas" = Dorf

  • vgl. dazu litauisch "kiemas" = Hof


Allgemeine Information

Laut Ortsregister von Dietrich Lange:[7]

  • Alter Siedlungsort, ca. 26 km östlich von Heydekrug, 1895 Wohnplatz zu Medischkehmen mit 32 Gebäuden u. 215 Einwohnern
  • Dorf, 25,5 km östlich von Heydekrug, 1939: 480 Einwohner


Politische Einteilung

1895 war Gailischken Wohnplatz zu Medischkehmen[8]
1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Medischkehmen; Die neue Gemeinde ist gebildet worden aus den bisherigen Gemeinden: Medischkehmen und Jurge Kandscheit[9]
1.10.1939: Medischkehmen kommt zum Kreis Heydekrug [10]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Medischkehmen gehörte 1912 zum Kirchspiel Coadjuthen.

Friedhöfe

Medischkehmen hat drei alte Friedhöfe.

Lage

Lage des Doppelfriedhofs im Norden von Medischkehmen im Messtischblatt
Lage des Friedhofs im Süden von Medischkehmen im Messtischblatt

Fotos

Medischkehmen 1

Der Friedhof von Medischkehmen im Norden wurde doppelt genutzt, so sind die gemauerten Torpfosten beider ehemaliger Eingänge noch vorhanden. Von einem Eingang aus sieht man die evangelische Kirche von Coadjuthen. Der Friedhof selber ist stark eingewachsen. Die folgenden Bilder wurden freundlicherweise von Dennis Loeffke zur Verfügung gestellt. (Stand Juli 2010)


Diese Bilder wurden freundlicherweise von Elmar Szelies zur Verfügung gestellt. (Stand 24.06.2018)


Medischkehmen 2

Der südlich gelegene Friedhof ist stark eingewachsen. Zugänglich ist er am einfachsten über den davor gelegenen Hof an der Straße in Richtung Coadjuthen.
Die folgenden Bilder wurden freundlicherweise von Dennis Loeffke zur Verfügung gestellt. (Stand Juli 2010)


Diese Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt. (Stand August 2011)


Unbekannter Friedhof

Die genaue Lage dieses Friedhofs ist noch nicht geklärt. Möglicherweise gehörte er nicht zu Medischkehmen, sondern lag direkt hinter der früheren Grenze in Litauen und gehört zu dem Ort Smukutė, früher Smakutten (s. Schroetter-Karte).
Diese Bilder wurden freundlicherweise von Elmar Szelies zur Verfügung gestellt. (Stand 24.06.2018)

Unbekannter Friedhof: Vermutete Lage jenseits der Grenze in Litauen im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 47 (1860)
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Standesamt

Medischkehmen gehörte 1888 zum Standesamt Coadjuthen.


Bewohner


Oben v.l.n.r.: Ewald, Ida, Otto
Unten v.l.n.r: Richard, Maria und Michael Rauba
(ca. 1939 in Medischkehmen)



Verschiedenes

Memeler Dampfboot vom 04.08.1933

Wahlen für die Gemeindeverwaltungen im Memelgebiet – Kreis Pogegen

In Medischkehmen wurde der bisherige Gemeindevorsteher Bucka wiedergewählt. Zu Schöffen wurden die Besitzer Heinrich Strekies und Erdmann Mikat und zum Ortskassenrendanten Besitzer Otto Scherkus gewählt.


Karten

Szambeninken Medischkemen auf der Schroetterkarte Blatt 7, (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe oben rechts auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160000


Medischkehmen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 47, 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Medischkekmen im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 47, 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Medischkehmen im Messtischblatt 0696 Wersmeningken, 0697 Ackmonischken, 0796 Coadjuthen, 0797 Nattkischken, (1914-1915) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Medischkehmen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Medischkehmen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

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Quellen

  1. Taufbuch Coadjuthen 1669-1685
  2. Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50000
  3. Urmesstischblatt von 1860
  4. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  5. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  6. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  7. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  8. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  9. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  10. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939