Meddicken

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Hierarchie

Regional > Litauen > Meddicken

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Meddicken


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Meddicken, Kreis Memel, Ostpreußen

Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf Wald und Waldbienenimkerei. Der Alternativname Stenzel Budwill sagt aus, dass Stanislaus hier zu siedeln wünscht.

  • prußisch "medenix" = Waldbewohner und "meddo" = Honig, Honigmacher
  • "medis" = Baum
  • "median" = Wald
  • "medies, medinas" = Jäger
  • "mednik atertervis" = Birkhahn
  • "medenix tatarwas" = Auerhahn
  • "Mediene, Medeina" = Göttin des Waldes, der Bäume, der Jagd und der Hasen
  • prußisch "budawat" = bauen
  • polnisch "budowa" = Bau, Baustelle
  • prußisch "wilit" = wünschen


Allgemeine Information

Angrenzende Orte

An das cöllm.Gut Meddicken angrenzende Orte
Im Osten: Schattern
Im Süden: mit Königl. Chatoul.
Im Westen: Trusch Wehesaath
Im Norden: Szwirbeln in Szamaiten

Quelle:[5]


Politische Einteilung

Landgemeinde 1874 und 1888. Gutsbezirk 1907.
1940 ist Meddicken ein Dorf in der Gemeinde Plicken.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Meddicken gehörte 1912 zum Kirchspiel Plicken, vor 1891 allerdings zum Kirchspiel Deutsch Crottingen. Im Gemeindelexicon 1888 ist die Zugehörigkeit als Memel Land verzeichnet.

Katholische Kirche

Meddicken gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhöfe von Meddicken

Die Friedhöfe von Meddicken liegen direkt gegenüber. Wobei der linke Friedhof aufgelassen ist. Die Steine sind alle entfernt. Es scheint, als wären sie auf den Nachbarfriedhof umgebettet worden. Dieser ist noch bis 1972 genutzt worden (Datum der letzten Beerdigung) und ist halbwegs gepflegt.

Meddicken I

Meddiken II

Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger und Peter Wallat zusammen- und zur Verfügung gestellt. Stand Mai 2013.


Standesamt

Meddicken gehörte 1888 und 1907 zum Standesamt Wittauten.


Bewohner


Geschichte

Götzait auf der Carte des terres devant le Curis H [affe] [de] cote du Memmel, ca. 1670, 1:55 000, Sign. N 11999/50
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz



  • 1638 Im Bebrunischen an der szamaitischen Grenze ist "zu der schwedischen Reuter Zeit" Stenzel Budwill abgebrannt und wüst geworden. Es wird, 9 Hufen groß, einem szamaitischen Bojahren (Edelmann) David Getzschaitis zu kölm. Rechten verschrieben 20.Aug. 1638.[7]
  • 1670 in der Karte (links) Götzait ein Szamait 9 Hufen


Zeitungsmeldungen

Königsberger Hartungschen Zeitung

Datum Schlagwort Meldung
04.10.1912 Besitzwechsel Um 50 Prozent ist in den letzten 5 Jahren der Verkaufspreis des 1230 Morgen umfassenden Gutes Meddicken im Kreise Memel gestiegen. Der bisherige Besitzer Fietz hat die Besitzung jetzt für den Preis von rund 300 000 Mark an einen Gutsbesitzer aus dem Rastenburger Kreise veräußert; im Jahre 1907 wurden nur 200 000 Mark bezahlt.[8]


Verschiedenes

Karten

Meddiken in der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Siehe unten rechts an der Grenze auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Meddicken im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Meddicken im Messtischblatt 0193 Dtsch. Crottingen, 0293 Plicken, 0294 Laugallen (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MEDKENKO05PT
Name
  • Meddicken Quelle Wohnplatz 21.231 (deu)
  • Medikiai (1923) Quelle Seite 1087 (lit)
Typ
  • Gut (- 1945)
  • Wohnplatz (1945 -)
w-Nummer
  • 66132
Karte
   

TK25: 0293

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Plicken (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.162/163

Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Memel, Klaipėda (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.162/163

Meddicken, Medikiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk ) Quelle Quelle

Plicken, Plikiai (1939-05-01 -) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle


Quellen

  1. Diehlmann, Hans Heinz: Die Türkensteuer im Herzogtum Preußen 1540, Band 2, Memel - Tilsit, Sonderschrift Nr. 88/2 des VFFOW, Hamburg 2006
  2. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  3. Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50000
  4. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  5. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  6. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  7. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918, S. 72
  8. Verfasser:unbekannt, Quelle: Königsberg Hartungsche Zeitung, 04.10.1912, Morgen-Ausgabe 1. Blatt 466, S. 3, bereitgestellt durch ZEFYS-Zeitungsinformationssystem der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz
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