Hullern (Haltern)
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Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Kreis_Recklinghausen > Haltern am See > Hullern
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[bearbeiten] Name
"Hulluron" ca. 1000, "Hulleron" um 1150, "olim Robertus de Hulleren" 1269.
Sprachwissenschaftlich widerlegt ist das bislang immer wieder für Hullern in Anspruch genommene "Horlon" in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. aus dem Jahre 1017, als dieser der Paderborner Kirche mehrere im Raum Dülmen, Haltern, Lembeck und Recklinghausen gelegene Güter übertrug.
[bearbeiten] Lage
Hullern war ursprünglich eine Bauerschaft des Kirchspiels Haltern.
[bearbeiten] Ersterwähnung
Seine erste urkundliche Erwähnung erfährt der Ort um das Jahr 1000, als "Hulluron" zur Lokalisation einer Hofstelle im Urbar B der Abtei Werden a.d. Ruhr. Geschrieben ist das im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrte, vermutlich auf Stiftungen beruhende Einkünfte-Register von einer Hand des 10./11. Jahrhunderts. In einem Heberegister um 1150 ist dieser Hof, der an die Herren von Lüdinghausen als Lehen vergeben war, dem Werdener Fronhofsamt Werne-Selm zugeordnet.
[bearbeiten] Grundbesitz
Das Kloster Werden hatte hier un 1000 Grundbesitz. ebenso das Stift St. Mauritz in Münster im 12. Jahrhundert.
[bearbeiten] Frühe Lehen des Landesherren
[bearbeiten] Familie "von Hullern"
Im Jahre 1282 verkaufte der Ritter Gottfried von Meinövel dem Münster. Bf. Everhard die Manse Hullern. "olim Robertus de Hulleren" heisst es in einer Urkunde von 1260.
[bearbeiten] Schulte zu Hullern
1316 Engelbert de Mechelen (auf Haus Sandfort) Schulte zu Hullern.
[bearbeiten] Kirchspiel
Nach 1268 selbständige Pfarrei mit einer Größe von nur knapp 712 ha. Die Entwicklung des Ortes geht zurück auf den Oberhof "De Hulleron" (curtis Hulleren), der zum Dotationsgut des um 1070/1080 gegründeten Stifts St. Mauritz bei Münster gehörte. Mit diesem Hof wurden zumindest seit 1316 und im 15. und 16. Jahrhundert Mitglieder der Familie von Mechelen auf Sandfort, 1554 Franz von Bodelschwingh belehnt. Die Identifikation des Oberhofes mit dem Hofe Hullermann (nach Darpe, Weskamp 1913) ist widerlegt. Bei diesem Hof handelt es sich um den im Jahre 1983 abgebrochenen Hof Streyl, der nach Aufhebung des Klosters St. Mauritz (1811) über die Domänen-Rentei Werne an Cappenberg fiel.
[bearbeiten] Bauerschaften
- Antrup (um 1300 Anrapen)
- Westrup
- Heimingshof
[bearbeiten] Entwicklung
1810 kam die Gemeinde zum Großherzogtum Berg und wurde dem Verwaltungsbezirk Olfen zugeteilt, 1815 aber wieder mit Haltern vereinigt. 1837 Trennung von der Stadt, ab 1843 dem Amt Haltern zugehörig; 1929 dem Landkreis Recklinghausen zugewiesen. Fast ein Drittel der Gesamtfläche wird landwirtschaftlich genutzt, ein weiteres Drittel ist Waldfläche.
[bearbeiten] Zeitzeichen 1895
- Kirchdorf in Deutschland, Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Koesfeld, Amtsgericht Haltern, Postbezirk Haltern, 370 Einwohner.
[bearbeiten] Quellennachweis
- Ritters geograph.-statist. Lexikon, Bd. A-K, 8. Aufl. (1895), Ed. J. Penzier, Otto Wiegand, Leipzig, Seite 861.
[bearbeiten] Einwohner
[bearbeiten] Namensgebung, Status
[bearbeiten] Erbhöfe vor 1811
Familiennennungen 1805:
- 12 Barenbrügge (Haltern-Hullern)
- 34 Bellers (Haltern-Hullern)
- 08 Biesing (Haltern-Hullern)
- 18 Brath (Haltern-Hullern)
- 13 Brune (Haltern-Hullern)
- 19 Dover (Haltern-Hullern)
- 32 Dramke (Haltern-Hullern)
- 28 Eikel (Haltern-Hullern)
- 30 Fischer (Haltern-Hullern)
- 49 Fohrmann (Haltern-Hullern)
- 03 Hagemann (Haltern-Hullern)
- 04 Hanke (Haltern-Hullern)
- 46 Heidbach (Haltern-Hullern)
- 01 Heimann (Haltern-Hullern-01)
- 21 Heimann (Haltern-Hullern-21)
- 06 Heuer (Haltern-Hullern-06)
- 16 Heuer (Haltern-Hullern-16)
- 35 Heuers Schnieder (Haltern-Hullern-35)
- 47 Hollmann (Haltern-Hullern)
- 05 Hullermann (Haltern-Hullern)
- 45 Hupper (Haltern-Hullern)
- 40 Ketlake (Haltern-Hullern)
- 24 Klimte (Haltern-Hullern)
- 26 Korte (Haltern-Hullern)
- 44 Kranepoel (Haltern-Hullern)
- 41 Kuhlmann (Haltern-Hullern-41)
- 54 Kuhlmann (Haltern-Hullern-54)
- 57 Kuhlmann (Haltern-Hullern-57)
- 27 Lohmann (Haltern-Hullern)
- 33 Mollmann (Haltern-Hullern)
- 29 Nierhoff (Haltern-Hullern-29)
- 36 Nierhoff (Haltern-Hullern-36)
- 43 Nies (Haltern-Hullern)
- 14 Niewind (Haltern-Hullern)
- 56 Olfers (Haltern-Hullern)
- 39 Pankoken (Haltern-Hullern)
- 10 Pastorat (Haltern-Hullern)
- 55 Pötter (Haltern-Hullern-55)
- 52 Potter sive Bünder (Haltern-Hullern-52)
- 02 Rademacher (Haltern-Hullern)
- 11 Richters (Haltern-Hullern)
- 25 Schäpers (Haltern-Hullern-25)
- 48 Scheipers sive Schnieder (Haltern-Hullern-48)
- 51 Schlüter (Haltern-Hullern)
- 09 Schulte (Haltern-Hullern-09)
- 38 Schultenwirth (Haltern-Hullern-38)
- 53 Siepe (Haltern-Hullern)
- 58 Sievers (Haltern-Hullern-58)
- 31 Sievert (Haltern-Hullern-31)
- 15 Stuer (Haltern-Hullern)
- 37 Suer jetzt Nies (Haltern-Hullern)
- 07 Streyl (Haltern-Hullern-07)
- 17 Teves (Haltern-Hullern)
- 22 Tembrinck (Haltern-Hullern)
- 23 Thier (Haltern-Hullern)
- 50 Ukel aufm Knap (Haltern-Hullern)
- 20 Wewer (Haltern-Hullern)
- 42 Wiegenhorn (Haltern-Hullern)
[bearbeiten] Bevölkerung
- Quellen
- Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Hullern,
Pfarrkirche ad s. Andream Ap., Pfarre, darin
- Kommunikantenverzeichnis 1693 (Bestand A 2)
- Status animarum 1749 - Hs. 149 f. 163
- Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Hullern,
Pfarrkirche ad s. Andream Ap., Pfarre, darin
- Quelleneditionen und Bearbeitungen:
- Status animarum 1749 - Hs. 149 f. 163, Bearbeitung Martin Heilken, Halterner Straße 23, 48734 Klein Reken
- Kommunikantenverzeichnis 1693. Bearbeitet von: Ernst-Georg Raaf, Kuchenheimer Straße 90 b, 53881 Euskirchen, e-graaf@gmx.de
[bearbeiten] Kirchenbuchabschriften
- Taufen 1663-1899. Bearbeitet von: Martin Heilken.
- Trauungen 1663-1707, 1737-1900. Bearbeitet von: Martin Heilken.
- Begräbnisse 1738-1900. Bearbeitet von: Martin Heilken.
[bearbeiten] Genealogische Quellen
Katholische Kirche Hullern:
Heiratsregister 1663-1875, Batchnummer M984572
Heiratsregister 1815-1874, Batchnummer M984571
Taufregister 1815-1874, Batchnummer C984571
[bearbeiten] Bibliografie
- Heiko Bruder:Hullern - ein Dorf zwischen Lippe und Stever,Lüdinghausen 1994, bes. S. 13-32
[bearbeiten] Lesen von Kirchenbuchdaten
Latein, Amtsausdrücke und die Datierung in Kirchenbüchern und Bevölkerungslisten bereiten Anfängern in der Familienforschung immer wieder Schwierigkeiten, hier eine kleine Einstieghilfe:
[bearbeiten] Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
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