Haus Beckloe

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Hierarchie

Regional > Historische deutsche Staaten > Kurfürstentum Köln > Vest Recklinghausen > Recklinghausen > Hüls > Haus Beckloe

1826: Wohnplatz Hustede, unweit westlich der Loemühle, vemutete Lage von Beckloe in der Flur "XIII = Orthöfen " in der Gemeinde Marl (Urkataster von 1826)

Inhaltsverzeichnis

Haus Beckloe

Teilbesitz in Marl der von Loe

  • 1200 Gerhard von Loe war mit Nobelia von Heinsberg verheiratet, aus seinem Nachlaß stammte wohl der Besitz zu Marl, Kinder:
    • Johann von Loe zu Loe (1244)
    • Rötger von Loe zu Loe (1246)
    • Schwester (N.) oo N. von Steinhaus (deren Sohn Gottfried von Steinhaud oo 1246 Odilia Schellard v. Obbendorf

Burg Beck-Loe zu Löntrop/Hüls

  • Erbe des Gutes Beck-Loe in Marl-Drewer wurde Godeken von Loe, gt. der Gute
    • Wappen: Im silbernen Schild ein achteckiges Schirmbrett mit nach innen gebogenen Verbindugen, an jeder Ecke ein Federspiel in Schwarz, noch 1256 siegelt so "Leo von Loe zum Loe".

Haus Beckloe, Vorwerk zu Frentrop

  • 1150 Register Stift Xanten: Gut Vorwerk, auch "Beckloer" gnt., ein Werdener Gut des Sadelhofes Heldringhausen (1480 der Stadt Dorsten gehörig), es wird 1185 als bei Altendorf-Ulfkotte nahe der Grenze zu Dorsten liegend beschrieben.
  • 1242 curtis Beckloe ("Berlo") im Besitz des Hauses Loe.
  • Erbe des Gutes Beck-Loe in Marl-Drewer wurde Godeken von Loe zu Beckloe, gt. der Böse (aus einer außerehelichen Verbindung)
    • Wappen: im goldenen Schild einen Hund, mit dem Kopf nach links oben und dem Schweif nach rechts unten zeigend, den Hund wagerecht geteilt, oben schwarz und unten silbern, zunge rot.
  • 1349 Bernhard von Strünkede erklärt sein "Haus Beckloer", vor den Toren Dorstens gelegen, zum Offenhaus.
Wappen der von "von Loe" zu Marl
Beckloe, Marl-Drewer
Beckloe, Marl-Frentrop
  • Am 09.03.1386 bekundet der Knappe Bernhard von Strünkede in Zons, daß zwischen dem Kölner EB Wilhelm (von Gennep 1349-1362) und seinem Vater Bernhard von Strünkede vereinbart worden war, daß letzterer das Haus Loe im Vest Recklinghausen im Kspl. Marle zum Offenhaus auftragen sollte.

Daher trage er nun das Haus mit allen Befestigungsanlagen dem Kölner EB Friedrich Graf von Saarwerden zum Ledig- und Offenhaus auf, dessen der Erzbischof und seine Amtsleute sich uneingeschränkt bedienen können. Er hat dann das Haus als erbliches Lehen von EB Friedrich empfangen und gehuldigt (STAM Vest RE Urk. 18).

Burg Beckloe

1210 Wahrscheinliches Erbauungsjahr der Burg Beckloe (1220 Becklor) durch eine Familie von Loe, auf der Grenze zum Kspl. Recklinghausen. Damit war das Haus Beckloe damals wohl gleichzeitig Grundherr in den Kirchspielen Marl und Recklinghausen.

* In der Wand eines Gebäudes der Loemühle in Löntrop/Hüls befindet sich ein Stein mit der Jahreszahl 1230, dieser könnte wegen des räumliches Bezuges und der Zeitabläufe vom Hause Beckloe stammen.

Haus Beckloe war 1220 (nach Steinen) im Besitz Godekes (des Bösen) von Loe zu Beckloe und später im Teilbesitz der Familie van Loe zu "Strevelsloe" in Marl-Drewer. Das befestigte Haus (Burg) lag im Vest Recklinghausen und im Kirchspiel Marl.

Haus Beckloe in Beckhausen, Kspl. Marl
vermutetes Umfeld der Lage bei der Flur Orthöfen, unweit der Loemühle.

Erbtochter Belie von Loe

Erbin des Godeke von Loe war dessen Tochter Belie von Loe, welche den Besitz dem Bernard von Strünkede mit in die Ehe brachte,

1277 Erbtochter Nobelia von Beckloe auf Haus Beckloe heiratet Bernd von Strünkede und bringt ihm Beckloe mit in die Ehe.(Steinen u. Vest. Jahrbuch Nr. 62 S. 148)

Besitzs in Beckhausen

  • 1330 "Bekehusen iuxta Marler" zahlt Godekinus von Loe zum Loe 1 Malter Roggen und 5 Scheffel Gerste an Lehnszins.

Werdener Besitz

  • 1333 Im Werdener Heberegister wird die von Wessel von Loe erbaute Burg Beckloe in Beckhausen bei Marl erwähnt.
  • 1335 Außer Haus Beckloe hat Godekin von Loe zum Loe noch ein zweite Gut in Beckhausen in Besitz, wofür er 5 Malter Roggen als Zins an Werden entrichtet.

Zerstörung der Burg Becklo

Im Jahre 1373 war es Recklinghäuser und Dorstener Bürgern gelungen, die Burg Loe, welche am Rande des Hülsbergs in der Recklinghauser Bauerschaft Hüls lag, und sich zu der Zeit im Besitz der Herren von Strünkede befand, zu erobern und einzureißen. Doch die Burg wurde wieder aufgebaut.

Strünkede zur Hovestatt

Um 1373 treten die Strünkeder auch unter dem Namen Hovestatt auf, so Bernhard u. Mecharius, Bele von Strünkede und Cunigundis (von Strünkede) "van me Hovestat".

Erneute Zerstörung von Beckloe

  • 1375 Truppen des Bischofs Florenz von Wevelinghofen von Münster (1364-1379) erstürmten eroberten und zerstörten das zerstörte (und verlassene) Haus Beckloe endgültig. Wittus schreibt in seiner "HISTORIA WESTPHALIA" auf seite 455 ff. "ipso item anno 1375 in festo sancti corporis Christi Florentinus Monasterium Episcopus castrum Loe per fideles suos ad jutorio dei miraculo seprorsus cepit to metsi custodum negligentia etinuria haut longe post iterum amissum sit".

Nun vacat

  • 1389 Als ein Xantener Steuereinnehmer von einem Peter von Loe zum Loe von der Burg Beckloe in Beckhausen bei Marl 5 Mudde Gerste als fälligen Naturalzins einholen möchte, muß er nach Xanten berichten:" Die Burg in Beckhausen im Kspl. Marl gib es nicht mehr ("thom Loe vacat").
  • 1400 Im Restanten Register des Xantener Domkapitels wir von der Burg (beck-)Loe und deren Besitz in Lenkerbeck berichtet, welche der "herzog von Geldern" zerstören ließ. Wlikes hielt in seinen Quellen fest: "Item in Marler restat totum propter destructionem quam fecerat dux Gelrensis (Verwechselung ?) in obsidione castri Loe. Item in Lenkeler restat totum quia et locus desertus".
    • Quelle: Wilkes, Carl: Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte des Archidiakonats und Stifts Xanten (1937)

Strünkeder als Holz- und Markenrichter

Die Hülsberger Mark im damaligen Kirchspiel Recklinghausen, lag in der unmittelbaren Nähe, nordöstlich der Burg Beck-Loe, hier waren die um Strünkeder um 1345 Erbexen. Am 30. Juli 1442 (dusent veyrhundert en XLII, den manendag nest na sunte Jacobus, daghe des hilgen apostels)verkauft vor dem Richter zu Lembeck, Goisen Spyrlinch, Frederich van Strüenckede an Bitter von Raesfelde das Holzgericht in dem Hülsberge, den Hof zu Herne mit den zugehörigen Höfen: Dael Hof (Große und Kleine Puppendahl), Albertes Hof (Albers), Poethescher Hof, gelegen im Gericht Recklinghausen, ferner das Markenrecht der Höfe zu Regenbodinck u. zu Bechum, des Gutes Lodinchtorpe u. des Borinch Hofes im Hülsberge. Zeugen: Meynecken van Westeroelde, Frederich Oldenbergh, Johan Schulte tho Grevinch u. Rotger ton Buddenbrocke. (Der Vorgang wiederholt am 17.09.1443 mit Machgroys von Strünckede).

Erbteilung

Johan von Strünkede, welcher die Strünkeder Güter 1462 mit seinem Bruder teilte, war um 1467 klevischer Rittmeister.

Bolsdorff = Beckloe?

Auf der Carte Topographique d`Allemagne - Ausschnitt: Comte du Vest Recklinghausen de Colohne(um 1675), ist südlich von Haus Loe, westlich vom Loemühlenbach eine Hofanlage mit dem Begriff "Bolsdorf" eingetragen. Der Name kommt aus dem niederdeutschen: "bool, boel, bohl; skand. bōl", dies bezeichnet nach dem deutschen Rechtswörterbuch eine Grundbesitzeinheit, eine Hausstätte mit Garten, Hauskoppel und einem Anteil an den Gemeindeländereien (Markenrechten), Landstelle mit etwa 20-50 ha Ackerland. Lage und Ausstattung treffen hier auf "Hustede" oder "Hovestatt" zu, dies könnte das ehemalige Haus Beckloe betreffen.

Die Huesstedde

1502 Johan vom Loe zum Loe und seine Ehefrau Margarethe de Grave zu Hassel verkaufen land von der "Hustedde" an den Vikar zu Westeholt. Die Hustedde war ein Allod des Hauses Loe und war im 20. Jahrhundert im Besitz von Wehling an der Bredenkampstraße.

  • Demnach wurde hier verfügt über Teile von Grund und Boden einer "Husstedde" oder '"Hovestatt"' , worauf früher ein bestimmtes Gut mit den dazu gehörigen Gebäuden mit bestimmten Rechten stand oder hätte stehen können.


Wappen_NRW_Kreis_Recklinghausen.png

Provinz Westfalen: Landtagsfähiges Rittergut im Kreis Recklinghausen / Vest Recklinghausen

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Ab 1855 mit dazu: Haus Brabeck | Haus Wilbringen | Grafschaft Recklinghausen |

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