Grabstein-Projekt/Leitfaden

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Grabstein-Projekt


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FAQ - häufig gestellte Fragen Foto-Objekte aus Stein Besondere Inschriften Leserbriefe Projektorganisation: Holger Holthausen
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Foto-Hilfe Lexikon Sepulkralkultur
Foto-Bearbeitung
 
 
Diese Seite gehört zum Grabstein-Projekt und wird nur von den Projektverantwortlichen betreut. - Änderungen / Ergänzungen bitte der Projektorganisation mitteilen!


Info
Sie möchten im Grabstein-Projekt mitmachen?

Das interessante und kostenfreie Grabstein-Projekt wird ehrenamtlich geführt. Die Mitarbeit ist für jedermann geeignet und an keine Vereinsmitgliedschaft gebunden.

Zuallererst ist eine Anmeldung bei der Projektorganisation erforderlich, von dort erhalten Sie ausführliche Informationen zur Mitarbeit.
Das Grabstein-Projekt wird täglich moderiert. Als Interessent erhalten Sie zeitnah eine Antwort; die weiterführende Betreuung ist gewährleistet.

Für die Archivierung Ihrer Dokumentation werden benötigt:

  • Checkliste (das Dokument erst speichern, danach ausfüllen)
  • Grabsteinfotos
  • Friedhofsordnung

Bitte senden Sie die kompletten Unterlagen in einem Ordner per Cloud, z.B. WeTransfer, an die Projektorganisation, diese lädt die Fotos in das Grabstein-Projekt.

Für die genannten Aktivitäten ist kein Login nötig.


Inhaltsverzeichnis

Zweck des Leitfadens

Die Mitarbeit im Grabstein-Projekt ist recht interessant, vielfältig und abwechslungsreich.
Der Leitfaden bietet eine umfangreiche Information und übersichtliche Hilfestellung für die Dokumentation von Grabsteinen auf Friedhöfen.
Darüber hinaus beinhaltet der Leitfaden eine Empfehlung für das Fotografieren und das allgemeine Verhalten auf dem Friedhof. Für die Datenerfassung stellt der Leitfaden ein verbindliches Regelwerk dar.

Gesetzliche Grundlagen

Das Amtsgericht Mettmann hat am 16.06.2015 in einem Urteil das *Grabstein-Projekt* voll und ganz bestätigt.
Hier einige Kommentare der (überwiegend juristischen) Fachwelt dazu:

Friedhöfe sind in der Regel frei zugängliche und damit öffentliche Plätze. Die Grabstellen selbst stehen im Besitz und darauf aufgestellte Grabsteine im Eigentum der jeweiligen Grabstelleninhaber.

Die Benutzung der Friedhöfe richtet sich nach den einschlägigen Friedhofsgesetzen der Bundesländer und den daraufhin erlassenen Friedhofs- und Benutzungordnungen der kommunalen oder kirchlichen Friedhofsträger.

Daten auf Grabsteinen unterfallen nicht den einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen, weil Datenschutzgesetze nur auf lebende Personen Anwendung finden. Soweit durch die jeweilige Benutzungordnung keine anderweitigen Bestimmungen getroffen wurden, besteht auf Friedhöfen auch kein Fotografierverbot. Gleiches gilt für die Grabstellen und/oder die Grabsteine.

Auf zu beachtende Benutzungsregeln wird auf den Friedhöfen in der Regel hingewiesen, sie sind zu beachten!

Lesen Sie die entsprechende Friedhofsordnung um festzustellen, ob das gemeinnützige/ehrenamtliche Fotografieren und das Veröffentlichen der Dokumentation erlaubt sind.
Sollten Sie über diesbezügliche Formulierungen in der Friedhofsordnung unsicher sein, können Sie uns die Friedhofsordnung zur Prüfung schicken.

Friedhofsordnung (-satzung)

Die Verhaltensregeln der Friedhofsordnung sind unbedingt einzuhalten; fast jeder Friedhof besitzt eine solche verbindliche Satzung.
Nur die aktuelle Vollversion (nicht der Auszug auf dem Schild am Friedhofseingang) ist maßgebend und wird vor dem Beginn des Fotografierens vom Fotografen beschafft.

Meistens können die Friedhofsordnungen aus dem Internet heruntergeladen oder von der Friedhofsverwaltung erbeten werden.
Die Friedhofsordnungen der kommunal (städtisch) verwalteten Friedhöfe sind oftmals auf der Ortshomepage unter den folgenden Stichworten zu finden: Ortsrecht, Satzungen oder Friedhof.
Mittlerweile stellen einige Kirchengemeinden und Kirchenkreise ihre Friedhofsordnungen ebenfalls im Internet zur Verfügung.

Lesen Sie bitte in der Friedhofsordnung den Passus -Ordnungsvorschriften- um festzustellen, ob das ehrenamtliche (nicht gewerbliche) Fotografieren und das Veröffentlichen der Dokumentation erlaubt sind.

Sollten Sie über Formulierungen in der Friedhofsordnung unsicher sein, dürfen Sie uns diese gerne zur Prüfung schicken.

Für die Dokumentation auf einem historischen Friedhof wird keine Friedhofsordnung benötigt.

  • Die Friedhofsordnung ist (möglichst als PDF-Datei) zusammen mit den Grabsteinfotos bei der Projektorganisation einzureichen.
Alternativ zur Friedhofsordnung genügt eine schriftliche Genehmigung der Friedhofsverwaltung zur Veröffentlichung der Dokumentation.

Tipps zur fotografischen Dokumentation

Bitte unbedingt beachten!

Keine Veränderungen am Grab vornehmen.
Verhalten Sie sich beim Fotografieren auf dem Friedhof takt- und rücksichtsvoll.

Handwerkzeug mitnehmen

Zum Fototermin ist die Mitnahme folgender Gegenstände ratsam: Digital-Fotokamera (vorher den Akku laden), evtl. Ersatzakku und Ersatzspeicherkarte, Schreibzeug und ein kleiner Handbesen.

Friedhofsplan als Dokumentationshilfe

Es wird empfohlen, systematisch nach einem Friedhofsplan (eventuell selbst erstellt) zu dokumentieren, also Grab für Grab, Reihe für Reihe, Feld für Feld. Nach dem Fotografieren der Grabsteine auf den einzelnen Friedhofsabschnitten können diese in dem Plan als „fertig fotografiert“ abgestrichen werden.
Manchmal hat der Fotograf das Glück und ein vereinfachter Plan hängt in einem Schaukasten am Friedhofseingang. Dieser kann fotografiert und im heimischen Büro ausgedruckt werden.
Alternativ lässt sich mit etwas Fantasie und Geschick eine grobe Handskizze mit den typischen Merkmalen eines Bestattungsareals fertigen. Der Rundgang über den Friedhof ermöglicht eine kleine Übersicht über die Struktur des Platzes. Der Grundriss ist mit wenigen Linien skizziert, anschließend werden die Eingänge und die Kapelle oder ein anderes markantes Gebäude eingezeichnet. Als weitere Orientierungshilfen können die Haupt- und Nebenwege, sowie Wasserzapfstellen und Bänke oder große, auffällige Bäume im Plan positioniert werden. Auf dem Friedhof vorhandene, sogenannte Feld- oder Abteilungsbezeichnungen komplettieren den Arbeitsplan.
Wer sich künstlerisch nicht gerne betätigt, hat bei der Nutzung kostenloser Programme wie z.B. Google Earth, Google Maps oder OpenStreetView die Möglichkeit, das Friedhofsgelände aus der Vogelperspektive zu betrachten und auszudrucken. Dabei sollte der Friedhofsplan optimal in der Größe eingestellt sein.

Guter Zeitpunkt zum Fotografieren

WICHTIG:
Zum Fotografieren von Grabsteinen ist NUR bedecktes Wetter vorteilhaft. Sonnenstrahlen erzeugen besonders auf den polierten Grabsteinen und dem Kameradisplay zusätzliche Spiegelungen.
Außerdem muß möglicherweise bei starkem Gegenlicht fotografiert werden - keine Situation um tolle Fotos zu erhalten!
Die günstigen Jahreszeiten zum Fotografieren sind der Winter und das Frühjahr. Im Winter (natürlich ohne Schneedecke) stören keinerlei hochgewachsene Grabpflanzen und die Gehölze sind kurz geschnitten. Allerdings fühlt sich nicht jeder Fotograf bei den kühlen Temperaturen wohl. Etwas angenehmer ist die Pflanzzeit im Frühjahr (etwa März), dann sind die Wintergestecke abgeräumt und die Neuanpflanzungen noch niedrig.
Ein besonders unpassender Moment zum Fotografieren auf dem Friedhof ist eine Beerdigung!
In einer solchen Situation gebieten der Respekt und das Taktgefühl gegenüber den Trauernden, das Fotografieren einzustellen und sich diskret an eine andere Stelle des Friedhofs zu begeben.

Grabstein optimal ablichten

Die Auswahl an Fotokameras ist kaum überschaubar; mit allen lassen sich qualitatv gute Fotos erzeugen.
Wichtig ist, dass der Grabstein möglichst das gesamte Bildformat ausfüllt, damit die Inschrift gut erkennbar ist. Dieses erwünschte Ergebnis wird durch das Zoomen des Objektivs oder durch Herstellen eines entsprechenden Abstandes vom Fotografen zum Grabstein erreicht. Ein späteres Zuschneiden der Fotos wird somit erspart.
Der Auslöseknopf der Kamera sollte kurz angetippt werden, damit sich das Kameraobjektiv richtig einstellt. Erst danach erfolgt der finale "Klick". Nur auf scharfen Fotos lassen sich die Inschriften gut lesen, dann ist der Informationswert optimal.
Die Grabsteinfotos sollen keine Grabumrandungen, Pflanzen, Grabvasen, Lebenslichter und bedruckte Trauerschleifen zeigen, denn sie sind im Grabstein-Projekt nicht erwünscht.
Außerdem ist das bewusste Fotografieren von zugewachsenen und verwilderten Grabstellen zu vermeiden.
Bitte machen Sie für die sogenannten Friedhofsansichten (Minifotos) nur querformatige Fotos, sie sollten nicht beschnitten werden.
Einige leicht umsetzbare Tipps bietet die sogenannte Foto-Hilfe.

Mehrere Grabsteine einer Grabstelle

Bei einer Grabstelle mit mehreren Grabsteinen ist ein Gesamtfoto zu fertigen, anschließend sind Fotos der einzelnen Grabsteine zu erstellen. Später werden diese Fotos (eine besondere Kennzeichnung dieser Fotodateien ist nicht nötig) auf eine virtuelle Grabstelle zusammen geschoben. Das Gesamtfoto dient lediglich als Hilfsmittel für die Zuordnung der einzelnen Fotos und wird abschließend gelöscht.

Welche Grabsteine dokumentieren

Sämtliche Grabsteine (von Vermissten und Gefallenen, ausländischen Mitbürgern eingeschlossen) sind dokumentierungswürdig. Die Grabsteinfotos mit neueren Sterbedaten werden für das laufende und vergangene Jahr automatisch gesperrt und später automatisch sichtbar gemacht; wir orientieren uns am traditionellen Trauerjahr. Grabsteine die nur den Familiennamen enthalten werden genauso dokumentiert wie Grabsteine mit fremden Schriftzeichen. Gelegentlich sind auch die Rückseiten der Grabsteine beschriftet. Zur besseren Lesbarkeit bzw. Vervollständigung der Inschriften können zusätzliche Detailaufnahmen nützlich sein.
Grabsteine ist für das Grabstein-Projekt ein Sammelbegriff, er umfasst sämtliche steinernen, hölzernen und schmiedeeisernen Grabmale sowie Plaketten von Baumgräbern und Urnenwänden.

Sämtliche Grabsteine eines Friedhofs erfassen

Das Grabstein-Projekt ist auf die Erfassung sämtlicher Grabsteine eines Friedhofs zum Zeitpunkt der Dokumentation ausgerichtet.
Ausnahme: Historische, aufgelassene Friedhöfe - hier ist die Dokumentation sämtlicher Grabsteine aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich.

Grabstellen ohne Grabmal

Es macht für unser Projekt keinen Sinn, die Grabstellen ohne aufgestellte Grabmale (Grabstein, Grabkreuz o.ä.) zu fotografieren!

Kriegerdenkmale dokumentieren

Zu den Fotos sämtlicher Grabsteine eines Friedhofs werden gerne die Fotos eines Kriegerdenkmals gefertigt. Die Dokumentationen der Denkmale der Gefallenen und Vermissten, Bombenopfer und Opfer der Gewaltherrschaft finden im Grabstein-Projekt ebenfalls einen Platz. Allerdings müssen die Denkmale entweder auf dem Friedhof oder in der dazu gehörenden Ortschaft aufgestellt sein. Alleinige Kriegerdenkmale nimmt das Grabstein-Projekt nicht auf, denn es möchte für das Denkmalprojekt.org keine Konkurrenz darstellen. Außerdem erscheint eine gewollte Doppelarbeit wenig sinnvoll.

Kriegsgräberstätten und Ehrenhaine

Die Fotos der Grabsteine und -kreuze von gefallenen Soldaten (in- und ausländischen) und durch Kriegseinwirkung und Gewaltherrschaft verstorbenen Zivilisten auf den teilweise separat angelegten Ehrenhainen, Begräbnisplätzen für Kriegstote und Kriegsgräberstätten können im Grabstein-Projekt dokumentiert werden.

Urnenwände und Kolumbarien

An den Urnenwänden, -stelen und in den Kolumbarien befinden sich oftmals zahlreiche Gedenktafeln; sie werden einzeln fotografiert.

Gedenksteine

Diese Denkmale auf den Friedhöfen sind in der Datenbank *Grabsteine* willkommen.

Jüdische Friedhöfe

Wir bitten um Beachtung und Respektierung folgender Regeln für jüdische Friedhöfe:
Jüdische Friedhöfe sind nicht an einem Sabbat - Sonnenuntergang freitags bis zur abendlichen Dunkelheit am folgenden Sonnabend - zu betreten.
Auch männliche Nichtjuden bedecken ihren Kopf beim Betreten eines jüdischen Friedhofs.

Ausländische u. historische Friedhöfe

Für die Dokumentation von Grabsteinen auf ausländischen und historischen Friedhöfen gelten etwas differenzierte Vorgaben, bitte informieren Sie sich vorab bei der Projektorganisation.

Empfehlungen zur Bearbeitung von Fotos

Foto-Beschneidung

Das Foto soll tatsächlich nur den ganzen Grabstein zeigen, damit die Grabsteininschrift größtmöglich erscheint und gut lesbar ist.
Das optische Umfeld des Grabsteins ist für die Dokumentation im Grabstein-Projekt nebensächlich.
Deshalb ist es oftmals nötig, die Fotos mit einem Foto-Bearbeitungsprogramm zu beschneiden.

Foto-Verschönerung

Vor Weitergabe der Fotodateien ist grundsätzlich eine Qualitätskontrolle am heimischen Bildschirm vorzunehmen und doppelte bzw. unbrauchbare Fotos sind zu löschen. Die mögliche Fotobearbeitung (kostenlose Programme wie z.B. "Picasa von Google" und "Irfanview" oder "Paint.Net" bieten sich an) lässt der nachräglichen Verschönerung viel Spielraum. So kann man den Fotoausschnitt neu definieren, das Foto aufhellen/abdunkeln oder den Kontrast erhöhen, das Motiv gerade stellen oder die Farben verändern. Besonders günstig ist das Beschneiden der Fotos um unliebsame Begleiterscheinungen im Foto zu tilgen. Unbeabsichtigt fotografierte Personen, Autokennzeichen oder Körperteile des Fotografen sind zu vermeiden und empfehlen sich nicht zur Veröffentlichung.

Foto-Dateien

Bitte die Fotodateinamen nicht umbennen, also die automatisch von der Kamera erzeugten Fotodateinamen und -nummern unverändert lassen!
Die Fotos können in der vorliegenden Dateigröße versendet werden.

Geodaten vom Friedhof

Beim Anlegen der Stammdaten eines neuen Friedhofs im Projekt werden die Geodaten (Koordinaten) vom Einsender der Fotos benötigt.

Wie werden die Geodaten für's Grabstein-Projekt ermittelt?

Zum Beispiel so:

1. Startseite von Google Maps aufrufen.
2. Das weiße Eingabefeld "Ort zeigen" ausfüllen, ENTER-Taste drücken.
3. Das Bild vergrößern, bis das gesuchte Friedhofsareal möglichst groß zu sehen ist (oben links ist die Landkarte auf Satellitenbild umschaltbar).
4. Den optischen Mittelpunkt des Friedhofareals bestimmen und den roten Marker positionieren...
5. ...die gesuchten Geodaten (z.B. 54.101010, 9.101010 - bitte die Daten nur in diesem Format liefern) werden angezeigt.
6. Die Geodaten kopieren.

Versand der Grabsteinfotos und Unterlagen

Ihr Beitrag kann nur bei Einsendung sämtlicher Unterlagen und Angaben bearbeitet werden!

Bitte stellen Sie Ihre Fotos und Unterlagen komplett in einer Sendung der Projektorganisation zur Verfügung; von dort werden die Fotos ins Grabstein-Projekt hochgeladen.

  • Für den Versand der Fotos und Unterlagen in einem Ordner nutzen Sie bitte einen externen, kostenlosen Cloud-Dienst z.B. WeTransfer.

Fügen Sie unbedingt die ausgefüllte Checkliste (zum Ausfüllen das Dokument speichern)
und die Friedhofsordnung bei (oder eine schriftliche Genehmigung der Friedhofsverwaltung zur Veröffentlichung der Dokumentation).

Zur Sicherheit teilen Sie bitte immer in der Cloud (Eingabefeld: Nachricht) Ihren Namen, den Friedhofsnamen und die Anzahl der Fotos mit.
Mit dem Einreichen Ihrer Fotos stimmen Sie gleichzeitig einer dauerhaften Veröffentlichung im Grabstein-Projekt zu.

Verbindliche Regeln zur Datenerfassung

Die Online-Erfassung der Grabsteininschriften erfolgt nach Absprache mit der Projektorganisation.

Nach dem Hochladen der Fotos durch die Projektorganisation in das Grabstein-Projekt kann der Datenerfasser für jedes Bild eine Eingabemaske aktivieren, sie schaut so aus:



Dort hinein werden die Daten der verstorbenen Personen eingegeben. Grundsätzlich gilt, dass die Eingabefelder nur mit den vorgesehenen Daten zu füllen sind.

Namenszusätze entfallen

  • Angaben zu Beruf, Rang, Würde, Adel, Ehre, Grad und Dienst entfallen.
Beispiele: Bäckermeister, Kapitän, Gutsbesitzer, Lehrer, General, Major, Pastor, Schwester, Freifrau, Baron, Senator,
Oberregierungsrat, Bürgermeister, Prof., Dr. med., Dipl.-Ing., Direktor, Rechtsanwalt.
  • Angaben zu verwandtschaftlichen Beziehungen entfallen.
Beispiele: Familie, Geschwister, Eheleute, Carls Sohn.
  • Angaben zu Kosenamen und Spitznamen entfallen.
Beispiele: Süßerchen, Engelchen, Ratzputz, Mopsi, Fipsi, Buzzi, Häschen.
  • Angaben zu Nummern bei nummerierten Namen entfallen.
Beispiele: Manfred Mustermann IV, Johann 5.

Namensteile (Präfixe)

  • erscheinen mit Komma nach dem Namen.
Beispiele: von, v., von der, an der, auf der, im, an, zu, zum, tom, tor, de, van, van de, Mc / Mac, Le.


Name "genannt"

Beispiel: "Hans Huckebein genannt Fischer"
  • Der Name wird so erfasst:
1. Eintrag: Hans Huckebein *1910 / +1994
2. Eintrag: Fischer *k.A. / +k.A.

Vornamen (Mehrfachnennungen)

Beispiel: "Martha Maria Josephine"
  • Die Vornamen werden nacheinander, ohne Kommata erfasst.

Vornamen und Geburtsnamen fehlen

  • Das Eingabefeld bleibt leer (kein "k.A." eingeben).

Nachnamen fehlen

  • die Fotos von Grabsteinen ohne Nachnamen können in der Datenbank archiviert werden. In das Eingabefeld -Nachname- wird Nachname unbekannt eingetragen.
Diese Eingabe erfolgt auch bei schlechter oder bruchstückweiser Lesbarkeit des Nachnamens.

Doppelnamen (Nachnamen)

Beispiel: "Senke-Rasmussen"
  • beim Eintrag dieses Nachnamens (oder Geburtsnamens) wird als Suchergebnis der Datenbank nur "Senke" angezeigt.
Bitte die Person zusätzlich mit Namen "Rasmussen" anlegen, damit auch dieser Name gefunden wird. Also zwei Einträge erfassen!
1. Eintrag: Senke

2. Eintrag: Rasmussen

Namen verwitweter/geschiedener Personen

  • (sollen nicht im Feld -Geburtsname- eingegeben werden!)
Beispiel a): Schröder, Erna, geb. Meier, verw. Kunz, *1902, +1992
Beispiel b): Schröder, Erna, geb. Meier, gesch. Kunz, *1902, +1992

In diesen Fällen wird die Person zusätzlich mit dem ehemaligen Nachnamen angelegt. Also jeweils zwei Einträge erfassen!

1. Eintrag:

2. Eintrag:

Namen von Künstlern

  • Sind der Künstlername und der bürgerliche Name eines Verstorbenen bekannt, werden beide datenmässig erfasst:
1. Eintrag: Carrell, Rudi *1934 / +2006
2. Eintrag: Kesselaar, Rudolf Wijbrand *1934 / +2006

Namen als Unterschriften (Faksimiles)

  • Persönliche Unterschriften, die sogenannten Faksimiles als Grabstein-Inschrift sind in diesem Beispiel gut zu deuten. Sind sie nicht entzifferbar, werden sie mit Nachname unbekannt erfasst.
Alternativ könnten die Namen bei der Friedhofsverwaltung erfragt werden.

Namen von Ordensmitgliedern

  • Zeigt die Grabsteininschrift nur den kirchlichen Schwester- oder Brudernamen (den Schwesternamen ist meistens ein M. = Maria, den Brudernamen ein B. = Bruder vorangestellt), so wird er als Vorname erfasst:
Eintrag: Nachname unbekannt, M. Ludgeriana *1911 / +1999
  • Ist allerdings der bürgerliche Name bekannt, wird die Person wie üblich erfasst. Dann wird eine Erklärung im Feld -Inschrift- rechts neben dem Foto eingetragen: [M. Ludgeriana = Stormann, Katharina]
Eintrag: Stormann, Katharina *1911 / +1999
Die Quellenangabe wird wie immer in der Rubrik -Bemerkungen- unter dem Foto archiviert.
  • Sollte der bürgerliche Name zusätzlich auf dem Grabstein genannt sein, wird nur dieser datenmässig erfasst.

Namen "zum Gedenken - in memoriam"

  • Diese verstorbenen Personen werden ebenfalls mit ihren Namen und Daten erfasst.

Abkürzungen

  • Bitte genau so von der Grabsteininschrift übernehmen; also die Abkürzung nicht auflösen.
Beispiele: Marg. - Barb. - Elis. - Theod. - Joh. - Chr. - Wilh. - Heinr. - Phil. - v.
  • Abgekürzte Vornamen erhalten nach dem Punkt einen Wortzwischenraum (Leerzeichen).
Beispiele: J. A. W. - Chr. Ad. Diedr.

Geburts- / Sterbedaten fehlen

  • k.A. (steht für: keine Angaben).

Bitte die entsprechende Schaltfläche in der Eingabemaske anklicken.


Jahreszahlen

  • Für das Grabstein-Projekt werden die Jahreszahlen vom Geburts- und Sterbedatum vierstellig erfasst.
Fehlende Ziffern (das Jahrtausend und Jahrhundert werden manchmal auf dem Grabmal nicht genannt) sind zu ergänzen.

Gefallene, Vermisste und Kriegsopfer

  • Manchmal fehlen die Sterbedaten der gefallenen, vermissten Soldaten und Kriegsopfer.
Wir erfassen dann die wahrscheinliche Sterbezeit wie folgt:

Frankreich-Feldzug = 1870-71


Erster Weltkrieg = 1914-18


Zweiter Weltkrieg = 1939-45


Unbekannte Soldaten / Opfer

  • Fast auf jedem Begräbnis- und Erinnerungsplatz für Gefallene, Vermisste und zivile Kriegsopfer sind Gedenkmale mit der Inschrift "Unbekannter Soldat" oder ähnlich aufgestellt.
Es macht wenig Sinn diese zahlreichen Fotos und entsprechende Erfassungen für unsere genealogische Datenbank zu archivieren.

Alter

  • Das "Alter" wird nur erfasst, wenn es direkt auf dem Grabstein genannt ist. Meistens zeigen historische Grabsteine eine entsprechende Inschrift.
Beispiele: "Katharina Henniges verstarb am 17.08.1899, im Alter von 76 Jahren" oder "Theodor wurde gesegnete 89 Jahre alt".
Doch aufgepasst, "...verstarb im 26. Lebensjahr" besagt, dass die Person nur 25 Jahre alt wurde.

Inschrift

  • Das Eingabefeld -Inschrift- (rechts vom Foto) ist für die Transliteration (buchstabengetreue Umsetzung eines Textes in eine - hier: lateinische - Schrift) und nicht für z.B. lediglich die Sinnsprüche vorgesehen.
Dort bitte 1:1 die komplette Grabsteininschrift ohne Zusatzinformationen eingeben.
  • Außerdem können vor Ort entzifferte Grabsteininschriften 1:1 in dieses Feld übertragen werden.

Ausnahmen:

  • Sollte auf dem Grabstein nur der Name der Familie oder einer Person angegeben sein, aber die Daten mehrerer verstorbener Personen z.B. durch Ergänzungen von Angehörigen bekannt sein, werden diese mit der Einleitung „Auf dieser Grabstelle liegen begraben:“ in das Feld Inschrift eingetragen (komplett mit Angaben zu Tag und Monat). Siehe hierzu auch die Rubrik -Bemerkungen-.
  • Auch die Informationen vom "Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V." finden hier ihren Platz.

Beide Ausnahme-Einträge sind in [eckige Klammern] zu setzen.

  • Außerdem besteht die Möglichkeit in das Eingabefeld -Inschrift- eine Verlinkung zu installieren. Die Information der verlinkten Seite soll einen direkten Bezug zu dem dokumentierten Grabstein herstellen.
Beispiel: "Jo Schulz in Wikipedia", die Formel lautet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Schulz" target=_blank>Jo Schulz in Wikipedia</a>

Die fertige Installation schaut dann so aus.
Bei mehreren Fotos auf einer virtuellen Grabstelle ist die Verlinkung auf dem ersten, oberen Foto ausreichend.

Bemerkungen

  • In dieses Feld (unter dem Foto) können Hinweise auf Quellen oder genealogische Kontaktdaten angegeben werden.
Beispiel 1: "Persönliche Mitteilung von Manfred Mustermann aus Buxtehude.........gez. Heini Meier, 29.04.2012".
Beispiel 2: "Die ergänzten Daten sind sicher und stammen von Herrn/Frau XYZ aus Wanne-Eickel - gez. Lieschen Müller, 08.08.2013".

Die "Bemerkungen" werden nicht öffentlich angezeigt.

Grabgeodaten, -nummern u. -felder

Das Archivieren dieser Bezeichnungen ist im Grabstein-Projekt nicht vorgesehen.
Es ist vorteilhafter, die Friedhofsbesucher setzen sich mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung in Verbindung und erfragen ob das Grab auf dem Friedhof noch vorhanden ist.

Kategorien (Miniaturfotos) anlegen

Die Fotos erscheinen im Miniaturformat auf der Eingangsseite eines Friedhofs, die fortlaufenden Ziffern (z.B. Friedhofsansicht 2) setzt das System automatisch.
Es können max. 12 Fotos - möglichst im unbeschnittenen Querformat - passend zu den unten aufgeführten Kategorien eingestellt werden.
In den jeweiligen Kategorien werden die Fotos in der Reihenfolge der zeitlichen Erstellung platziert.

  • Friedhofsansicht z.B. Eingangsbereich (bitte zuallererst fotografieren), Gesamtansichten, Kapelle, evtl. Ortseingangsschild
  • Gedenkstein
  • Gedenktafel
  • Gedenkkreuz
  • Anonyme Ruhestätte
  • Kriegerdenkmal
  • Urnenwand
  • Urnenfeld
  • Lapidarium (Sammlung von alten Grabsteinen)
  • Kolumbarium (Urnenhalle auf dem Friedhof)
  • Sternenkinder (auch Engels-, Schmetterlings- u. Regenbogenkinder)

Diese zusätzliche Kategorie (ohne Miniaturfoto) kann angelegt werden:

  • [Sprache], Übersetzung gesucht. Beispiel: Hebräisch, Übersetzung gesucht.

Bitte keine weiteren Formulierungen verwenden wie: Säule, Urnenfeld, Kindergrab, Pastors Ruhestätte, Verwandtschaft, Plakettenstele, Gedenkhain, Aschestreufeld, Urnenbegräbnisstätte usw.

Eine Kategorie wird in das Feld -Nachname- eingetragen, so wie hier:



Besonderheiten bei Grabstein-Inschriften

Die gesammelten Beispiele einer besonderen Grabstein-Inschrift und die Bemerkungen dazu sind in dieser Seite zu finden.

Schriftmuster Fraktur

Auf älteren Grabsteinen befinden sich oftmals sogenannte Frakturschriften (Gebrochene Schriften).
Zum Entziffern helfen vielleicht diese beiden Schriftmuster: Fraktur oder Zeichentabelle

Unsicherheiten beim Datenlesen

Beim Ablesen der Grabstein-Inschriften entstehende Unsicherheiten werden markiert: Im Feld -Nachname- als erstes die "Grabstellen-Nr." und danach einen Bindestrich eingeben.
Zusätzlich sind die unlesbaren Namen durch ein einzelnes „?“ zu markieren. Bitte keine Wortzwischenräume anlegen.



In diesem Beispiel markieren die Fragezeichen die nicht lesbaren Daten der Grabsteininschrift.

Hinweise:
065-Musterm? Die "Grabstellen-Nr." ist nur im Login-Bereich des Grabstein-Projekts sichtbar.

Befinden sich auf einem Friedhof bis zu 99 Grabstellen, wird bei einstelligen Ziffern eine Null vorangestellt (01 bis 09).
Bei einer bis zu dreistelligen Anzahl von Grabstellen wird mit Nullen aufgefüllt (001 bis 099).
Die Friedhöfe mit bis zu 9999 Grabstellen erhalten eine entsprechend vierstellige Darstellung (0001 bis 0999).

Unsicherheiten beim Lesen der Jahreszahlen im Geburts- und Sterbejahr sollten folgendermaßen mit Fragezeichen gekennzeichnet werden:
1? - 19? - 1?24 - 19?4 - 192?

Doppelte Fotos und Einträge vermeiden

Versehentlich doppelt gefertigte Grabsteinfotos und dementsprechend doppelt erfasste Daten findet man leicht mit den Funktionen ALLE PERSONEN bzw. ALLE NACHNAMEN, diese sind hinter dem ABC platziert.
Anschließend ist die überflüssige Dokumentation zu löschen.

Aktualisierung der Dokumentation

Einige Jahre nach der Erstdokumentation (bzw. letzten Dokumentation) besuchen etliche Fotografen die Friedhöfe noch einmal, um die neuen Grabsteine bzw. die Steine mit den erweiterten Inschriften zu fotografieren. Das neue Foto vom Grabstein mit den mittlerweile zusätzlichen Inschriften wird oberhalb des bereits archivierten Fotos platziert. Wir möchten das ältere Foto in unserer Datenbank erhalten und so die Chronologie zeigen.
Bevor die Aktualisierung der Dokumentation beginnt, ist zu überprüfen ob die entsprechende Friedhofsordnung (-satzung) erneuert oder ergänzt wurde und das Fotografieren und Veröffentlichen weiterhin erlaubt.

Verlinkungen

GOV (Geschichtliches Ort-Verzeichnis)

Der sogenannte GOV-Schalter (Geschichtliches Orts-Verzeichnis), rot umrandet, führt zu interessanten Informationen zum Ort des jeweiligen Friedhofs.

Betreuender Verein

Eine Verlinkung, rot umrandet, mit der Homepage des genealogischen Vereins, Heimatvereins oder Arbeitskreises der die Dokumentation des Friedhofs im Grabstein-Projekt betreut.

Beschreibung des Friedhofs im GenWiki

Über diesen Link, rot umrandet, gelangt man zur Friedhofsbeschreibung. Das Beispiel einer Friedhofsbeschreibung wurde im Genealogischen Wiki, dem GenWiki, erstellt.

Links (zu anderen Projekten)

Der Hinweis auf der Eingangsseite vom Grabstein-Projekt, rot umrandet, führt zu den gesammelten Links der nicht kommerziellen Datenbanken mit Grabsteinen und Friedhöfen.

Datenschutz

Möglicherweise noch lebende Personen

Auf einigen Friedhöfen befinden sich Grabsteine, an denen Personen mit dem Geburts- aber ohne Sterbedatum verzeichnet sind.
Diese Tatsache mag verschiedene Gründe haben, wir sperren solche Fotos für 110 Jahre nach dem Geburtsjahr.
Nach Ablauf dieser Frist werden die Grabsteinfotos angezeigt.

Bildnisse der Verstorbenen auf Grabsteinen

Regional ist die Gestaltung und Ausführung der Grabsteine recht unterschiedlich.
Teilweise sind Konterfeis der verstorbenen Personen an den Grabsteinen angebracht. Solche Grabsteinfotos sperren wir für 10 Jahre ab dem Sterbedatum (der abgebildeten, zuletzt verstorbenen Person).
Sollte kein Sterbejahr am Grabstein verzeichnet sein, gilt als Beginn der Sperrfrist das Aufnahmejahr vom Grabsteinfoto.
Nach Ablauf dieser Frist werden die Grabsteinfotos sichtbar.

Traditionelles Trauerjahr

Wir haben uns freiwillig zu folgender Regelung entschlossen:
Die Anzeige der Grabsteinfotos mit Inschriften von Personen die im laufenden und vorhergehenden Jahr gestorben sind, werden automatisch unterdrückt.
Dazu besteht zwar datenschutzrechtlich keine Veranlassung, doch wir orientieren uns am traditionellen Trauerjahr.
Nach Ablauf dieser selbst auferlegten Frist werden die Grabsteinfotos automatisch sichtbar.

Allgemeines

Korrekturlesung

Die Datenbank „Grabsteine“ ist nach Namen und Friedhofsorten durchsuchbar. Außerordentlich wichtig ist deshalb eine exakte Erfassung der Nach-, Vor- und Geburtsnamen.
Wir haben aus diesem Grunde eine manuelle Plausibilitätskontrolle (grobe Korrekturlesung) der eingegebenen Daten eingerichtet.

Bildquellenangabe

Die im Projekt archivierten Fotos erhalten eine Bildquellenangabe. Sie nennt den Namen des Fotografen (anonym veröffentlicht das Grabstein-Projekt keine Fotos) und die Jahresangabe der Dokumentation.
Für alle Fotolieferanten gilt die Pflicht, sich vor der Veröffentlichung der Fotos mit ihren persönlichen Daten zu registrieren. Diese erfolgt über die Beantragung einer Benutzerkennung (falls noch nicht vorhanden) oder dem Ausfüllen des Formulars "Erlaubnis zur Fotoveröffentlichung". Informationen hierzu werden automatisch von der Projektorganisation mitgeteilt.

Löschung unpassender Fotos

Unpassende und überflüssige Fotos werden von der Projektorganisation kommentarlos gelöscht.

Keine Gewähr

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der archivierten Fotos und erfassten Daten wird keine Gewähr übernommen.

Zu guter Letzt

Wir möchten Sie eindringlich bitten, keine Einträge zu tätigen die in irgendeiner Art und Weise die Grabstelleninhaber kritisieren oder maßregeln!
Jegliche Bewertungen oder Kommentare zu den Dokumentationen sind grundsätzlich unerwünscht!
Beides entspricht absolut nicht der Philosophie des Grabstein-Projekts und es würde dem Ansehen nur Schaden zufügen.

Projektbetreuung


Stand: 07.04.2018










































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