Haus Horneburg

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Hierarchie: Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Recklinghausen> Datteln > Horneburg (Datteln) > Haus Horneburg

Inhaltsverzeichnis

Geschichtsübersicht

  • 08.01.1332 wird ein Vertrag zur Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim abgeschlossen.
  • 1410 Heinrich von Oer verliert den Besitz seiner Herrschaft im Vest Recklinghausen an den Landesherrn, den Erzbischof von Köln und Herzogs von Westfalen nach dessen Belagerung der Horneburg.
  • 1431 tritt Heinrich von Oer nach einer erneuten Belagerung in einem Vertrag alle seine Besitzungen im Vest Recklinghausen endgültig an den Erzbischof von Köln ab.
  • 1446 tritt der Kölner Erzbischof das ganze Vest mit der Horneburg an den Grafen Johann von Gemen als Pfand ab. Erst 130 Jahre später (1576) kann Erzbischof Salentin von Köln durch Rückzahlung der Pfandsumme das ganze Vest Recklinghausen wieder in Kölner Besitz zurückbringen.
    • Auf der Horneburg befindet sich die vestische Oberkellnerei, die den Zehnten und die Zölle aus den landesherrlichen Gütern zu verwalten hat.
  • 1588 – 1590 Die Horneburg wird als Sitz des Vestischen Kriminalgerichtes und des Gefängnisses Schauplatz mehrerer Hexenprozesse und Hexenverbrennungen.
  • 1646 Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges läßt der französische Marschall Turenne die Horneburg niederbrennen.
    • Die Hauptburg wird nicht erneuert, nur die Vorburg wird als schloßartiges Herrenhaus wieder aufgebaut und später als Verwaltungsgebäude genutzt.

Torcksches Erbe zu Horneburg

  • > 10.10.1483 Jaspar Torck faßt seine Forderungen an Erzbischof Hermann von Köln, das Stift und die Landschaft diesseits des Rheins, nachdem sich eine mündliche Verhandlung, die auf Vermittlung des Herzogs von Kleve, Grafen von der Mark angesetzt war, zerschlagen hatte, zusammen, entsprechend der inserierten Aufforderung des Erzbischof von Arnsberg vom 10.10.1483
    • 1. Die von Oer besaßen die Horneburg, seine Frau ist die Erbtochter Dietrichs von Oer.
    • 2. Anspruch laut Urkunde auf ein Drittel des noch unbezahlten Kaufpreises von 4.000 Gulden für die Horneburg.
    • 3. Anspruch durch das Erbe seiner Frau an 1.044 Gulden von (Erz)Bischof Dietrich, wofür die Staltmole in Soest versetzt war, und die Bischof Dietrich zurücknahm, als Soest noch beim Stift Köln war.
    • 4. Burglehn zu Hovestadt der von Oer mit jährlich 36 Mark Einkünften, wovon seine Frau ein Drittel geerbt hat.
    • 5. Vom Erzbischof von Köln belehnt mit dem Hof zu Cörne (Korne), wovon ein Teil im Vest Recklinghausen liegt, ihm aber von den Inhabern (Johann von Gemen) zu Horneburg vorenthalten wird.
    • 6. Es handelt sich dabei um folgende Güter:
      • Im Kirchspiel Waltrop der Byspinckhoff, eine Have gen. Hinricks Gut van den Siegelankündigungnten, Hans Smemans Gut, eine Hove gen. Lamberts Have van Dorringe, die Schedinck Have, die Bramsels Have to Nederhusen, die Have to Marckvelde, Rotger Eytman. Im Kirchspiel Datteln Tilmans Hove to Rede, 1 Hove, auf der Capelle Leve wohnt, 1 Hove auf der Hinrick van Leven wohnt, 1 Hove im Kirchspiel Recklinghausen, auf der Hinrick der Konnynck van Borchholte wohnt. 14 Stücke Erbe mit Kämpen und Holz im Vest Recklinghausen zugehörig zur Rauschenburg (Ruschenborch) aus dem Erbe Dietrichs van Oer, das Brinck Gut, Overhacks Gut, Dalken Rughen Gut, Herman Ffrerickes Gut tho Norvelde, Schulte Johanns Gut tho Susen und Capelles Gut tho Lewen des Schulten tho Enxberch, des Konnyges tho Pevelinck, Busschelkens Gut tho Hagen, Quick Kenstens Gut. Datum: am ffridach na sunt Franciscus dach.

Kapelle zur Horneburg

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