Handbuch der praktischen Genealogie/042
aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
| GenWiki - Digitale Bibliothek | |
|---|---|
|
Handbuch der praktischen
Genealogie Inhaltsverzeichnis (Band 1) Inhaltsverzeichnis (Band 2) |
|
| <<<Vorherige
Seite [041] |
Nächste
Seite>>> [043] |
| korrigiert | |
| Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig. | |
Stadt Solothurn. Solothurn. 4°. — (Sprecher, A. v.), Slg. rhätischer Geschl. Chur 1847. — Triesener Adels- u. Bürgergeschl. werden behandelt im Jb. d. histor. Ver. f. d. Fürstent. Liechtenstein. 2. Bd. 1902. — Wappen der löbl. Bürgerschaft von Winterthur. Zürich 1855. — Neues histor. Wappenb. d. Stadt Zürich. Nach den besten Quellen bearbeitet. Zürich 1860. Hierzu Spl.: Die seit 1859 in d. Stadt Zürich eingebürgerten Geschl. 4°. Neues histor. Wappenb. d. Stadt Zürich, 2. Afl. Zürich 1869. — Ferner sei erwähnt, daß v. Arx u. Tatarinoff, D. histor. Ver. d. Kantons Solothurn, Festschr. zur Erinnerung an sein 50jähriges Jubiläum, 1853-1903, Solothurn 1903, auf e. Reihe v. Vorträgen über Solothurner Geschl. verweisen, die nicht im Drucke erschienen sind u. z. Tl. im Archiv des genannten Ver. liegen od. im Prot. d. Ver. teilweise Aufnahme gefunden haben. — Armorial Neufchatelois, Galerie historique du château de Neuchatel cont. les armoiries des comtes et princes de Neufchatel, des gouverneurs qui ont administré le pays en leur nom, ainsi que les quatre Bourgeoisies acc. de notes histor. et héraldiques. Berne et Neufch. 1857.
Genealogische Tafeln
von Otto Forst.
Die beiden Grundtypen genealogischen Denkens.
Jede genealogische Betrachtung der Menschheit muß von der
natürlichen genealogischen Grundtatsache ausgehen, daß zwischen
zwei Personen das Verhältnis von Erzeuger, resp. Gebärerin
einerseits, Erzeugtem resp. Geborenem andererseits besteht. Von
diesem Urphänomen der Genealogie, wonach aus einem Individuum der
Species Mensch im Wege der geschlechtlichen Fortpflanzung ein neues
Individuum hervorgeht, muß jeder Versuch, Systematik in die Fülle
von Erscheinungen zu bringen, welche das Leben als Folge der
zwischen den Menschen bestehenden, auf ihrer gegenseitigen
Abstammung voneinander oder von einem gemeinsamen Dritten
beruhenden Beziehungen hervorruft, seinen Anfang nehmen.
Zwei Personen sind also im wechselseitigen Verhältnis Erzeuger und
Erzeugter. Betrachten wir die aktive Seite dieser Beziehung, nehmen
wir vom Erzeuger den Anfang und suchen wir alle Personen zu
ermitteln, die er unmittelbar oder, als Nachkommen seiner eigenen
Deszendenz, mittelbar erzeugt hat, so erhalten wir die eine Form
der Darstellung genealogischen Denkens: die Deszendenztafel.
Die Deszendenztafel umfaßt alle Personen, die von einer anderen
Person, dem Stammvater oder der Stammutter, abstammen, in gerader
Linie, wie der treffende juristische Ausdruck lautet. Es macht
dabei keinen Unterschied, ob diese Abstammung eine rein agnatische
ist, nur durch Zeugungen vermittelt wird, ob die Bindeglieder
zwischen dem Deszendenten und seinem Stammvater nur Männer bilden;
oder ob die Abstammung auch durch Geburten vermittelt wird, ob also
auch Frauen als Bindeglieder zwischen Stammvater und Nachkommen
erscheinen.
Der zweite Grundtypus genealogischen Denkens ergibt sich, wenn wir
die passive Seite, das Erzeugtwerden, in den Vordergrund stellen.
Suchen
