Haus Brünninghausen

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Hierarchie Regional > Historisches Territorium > Grafschaft Mark > - Portal:Grafschaft Mark > Amt Hörde (historisch) > Haus Brünninghausen

Siegel 1354 Johannis u. Hinrici de Brunichuse (Kteuz v. 5 Jacobsmuscheln)

Inhaltsverzeichnis

Lage

Anlage

Die Wasserburg Brünninghausen war im 13. Jahrhundert im Besitz Herren „von Brünninghausen“ und „von Stark“.

Besitzwechsel

Schon 1483 fiel Schloss Brünninghausen in Dortmund an die Rombergs, die dieses bis 1927 hielten. Ende der 19. Jahrhunderts wurde der Sitz der Familie von Schloss Brünninghausen in Dortmund nach Schloss Buldern in Dülmen im südlichen Münsterland verlegt.

Familienpräsenz 1666-97

Namensträger der Familie von Romberg waren zu der Zeit präsent auf den märkischen Rittergütern zu Bladenhorst, Massen, Brüninghausen, Hausen, Tödinghausen, Landthusen und Erleburg.

Haus Brünninghausen und Haus Bladenhorst

1719 Konrad Stephan von Romberg zu Brünninghausen und Bladenhorst war adjungierter Amtmann zu Lünen und Hörde für Johann Matthias Reinhart von der Recke zu Heeren.

Holzgerichtsbarkeit

1708 bestätigten die von Romberg zu Brünninghausen ihre Ansprüche auf das Holzrichteramt der Bitter und der Hacheneyer Mark.

Freistuhl

1438 Freistuhl von Brüninghausen

Fischerei

1603-1604 Auseinandersetzung zwischen Konrad von Romberg zu Brünninghausen und der Reichsstadt Dortmund wegen seiner auf der Emscher in Höhe der Eilinghauser Mersch (Mellinckhausensche Marsch) angelegten Fischwehr.

Mühle

1690 betrieben die von Romberg zu Brüninghausen eine Mühle an der Emscher, die auf dem direkten Weg von Dortmund aus erreichbar war, hier unterhielt er auch eine Ölmühle.

Familie von Romberg

1832 Clemens Conrad Franz Freiherr von Romberg von Romberg (1803-1869), königlicher Kammerherr, Besitzer mehrer Güter und Mühlen, eines Reckhammers und bedeutender Gewerken, wohnhaft zu Brünninghausen, Bürgermeisterei Hörde.

Zeitzeichen 1895

Verkauf

1927 wurde Haus Brünninghausen an die Stadt Dortmund verkauft.

Familie von Romberg zu Brünninghausen

  • Bernd von Romberg I.( † 1506 in Dortmund), Drost des Amtes Hörde
  • Conrad von Romberg I., (* 1555 in Dortmund, † 1605 ) oo3. Wilhelmine von Fürstenberg
  • Kaspar von Romberg zu Brünninghausen (* 1575 in Dortmund, † 1641) oo Anna von Viermund, Erbtochter zu Bladenhorst (1625,1627)
  • Conrad Phillipp von Romberg zu Bladenhorst, (* 1620 in Dortmund, † 1703)
  • Kaspar Adolf von Romberg, (* 1721 in Dortmund, † 1795)
  • Gerhard Konrad Stephan von Romberg zu Brünninghausen (1748) oo Mechthild Maria von Bottleberg gt. Kessel (1765 Wwe.)
  • Friedrich Gisbert Wilhelm von Romberg (* 1729 auf Schloss Brünninghausen; † 1809 in Berlin), preußischer Generalleutnant
    • Fideikomißgüter Brünninghausen, Bladenhorst und Kolvenburg.
  • Gisbert von Romberg I., Präfekt des Ruhrdepartements, (* 1773 in Dortmund, † 1859) Ritter des eisernen Kreuzes und Doyen der Kammerherren (1793) Sr. Majestät des Königs oo (Hamm) 1796 Karoline Freiin v. Böselager zu Heessen (* 1776, + 1857 in Bonn),
  • Clemens Conrad Franz von Romberg (1803-1869), Königlicher Kammerherr
  • Conrad von Romberg II.,(* 1816 in Dortmund, † 1881)
  • Gisbert von Romberg II., der tolle Bomberg, (* 1839 in Buldern; † 1897)
  • Clemens von Romberg, (* 1863, † 1923)
  • Konrad Gisbert Wilhelm Freiherr von Romberg, (* 1866 in Baden-Baden; † 1939)
  • Gisbert von Romberg III., (1888-1952)

Persönlichkeiten in preussischen Diensten

  • Ritterschaftsdirektor der Grafschaft Mark Stephan von Romberg.
  • Johann Friedrich Wilhelm Moritz von Romberg (V: Stephan von Romberg), Gouverneur von Stettin (+1809 als Generallieutenant und Ritter des schwarzen Adlerordens oo Gräfin Amalie von Dönhoff
    • Sohn: Ritterliche Oberst Conrad von Romberg, Herr auf Brunn und den Camin'schen Gütern in der Mark Brandenburg (+1833 zu Camin bei Cüstrin).
  • Giesbert Wilhelm von Romberg (V: Stephan von Romberg), Generalmajor und Ritter des Ordens „Pour le m6rite".

Besitzer 1863

Besitzer 1863 von Haus Brüninghausen ist der Freiherr Gisbert von Romberg, Ritter des eisernen Kreuzes und Doyen der Kammerherren Sr. Majestät des Königs ; er ist der Einzige seiner Zeit, dem noch König Friedrich Wilhelm II. 1793 den Kammerherrenschlüssel verlieh. Ausser Brüninghausen und Colvenburg, alt Rombergische Güter, besitzt Gisbert von Romberg noch Rüdinghausen und Ermelinghoven, welche erst im 18. Jahrhundert erworben wurden, dazu das Fideikommiss West-Hemmerde.


Archiv

  • Staatsarchiv Münster, Bestand Familie von Romberg und Gutsarchiv Brünninghausen
    • Insgesamt ca. 3.400 Urkunden (1243-1799), ca. 9.600 Akten (14.-20. Jhdt.) Dieser Bestand läßt sich in 29 unterschiedliche Provenienzen gliedern:
      • I. Familie von Romberg (Akten 1324-1938) Genealogien 1673-1908; Familienverträge und Erbauseinandersetzungen 1530-1587; Fideikommiß 1752-1919; Familienkorrespondenz 1494-1889; Korrespondenzen und Akten einzelner Personen 1525-1929; private Rechnungen 1608-1907; Teilnachlässe zu einzelnen Familienmitgliedern, vor allem Caspar von Romberg (1575-1641), Conrad Philipp von Romberg (1620-1703), Otto Caspar von Romberg (1658-1715), Conrad Stephan von Romberg (1691-1755), Clemens von Romberg (1803-1869) und Giesbert von Romberg (1839-1897; der „tolle Bomberg"); Verwaltung sämtlicher Güter 1510-1926; Prospekte, Kataloge 1829-1927; Verwalter, Personal 1815-1915; Prozesse 1529-1924; Obligationen, Aktiv- und Passivkapitalien 1576-1918; Unterstützung bedürftiger Personen 1630-1926; Vereine und Verbände 1829-1927; Pferde, Pferdezucht, Rennvereine, Rennbahnen 1550-1926; unternehmerische Betätigung 1838-1930; ständische Angelegenheiten in der Grafschaft Mark und in der Provinz Westfalen 1600-1928; Archivverzeichnisse 1350-1925.
      • II. Haus Brünninghausen Dortmund (ca. 550 Urkunden 1345-1799, Akten 1449-1934) Urkunden: Grundherrschaft und Gutsökonomie im Amt Hörde; Familie von Romberg; Femeprozeß vor dem Freistuhl zu Brünninghausen 1438; Zehnte; Lehen; Mühlen in Hörde und Barop; Bergwerke; amtliche Tätigkeit der Familie; Haus Ichterloh 1705. — Akten: Besitzrechte 1449-1879; Lehen 1518-1837; Haus- bzw. Schloßverwaltung mit Nebengebäuden 1591-1927; Gutsökonomie 1620-1927; Lagerbücher, Pacht- und Heberegister, einzelne Grundstücke 1461-1933; Marken (Vincklötter, Bittermark, Eichlinghofer, Hacheneyer Mark) 1569-1892; Jagd, Fischerei 1562-1922; Forsten 1709-1930; Kataster- und Hypothekenwesen 1798-1911; Rechnungen 1574-1930, Belege 1554-1938; Personal 1651-1916; Obligationen, Aktiv- und Passivkapitalien 1487-1934; öffentliche Angelegenheiten 1629-1927; Kirchen, vor allem in Wellinghofen und Barop; Schule 1693-1921; Prozesse 1474-1934; Mühlen in Barop 16261908 und Hörde 1593-1725, Buschmühle, Dortmund 1601-1927; Steinkohlenbergbau 1541-1926; Bergschäden 1780-1925; sonstige Wirtschaftsunternehmen in Dortmund und im Amt Hörde (Eisenhammer seit 1797, Ziegeleien, geplantes Stahlwerk Barop 1866, Zuckerfabrik 1882) 1634-1926.
        • Findbücher (STAM) A 462 Bände 1-12
  • Stadtsrchiv Dortmund, Bestand Haus Brünninghausen (321)
    • 7 Akten (1600-1802), Marken- und Heidesachen.

Literatur

  • Hücker, Wilhelm: Zur Geschichte des Hauses Brünninghausen. In: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark. Nr. 64, 1968.
  • Die Familie von Romberg. In: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark. Witten, Band 5, 1892, S. 105 - S. 120
  • Reininghaus, Wilfried: Das wirtschaftliche Handeln der Familie von Romberg im 17. bis 20. Jahrhundert, in: zeitenblicke 4, 2 (2005), online abrufbar
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2001, ISSN 0435-2408

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