Haus Ickern

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Inhaltsverzeichnis

Lage

Einleitung

Haus Ickern gelangte im 14. Jahrhundert von den von Ickern an die von Düngelen. Durch Heirat ging das Haus an die Grafen von Dortmund aus dem Hause Lindenhorst.

Familie von Ickern

  • 1277-1300 Werner von Ichorne, Schulte des Oberhofes Huckarde oo Imma N. (1300).
  • 1284 Priester Rutger von Ickern
  • 1297, 1308 Johann von Ickern oo Mechthild N. (1308)
  • 1306 Werner von Icker, Lehnsmann des Edelherrn Bernh. von Lüdinghausen, hat Besitz im Kspl. Südkirchen, Erben
    • Hermann, Rotger und Wessel von Ickern.
  • 1327 stiften Rotger von Ickern, 1335 Freischöffe in Dortmund, seine Frau Hildeborg und und ihr Sohn Goswin eine Vigilie und Memorie in der Pfarrkirche zu Mengede für die Familie.
  • 29.11.1360 verkauft Peter von Ickern dem Wibbo von Düngelen den Zehnten zu Ickern und den Kotten up der Heiden.
  • 1360 hatte Goswin von Ickern mit anderen Helfern dem Rektor der Kirche in Brechten an dessen Gütern und Fischteichen Schaden zugebilligt.

Familie von Düngelen

Haus Ickern gelangte im 14. Jahrhundert von den von Ickern an die von Düngelen. 1325 erwarb Hermann von Düngelen zu Haus Ickern die Hälfte des Vogedinchofes zu Waltrop, damit wurde er Erbherr des halben Dorfes Waltrop. Die andere Hälfte gehörte dem Hause Schörling.

Sohn Johann

  • 1320 Johann von Düngelen begründete Haus Ickern oo N.N., Kinder:
    • 1325 erwarb Hermann von Düngelen zu Haus Ickern die Hälfte des Vogedinchofes zu Waltrop, damit wurde er Erbherr des halben Dorfes Waltrop. Die andere Hälfte gehörte dem Hause Schörling.

Sohn Hermann

  • Hermann von Düngelen (1325) oo N.N., Kinder:
    • Johann von Düngelen

Sohn Johann, Offenhaus

  • 1399 Knappe Johann von Düngelen gt. Mulsenberg, Mechtilde seine Frau, machen die Hälfte ihres Burghauses Ickern zum Offenhaus des Erzstiftes Cöln; Heinrich von Düngelen, sein Neffe, Henneke und Arnt von Düngelen, seine Blutsverwandten, Reyner von Westerholt und Alf von Westerholt, Brüder des Vaters seiner Frau Mechtilde, sind bei dem Akt mit tätig.
  • Johann von Düngelen oo Lyse Mulsenberg, Kinder:
    • Lyse von Düngelen, Erbin von Haus und Schloß Ickern mit Mühle und allem Zubehör 28.10.1420 Ehevertrag mit Conrad von Lindenhorst Junggraf zu Dortmund

Familie von Lindenhorst, Offenhaus

Die Eheleute Lindenhorstund Düngelen nahmen 1420 im geteilten Haus ihren Wohnsitz. 1449 zog der Herzog von Cleve, Graf von der Mark, vor Haus Ickern und belagerte es. Nach der Bestürmung erklärten Conrad von Lindenhorst, Heinrich sein Sohn und Hannemann von Düngeln (für die andere Hälfte der Burg) am 13.07.1449 lckern als Offenhaus des Herzogs von Cleve und Grafen von der Mark. Sie versprachen, keine Feinde des Herzogs und des Grafen auf Haus Ickern aufnehmen zu wollen.

  • Graf Konrad Konrad von Lindenhorst (1413, 30.10.1449+) (1413, 30.10.1449+), Stuhlherr, Erbgraf der kaiserlichen Kammer und Freigraf des hl. Römischen Reichs 1.oo Lyse von Düngelen gt. Mulsenberg, Erbin von Ickern (1420), 2.oo Elisabeth Stael von Holstein (Wwe. Ludolfs von Boenen), Sohn:
    • Heinrich von Lindenhorst (1441, * 20.08.1452)

Erbhälfte von Düngelen

  • 1480 Vorschlag einer Heirat zwischen Adrian von Ense gt. Snidewind und einem Frl. von Düngelen zu Ickern durch Johann u. Dietrich von der Recke, Melchior Frydag.
  • 04.04.1494 Die Schwestern von Düngelen verkaufen Ickern an Johann Stecke und seine Frau Katharina von Lindenhorst. Katharina von Lindenhorst (+ 1534) vermachte Ickern ihrem Halbbruder Robert Stael von Holstein, über dessen Tochter es an die von Bodelschwingh fiel.

Erbhälfte von Lindenhorst

  • Heinrich von Lindenhorst (1441, +20.08.1452) 1.oo Maria von Eickel (Wwe. oo2.Lutter Stael von Holstein), Kinder:
    • Erbtochter Katharina von Lindenhorst oder von Ickern (1452,+1534auf Haus Ickern, begraben in der Kpelle zu Haus Lindenhorst) oo 1463 Johann Stecke

1534

Familie von Stecke

  • Johann Stecke (+1504) erhielt vom Kaiser die Hälfte der Grafschaft Dortmund als Lehen oo 1463 Erbtochter Katharina von Lindenhorst oder von Ickern (1452 bis 1534), Kinder: kinderlos.

Familie Stael von Holstein

Katharina von Lindenhorst vermachte Haus lckern mit allem Zubehör ihrem Halbbruder Robert Stael von Holstein, Sohn aus der zweiten Ehe ihrer Mutter mit Lutter Stael von Holstein.

  • 02.05.1508 Wwe. Katharina Stecke geb. von Lindenhorst verkauft Ickern an ihren Halbbruder Robert Stael von Holstein in Livland oo <> 1499 Elsebe von Gilsen, Kinder:
    • Anna Stael von Holstein erhielt von ihrem Vater Robert Stael von Holstein, in Livland wohnend, Haus Ickern übertragen.
      • 1512 Verpfändung des Hauses Ickern durch Robert Stael von Holstein an Dietrich van der Recke zu Heessen.

Familie von Bodelschwing=

Giesbert von Bolswing (Bodelschwing) 1512-1527) 1.oo Ehevertrag 1512 mit der Erbin zu Ickern Anna Stael von Holstein (oo2. Hermann von Neuhof), Kinder:

  • 1. Ehe Wennemar von Bodelschwingh (1537 bis 1583)

Sohn Wennemar

  • Wennemar von Bodelschwingh (1537 bis 1583) oo N.N., Kinder:
    • Robert von Bodelschwingh (1591+)
    • Hermann von Bodelschwingh (1591+)
    • Ernst von Bodelschwingh (1591+)
    • Gisbert von Bodelschwingh, zu Bodelschwingh etc.
    • Adelheid
    • Wennemar von Bodelschwingh, Domherr in Mainz und Würzburg,
    • Jobst Wilhelm von Bodelschwingh zu Haus Ickern, Brockhausen und Loburg, Domherr in Münster und Stiftsherr in Xanten (05.06.1594 Verzicht auf die Praebenden)

Sohn Jobst Wilhelm

1591 übertrugen die Geschwister Gisbert, Herr zu Bodelschwingh, Adelheid, Wennemar, Domherr in Mainz und Würzburg, nach dem Tode der Brüder Haus Ickern dem jüngsten Bruder, Jobst Wilhelm von Bodelschwingh, Domherr in Münster und Stiftsherr in Xanten. Dieser begründete nun die Linie von Bodelschwingh zu Ickern und Velmede. Zwischen 1594-1619 löste er aufgelaufene Schuldscheine u Ickern ein.Jobst Wilhelm von Bodelschwingh vergrößerte Haus Ickern noch um die Güter Bruchhausen (1611) und Haus Loburg (1611) im Kirchspiel Waltrop. Dazu kam eine Anzahl Lehns- und Behandigungsgüter der Abtei Werden und Essen. Auch die Anwartschaft auf das Gut Kainhorst im Kirchspiel Waltrop wurde 1612 durch zahlreiche Rentkäufe erworben.

  • Jobst Wilhelm von Bodelschwingh zu Haus Ickern oo 14.07.1594 Ehevertrag mit Jobste von Raesfeld vom Haus Romberg. Kinder:
    • Ernst Goswin von Bodelschwingh (Erbe 1629)
    • Franz von Bodelschwingh (1640/41 Nacherbenach dem Tod des Bruders)

Sohn Franz

  • Franz von Bodelschwingh (1640/41 Nacherbenach dem Tod des Bruders), Oberst und Kommandant von Hamm, Herr zu Altmengede und Hohenower oo N.N., Kinder:
    • Erbtochter zu lckern Margarethe Josina von Bodelschwingh (1668) oo Freiherr Dietrich Ouad von Landscron

Familie Quadt von Landskron

Sohn Bernhard Wilhelm

  • Bernh. Wilhelm Quadt von Landskron zu Ickern (1722, +1766) oo 1694 Catharina von Frydag, Erbtochter zu Haus Schörling, Kinder:
    • Erbtochter Christine Sophia Eleonore Quadt von Landskron, Erbin der Rittergüter lckern, Lohburg, Altenmengede und Schörlingen oo 1753 Christoph Gisbert Christian von Bodelschwingh zu Velmede.

Familie von Bodelschwingh zu Velmede

  • Christoph Gisbert Christian von Bodelschwingh zu Velmede oo 1753 Erbtochter Christine Sophia Eleonore Quadt von Landskron, Erbin der Rittergüter lckern, Lohburg, Altenmengede und Schörlingen, Kinder:
    • Franziska Wilhelmine von Bodelschwingh 1796 Erbin zu Haus Ickern oo 1786 Freiherr Friedrich Heinrich von Syberg zum Busch bei Hagen

Familie von Syberg

  • Freiherr Friedrich Heinrich von Syberg zum Busch bei Hagen oo1786 Franziska Wilhelmine von Bodelschwingh, Erbin zu Haus Ickern, Kinder:
    • Erbtochter Eleonore von Syberg (* 1788) oo 1810 Freiherr Ludwig von Vincke, später ersten Oberpräsidenten der Provinz Westfalen.

Familie von Vincke

Gutsumfang 1697

Der große zum Hause Ickern gehörende Grundbesitz lag in den Bauerschaften Ickern, Habinghorst, Brüninghausen, Leveringhausen und Oberwiese. An Höfen und Kotten gehörten 1697 zum Hause die Kornmühle und die Olmühle auf der Vorburg, der Holthoff (Behandigungsgut des Oberhofes Huckarde), Steinhaus, Hinrich und Wessel in den Erlen, Howarde, Brüggemann (Behandigungsgut des Hofes Huckarde), Johan an der Heiden, Wörtler, Hagenhegge, Johan Koch, Hasenkamp, Eifers, Schmidt, Peters, Schumacher, Weddepöter, Vogedes, Sassenhof, Neveling, Giesen, Lamboes auch Johan Schüren genannt, lost Brüggemann am Bramkamp, Schimmel, Pöpping, Dorider in der Wanne. Zum Haus Kainhorst, 1612 erworben, gehörten der große Neidfelds Hof, Kleine Heldfeld, Fronderich, Velling; zum Hause Loburg, 1611 erworben, Ganteforth, Heitfeld in der Lune, Lunemann, Halstrick (Werdensches Leben), Rumpsmühle, Messingfeld, Geissing (Werdensches Lehen), Weste, die Mühle vor Waltrop, der Lippe zu.

Dazu kamen als Essener Behandigungsgüter die zwei wüsten Lemmenhöfe. Zum Haus Bruchhausen gehörte ein Kotten, ferner die Ländereien bei der Rumpsmühle, die den Hof Witteringhusen gebildet hatten. Aus der Erbschaft der Grafen von Lindenhorst waren dem Hause Ickern verblieben in Lindenhorst die Höfe Beckers, Hövener, Westrum, Middeldorf, in Deusen der Jacobshof, in Löttringhausen der Hof Schmidt.

Dazu kam das Haus Schörling vor Waltrop, 1694 erworben, wozu rund 30 Höfe und Kotten mit dem Abdinghof in Brockenscheid und seinen Unterhöfen gehörten.

Verkauf

1893 wurde es von Karl Graf von Bodelschwingh-Plettenberg erworben und 1911 an den Lothringer Hüttenverein verkauft.

Archiv

Während des 30jährigen Krieges erstürmten 1636 die Hessen Haus Ickern und zündeten es an; dabei gingen ältere Urkundenbestände verloren.

  • Stadtarchiv Dortmund, Bestand Haus Ickern, 220 Urkunden (1330-1801); 2 Kästen Akten
    • Darin: Kauf- und Rentbriefe; Belehnungen; Familien von Bodelschwingh, von Lindenhorst, Stecke, von Lipperheide.
      • Findbuch Westfälisches Archivamt: P 15/4 (Urkunden)
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