Königsberg in Preußen/Fortifikationsanlagen

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Wappen der Stadt Königsberg

K ö n i g s b e r g

Hauptstadt von O s t p r e u ß e n

S T A D T T O R E
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Panorama von Königsberg nach einem alten Stich, Ostpreußen


Inhaltsverzeichnis

Königsberg um 1860

Fortifikationsanlagen der Stadt Königsberg

Friedrichsburger Tor
Das Friedrichsburger Tor am Südufer des Außenpregels wurde mustergültig restauriert und erstrahlt wieder in altem Glanz. Das Tor ist heute Teil des Ozeanischen Museums und wird u.a. für Ausstellungen genutzt.

Der barocke Befestigungsgürtel wurde von 1626 bis 1634 erbaut, als Gustav Adolf in Pillau gelandet war und die Stadt bedrohte. Der Gürtel umgab Königsberg mit allen Freiheiten in weitem Umkreis von zwei Meilen, mit 32 Rondells und Ravelins, zwei Toren südlich und sieben Toren nördlich vom Pregel. Mit Ausnahme des Gumbinnischen Tores behielten die Tore ihre Namen bis zum Ende Königsbergs. Die nur auf Zweckmäßigkeit bedachten Durchgänge wie das Steindammer Tor lagen näher bei der Stadt als der Holländerbaum und das Brandenburger Tor. Der Nasse Garten wurde vom Alten Garten abgetrennt, die Lomse befestigt.

Die Erbauer der Wälle waren der Mathematiker Johann Strauß, Oberst Graf Abraham von Dohna und der Landmesser Konrad Burck.

Dieser Befestigungsgürtel wurde 1657 durch die Feste Friedrichsburg ergänzt, die der Hofmathematiker Christian Otter an der Stelle des ersten Lizenthauses, dann eines kurfürstlichen Landeshauses an der Südseite des Pregels erbaute.

Der eigentliche Hauptwall wurde von acht Toren durchbrochen. Diese waren künstlerisch aufwendig von Friedrich August Stüler und Wilhelm Stürmer mit Backstein und gelbem Sandstein im Tudorstil gestaltet worden. Die festen Gewölbe der Kasematten erhielten eine starke Erdpanzerung. Zahlreiche Bastionen, ein Erdwerk E im Norden und die Defensionskaserne auf Herzogsacker schützten die Stadt. Das Fort Friedrichsburg erhielt Mauern, Tor und vier Ecktürme. Am Oberteich drohten zwei Kanonenstände und die beiden mächtigen Rundtürme Wrangel und Dohna. [1]

Stadttore und Festungsbauten in Königsberg


Königstor, Brandenburger Tor und Friedländer Tor

K ö n i g s t o r

* Errichtet: 19. Jahrhundert
* Architekt / Stil: F. August Stüler, Neugotik
* Standort: Ende Königsstraße, Neue Sorge
* Besonderheiten: ursprünglich Gumbinner Tor
* Status: 2005 sorgfältig restauriert
Brandenburger Tor

* Errichtet: 1860
* Architekt / Stil: F. August Stüler, Neugotik
* Standort: Stadtteil Haberberg
* Besonderheiten: kann noch durchfahren werden
* Status: Renovierung abgeschlossen
Friedländer Tor

* Errichtet: 1862
* Architekt Stil: Neugotik
* Standort: Friedländer Torplatz
* Besonderheiten: 2005 - 2008 Renovierung
* Status: heute historisches Museum


Roßgärter Tor, Friedrichsburger Tor und Sackheimer Tor

Roßgärter Tor

* Errichtet: 1852 - 1855
* Architekt / Stil: Wilhelm Stürmer, Neugotil
* Standort Cranzer Alleee
* Besonderheiten: Feldseite Wassergraben mit Zugbrücke
* Status: erhalten, heute Café und Fischrestaurant
Friedrichsburger Tor

* Errichtet: 1852
* Arrchitekt / Stil: Neugotik
* Standort: Friedrichsburger Straße
* Besonderheiten: 2011 Renovierung abgeschlossen
* Status: heute Weltmeermuseum
Sackheimer Tor

* Errichtet: Mitte 19. Jahrhundert
* Architekt / Stil: Neugotik
* Standort: Sackheimersche Straße
* Besonderheiten: Feldseite Wassergraben mit Zugbrücke
* Status: erhalten, heute Lager


Steindammer Tor, Tragheimer Tor und Bastion Grolman

Steindammer Tor

* Errichtet: 1630
* Architektur / Stil: Gotik
* Standort: Steindamm
* Besonderheiten: bereits 1912 abgebrochen
* Status: wg. Anlage des Nordbahnhofs beseitigt
Tragheimer Tor

* Errichtet: 1785 erwähnt
* Architektur / Stil: aus Palisaden errichtet
* Standort: Stadtteil Tragheim
* Besonderheiten: geringe Bedeutung
* Status: bereits 1910 geschleift
Bastion Grolmann

* Errichtet: 1856 -- 1860
* Architektur / Stil: Backsteingotik
* Standort: Litauer Wallstraße
* Besonderheiten: hufeisenförmiger Festungsbau
* Status: erhalten, Hotel geplant


Bastion Sternwarte, Ausfalltor und Wrangelturm

Bastion Sternwarte

* Errichtet: 1855 - 1860
* Architektur / Stil: Backsteinbau
* Standort: F. Ebert-Straße, beim Ausfalltor
* Besonderheiten: 1910 westlicher Teil geschleift
* Status: erhalten, zurzeit vakant
Ausfalltor

* Errichtet: 19. Jahrhundert
* Architektur / Stil: Backsteinbau
* Standort: F. Ebert-Straße / Deutschordensring
* Besonderheiten: langer dunkler Tunnel durch Festungswall
* Status: erhalten, heute mit orth. Georgskapelle
Wrangelturm

* Errichtet: 1853
* Architekt / Stil: Ernst Ludwig von Aster, Festungsturm
* Standort: Wallring
* Besonderheiten: Standbild „deutscher Michel“
* Status: erhalten, kulturelle Begegnungsstätte


Dohnaturm, Defensionskaserne Kronprinz und Forts

Dohnaturm (Bernsteinmuseum)

* Errichtet: 1853
* Architekt / Stil: ErnstLudwig von Aster, Festungsturm
* Standort: Hinterroßgarten
* Besonderheiten: bis 10.04.1945 von deutschen Truppen gehalten
* Status: seit 1979 Bernsteinmuseum
Defensionskaserne Kronprinz

* Errichtet: 1849
* Architekt / Stil: Ernst Ludwig von Aster, Backsteinbau
* Standort: Litauer Wallstraße
* Besonderheiten: Wehrturm mit deutscher Inschrift
* Status: erhalten, Museum geplant
Fort V

* Errichtet: 1874 - 1885
* Architektur & Stil: Festungsbau, Backstein
* Standort: Cranzer Chaussee
* Besonderheiten: am besten ausgebautes Fort
* Status: Museum für Kriegstechnik geplant


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Fotoalbum

Litertur

Quellen, Einzelnachweise

  1. Herbert Meinhard Mühlpfordt: Königsberg von A bis Z – ein Stadtlexikon. Leer 1972
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