Haus Senden

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Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Coesfeld > Senden (Westfalen) > Haus Senden

Haus Senden mit Brückenauffahrt über die Gräfte 2007

Inhaltsverzeichnis

Lage 19. Jhdt.

Früherwähnung

Familienname

  • 1174-1203 „Hermannus de Senden";

Einleitung

Das Rittergut Senden, bei dem Dorf gleichen Namens gelegen, war in früheren Jahrhunderten unter dem Namen Benekamp im Besitze einer Familie von Senden, genannt Benekamp. Haus Senden selber entstand durch Sander Droste vom Hause Kakesbeck, der Ende des 14. Jahrhunderts seinen Wohnsitz auf dem Hof Üdinck im Kspl. Senden nahm und zugleich durch Kauf umliegenden Grundbesitz erwarb. Durch Heirat mit Cunigundis, der Erbtochter aus der Familie von Senden, genannt Benekamp, kam er auch in Besitz dieses Gutes. Mit der Vereinigung des Besitzes konnte er diesen zum Rittersitz Haus Senden ausbauen. Unter dem Namen Droste zu Senden bildete sich damit ein neuer Familienzweig.

Familie Droste zu Vischering

  • Sander Droste zu Kakesbeck, (1357-1401, E: Albert und Elisabeth Malemann) oo Cunegunde von Bernekamp, Erbin zu Senden, Kinder:
    • Ludeke Droste (1405 - 1466)

Sohn Lüdeke

Auf dem bis dahin erworbenen Besitz errichtete Ludeke ein festes Haus, das nach mancherlei Umbauten und Ergänzungen noch heute als Schloss Senden steht.

  • Ludeke Droste zu Senden (1405 - 1466) oo NN., Kinder:

Sohn Sander

In dessen Zeit fällt der Bau des Herrenhauses in seiner heutigen Form, das mit seinem Dreistaffelgiebel das wohl älteste erhaltene Baudenkmal dieser Art und Vorbild für Bauten der westfälischen Renaissance ist. Vermutlich aus dieser Zeit stammt auch die der Gräfte zugewandte südliche Fassade des Verbindungsbaus mit einer Reihe von Steinkreuzfenstern und Schießscharten.

  • Sander II Droste zu Senden (1448 - 1502) oo N.N., Kinder:
    • Sander III, Droste zu Senden, 1502 Erbübertrag

Sohn Sander

Sander III, Droste zu Senden wurde 1510 vom Bürgermeister und Rat der Stadt Münster mit dem Gogericht zu Senden betraut. Darüberhinaus wurde er 1519 von den Landständen zum Vollzieher der Landesvereinigung gewählt.

  • Sander III, Droste zu Senden oo NN., Kinder:
    • Joachim Droste zu Senden erbte Haus und Hovesaat Senden

Sohn Joachim

Anlässlich eines zu leistenden Lehenseides (1587) wird von der Brandschatzung und Plünderung des Dorfes und des Hauses Senden durch die "Hispanischen" während des spanisch-niederländischen Freiheitskrieges berichtet.

  • Joachim Droste zu Senden oo Meta von Twickel zu Billerbeck, Kinder:
    • Sander IV Droste zu Senden.
    • Jobst Drost zu Senden (1582-1587), Kanoniker zu St. Mauritz, Vizedomus

Sohn Sander

  • Sander IV Droste zu Senden oo N.N., Kinder:
    • Maria Droste zu Senden

Erbtochter Naria

Die die jüngere Linie der Droste zu Senden wird begründet:

  • Erbtochter Maria Droste zu Senden oo 1585 (ihren Vetter) Jobst Droste zu Beck, Kinder:
    • Heinrich Droste zu Beck zu Senden

Sohn Heinrich

  • Heinrich Droste zu Beck zu Senden oo 1619 Anna Kath. von Hoete zu Bogge (früh verstorben, Kinder:
    • Jobst Mauritz

Sohn Jobst Mauritz

  • Jobst Mauritz Drost zu Senden oo in Köln 1650 Anna Cath. Raitz von Frentz (+11.03.1668), Kinder:
    • 11 Kinder insgesamt
    • 4. Kind Jobst Adolf * 08.05.1655 Anerbe

Sohn Jobst Adolf

Durch Erbschaft 1680 und Kauf 1746 wurde Gut Patzlar, das sich vorher im Besitz der von Asbeck befunden hatte, erworben.

Sohn Johann Ferdinand

1713 erbte Johann Ferdinand Droste zu Senden von einem Onkel Gut Isingholt im Kirchspiel Nienberge, das bis 1709 im Besitz der von Kerckerinck war.

  • Freiherr Johann Ferdinand Droste zu Senden (1684 - +16.12.1723) oo 1715 Louise von Brabeck, Kinder:
    • Freiherr Franz Arnold Mauritz (1717 - 1762)
    • Freiherr Jobst Mauritz Droste zu Senden, 1713 bis 1754 Komtur des Deutschen Ordens der Ballei Koblenz.

Sohn Franz Arnold Mauritz

1729 wurde Gut Venhaus von den von Twickel gekauft.

  • Freiherr Franz Arnold Mauritz (1717 - 1762) oo 1744 Beatrix von Ledebur, Kinder:
    • Clemens-August (sehr früh gestorben)
    • Karl-Friedrich Droste zu Senden (1750 - 1800), erbte das Gut in Senden.

Sohn Karl-Friedrich

  • Karl-Friedrich Ignatz Droste zu Senden (1750 - 1800) oo 1775 Maria Therese von Twickel zu Havixbeck, Kinder:
    • Freiherr Max-Friedrich Droste zu Senden (1777 - 1847)
    • Sophie
    • Klemens
    • Edmund
    • Franz

Sohn Max-Friedrich

  • Freiherr Max-Friedrich Alois Droste zu Senden (1777 - 1847), Abgeordneter des Westfälischen Provinziallandtages und erster Bürgermeister des Amtes Senden oo 1810 Maria Therese von Weichs - Körtlinghausen., Kinder:
    • Freiherr Clemens-August Droste zu Senden (* 02.02.1821 - +1875) oo 23.06.1853 Maria Freiin von Fürstenberg-Borbeck

Literatur

  • Inventare der nichtstaatlichen Archive des Kreises Lüdinghausen, bearb. v. E. Müller und R. Lüdicke, Münster 1917 (INA II, 3)
  • Urkunden und Regesten zur Geschichte des westfälischen Uradelsgeschlechtes derer von Senden, Bd. 1 (bis 1400) bearb. v. E. E. A. Senden, Köln 1924.
  • Schröder, A.: Urkunden des Hauses Lonne in westfälischen Archiven, in: Mitteilungen des Kreisheimatbundes Bersenbrück Heft 10 (1962), S. 1-47.
  • Senden. Eine Geschichte der Gemeinde Senden mit Bösensell, Ottmarsbocholt, Venne. Redaktion: W. Frese und Chr. Wermert, Senden 1992.

Literatur-Suche

Archiv

  • Croy`sches Archiv zu Dülmen, Bestand Senden, 40 Urkunden (1397-1550)
    • Darin Familie von Senden, Obligationen
  • Archiv Haus Senden in Senden (Westfalen), Das Archiv erlitt 1633 und 1945 Verluste durch Plünderungen. Das zum Haus Senden gehörige Archivgut ist in zwei Teilbestände gegliedert. Ein Teil wurde im 19. Jahrhundert erschlossen und in vier Kästen verwahrt, das sogenannte Kastenarchiv, während der Restbestand, das sogenannte jüngere Archiv, erst nach dem 2. Weltkrieg erfaßt wurde. Zu beiden Teilen existieren gesonderte Repertorien, die nebeneinander zu benutzen sind.
    • Bestand Haus Senden, Kastenarchiv: 213 Urkunden (1383-1805); ca. 800 Akten (15.-19. Jhdt.)
      • Darin: Stiftungen (Kirchenrechnungen Senden 1703-1720); Familiensachen Droste zu Senden (Testamente, Inventare, Präbenden und Ehrenstellen, Eheverträge, Familienverträge); Obligationen, Bürgschaften; Lehen; Gerechtsame (Hude, Zehnte, Wege, Vergebung der Lehrer- und Küsterstelle zu Senden); Gut Venhaus; Jagd; Prozesse; An- und Verkauf von Grundstücken, Höfen, Häusern usw.; Erwerb von Venhaus, Kakesbeck; Tausch von Gründen und Rechten; Hausbesitz zu Senden; Personal; Finanzen; Gut Isingholt in Nienberge (Familie von Kerckerinck, Rechnungen, Prozesse ab 16. Jhdt.); Kolonate; Pachtsachen; Gemeinheitsteilungen.
        • Findbuch P 155
    • Bestand Jüngeres Archiv: 25 Urkunden (1367-1688); 1310 Akten (16.-20. Jhdt.)
      • Darin: Reichs- und Landessachen Fürstbistum Münster; Familien Droste zu Senden und von Weichs, Nachlaß des Paderborner Dompropstes Wilhelm Joseph von Weichs (1716-1786), Provinz Westfalen; Haus Senden (Bausachen, Grundvermögen); Hausbesitz in Senden, Münster und Osnabrück; Marken-, Wasser- und Wegerechte; Rentei Senden; Höfe und Kotten; Mühlen; Ablösungen; Pachtsachen; Gutsverwaltung; Rechnungen der Häuser Senden, Venhaus, Patzlar und Isingholt; Finanzen, Steuern; Prozesse; Personal, Dienste; Bibliothek; Kirchen-, Schul- und Armensachen; einzelne Archivalien der Güter Brünninghausen, Buldem, Byink, Colvenburg, Garbeck und Braam, Kakesbeck; Erbschaft Körtlinghausen und Lonne (19. Jhdt.); Häuser Patzlar, Venhaus, Westhemmerde (17.-18. Jhdt.).
        • Findbuch P 155/1
    • Bestand Haus Lonne bei Fürstenau
    • 1819 erbten Maria Anna von Ascheberg und Anna Maria Therese Droste zu Senden das Gut Lonne von ihrem Onkel Caspar Joseph von Weichs. In das Sendener Archiv gelangten auf diese Weise einige Urkunden des Archivs Lonne. Weitere Überlieferung befindet sich in den Archiven Körtlinghausen und Venne (Dep. St.A. Münster).
    • Umfang: 32 Urkunden (1392-1699)
      • Darin: Familien Swartewold, von Schnetlage; Güter Lonne, Wulften.
        • Findbuch P 155/1
    • Bestand Rheinische Güter
    • 1675 erbte Jobst Adolf Droste zu Senden von seinem Onkel Johann Dietrich Raitz zu Frentz das Gut Gustorf im Amt Liedberg sowie weitere Besitzungen im Erzstift Köln und in den Herzogtümern Jülich und Berg, nämlich die Güter Priesterath, Ziverich, Vollrath und Königshoven. Dieser Besitz, der von Gustorf aus verwaltet wurde, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts um den Rittersitz Muffendorf vermehrt, den Maria Theresia von Weichs in die 1810 geschlossene Ehe mit Max Friedrich Droste zu Senden einbrachte. Nach Aufhebung der Verwaltung zu Gustorf in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte das Archivgut nach Senden.
    • Umfang: 41 Urkunden (1524-1782); 589 Akten 16.-20. Jhdt.)
      • Darin: Landes- und Lehnssachen; Grundvermögen; Pachtsachen; Ablösungen; Familiensachen Raitz von Frentz, Droste zu Senden; Gerechtsame; Hof Schafsberg zu Gustorf; Pachtsachen; Verkauf von Grundstücken zu Gustorf und Gindorf; Bausachen; Besitzungen zu Anstel, Frixheim, Barrenstein bei Grevenbroich, Berrendorf (Gem. Heppendorf), Breiteneichen (Kspl. Hoenrath), Endenich, Hof zum Esch (Amt Hülchrath), Frimmersdorf, Garzweiler, Jüchen, Rittersitz Königshoven (Amt Grevenbroich), Muchhausen, Güter Muffendorf und Walldorf, Rittersitz Priesterath; Güter der Raitz von Frentz (Herrlichkeit Schonauwen im Stift Utrecht); Rittersitze Vollrath und Ziverich.
        • Findbuch P 155/2
        • Archiveigentümer: Mauritius Freiherr Droste zu Senden
        • Benutzung erfolgt nur über das Westfälische Archivamt.

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