Jüdische Genealogie

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DNA-Genealogie

Die heutige europäisch-jüdische Bevölkerung, die aschkenasischen Juden, stammen von einer sehr kleinen "Gründer-Population" ab: jenen Juden, die den mittelalterlichen Pogromen entronnen sind. Diese kleine Gruppe war innerhalb der restlichen Bevölkerung isoliert, und heiratete v.a. untereinander ("Endogamie"). Aus diesem Grund treffen die üblichen Regeln für Verwandtschaftsbeziehungen entsprechend der Länge übereinstimmender DNA (Matching) für europäische Juden nicht zu: gemeinsame DNA z.B. mit einer Kusine vierten Grades stammt meist von väterlicher und mütterlicher Seite - dieselbe Menge übereinstimmende DNA würde bei nichtjüdischen Personen eine nähere Verwandtschaft signalisieren.[1] [2]

  1. Tobias A. Kemper: Jüdische Geschichte und ihre Spuren in der DNA. COMPUTERGENEALOGIE 1/2021, S. 14-17
  2. No, You Don’t Really Have 7,900 4th Cousins: Some DNA Basics for Those With Ashkenazi Jewish Heritage

Jüdische Genealogie im GenWiki

Weitere Artikel und Objekte zum Thema jüdische Genealogie können mit Hilfe der Kategorien gesucht werden. Die Kategorie "Judentum" ist eine Unterkategorie zur Hauptkategorie "Kirche, Religionsgemeinschaft". Sie enthält Artikel, die ihr direkt zugeordnet werden sowie weitere Unterkategorien, denen wiederum Artikel, Objekte und/oder weitere Unterkategorien zugeordnet sind.

Judentum Kategorie:Judentum

Unterkategorien:
Jüdischer Friedhof Kategorie:Jüdischer Friedhof
Judaica Kategorie:Judaica
Stolpersteine Kategorie:Stolpersteine
Synagoge Kategorie:Synagoge

Personenstandsregister Jüdischer Gemeinden

→ Hauptartikel: Personenstandsregister jüdischer Gemeinden

Die Mehrzahl der sogenannten „Juden-Matrikeln“, in denen die Vorsteher der Synagogengemeinden im 19. Jahrhundert die Geburten, Heiraten und Sterbefälle eintragen mussten, sind am Ende des Zweiten Weltkriegs verschollen. Es existieren aber vielfach Rückvergrößerungen von Mikrofilm, den sogenannten „Gatermann-Filmen“, die meist in den Landesarchiven, aber auch in einigen weiteren Archiven zu finden sind. Eine zentrale Übersicht gibt es nicht. Jüdische Matrikeln aus diversen Städten Deutschlands, Österreichs sowie diversen Ländern Osteuropas sind bei familysearch unter Katalog-Suche kostenlos online einsehbar. Zudem bieten JewishGen, JRI-Poland und GesherGalicia Zugang zu vielen Jüdischen Matrikeln und anderen jüdischen Quellen aus diversen Ländern Osteuropas.

Im Hauptartikel sind Links zu vielen Archivbeständen enthalten.

Literatur

Bibliographien

Geschichte und Gesetze

Publikationen, Periodika

Jüdische Familienforschung

Jüdische Familiennamen

GenWiki-Artikel Jüdische Familiennamen

Linkliste

Übersicht - international

  • Jüdische Genealogie bei Ancestry, z.T. dauerhaft kostenlos, z.T. mit Abo oder 14tägigem kostenlosen Probeabo zugänglich
  • "Avotaynu, Inc. is the leading publisher of products of interest to persons who are researching Jewish genealogy, Jewish family trees or Jewish roots." Die Website bietet u.a.
  • JewishGen - Suche nur nach Anmeldung (kostenlos), zahlreiche Datenbanken, Holocaust Datenbank, Friedhöfe weltweit
  • Center for Jewish History (New York), Genealogy Guides: https://libguides.cjh.org/GenealogyResearchGuides Guides für Länder und Regionen, außerdem "Getting started ..." mit nicht spezifisch jüdischen Hinweisen, aber auch Links zu jüdisch-genealogischen Quellen sowie "Resources at the Center for Jewish History"
  • Ackman & Ziff Family Genealogy Institute at the Center for Jewish History (New York) https://genealogy.cjh.org/about
  • Douglas E. Goldman Jewish Genealogy Center, Museum of the Jewish People - Beit Hatfutsot "The Douglas E. Goldman Jewish Genealogy Center is the only center of its kind in the world. At the Center, visitors can search a database containing thousands of genealogies of Jewish families from all over the world and can also register their own family trees." https://www.bh.org.il/databases/jewish-genealogy/ Man sieht Ahnentafeln, aber nur Namen, keine weiteren Informationen - um Kontakt zu den Einreichern der Ahnentafeln aufzunehmen schreibt man an das Museum, die Antwort kommt schnell. Dazu kann man das allgemeine Kontaktformular verwenden, man nennt die "Tree number" an. https://www.bh.org.il/contact-us/
  • International Association of Jewish Genealogical Societies https://www.iajgs.org/ Für Deutschland ist nur die Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie aufgelistet, s.u.
  • The Central Archives for the History of the Jewish People (CAHJP) in Jerusalem, besitzt u. a. eine vollständige Kopie der sog. „Gatermann“-Sicherheitsverfilmungen. Leider nur vor Ort einsehbar, keine Digitalisate im Internet.

Holocaust

Institutionen

Die hier aufgelisteten Institutionen in Deutschland und anderen Ländern beschäftigen sich nicht nur mit jüdischen Holocaust-Opfern. Lokale und regionale Gedenkbücher sind in den Listen der jeweiligen Bundesländer zu finden.

Linklisten, Literatur, Vereichnisse, Projekte u.ä.

Deutschland

Institutionen

Linksammlungen

Überregional

Baden-Württemberg

(s.a. oben, überregional: Süden, Südwesten)

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

  • Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, hrsg. von Herbert Obenaus. In Zsarb. mit David Bankier und Daniel Fraenkel, 2 Bde., ISBN 3-89244-753-5, Göttingen 2005.

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

  • Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen
  • Spezialinventar Judengeschichtliche Quellen im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Hannover, (16.-20. Jh.), Bd. I/1, Bd. I/2 und Bd. II, Hannover 1976 und 1977. Schreibmaschinenmanuskript, insgesamt. ca. 440 Seiten. Niedersächsisches Landesarchiv Hannover, NLA HA Nds. 72 Nr. 1051, Nr. 1052.
  • Mendel Zuckermann: Übersicht über den jüdisch-geschichtlichen Inhalt des Königl. Staatsarchivs zu Hannover. In: Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden. 2(1910), S. 65-135, Leipzig 1910. [Schwerpunkt im 18. und 19. Jahrhundert].
  • Quellen zur Geschichte der Juden in Schaumburg. Ein sachthematisches Inventar zu den Beständen im Niedersächsischen Landesarchiv – Staatsarchiv Bückeburg. Bearbeitet von Silke Wagener-Fimpel (= Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Heft 61). Göttingen 2006, 546 Seiten. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Quellen zur Geschichte und Kultur des Judentums im westlichen Niedersachsen vom 16. Jahrhundert bis 1945, 4 Teile, unter Leitung von Albrecht Eckhardt, Jan Lokers und Matthias Nistal bearb. v. Heike Düselder und Hans-Peter Klausch. Teil 1: Ostfriesland, ISBN 3-525-35537-8, Teil 2: Oldenburg, ISBN 3-525-35538-6, Teil 3: Osnabrück, ISBN 3-525-35539-4 , Teil 4: Indices (= Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Heft 55), ISBN 3-525-35540-8, Göttingen 2002.
  • Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, hrsg. von Herbert Obenaus. In Zsarb. mit David Bankier und Daniel Fraenkel, 2 Bde., ISBN 3-89244-753-5, Göttingen 2005, Artikel Historisches Handbuch. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie..

Nordrhein-Westfalen


Literatur

  • Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe, hrsg. von der Historischen Kommission für Westfalen. Insges. sieben Bände 2008-2021. Nachweis in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB). Vgl. Artikel Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  • Nordsiek, Hans, "Judenemanzipation und Antisemitismus im Mindener Land", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 45 (1973)
  • Herzig, Arno, "Das Sozialprofil der jüdischen Bürger von Minden im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 50 (1978)
  • Waterman, Karl Friedrich, "Politischer Konservatismus und Antisemitismus in Minden Ravensberg 1879-1914", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 52 (1980)
  • Kazir, Elijahu, "Das Schicksal des Mindener Arztes Dr. Robert Nussbaum", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 59 (1987)
  • Nordsiek, Hans, "Bitte vergessen sie uns nicht. Briefe verfolgter und deportierter Juden von 1939-1944." in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 60 (1988)
  • Meynert, Joachim, "Ausgegrenzt und allein. Jüdische Jugend in Minden Ravensberg 1933-1938. Ein Beitrag zum Alltag im Nationalsozialismus." in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 63 (1991)
  • Brandhorst, Hans Eberhard, "Jüdische Friedhöfe in Minden. Ein Beitrag zur Stadttopographie des 18. und 19. Jahrhunderts.", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 63 (1991)
  • Soll, Karl, "Dr. med. Julius Heilbronn: Lebensbild eines Mindener Arztes (geboren 1797 in Oerlinghausen, gestorben 1870 in Minden." in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 64 (1992)
  • Brandhorst, Hans Eberhard, "Das Judenbad am Deichhof in Minden. Eine bisher unbekannte Stätte jüdischen Gemeindelebens in Minden.", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 64 (1992)
  • Kossack, Kristian, "Die jüdische Gemeinde Petershagen im Dritten Reich. Ausgrenzung, Deportation und Vernichtung.", in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 67 (1995)

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen


Österreich


Schweiz

  • Schweizerische Vereinigung für Jüdische Genealogie
  • Jüdische Friedhöfe in der Schweiz bei alemannia-judaica
  • Jüdische Friedhöfe in der Schweiz bei Wikipedia
  • Schweizer Online-Zeitungs-Archiv In den Zeitungen aus dem Kanton Zürich findet man Sterbemeldungen von jüdischen Personen, die auf den Friedhöfen Oberer und Unterer Friesenberg beerdigt wurden. Darunter sind auch viele jüdische Personen, die im Ausland geboren wurden, so auch in Deutschland oder Österreich.
  • Staatsarchiv Basel Stadt Adressbücher der Stadt Basel In den "Adressbüchern der Stadt Basel und der Gemeinden Bettingen und Riehen" sind auch viele jüdische Personen gelistet.
  • Kantonsbibliothek Aargau Visual Library Adressbücher der Stadt Aarau haben die Besonderheit, dass auch der Bürgerort der gelisteten Personen angegeben wurde, bei Juden war das meist Lengnau oder Endingen, später Baden im Kanton Aargau.
  • Stadtarchiv Baden Bibliothek Adressbücher Stadt und Bezirk Baden 1900-1926, Adressbücher Baden, Ennetbaden, Wettingen 1932-1968
  • Bolliger, Hans, Die Juden im Surbtal, in: Badener Neujahrsblätter, Band 42 (1967)
  • Bloch, Jules, Die Juden und ihre Synagogen in Endingen und Lengnau: aus Anlass der Synagogen-Renovation, in: Badener Neujahrsblätter, Band 63 (1988)
  • Weingarten, Ralph, Steinerne Zeugen der Emanzipation und Integration: der Friedhof und die Grabsteine der jüdischen Gemeinden Endingen und Lengnau, in: Badener Neujahrsblätter, Band 73 (1998)
  • Fäs, Rolf, 100 Jahre Schweizerisches Israelitisches Alters- und Pflegeheim Lengnau, in: Badener Neujahrsblätter, Band 78 (2003)
  • Schwane, Daniel, Die Sicherung des Archivs der jüdischen Ortsbürgergemeinde Neu-Lengnau im Staatsarchiv Aargau, in: Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Band 128 (2016)
  • Müller, Andreas, Die jüdischen Schulen von Lengnau: ein Weg zur Emanzipation. War es auch ein Weg zur Versöhnung? in: Argovia : Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau, Band 128 (2016)
  • Fridrich, Anna C., Juden in Dornach: zur Geschichte einer Landjudengemeinde im 17. und frühen 18. Jahrhundert, in: Jahrbuch für solothurnische Geschichte, Band 69 (1996)


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