Hexenverfolgung/Gedenkstätten-Westfalen

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hierarchie: Regional > HRR > Historische deutsche Staaten > Lebensumstände > Hexenverfolgung > Hexenverfolgung/Gedenkstätten-Westfalen

Westfalen: Gedenkstätten zur Hexenverfolgung

Orte in Westfalen / Lippe

  • Bad Fredeburg
    • Bad Fredeburg Gerichtsmuseum im Amtsgerichtsgebäude
      • Dokumentation über Hexenverfolgung
  • Bochum
    • Die Gleichstellungsstelle Bochum initiierte das Projekt "HexenKunst" (dort auch eine Denkmalliste).
  • Büren / Wewelsburg
    • Das sog. Verlies, der "Hexenkeller", war der Raum für das "peinliche Verhör" sowie zwei Zellen. Hier haben 1631 zwei Verfahren gegen Hexen stattgefunden. *
  • Blomberg
    • In Blomberg gibt es einen Brunnen auf dem Marktplatz mit Figur der "Alheyd Pustkoke", die 1460 wegen Hostienfrevels verbrannt und später als "Hexe" bezeichnet wurde, Bronze von Gerd Ruwe 1989.
  • Dortmund
    • An die 26 Hexenprozesse in Dortmund erinnert die Geschichtswerkstatt, Wellinghoferstr.44, Dortmund-Hörde, 0231-412242 mit einer ausführlichen Ausstellung und dem Buch "Lebendig verbrannt vor den Toren der Stadt - Dortmunder Hexen und ihre Mörder".
      • Die Stadt Dortmund hat seit vielen Jahren dem Antrag des Presbyteriums der Reinoldi Kirche im Zentrum nicht zugestimmt, ein Denkmal für die Opfer der Hexenprozesse zu errichten.
  • Geseke
    • Auf der Internetseite der Stadt gibt es Informationen zu den Hexenprozessen in Geseke.
    • 1991 Geseke Marktbrunnen mit Szene "Hexenverbrennung", Bronze von Werner Klenke. Eine Gedenktafel gibt es nicht.
  • Hamm / Westfalen
    • An einem historischen Ort in der Stadt Hamm findet sich heute in der Nähe des evangelischen Kindergartens Am Hexenteich an der Dolberger Strasse im Stadtteil Heesen ein Gedenkstein /Steinplastik von 1991 mit den Namen der hiesigen Opfer der Hexenprozesse von 1603. Drei Frauen und ein Mann wurden hier als Hexen hingerichtet. Früher gab es vor dem Neubau der Bundesstrasse an dieser Stelle einen Hexenteich, wo angeklagte Hexen und Zauberer eine Wasserprobe bestehen mussten.
  • Hirschberg
    • 1986 wurde im Warsteiner Ortsteil Hirschberg ein Gedenkkreuz für die zu Beginn des 18.Jh. grausam gefolterten Frauen und Männer der sog. Hexenprozesse errichtet an der ehemaligen Hinrichtungsstätte mit Texttafeln zur Hexenverfolgung an der Strasse Christoffelsberg in der "Eskelle" (Waldstück).
    • In dem 1985 erschienenen Buch "Aus der Geschichte Hirschbergs" wird ausführlich auf die Zeit der sog. Hexenprozesse eingegangen. Das Buch wurde vom SGV-Hirschberg herausgegeben.
  • Kamen
    • Dokumente zu dem westfälischen Pfarrer Anton Praetorius (1560 - 1613), der gegen Hexenprozesse und Folter kämpfte, er war Rektor der Kamener Lateinschule. Eine Fotokopie des weltweit nur noch in einzelnen Exemplaren vorhandenen Originalbuches von Praetorius ("Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern") kann hier eingesehen werden.
  • Lemgo
    • Rampendahl-Denkmal in Lemgo Stellvertretend für alle Opfer der Lemgoer Hexenprozesse ist das Denkmal ("Stein des Anstoßes"), das 1994 in Lemgo auf dem Kirchplatz von St. Nicolai neben dem Rathaus eingeweiht wurde. Es ist der letzten, 1681 in Lemgo der Hexerei angeklagten Frau Maria Rampendahl gewidmet.
    • Zum Gedenken an den am 2. Juni 1666 als Hexenmeister hingerichteten Lemgoer Pfarrer Andreas Koch entschloss sich die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai , für diesen Pfarrer in der Kirche einen Gedenkstein/ Granitplastik anzubringen, der 1999 eingeweiht wurde.
    • Dazu gab es im Stadtarchiv eine Ausstellung der Denkmalentwürfe. Teil dieser Ausstellung war eine Dokumentation aller damals (1993) bekannt gewordenen "Hexen"-Denkmäler in Deutschland.
  • Lippstadt
    • Hier wurde Pfarrer Anton Praetorius 1560 geboren, der erste westfälische Pfarrer, der gegen Hexenprozesse und Folter kämpfte. Im Stadtarchiv sind eine Fotokopie aller vier Auflagen des Berichtes von Anton Praetorius ("Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern") vorhanden und die wenigen Veröffentlichungen über ihn.
  • Lüdinghausen
    • Eine Tafel erinnert an den "Hexenkolk" (Hexenteich), heute zugeschüttet. Es soll eine Bronzetafel an einem Haus geben, auf welcher an einen Hexenprozess erinnert wird.
  • Menden/ Westfalen
    • In Menden haben die Künstlerinnen Ulla Brockfeld, Kuckuckstr.3, 58710 Menden, 02373-83608 und Dagmar Müller, Am Südenberg 53, 58644 Iserlohn, 02374- 7853 zum Gedenken an die 47 Hexenprozesse der Stadt Schreine aus Ton gestaltet und stellen diese in verschiedenen Städten im ganzen Bundesgebiet aus.
    • 20 Männer und 27 Frauen wurden in der Zeit von 1628 bis 1631 in Menden Opfer dieser Gewaltwelle. Die Hinrichtungen sollen "auf dem Brandplatz" erfolgt sein; noch heute gibt es in der Nähe der Westschule zwei Grundstücke, die diesen Flurnamen tragen.
  • Münster (Westfalen)
    • In Münster gerieten 32 Frauen und acht Männern in den Verdacht der Zauberei. Von den 40 in Münster Angeklagten verurteilte das Gericht sechs zum Tode. Die Folterkammer befand sich im Niesingturm an der Stadtmauer zwischen dem Ludgeri- und dem Servatiitor. Anna Holthaus, die letzte in Münster angeklagte Hexe überstand die zweimalige Tortur ohne ein Geständnis abzulegen. Sie entging zwar dem Scheiterhaufen aber dennoch nicht dem Tod. Der Rat hatte sie mit dem Stadtverweis bestraft.
  • Westmünsterland
    • Saatkamp Marlies: „Bekanndt dass sie eione Zaubersche were“ (1993). Zur Geschichte der Hexenverfolgung im Westmünsterland
  • Olpe
    • In Olpe gibt es einen "Hexenturm".
  • Paderborn
    • Eingangsbereich der Fakultät mit Spee Denkmal
  • Recklinghausen
    • Vestisches Museum der Stadt Recklinghausen. Im Obergeschoss findet sich ein Ausstellungsraum zu den Hexenverfolgungen in Recklinghausen, die hier besonders heftig wüteten. Während in Dortmund nur 26 und in Essen 13 Hexenprozesse geführt wurden, gab es in Recklinghausen 130 Hexenprozesse. Auf einer großen Tafel finden sich die Namen aller Angeklagten der Hexenprozesse von 1514 - 1706 mit Nennung des Urteils. Davon waren 26 Männer. Erstaunlich ist, dass die Hexenprozesse hier sehr früh begannen und sehr spät (1706) endeten.
  • Rüthen/ Westfalen
    • An einem historischen Ort westfälischer Hexenprozesse in der Stadt Rüthen im historischen Stadtkern kann man an einem "Hexenrundgang" unter Führung des Stadtarchivars originale Stätten der Hexenprozesse kennenlernen: Kerker, Hexen- und Folterturm, Hinrichtungsplatz, Gedenkstätte für die Opfer. Im Saal des Alten Rathauses wurden früher vom Rat der Stadt Zeugen der Hexenprozesse verhört.
  • Schmallenberg- Holthausen
    • Im Schieferbergbau- Heimatmuseum Schmallenberg- Holthausen findet seit 1984 eine ständige Ausstellung statt über Hexenprozesse im Sauerland. Der Titel der Ausstellung lautet "Hexen-Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland", gefördert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.
    • Hier finden sich Hinweise auf westfälische Gegner der Hexenprozesse: Pfarrer Anton Praetorius (1560 - 1613) und Pfarrer Michael Stappert mit Lebensdaten und Abbildungen der Schriften: Anton Praetorius "Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern".
  • Tecklenburg
    • Wierturm in Tecklenburg - das erste Denkmal für einen Bekämpfer des Hexenwahns in Deutschland zur Erinnerung an Dr. Johann Weyer.
    • Der Tecklenburger Hexenpfad ist ein Rundwanderweg, der an 5 historisch und kultisch interessanten Stationen vorbeiführt. Ihr passiert die alte Burgruine von Tecklenburg, den Wierturm, die Hexenküche, Rolands Grabkammer und den Heidentempel. Beim Wierturm handelt es sich um einen Turm, der zu Ehren des Dr. Johann Wier gebaut wurde, ein Arzt, der im 16. Jhdt. in der Stadt lebte und gegen den Hexenwahn kämpfte.
  • Wewelsburg
    • Das sog. Verlies, der "Hexenkeller", war der Raum für das "peinliche Verhör" sowie zwei Zellen. Hier haben 1631 zwei Verfahren gegen Hexen stattgefunden.
  • Witten
    • Hier befindet sich an einem Wohnhaus (gegenüber Bottermannstr.) eine Hexendarstellung, die an die Prozesse gegen Arndt Bottermann und weitere Personen erinnern soll. Haus und Darstellung stammen wohl aus den 50er Jahren. Dort befindet sich keine Gedenktafel. Die meisten Wittener wissen darüber nicht Bescheid.