Haus Bodelschwingh

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Hs.Bodelschwingh u. Dortmund-West Le Coq, Topographische Karte -Westfalen (1805)

Inhaltsverzeichnis

Lage

Einleitung

Das Haus wird 1302 erstmals erwähnt im Besitz des Giselbert gen. Speke, dessen Nachkommen sich von Bodelschwingh nennen. Mit Haus Bodelschwingh war seit 1324 das Gericht Mengede, seit 1366 die Freigrafschaft Bodelschwingh verbunden. Das heute im Stadtbereich von Dortmund liegende Haus befand sich bis Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Bodelschwingh und gelangte dann über eine Erbtochter an Karl von Plettenberg vom Hause Heeren, der den Namen von Bodelschwingh-Plettenberg annahm. 1907 ging es durch Heirat an die Freiherren von Inn- und Knyphausen.

Familie von Bodelschwingh

103/1396 Ritter Gisbert Specke von Bodelschwingh, Richter zu Bochum oo N.N., Kinder:

  • Gisbert Specke von Haus Westhusen (1335)
  • Gerlach von Haus Westhusen (1345/85), Drost zu Bochum
  • Ritter Ernst gt. Specke von Haus Bodelschwingh, Drost zu Bochum (1318/87)
  • Everhard Specke (1337)

Sohn Ernst

  • Ritter Ernst gt. Specke von Bodelschwingh, Drost zu Bochum (1318/87) oo Elisabeth N., Kinder:
    • Ernst gt. Specke von Bodelschwingh
    • Gert von und zu Bodelschwingh (1408)

Sohn Gert

  • Gert von Bodelschwingh (1408) oo N., Kinder:
    • Ritter Ernst von und zu Bodelschwingh

Sohn Ernst

1421 ff. Belehnungen der von Bodelschwingh mit Mengede durch die Stadt Dortmund.

  • Ritter Ernst von Bodelschwingh (1411-1425) zu Bodelschwingh oo Rutgera von Wilack (E. Aleff oo Hille v. Hessen), (Wwe. 1444), Kinder:
    • Gert von Bodelschwingh
    • Alf von Bodelschwingh zu Siethen, 1457 Drost zu Lünen (1456/1477) oo Sophie v. Morrien (1486, 1494 Wwe.)
    • Lisa von Bodelschwingh oo Dietrich von Vittinghoff gt. Nordkerken

Erbteilung

Erbteilung zwischen den Brüdern Gert und Aleff von Bodelschwingh.

Sohn Gert

Nach der Erbteilung später auch Erbe seines Bruders Aleff, wurde mit dem Hause, Mühle und Hagen zu Mengede belehnt, 1475 vom Abt zu Werden mit (Dortmund-)Marten belehnt Gerhard (Gerd) von Bodelschwingh Gerichtsherr zu Mengede (1440, >1508) oo 1437 Katharina von Heiden (E: Wennemar oo Woltera von Hagenbeck)

  • Beleke von Bodelschwingh
  • Wennemar von Bodelschwing (1490-1532)
  • Heinrich von Bodelschwingh Deutsch Ordens Ritter, Komtur zu Welheim, Landkomtur in Westfalen (1494)
  • Gerhard (Gerd) von Bodelschwingh
    • Ernst von Bodelschwingh, Erbe zu Mengede, wurde 1490 mit dem ganzen Gericht, Schloß, Mühle und Hagen zu Mengede belehnt.

Sohn Wennemar

  • Wennemar von Bodelschwingh (1490-1532), Marschall und Rat des Herzogs von Cleve, Drost zu Lünen, Hofesschulte zu Huckarde, Gerichtsherr zu Mengede (23.051532) 1.oo N. von Hanxleben, Erbin zu Scharpenberg u. Buelswingen (1508), 2.oo Anna von Raesfeldt zu Ostendorp (E: Gosen oo Anna v. Hoemot), Kinder:
    • Gisbert von Bodelschwingh (+1537) mit Mengede belehnt,

Sohn Gisbert

  • Gisbert von Bodelschwingh (+1537) 1.oo Anna Stael von Hostein (E. Robert oo <> 1499 Elsebe von Gilsen), Erbin zu Haus Ickern, 2.oo Hermann von Neuhof , Kinder:
    • Margret von Bodelschwingh, Äbtissin zu Vlatten
    • Jaspara von Bodelschwingh, Stiftsdame zu Rellinghausen
    • Jodoca von Bodelschwingh 1.oo Wessel von Ermellen (oder Ermelinckhoff), 2.oo Johann v. Hugenpoet
    • Elisabeth von Bodelschwingh oo Schotte (Franz) von Frydag zu Buddenborg
    • Maria von Bodelschwingh 1.oo Dietrich v. Lipperheide zu Schörlingen, 2.oo Balster up den Berge zu Ripshorst, 3. Rötger Knippenburg von Loe zu Knippenburg
    • Wennemar von Bodelschwingh zu Bodelschwingh und Ickern
    • Catrin von Bodelschwingh zu Dortmund (1610) oo Hermann von Neuhoff zu Ahusen
    • Anna von Bodelschwingh (geb. in Liefland) oo N. v. Bregel
    • Mechtel von Bodelschwingh oo N. v. Ovelacker
    • Elsaben von Bodelschwingh

Sohn Wennemar

18.10.1552 Bericht des Christoffer vam Loe, Amtmann zu Bochum, Ingeseten vam Adell des Ampts Boickum sampt des Gerichts Castrop mit Anzeigunge oerer Wonungen: Wenemar van Bolswingen to Bolswingen.

  • Wennemar von Bodelschwingh zu Bodelschwingh und Ickern (1543/1583), 1543 mit dem Gericht Mengede belehnt, ausgenommen das Haus Mengede, womit sein Vetter Ernst belehnt wurde 1.oo Cath. Bronkhorst zu Battenberg, 2. Isabella Elis. v. Wachtendonck zu Germenseel (E:Arno von Hermann oo Adeheid Schenk v. Ribbek zu Hillenrad), Wwe. d. Johann Steprath zu Doddendorf, Kinder:,
    • Hermann von Bodelschwingh (+Ungarn) oo Margret von Lanschet
    • Ernst von Bodelschwingh (+ in Frankreich)
    • Wennemar von Bodelschwingh, Domherr zu Mainz u. Würzburg
    • Gisbert von Bodelschwingh, zu Bodelschwingh, Ickern etc.
    • Anna von Bodelschwingh
    • Adelheid von Bodelschwingh oo Dietrich von und zu Dorth
    • Jobst Wilhelm von Bodelschwingh zu Haus Ickern, Brockhausen und Loburg

Güterteilung

  • Haus Ickern: Jobst Wilhelm von Bodelschwingh zu Haus Ickern, Brockhausen und Loburg
  • Haus Bodelschwingh: Gisbert von Bodelschwingh, zu Bodelschwingh, Ickern etc.

Freigericht Bodelschwingh

  • 1727 Gisbert Wilh. von Bodelschwingh, Richter zu Bodelschwingh
  • 1787 Bestätigung der Privilegien der Freigerichte Bodelschwingh und Mengede auf Antrag des Freiherrn von Bodelschwingh und des Freiherrn von Droste.

Gerechtsame

Vor 1800 gehorten zum Haus Bodelschwingh 137 Bauernhöfe, Kotten und Woortstellen mit Naturallieferungen verschiedener Art, Geldprästationen, Hand- und Spanndienste und nicht unbedeutende Natural- und Sackzehnten. Zu den Gerchtigkeiten gehörten ausgedehnte adelige Jagden. Die Kirche und die Kusterei zu Bodelschwingh sind von den Besitzern des Gutes gestiftet und fundirt. Das Patronatrecht über beide bestand noch im 19. Jhdt. Der Flächeninhalt des Gutes Bodelschwingh betrug im 19. Jhdt. 2.667 preußische Morgen weniger einige Ruthen.

Familie von Bodelschwingh

  • 1832 Karl, Freiherr von Bodelschwingh-Plettenberg, Gutsbesitzer und Inh. einer Windmühle, Komtur des deutschen Ordens in Utrecht, wohnhaft zu Bodelschwingh.

Archiv

Ein Teil des Archivs wurde 1921 im Stadtarchiv Dortmund deponiert. Der Bestand hat nach dem 2. Welkrieg durch Zerstörung und Plünderung erhebliche Verluste erlitten.

  • Stadtarchiv Dortmund, (zT. Depositum) Bestand Haus Bodelschwingh, 301 Urkunden (1317-1818); 152 Akten (16.-19. Jhdt.)
    • Darin: Familie von Bodelschwingh; Belehnungen; Haus und Gericht Mengede; Finanzen; Höfe und Kotten; Markensachen; Prozesse; Korrespondenzen; Türkensteuerliste des Amtes Bochum 1542; Schatzungen im Gericht Castrop ab 1545.
      • Findbuch Westfälisches Archivamt: P 15/3

Bestand auf Haus Bodelschwingh

  • Haus- und Familienarchiv, ca. 900 Akten (17.-20. Jhdt.)
    • Familie von Inn- und Knyphausen (1708-1970): Fideikommiß, Familienstiftung.
    • Familien von Bodelschwingh und von Bodelschwingh-Plettenberg (1690-1907): private Aufzeichnungen, Tagebücher, Erinnerungen.
    • Gutsverwaltung Bodelschwingh (19.-20. Jhdt.).
    • Gutsverwaltung Burg Schwarzenberg bei Plettenberg (ab 1900).
    • Gutsverwaltung Schörlingen bei Waltrop (ab 1883).
    • Gutsverwaltung Ickern (1893-1935).
    • Gutsverwaltung Rodenberg (1845-1960).
    • Gutsverwaltung Drais im Rheingau (20. Jhdt.).
    • Gutsverwaltung Geretzhoven bei Bergheim (ab 1832).
    • Gutsverwaltung Loward bei Zevenaar (ab 1901).
      • Eigentümer: Tido Freiherr zu Inn- und Knyphausen
        • Archivbenutzung erfolgt im Stadtarchiv Dortmund bzw. über das Westfälische Archivamt.

Literatur

  • Swientek, H.-O. Über Archiv und Bibliothek des adeligen Hauses Bodelschwingh, in: Bodelschwingh. Haus — Dorf — Herrschaft, Castrop-Rauxel 1964, S. 115-123.
  • Gesamtinventar des Stadtarchivs Dortmund, bearb. v. H.-O. Swientek und W. Timm, Dortmund 1964.
  • Alvensleben, U. von: Haus Rodenberg an der Emscher, in: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark 61 (1964), S. 233-249.
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