Macco (Familienname)

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Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Bedeutung

Stammvater aller Maccos in Deutschland soll gemäß DGB der evangelische Rudolph Makow sein. Er entstammte demnach einem böhmischen Adelsgeschlecht. Nach der Schlacht am Weißen Berg (8. November 1620, bei Prag) zog er "unter Aufgabe von Adel und Besitz, mit den Grafen von Hohenlohe-Schrozberg nach Deutschland und wurde zunächst im Württembergischen ansässig." Die Schreibung Macco festigte sich gegen 1650. Ende des 18. Jahrhunderts entstanden drei Hauptlinien, die im Rheinland, in Bayern und in Siegen blühten. [1]

Albrecht Macco formuliert hinsichtlich des Ursprungs der Familie vorsichtiger und quellengestützt. Er schreibt:

"Unsere Familie erscheint in Deutschland zuerst 1589 in Schrozberg, Württemberg, zwischen Jagst und Tauber, mit Rudolf, dessen Familiennamen damals Macku, Mackue, Mackhue und ähnlich geschrieben wird. Er war Mundkoch des Grafen Wolfgang von Hohenlohe.
In einer Klage des Schultheiß Rößlin vom 4. Oktober 1596 gegen Rudolf Mackhue erklärt letzterer «seye auch kein Glückh und Hail in disem Dorf, seithero der Teuffel ine allhier geführt». Demnach ist Rudolf Mackhue offenbar in Schrozberg eingewandert."[2]

Albrecht Macco vermutet die Ursprünge der Familie im wallonischen Hennegau, also im heutigen Belgien, da dort im 16. Jahrhundert der Familienname als Macku, Mackhuy, Mackhue, Mackhus und in ähnlichen Schreibweisen verbreitet gewesen sei.

Crott-Hoen [3] vermuten die Herkunft des ähnlich klingenden limburgischen Familiennamens Mackus übrigens von Mackert bzw. Mackward, einem altgermanischen Vornamen, der in etwa "Behüter des Grenzlandes, der Grenze" bedeutet. Die deutsche Schreibung dieses Vornamens ist allerdings Markward oder Markwart. [4]

Varianten des Namens

In Böhmen
  Maccovius, Maccowitz, Maccowsky und Mackow [1]
In Belgien (Hennegau)
  Macku, Mackhuy, Mackhue, Mackhus u. ä. [2]
In Deutschland
  Macku, Mackue, Mackhue, [2] Makow, Makkow, Mackhow, Mackau, Mackow, Macquaw und Macco [1]

Siegel und Wappen

Das älteste bekannte Siegel stammt aus dem Jahr 1633. In einem Brief an den Grafen von Hohenlohe sucht ein Friderich Vincentz erneut Dienststellung bei genanntem Grafen. Mit dem gleichen Wappen siegelt in den Jahren 1648 und 1649 ein Georg Macco in einer Streitsache mit dem Hohenloheschen Keller. [2]

Blasonierung

Gemäß DGB [1]
Rote geschweifte Spitze mit silbernem geharnischten Schwertarm, in blau, in den blauen Feldern je ein goldener Stern; Helm: gekrönt, zwischen zwei in den Schildfarben wechselseitig quer geteilten Flügern ein goldener Eichenzweig mit drei Eicheln und zwei Blättern; Decken: rechts blau-golden, lonks roth-silbern.

Geographische Verteilung

Der kostenfreie Webservice Geogen ermittelt für das Jahr 2002 folgende Vorkommen:

Es wurden 44 Einträge gefunden und in 24 verschiedenen Landkreisen lokalisiert. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind etwa 112 Namensträger zu erwarten. Damit tritt der Name unterdurchschnittlich häufig auf. Die Daten sind statistisch unzureichend. Die geringe Häufigkeit des Namens führt möglicherweise nicht zu aussagekräftigen Ergebnissen.

Relativ Erläuterung zur relativen Verteilung Absolut Erläuterung zur absoluten Verteilung
relative Namensverteilung
Macco (im Jahr 2002 insgesamt 44 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 10 Vorkommen pro Mio,
bis 10 Vorkommen pro Mio,
bis 20 Vorkommen pro Mio,
bis 30 Vorkommen pro Mio,
bis 40 Vorkommen pro Mio,
mehr als 40 Vorkommen pro Mio
Wenn man die Bevölkerungsdichte verrechnet, findet man die meisten Maccos im Landkreis Heilbronn (BW), nämlich 33 Anschlüsse pro Million Einwohner. Fast verschwunden ist die Familie aus der kreisfreien Stadt Berlin, hier treten pro Million Einwohner die wenigsten auf.
absolute Namensverteilung
Macco (im Jahr 2002 insgesamt 44 Einträge)
erstellt von Geogen 3.0 Webdienst
Legende:
weniger als 1 Vorkommen,
bis 5 Vorkommen,
bis 10 Vorkommen,
bis 15 Vorkommen,
bis 20 Vorkommen,
mehr als 20 Vorkommen
Die meisten Maccos findet man im Landkreis Heilbronn (BW), nämlich genau 11 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen in der kreisfreien Stadt Augsburg, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1. (Beachten Sie, dass Metropolen diese Lokalisierung verfälschen können)

Bekannte Namensträger

- Johann Alexander Macco, Historien- und Porträtmaler, königl. bayr. Professor, * 29. März 1767 in Creglingen, † 24. Juni 1849 in Bamberg.[1]
- Hermann Friedrich Macco, Berufsgenealoge und "Professor im Ausland", [2] * 13. Juli 1864 in Aachen, † 14. Januar 1946 in Stuttgart [5]
- Georg Macco, Bruder von Hermann Friedrich Macco, Neffe von Alexander Macco, Landschaftsmaler, * 23. März 1863 in Aachen, † 20. April 1933 in Genua.

Sonstige Personen

  • Hans Macco, Sohn von Hermann Friedrich Macco, Dr. rer. pol., * 27. August 1894 in Aachen, †  ?
  • Albrecht Macco, preußischer Bergbeamter, später Bergwirtschaftsdozent in Köln, Verfasser diverser Schriften über das Geschlecht Macco und seine Angehörigen, insbesondere Alexander Macco, * 1872 in Siegen, † ?


Benutzte Quellen und Literatur, Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Deutsches Geschlechterbuch, Band 2, 1889. (S. 255 - 264)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Albrecht Macco: Das Geschlecht Macco, Frühgeschichte, Löwensteiner Linie, Weikersheimer Linie, Kurzübersicht, Köln 1940.
  3. Jos Crott, Jo Hoen: Familiennamen in Limburg - Onze naam: hoe komen we eraan en wat betekent hij?, Geleen 1995, ISBN 9052910839
  4. Günther Drosdowski: DUDEN, Lexikon der Vornamen, Herkunft, Bedeutung und Gebrauch von mehreren tausend Vornamen, 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Mannheim 1974, ISBN 3-411-01333-8.
  5. Erich Wasmansdorff: Verzeichnis der Familienforscher und Familienverbände, Familienstiftungen und familienkundlicher Vereinigungen, Archive und Bibliotheken, 4. Auflage, Glücksburg: Starke 1956.

Weblinks

Daten aus FOKO

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