Hüls (Marl)

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Hüls: historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, biografische Aspekte, Archive, Quellen, Hinweise...

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Hüls, nördl. v. "Schulte im Hülse", sw. v. Hülsberg, u. Papiermühle:
Le Coq, Topographische Karte -Westfalen (1805)

< Recklinghausen

Inhaltsverzeichnis

Zeitschiene vor 1803

Name

  • 1175 "Hulse". [1]

Historische Lage

Landwehr als Wehranlage oder Flurbefestigung

1660: In der Burschafft Natrop-Hüls ist eine Landtwehr gelegen, angehendt an Alderoggens Gründe, an Lüdtgersgraben, durch Alderoggen Kamp, und schießet längs Gödekken und dem Schulte im Hülße seine lenderey, welche Nachbaren, die Landtwehr schier zumahlen, nidergerißen und an einem Ende beynahe gantz vernichtiget, und schießet forthan auff Brügemanße gründe, biß auff die Becke, so von der Lhomhullen kompt; obiges berichtet ein alter man von 80 Jahren, Hütten Herman genant, und einer mit nhamen Spillclaßs, daß sie vor alten undencklichen Jahren, eine Herrn landtwehr (kurfürstlich) zu sein gehört hetten. [2]

Einwohner

1826: Wohnplatz Witteberg, Flur XII, Marl-Drewer - östlich des Loemühlenbachs in der Gemeinde Marl (Urkataster von 1826)

Namensgebung, Status

Baurichter, Buerrichter

Baurichter oder Buerrichter waren die Vorsteher einer Bauerschaft.

Grundherrschaft

Die wenigen 1660 als "Herrn Man" bezeichneten Einwohner in den Bauerschaften Lenkerbeck und Natrop-Hüls gehörten ursprünglich in den Oberhof Brüninghof und waren bis auf Oelman und Godde im Hülse eigenhörige Leute der Herren von Raesfeldt (Haus Ostendorf).
Bauerschaft Natrop - Hüls:

Kirchliche Zugehörigkeit

  • Kirchlich gehörten die Bauerschaften Hüls und Natrop zur Pfarrei St.Peter in Recklinghausen. Lenkerbeck wurde aber 1906 von St.Peter in Recklinghausen kirchlich abgetrennt und seelsorglich selbständiges Pfarrektorat.

Kapelle zu Lenkerbeck

1782 hatte Lenkerbeck eine eigene Kapelle, worin Sonn- und Feiertags Gottesdienst gehalten wurde und die auch von den Bewohnern der Bauerschaft Natrop-Hüls besucht wurde. Die Pfarrerhebung folgte 1948. Kirchenbücher werden in Lenkerbeck geführt:

  • Taufregister: seit 1894
  • Trauregister: seit 1906
  • Sterberegister: seit 1908.

Schule zu Lenkerbeck

  • 1782 hatte hatte Lenkerbeck eine eigene Schule mit einem Schulmeister, wo auch die Bauerschaft Natrop-Hüls ihre Kinder zur Schule schickte.

Zeitschiene nach 1802


Wappen_Stadt_Recklinghausen_Kreis_Recklinghausen.png Ortsteile in Stadt und im Kirchspiel Recklinghausen (Kreis Recklinghausen)

Altstadt | Beising | Berghausen | Bockholt | Börste | Bruch | Brüninghoff | Elpe | Essel | Grullbad | Herne | Hillen | Hillerheide | Hochlar | Hochlarmark | König Ludwig | Röllinghausen | Speckhorn | Stuckenbusch | Suderwich |

Vor 1926 noch:
Amt Recklinghausen | Backum | Disteln | Ebbelich | Erkenschwick | Hüls | Korthausen | Langenbochum | Lenkerbeck | Löntrop | Natrop | Oer | Rieth | Scherlebeck | Siepen | Sinsen |

Verwaltungseinbindung (Westfalen)

Kirchenbücher

Hauschroniken

Volkszählung 1875

Die Hsnrn. entsprechen nicht der Gebäudesteuerrolle 1895

  • Hsnr. 01; (Hüls); Brinkforth, wohnhaft 2 männlich, 1 weiblich
  • Hsnr. 02; (Hüls); Silvers, wohnhaft 3 männlich, 2 weiblich
  • Hsnr. 03; (Hüls); Franzen, wohnhaft 3 männlich, 6 weiblich
  • Hsnr. 04; (Hüls); Humme, wohnhaft 4 männlich, 4 weiblich
  • Hsnr. 05; (Hüls); Bertels, wohnhaft 2 männlich, 4 weiblich
  • Hsnr. 06; (Hüls); Godde, wohnhaft 3 männlich, 3 weiblich
  • Hsnr. 07; (Hüls); Schmudde, wohnhaft 3 männlich, 3 weiblich
  • Hsnr. 08; (Hüls); Oelmüller, wohnhaft 3 männlich, 5 weiblich
  • Hsnr. 09; (Hüls); Trogemann (gt. Brüggemann), wohnhaft 7 männlich, 5 weiblich
  • Hsnr. 10; (Hüls); Ovelhei, wohnhaft 7 männlich, 5 weiblich
  • Hsnr. 39; (Hüls); Heuwer, wohnhaft 5 männlich, 2 weiblich
  • Hsnr. 40; (Hüls); Stricker, wohnhaft 2 männlich, 1 weiblich
    • Quelle: Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen/Amtsarchiv. Nr. 1748

Kommunale Neugliederung

Das Amt Recklinghausen wurde 1926 aufgelöst, Hüls kam zur Gemeinde Marl im Amt Marl.


Stadt (1936) Marl, Ortsteile, (Kreis Recklinghausen)

Kirchspiel Marl: Dorfbauerschaft oder Alt Marl | Frentrop | Lippe | Drewer mit Witteberg | Wohnplätze Linde | Orthöfen mit "Hustedte"
1926 Hüls | 1926 Korthausen | 1926 Lenkerbeck | 1926 Löntrop | 1926 Sinsen | 1975 Polsum | 1975 Herne | 1975 Sickingmühle | 1975 Waldsiedlung


Literatur

Bibliografie-Suche

Fußnoten

  1. Quelle der Früherwähnungen: Westfälisches Urkundenbuch (WUB) II. Cod. Nr. 376
  2. Quelle: Burghardt, Werner: Das Vestische Lagerbuch von 1660, Hrsg. Historische Kommission für Westfalen, Münster 1995 ISBN 3-402-06813

Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Genealogische Webseiten

Historische Webseiten

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung HULULSJO31NQ
Name
  • Hüls (deu)
Typ
  • Wohnplatz (- 1926-03-31)
  • Ortsteil (1926-04-01 -)
Einwohner
Postleitzahl
  • W4370 (- 1993-06-30)
  • 45768 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 4308

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Marl (1926-04-01 -) ( Gemeinde Stadt )

Löntrop (- 1926-03-31) ( Bauerschaft Ortsteil )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
St. Konrad (Marl-Hüls) Kirche STKULSJO31NQ
Herz Jesu (Marl-Hüls) Kirche HERULSJO31NP
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