Königreich Westfalen/Generaldirektion der Krondomänen

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Inhaltsverzeichnis

Generaldirektion der Krondomänen

Generaldirektion der Krondomänen, der Kapitalien und der geistlichen Güterverwaltung.

Napoleon behielt sich in der Verfassung des Königreichs Westfalen von allen Domänen die Hälfte zur Belohnung verdienter Offiziere vor. Dem Königlichen Kronschatz verblieb ein Teil der Erträge der übrigen Domänen, der Krondomänen und der Domanialwaldungen. Für die Verwaltung der Krondomänen, Kapitalien und für die geistliche Güterverwaltung innerhalb des Königlichen Hauses wurde ein Generalintendant (Staatsrat) eingesetzt. Ihm stand für die Gebäude und Krondomänen ein Intendant zur Seite. Faktisch war jedoch auch die Generaldomänendirektion, in noch stärkerem Maße deren untergeordnete Dienststellen, für die Verwaltung der Krondomänen zuständig, da beide Domänengruppen in der Praxis verbunden waren.

Leitung

  • Generaldirektor war v. Coninx, anfangs unter dem Generalintendanten des Königlichen Hauses v. Keudelstein.
  • 1810 wurde Peter Heinrich v. Coninx selbst Generalintendant. Ihm stand als Intendant für die Gebäude und Krondomänen Moulard zur Seite, danach
  • 1811 Moulard

Archive

  • Landesarchiv NRW, Staatsarchiv Münster, Behörden der Übergangszeit 1802-1816, Französische Staatsschöpfungen, Königreich Westfalen, Generaldirektion der Krondomänen
    • Umfang: 271 Aktenstücke (15 Pakete). Verzeichnung: Repertorium B 80.
      • Darin:

Verwaltung der Krondomänen

Büren und Vollbrexen (Verpachtung, Etats, Forderungen, Scharfrichterei zu Büren und Ringelstein, Apotheke, Forsten, Pensionen, Zehnten, Mühlen zu Büren und Siddinghausen); Corvey (darin auch Bibliothek und Gemälde, Weseruferbau), Fürstenau, Wietersheim (aus dem Besitz v. Cornberg angekauft), Sequester der Kaunitz-Rietbergischen Besitzungen, Wienecken-Gut zu Geseke.

Verwaltung der ehem. Stifter und Klöster

Nachrichten und Personalnachweise, Beiträge zu staatlichen Anleihen; Bielefeld (Marienstift, Franziskanerkloster), Brede bei Brakel, Dalheim, Gehrden, Herford (Abtei, darunter: Nachlaß der Äbtissin Friederike von Preußen; Stift auf dem Berge; St. Johann und Dionys), Herstelle, Holthausen, Levern, Lübbecke, Lügde, Minden (Dom, St. Johann, St. Marien, St. Martini, St. Mauritz und Simeon), Neuenheerse, Paderborn (Dom, darunter auch Domschule. Busdorf, Gokirchen, Kapuziner, Französische Nonnen), Quernheim, Schildesche, Warburg, Wiedenbrück (Stift, Franziskaner, Annunziaten), Willebadessen, Wormeln.

Pfarreien

Allodifikation der Kronlehen

Lehen der Abtei Herford (darunter auch: Stockum im Stift Münster).

Kapitalien, Schulden und Forderungen

Sicherstellung der Kgl. Kapitalien und Zinsen, Kündigung der Kronkapitalien, Schulden der Stadt Herford, ungewisse Eigentumsgefälle aus dem Fürstentum Lippe.

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